Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

One Bad Day: Zweite Chance für Mr. Freeze

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Mr. Freeze

Autor/Zeichner: Gerry Duggan/Matteo Scalera

Erschienen: 2022 (One-shot)


Kann ein Mensch sich ändern? Kann ein Krimineller sich bessern? Wenn man sich die Schurken ansieht, mit denen Batman immer wieder zu tun hat, kann die Antwort nur auf ein fatalistisches Nein hinauslaufen. Der Grund ist klar: Die Schurken müssen ja immer wiederkehren, damit es Geschichten mit ihnen gibt. Doch was ist, wenn man sie zur Abwechslung nicht nur wegsperren, sondern ihnen eine zweite Chance gäbe?

Batman und Robin versuchen das mit Mr. Freeze. Als sie ihn mal wieder auf frischer Tat bei einem Raub erwischen, fahren sie mit ihm nicht zur Polizei, sondern zu einem Labor und stellen es ihm für seine Forschung zu Verfügung. Hier kann er so lange herumexperimentieren, bis er ein Heilmittel für seine Frau Nora gefunden hat, die noch immer im Kälteschlaf ihrer tödlichen Krankheit entgeht.

Doch die Sache geht schief, Victor Fries scheitert und zerstört das Labor. Batman legt sich eine Hitzerüstung an und auf geht’s in den finalen Kampf: Feuer gegen Eis.

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Zeit totschlagen mit Batman

DC Comics

Titel: Batman: Killing Time

Autor/Zeichner: Tom King/David Marquez

Erschienen: 2022 (Miniserie #1-6), Hardcover 2022


„What does anyone gain or lose from reading a story? (…) Nothing.“ (Riddler)

Riddler, Catwoman, der Pinguin und Killer Croc überfallen eine Bank. Schnell wird klar: Croc ist nur das Ablenkungsmanöver für Batman, eigentlich geht es nicht ums Geld, sondern um etwas viel Wertvolleres, das weit unten aufbewahrt wird – einen geheimen Schatz von Bruce Wayne. Der Riddler schlägt den verbündeten Pinguin fast tot, dann haut er mit Catwoman ab, um sich mit dem Käufer der Beute zu treffen. Was ist die Beute? Eine faustgroße Box. Und was ist drin? Das Auge von Jesus. (Oder das von Athene, wer weiß?)

Batman jagt den beiden hinterher, verfolgt wird er von einem alten Mann, der sich nur The Help nennt und für den Pinguin arbeitet. Dieser Helfer wirkt sehr kultiviert, geht aber über Leichen und ist Batman im Kampf ebenbürtig, denn er hat bei denselben Leuten gelernt. Das ist bereits die interessanteste Figur. Die andere Neue ist eine US-Beamtin, die in jedem Satz fünfmal flucht. Also verdammt viel. Es wäre vielleicht sogar witzig, wenn DC nicht jedes Mal die Obszönitäten zensieren würde. Die USA müssen ja vor allem in moralischer Hinsicht verteidigt werden. Aber so verbraucht sich der Running Gag schnell. (Und das Prinzip kennt man schon vom Autor.)

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Batman gegen Bombenleger „Santa Klaus“

DC Comics

Titel: City on Fire/Santa Klaus is Coming to Town

Autor/Zeichner: Ed Brubaker/Scott McDaniel

Erschienen: 2002 (Batman #596/598), Paperback (Batman by Ed Brubaker Vol. 1/2)


Bruce Wayne hat es nicht so mit Weihnachten. Es erinnert ihn zu sehr an – na ja, ihr wisst schon was, sein wunder Punkt halt … Seit Dick Grayson nicht mehr in Wayne Manor wohnt, feiert Bruce angeblich kein Familienfest mehr. Sein Bodyguard Sasha schmückt trotzdem einen Baum an Heiligabend. Wie gut, dass dann das Batsignal erscheint und Bruce abhauen kann.

Ein Schurke namens Santa Klaus ist aus Arkham abgehauen. Er kann Gedanken lesen und bestraft nun Leute nach dem Prinzip „Gut oder Böse“. Im Event Joker’s Last Laugh wurde er mit dem Joker-Gas infiziert und lief in der Stadt Amok, nun rennt er im Weihnachtsmannkostüm durch die Stadt und verteilt Geschenkpakete mit Bomben, zwei „Elfen“ helfen ihm dabei. Bemerkenswert ist sein Wertekodex: Als ein Mann es ablehnt, ein Geschenk ablehnt, weil er jüdisch sei, rastet „Santa“ aus und prügelt auf ihn ein: „You don’t refuse a gift! You immoral sack of dung!“ Besonders brisant ist, dass dieser Santa aus Deutschland stammt (was man an seinem starken Akzent merkt) …

Der Showdown findet dann auf Gotham Square statt, wo der Bürgermeister Geschenke an Bürger verteilt. Batman interveniert, bevor der böse Santa alle seine Bomben auf einmal zünden kann. Dann gehen ein paar Weihnachtsbäume in Flammen auf, Santa fängt Feuer und zieht sich schlimme Verbrennungen zu.

