Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Prassen mit Blüten

DC Comics

DC Comics

Titel: The Joker’s Millions

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Dick Sprang

Erschienen: 1952 (Detective Comics #180), Paperback 2014 (The Joker: A Celebration of 75 Years)


„Ah, how the mighty have fallen!“ (Joker)

Auf einen Schlag wird der Joker reich – und das ganz legal. Bei der Testamentseröffnung des Gangsters Barlowe bekommt der Joker dessen Vermögen vererbt. Der Clown ist überrascht, weil Barlowe ihn einst gehasst hat. Aber die Freude über den unverhofften Reichtum überwiegt die Skepsis, also prasst der Joker drauflos. Seine größte Freude dabei: er muss nicht mehr rauben, um an Geld zu kommen.

Wer die letzte Episode unserer Joker-Reihe gelesen hat, wird sich wundern: In den 40ern hatte der Joker bereits einen riesigen Geldspeicher, gefüllt mit Geld und Juwelen, und er raubte nur zum Spaß. Hier fängt er offenbar wieder von vorn an, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Der Joker ist also wieder sorglos. Aber zu früh gefreut: bald erkennt er, dass das meiste Geld und die meisten Juwelen gefälscht sind – Barlowe hat ihn reingelegt! Als dann auch noch das Finanzamt vorbeikommt und die Erbschaftssteuer kassieren will (zwei Mio), steckt der Clown Prince of Crime in einer Zwickmühle: Auch wenn er Batman nicht fürchtet, mit dem Finanzamt legt man sich besser nicht an. Aber den Irrtum zugeben will er auch nicht, da er sich nicht zum Gespött der Unterwelt machen will. Also begeht der Joker Verbrechen, allerdings möglichst unauffällige, die sich nicht mit ihm in Verbindung bringen lassen. Das nützt nix, denn wie der Zufall es will, erkennt Batman doch immer wieder die Handschrift des Jokers.

Der Joker leidet: einerseits kann er bei seinen Aktionen nicht den Künstler spielen, andererseits ist er dazu genötigt, auch wenn Batman die Masche durchschaut. Das Katz- und Maus-Spiel gipfelt im Zoo: der Joker sperrt Batman in einem Fledermauskäfig ein – zusammen mit Affen, die wie der Joker geschminkt sind. Aber Batman bleibt auch hier Herr der Lage.

Joker’s Millions wurde 1998 verfilmt. In der dritten Staffel der Animated Series (The New Batman Adventures, Episode 7) ist der Plot im Wesentlichen gleich, allerdings wird Joker unterstützt von Harley Quinn und dem Pinguin, während Batman mit Batgirl (statt Robin) zusammenarbeitet.

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Teufelskreis der Rache

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman and Robin Vol. 5 – The Big Burn (dt. Batman und Two-Face)

Autor/Zeichner: Peter J. Tomasi/Patrick Gleason

Erschienen: 2013-2014 (Batman and Robin 24-28, Annual #2), Paperback 2015; dt. Panini 2014 (Paperback)


„I never considered myself a hero, Harvey. We’ve all got two sides and we’re always waging war against ourselves!“ (Batman)

Nachdem Robin tot ist, müsste auch die Serie Batman and Robin beendet sein. Aber sie geht weiter – auch wenn kein neuer Robin etabliert wird. Das wird später noch seinen Grund haben, aber Band 5 ist eine Ausgabe, die nur zu einem geringen Teil ihren Titel rechtfertigt. Im Zentrum steht Two-Face. Es ist das erste Mal seit dem Reboot von The New 52, abgesehen von einigen kurzen Auftritten. Hier bekommt der Schurke einen völlig neuen Origin angedichtet. (Die klassische Entstehungsgeschichte ist in The Long Halloween nachzulesen.)

Harvey Dent war, nach der neuen Continuity, zunächst nicht Staatsanwalt, sondern Strafverteidiger. Zwei seiner Klientinnen, die Zwillinge Erin und Shannon McKillen aus einer Gangsterfamilie, lassen ein Attentat auf James Gordon verüben. Nachdem das scheitert, bekommen die Schwestern lebenslänglich. Shannon bringt sich um, Erin kommt frei und rächt sich an Dent, indem sie seine Frau Gilda umbringt und ihm anschließend das Gesicht mit Säure verätzt.

