Batman: Gotham by Gaslight: A League for Justice

DC Comics

Deutscher Titel: Eine Liga für Gerechtigkeit

Autor/Zeichner: Andy Diggle/Leandro Fernández

Erschienen: 2025-2025 (Miniserie #1-6), Hardcover 2026; dt. Panini 2026


„… it’s time for action!“ (Superman)

Das Steampunk-Elseworlds-Abenteuer geht weiter: Nachdem in The Kryptonian Age alle unsere Lieblingshelden in neuer Gestalt eingeführt wurden, treffen sie in Smallville, Kansas, zusammen. Der Sheriff Clark Kent offenbart sich als Superman. Man besiegt schnell ein paar Banditen um Harley Quinn und Killer Croc, dann lernt man sich im Zweikampf kennen: Martian Manhunter misst Kräfte mit Green Lantern (Alan Scott) und die vernünftige Wonder Woman muss vermitteln.

Schließlich stellen alle fest, dass sie alle derselben Sache auf der Spur sind: den Überbleibseln des legendären Kryptonic Age, als (böse) Kryptonier auf der Erde wandelten und nach ihrem Untergang eine gefährliche Technologie daließen. Lex Luthor macht will sie sich zunutze machen. Kurz darauf kommt er in Smallville per Zug an, der sich transformersmäßig in einen Riesenroboter verwandelt. Gemeinsam bekämpfen die Helden das stählerne Ungetüm. Doch dann wird der letzte überlebende böse Kryptonier befreit: Zod!

Gelungenes Sequel mit Schwächen

A League for Justice ist eine gelungene Fortsetzung mit vielen Figuren, die sich ständig zanken, vielen Ortswechseln in fantastische Welten und einigen interessanten Szenen, wie etwa wenn der Martian Manhunter in Luthors Verstand eindringt und eine riesige, wohlgeordnete Bibliothek vorfindet. Doch nachdem Zod besiegt ist und die Liga zu Luthor nach Alaska aufbricht, passiert nicht mehr viel, sondern es wird hauptsächlich geredet. Überhaupt wird viel geredet, erklärt und diskutiert, denn man muss ja viel Stoff mit reicher Vorgeschichte abhandeln. Am Ende wird sogar noch Darkseid ins Spiel gebracht, aber es bleibt beim Cameo.

In der Phantomzone muss sich dann noch Superman seinen Ängsten stellen, wenn er seinen Eltern begegnet, doch das geht schnell vorüber und das Problem Luthor erledigt sich von selbst. Die meisten Figuren (wie etwa Batman und seine Verlobte Julia alias Huntress) haben kaum noch etwas zu tun. Schade! So viel Worldbuilding, so viel Set-up und all die Figuren mit Persönlichkeit, und dann so ein verschwendetes Potenzial.

Trotzdem ist die Geschichte lesenswert, man vertieft sich gerne in diese reich ausgestattete Welt eines alternativen 19. Jahrhunderts. Die Zeichnungen von Leandro Fernandez eine Augenweide mit vielen Schauwerten, auch dank der stimmungsvollen Farben von Matt Hollingsworth. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann noch eine Fortsetzung, in der die „League for Justice“ es mit Darkseid aufnimmt.

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