Batman fährt nach Hause und beschließt, einmal richtig auszuschlafen. (Sonst gönnt er sich nur eine Stunde Schlaf pro Nacht.) Dann bekommt er von Sasha noch ein Geschenk und freut sich, leider erfahren wir nicht, was es ist. Bald darauf wird Sasha tot sein, aber das ist eine andere Geschichte …

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Poison Ivy erntet Kinder

DC Comics

Titel: Poison Ivy: Cycle of Life and Death (dt. Kreislauf von Leben und Tod)

Autorin/Zeichner: Amy Chu/Clay Mann

Erschienen: 2016 (Miniserie #1-6), Paperback 2016; dt. Panini 2016


Ich weiß nicht, wie und warum, aber Pamela Isley hat eine zweite Chance bekommen. Nun arbeitet sie im Botanischen Garten von Gotham und erforscht, wie Pflanzenzellen mit menschlichen kombiniert werden können. Ihre Rolle als Poison Ivy hat sie hinter sich gelassen und seltsamerweise scheint niemand von ihrer Vorgeschichte als Verbrecherin zu wissen. Pamela hat aber nicht unbedingt das Gemeinwohl im Sinne, sondern ihr eigenes: Sie will eigene Kinder zeugen, aber ohne Mann. Als Pflanzen-Mensch-Hybride. Das gelingt auch sofort. Sie erntet sie einfach aus einer riesigen Pflanze und dann wachsen sie innerhalb von Monaten zu Erwachsenen heran. Leider sterben währenddessen Kollegen in ihrem Labor – vergiftet, aber Pamela ist diesmal unschuldig.

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Poison Ivy in Batman: The Animated Series

In der großartigen Batman-Zeichentrickserie der 90er ist Poison Ivy wie auch Catwoman vor allem eine Umweltaktivistin. Wir erfahren nicht, wie sie entstanden ist, wir wissen nur, dass sie Botanikerin ist. Aber woher ihr starkes Immunsystem kommt, wird nie erklärt. Die Autoren haben sich dazu entschieden, die Figur als Geheimnis einzuführen.

Pamela Isley ist zunächst die Geliebte von Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent (bevor er Two-Face wird). Er ist ihr total verfallen, will sie heiraten, obwohl er sie kaum kennt. Dann wird er vor den Augen von Bruce Wayne ohnmächtig und landet im Krankenhaus – wegen einer Vergiftung. Poison Ivy will sich an ihm rächen, weil er beim Spatenstich für ein neues Gefängnis dabei war und weil beim Bau später eine vom aussterben bedrohte Rosenart vernichtet wurde.

Vielleicht hätte Ivy etwas subtiler dabei vorgehen können, denn die Verantwortliche ist schnell gefunden, Batman spürt Ivy in einem Gewächshaus auf, das mit einer Falltür versehen ist und in dem eine riesige fleischfressende Pflanze ihre Tentakel ausfährt. Zum Schluss gelingt es ihm, der Schurkin ein Gegenmittel abzuluchsen und sie in den Knast zu bringen, den sie so sehr hasst …

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Alfred spielt Santa Claus

Alfred als Santa Claus. (DC Comics)

Titel: Alfred Claus

Autor/Zeichner: Al Schwartz/Jack Burnley

Erschienen: 1945 (Zeitungscomic), Hardcover 1990/2007 (Batman: The Sunday Classics)


Während Batman und Robin die Bande der vier Larson-Brüder jagen, wird Butler Alfred auf der Straße Zeuge eines Gesprächs dreier Jungen. Einer freut sich, dass er von Santa Claus zu Weihnachten ein neues Fahrrad bekommt, doch der kleine Eddie hat keinen Grund zur Freude: Da sein Vater keine Arbeit hat, wird er (wieder) leer ausgehen. Dabei wünscht er sich doch so sehr eine Kamera mit Blitz. Weihnachten hält er für Quatsch …

Alfred reicht ihm ein Taschentuch und erzählt ihm die Geschichte von Scrooge, um ihm vom Gegenteil zu überzeugen, das hilft aber auch nicht weiter, wenn man kein Geld hat. Dann verspricht er dem Jungen, mit Santa Claus zu reden, der sei ein Freund von ihm. Der Junge notiert ihm seine Adresse auf einer Karte.

Derweil finden Batman und Robin eine Karte mit einer Adresse, die den Aufenthaltsort der Larson-Bande preisgibt – bestimmt eine Falle. Sie tappen gern hinein. Alfred zieht sich ein Weihnachtsmannkostüm an und geht zu der Adresse, er steigt über die Feuerleiter hoch und will Eddie am Fenster mit dem Kamerablitz überraschen. Just in dem Augenblick platzen Batman und Robin rein, um die Gauner zu schnappen. Die Bewaffneten sind geblendet vom Blitz und statt zu schießen bekommen sie Dresche vom Dynamischen Trio.