Jahre später, als The Big Burn ansetzt, beschließen Erin McKillen und die Gangster Gothams, die Superschurken auszuschalten, und beginnen mit Two-Face. Der wiederum plant, Erin McKillen zu erledigen, um sich zu rächen. In diesem Teufelskreis der Rache bemüt sich Batman um Schadensbegrenzung und gerät dabei selbst in die Schusslinie.

Die Story funktioniert dank zweier starker Schurken, reichlich Action und einer ausführlichen Tiefe in der Vorgeschichte. Die Rückblenden beginnen beim frühesten Ereignis (Dents Trauma) und gehen rücktwärts in der Zeit. So erfährt man nach und nach mehr, wie es zu der Tragödie kam. Two-Face wurde bereits zuvor als ein kaputter Mann eingeführt, der mit seinem Leben abgeschlossen hat und täglich Russisch Roulette darum spielt. Bei so einer packenden Story vermisst man Robin nicht.

Aber die Fans des Wunderknaben bekommen im letzten Kapitel, einer Zugabe aus dem Annual #2, ihren Robin: Dick Grayson erzählt von seiner ersten Woche als Batmans Sidekick. Eine nette Anekdote mit sentimentalen Anklägen.

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Batman: Höhepunkte einer Karriere

Hier kommt was für Batman-Einsteiger: Drei Videos, in denen DC Batman-Comics vorstellt. Zwei listen die besten Momente der Batman-Geschichte auf. Die meisten habe ich schon besprochen: Year One/The Dark Knight Returns, The Killing Joke, Arkham Asylum, Venom, The Joker: Devil’s Advocate, No Man’s Land, Hush, The Court of Owls, Bloom.

Das dritte Video behauptet, Comics vorzustellen, die man nicht gelesen habe. Tatsächlich listet es einige der bekanntesten auf: The Laughing Fish, The Black Mirror, Trinity, The Cult, Gotham By Gaslight, Ego, Son of the Demon und Noel.

Alles muss man selber machen

Eingeschlafen vor Langeweile. (Warner Bros.)

Batman und Robin: Eingeschlafen vor Langeweile. (Warner Bros.)

Titel: Batman – Return of the Caped Crusaders

Drehbuch: Michael Jelenic, James Tucker

Erschienen: 2016 (Direct-to-Video)


„It is imperative we follow the rules.“ (Batman)

Adam West lebt. Noch. Mit 88 ist er zwar zu alt, um wieder ins Batman-Kostüm zu steigen, aber dafür gibt es jetzt einen Zeichentrickfilm mit ihm, da reicht seine Stimme. Allerdings ist sie schon sehr brüchig; man hört, dass Batman nicht mehr der Jüngste ist. Und das ist nicht das einzige Problem mit Batman – Return of the Caped Crusaders.

Warum gibt es diesen Film, der auf der Fernsehserie aus den 60ern basiert? Ganz unvermittelt kommt er nicht. DC hat bereits im Jahr 2013 eine Comicserie mit dem Titel Batman ’66 gestartet, die es mittlerweile auf 30 Ausgaben sowie drei Mini-Serien gebracht hat. Der Film ist die animierte Variante davon. Und auf den ersten Blick scheint alles da zu sein: der knallbunte Look, die absurden Situationen, die flachen Kalauer („There’s a bat moon on the rise“), die bemühten Alliterationen („the plan of planetary proliferation was prevented“). Was fehlt, ist aber der trashige Charme, der die Serie und den Film der 60er ausgemacht hat. Es macht einen großen Unterschied, ob man die Schauspieler in billigen Kostümen und Kulissen in einer Parodie herumhampeln sieht, oder nur gezeichnete Versionen davon. Der Animationsfilm wirkt zu sauber, zu glatt, zu steril – und vor allem ist er steif und fade. Der Animation fehlt die Seele. Das Gefühl hatte man schon bei The Killing Joke.

Warner Bros.

Warner Bros.

So schaut man gelangweilt diesem albernen Nostalgie-Trip eine Weile zu und fragt sich warum, wenn man all das schon gesehen hat. Okay, Adam West war bis dato noch nie im Weltall gewesen. Die Sache mit der Batrakete ist neu – und dann auch noch eine Raumstation, die aussieht wie der Kreml, ganz nett. Und ich gebe zu, dass mir auch die Szene gefallen hat, als die beiden schwerelos an der Wand der Raumstation entlanglaufen – und es ohne Seil so viel leichter geht und Batman wieder moralisiert „there are consequences doing things the easy way“. Ein kleines Schmunzeln.

Dann nimmt die Handlung sogar eine interessante Wendung: Batman wird (dank eines Wundermittels von Catwoman) langsam böse. Er benutzt einen gezackten Schlagring, er sagt so einen Killer-Satz wie „this is an operation table and I am the surgeon“ (ein Zitat aus The Dark Knight Returns) und wenn Gordon mit ihm spricht, verschwindet er plötzlich im Nichts, was in der heilen Welt der 60er noch gar nicht typisch für den sonst höflichen Batman ist. Der Caped Crusader wird zum Dark Knight – ja mehr noch, er übernimmt die Stadt. Dank eines Reproduktionsstrahls vermehrt er sich selbst, ersetzt die Polizei, die Justiz und den Bürgermeister, sogar andere Jobs. Batman weiß: Wenn du willst, dass es richtig läuft, muss man es selbst machen. Und der moderne Batman macht am liebsten alles selbst.

Dieses Spiel mit Anachronismen, die die Autoren in den Film reinbringen, macht ihn dann doch guckbar. Es bleibt ein kindischer Film und kein besonders sehenswerter, aber wer ein Fan der Vorlage ist, könnte auch hier seinen Spaß haben. Dann lohnt sich sogar der Abspann, denn da sieht man Batman eine ausführliche Version des Batusi tanzen.

P.S.: Für 2017 ist bereits eine Fortsetzung angekündigt, mit William Shatner als Two-Face. Das Besondere daran: Two-Face kam nie in der Serie vor.

Coverwahn #18

In einer Woche erscheint Dark Knight III – The Master Race #6. Da wird es mal wieder Zeit für eine weitere Episode der allseits beliebten Reihe, in der wir nichts anderes tun, als schöne bunte Bildchen zu zeigen und uns daran zu erfreuen oder darüber zu ärgern. Die neuen Variants bieten nichts Neues, nur die alten, allzu gut bekannten Motive in neuem Gewand. Aber seien wir ehrlich: bei Comics geht es doch um nichts anderes.

Wir sehen mal wieder einen übel zugerichteten Batman von Frank Miller, der nur aus Falten und Blut zu bestehen scheint, aber auch einen prachtvollen Kampf zwischen Batman und Superman von Jim Lee. Und der Rest — ach, schaut einfach selbst.

Warum Robin nicht aufs College will

DC Comics

DC Comics

Titel: Rackety-Rax Racket!

Autor/Zeichner: Don Cameron/Dick Sprang

Erschienen: 1945 (Batman #32), Paperback 2014 (The Joker: A Celebration of 75 Years)


„One thing I’d enjoy more than killing the Batman – and that’s to make you both look ridiculous!“ (Joker)

Es gibt wahrscheinlich nichts Bescheuerteres als Initiationsriten bei Studentenverbindungen. Aber keine Masche ist zu bescheuert für den Clown Prince of Crime: Der Joker beschließt, seinen nächsten Juewelenraub als studentischen Jux zu tarnen. Doch als er von Batman (der wie immer zufällig danebensteht) erwischt wird, haut der Joker ihm einen Stuhl über den Kopf und entführt ihn.

Um Batman zu retten, muss Robin drei Aufgaben erfüllen, die ihn der Lächerlichkeit preisgeben: Schuhe putzen, Pelze im Sommer verkaufen, eine Puppe im Spielzeugladen kaufen. Für den Joker ist das nicht nur Spaß: es sind Maschen, mit denen er Raube begehen kann. Robin wird unfreiwillig zu seinem Handlanger. Dabei geht am Ende das Spielzeuggeschäft in Flammen auf, Kinder kommen in Gefahr – und der Joker erscheint als falscher Feuerwehrmann … Lange Rede, kurzer Sinn: Batman befreit sich selbst und revanchiert sich beim Joker mit roher Gewalt.