Alfred hat zufällig die Karte gefunden, die Batman zu Hause gelassen hat und dachte, es sei die Adresse von Eddie. Danach gehen sie zu dritt zu dem Jungen und retten sein Weihnachten. Es ist das schönste, das er je hatte, sagt Eddie. Alfred verspricht ihm, es sei nicht das letzte.

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Batman trifft Grendel

DC Comics

Titel: Batman/Grendel: Devil’s Riddle/Devil’s Masque

Autor/Zeichner: Matt Wagner

Erschienen: 1993 (#1-2)


Grendel ist eigentlich der Name eines Monsters aus dem Heldenepos Beowulf. 1982 nannte Autor und Zeichner Matt Wagner so seinen Comic-Antihelden bzw. Schurken in New York. Sein größter Gegner: der Native American Werwolf Argent the Wolf. In seiner zivilen Identität Hunter Rose ist Grendel als Autor tätig. Nach 50 Ausgaben wird ihm langweilig und er zieht nach Gotham City, um sich mit Batman anzulegen. Dabei imitiert er zunächst den Riddler und entführt ein Kind.

Grendel treibt ein doppeltes Spiel: Denn als Hunter Rose flirtet er mit der Mutter des Kindes, einer jungen Frau, die einst ihre neugeborene Tochter weggeben musste. Diese lebt mit einer anderen jungen Frau zusammen, die mit Bruce Wayne anbandelt. Es kommt also zu doppelten Konfrontationen.

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Die Sünden der Mittelmäßigkeit

DC Comics

Titel: Batman: Sins of the Father (dt. Die Sünden des Vaters)

Autor/Zeichner: Christos Gage/Raffaele Ienco

Erschienen: 2018 (Miniserie #1-6), Paperback 2018


Zwischen Batman: The Telltale Game und Batman: The Enemy Within erschien eine sechsteilige Comicserie, die eine Brücke zwischen den Ereignissen der Spiele schlägt.

Die Prämisse: Thomas Wayne war ein Schurke, der absichtlich Menschen mittels Drogen in den Wahnsinn getrieben hat – oder auch gegen Leistungen aus der Psychiatrie entließ. Die Angehörigen klagen, Wayne Enterprises bemüht sich um Schadensbegrenzung, doch Bruce Wayne will für die Sünden seines Vaters Buße tun und die Angehörigen entschädigen. Da aber ballert jemand auf ihn los – ein Profikiller namens Deadshot.

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Shadow War: Death for Deathstroke

DC Comics

Titel: Batman: Shadow War

Autor/Zeichner: Joshua Williamson/Howard Porter u.a.

Erschienen: 2022 (Batman #122-123 etc.), Hardcover 2022


Batman trifft wieder Deathstroke. Ans letzte Treffen denken wir nur ungern zurück, die letzte Storyline von Joshua Williamson (Abyss) war auch nicht gerade ein großer Wurf, nun aber versucht er sich an einem Event mit den beiden Antagonisten und der Familie al Ghul. Schauen wir uns das mal unvoreingenommen an.

Worum geht es? Ra’s al Ghul und Talia fliegen nach Washington D.C. und stellen sich den Behörden. Der Schurke bereut seine Genozidversuche und will endlich Verantwortung für seine Taten übernehmen. Außerdem will er die Lazarusgruben allgemein verfügbar machen. Doch daraus wird nix, denn in dem Moment wird er plötzlich ermordet – von Deathstroke. An eine Wiederbelebung ist nicht mehr zu denken, die Leiche verbrennt.

Daraufhin jagt Talia und ihren Ninjas Deathstroke und seine Secret Society of Super-Villains („Deathstroke Inc.“). Auch Sohn Damian (Robin) will seinen Opa rächen, auch wenn dieser Opa ihm selbst mal an den Kragen wollte (siehe The Ressurection of Ra’s al Ghul). Doch Slade Wilson behauptet, er sei unschuldig – ein Betrüger habe sich für ihn ausgegeben. Batman bemüht sich also zum einen um Schadensbegrenzung, zum anderen versucht er herauszufinden, wer der wahre Mörder ist.

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Ein guter Tag für den Pinguin

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Penguin

Autor/Zeichner: John Ridley/Giuseppe Camuncoli

Erschienen: 2022 (One-shot)


Der Pinguin ist am Ende. Ein ehemaliger Handlanger, der ihm früher den Schirm gehalten hat und sich nun „Umbrella Man“ nennt, hat ihm sein Imperium abgeluchst. Oswald Cobblepot sitzt nun mittellos auf einer Parkbank und kauft sich von seinen letzten zwanzig Dollar eine Pistole – ohne Kugeln. Eine kriegt er dann gratis als Almosen hingeworfen. Doch das reicht, es ist ein Anfang, um sich von ganz unten wieder nach oben zu arbeiten.

Der Pinguin sucht alte Weggefährten auf, um sie zur Zusammenarbeit zu überreden. Aus einer Kugel werden schnell drei, hinzu kommen zehn Dollar und so weiter …

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