Der Joker hat sich gewandelt: Aus dem ruchlosen Killer ist ein harmloser Spaßmacher geworden, der es bloß auf Juwelen abgesehen hat. Nicht, dass er sie nötig hätte: Am Anfang sehen wir, dass der Joker in einem Haus mit einem riesigen Tresorraum lebt, der – wie bei Dagobert Duck – mit Geld, Gold und Juwelen gefüllt ist. Der Diebstahl ist für ihn bloß ein Hobby. Allerdings eines, das er mit Freiheitsentzug teuer bezahlt.

Ach so: Warum Robin nicht aufs College will? Das erklärt sich nach diesem Abenteuer wohl von selbst …

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Trauer um Robin

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman and Robin Vol. 4 – Requiem for Damian (dt. Requiem)

Autor/Zeichner: Peter J. Tomasi/Patrick Gleason

Erschienen: 2013 (Batman and Robin #18-23, Paperback 2014); dt. Panini 2014 (Paperback)


„… mother may have given me life, but you taught me how to live.“ (Damian)

Nach dem Tod von Robin IV, Damian, trauert Bruce Wayne um seinem Sohn. Viel mehr passiert hier eigentlich nicht. Batman heult sich mehr oder weniger bei seiner Familie aus: Red Robin, Red Hood, Batgirl, Catwoman, Nightwing und schließlich sogar Alfred. Zwischendrin reagiert er sich dabei ab, indem er einige Schurken vermöbelt. In einer grotesken Episode entführt er Frankenstein, um ihn zu sezieren und so herauszufinden, wie er Damian wiederbeleben kann. In einer anderen bringt er Jason Todd an den Ort seines Todes zurück (siehe A Death in the Family). Batman dreht durch – und, wie er eben so ist, er badet in Schuldgefühlen und Selbstmitleid und kasteit sich selbst, indem er Damians Tod immer wieder durchgeht.

Und dann taucht noch eine neue Figur auf: Damians Schauspiellehrerin, eine Studentin namens – Carrie Kelley. Nein, nicht genau die Carrie Kelley aus Frank Millers The Dark Knight Returns, die zum ersten weiblichen Robin wird, aber sie sieht ihr sehr ähnlich – und sie trägt einmal sogar das Robin-Kostüm, wenn auch nur auf einer Party. In Requiem wird sie von Alfred engagiert, um drei Tage pro Woche auf Damians Hund Titus aufzupassen. Bruce zeigt sich bockig.

Muss man das lesen? Nein, aber es schadet auch nicht. Denn nach dem überladenen Batman Incorporated tut es gut, wenn das Tempo rausgenommen wird und mal wieder ein paar kontemplative Storys Gelegenheit zum Durchschnaufen geben. Requiem ist stark und einfühlsam erzählt, vor allem die erste Episode, die fast ohne Worte auskommt. Da bekommen die Zeichnungen von Patrick Gleason den Raum, den sie verdienen, um ihre volle Wirkung zu entfalten, und in der Leere und Weite der Panels wird die Trauer des Vaters um seinen Sohn spürbar.

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Robin, Redbird, Dead Bird

Titel: Batman Incorporated – Demon Star/Gotham’s Most Wanted

Autor/Zeichner: Grant Morrison/Chris Burnham

Erschienen: 2012-2013 (Batman Incorporated #0-13, Special #1), Paperbacks 2013; dt. Panini 2015 (Paperback)


„Gotham. Or Damian. Whichever you choose, the other dies.“ (Talia)

Talia al Ghul will Rache. Dafür dass sie ihren Sohn Damian an Batman verloren hat, hat sie ein Kopfgeld auf Robin ausgesetzt. Eine Schar von Auftragskillern fällt über Gotham her. Batman schart seine erweiterte Familie um sich, die Jungs und Mädels des weltweiten Superheldennetzwerks Batman Incorporated. Aber damit nicht genug: mit ihrer Geheimorganisation Leviathan hat Talia auch Gothams Gesellschaft infiltriert, um die Stadt zu zerstören; Kinder werden zu Zombies. Batman muss sich entscheiden, ob er die Stadt oder seinen Sohn retten will.

SPOILER: Am Ende muss Damian dran glauben. Getötet wird er im Kampf mit dem Schurken The Heretic, einem Handlanger von Talia, der auch noch ein aufgemotzter Damian-Klon ist.

Mit den letzten zwei Bänden von Batman Incorporated beendet Grant Morrison sein Batman-Epos, das er 2006 mit Batman and Son begonnen hat. Für Einsteiger gibt es am Anfang eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse. Bemerkenswert ist, dass Batman Inc. dort weitermacht, wo es vor dem Reboot von The New 52 (2011) aufgehört hat. Im Laufe der Story wird klar, dass offenbar die Ereignisse in Morrisons Epos (Batman RIP etc.) seit 2006 auch in der neuen Continuity stattgefunden haben.

Dass alles auf Damians Tod hinausläuft, ist nur konsequent: Morrison vernichtet die Figur, die er geschaffen hat. Der Tod verläuft hochdramatisch: dem Kleinen wird so ziemlich jede erdenkliche Wunde zugefügt bevor er stirbt. Inszeniert wird die Szene mit einigen Anleihen in der Comicgeschichte. Und Batman plagen wieder Schuldgefühle – denn er hat seit Jason Todd (A Death in the Family) nichts dazugelernt. Talia ist zwar auch betroffen (warum hat sie es dann zugelassen?), aber zieht ihren Plan weiter durch: sie lässt den Wayne-Tower hochgehen und hetzt die Stadt gegen Batman auf, der mutiert dank Man-Bat-Serum zur Fledermaus und besiegt Leviathan im Kampf. Erledigt wird er jedoch von Talias Schwert. Die Frau hat eindeutig ein Problem, ihr Temperament zu zügeln. Und das war schon immer das Problem mit der Figur: sie ist zu wankelmütig und unberechenbar. Wohl der alten Zeiten wegen küsst Batman sie bevor er sie im Schwertduell bekämpft. Überzeugend ist derlei Zärtlichkeit längst nicht mehr.

Aber was sollte eigentlich dieser Riesen-Aufriss mit Batman Inc.? Welchen Zweck erfüllen die vielen internationalen Batmen, die zuvor so ausführlich eingeführt wurden? Kurz: gar keinen. In dem großen Epos sind sie mehr oder weniger bloß schmückendes Beiwerk. Das enttäuscht. Wohl deshalb gibt es als Zugabe am Ende des zweiten Bandes noch ein paar Anekdoten von den anderen Batmen (z.B. aus Japan). Ein überflüssiger Anhang, der niemanden zu interessieren braucht.

Apropos überflüssig: Wir erfahren auch, wie Talia zur Welt kam und ausgebildet wurde, und wir bekommen wieder eine Vorschau in Damians Zukunft als Batman (wie in Batman and Son), der gegen die Folgen einer Joker-Epidemie kämpft. Damian benennt sich zwischenzeitlich von Robin zu Redbird um und baut sich mit Hund, Katze und Kuh einen Streichelzoo auf. Gipfel der Dämlichkeit ist, wenn die „Bat-Cow“ tatsächlich einmal im Cape auf der Straße steht und damit Verbrecher ausschaltet. Aber es gibt auch ein Wiedersehen mit Matches Malone – die Story hat also durchaus ihre Momente. Nachhaltig im Gedächtnis wird sie aber nicht bleiben.

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Zwei komische Vögel

DC Comics

DC Comics

Titel: Knights of Knavery

Autor/Zeichner: Don Cameron/Jack Burnley

Erschienen: 1944 (Batman #25), Paperback 2014 (The Joker: A Celebration of 75 Years)


„This town isn’t big enough for both of us to operate in!“ (Joker)

Nach einem gescheiterten Juwelendiebstahl wird der Pinguin mal wieder eingebuchtet. Doch diesmal wird er zusammen mit dem Joker in eine Zelle gesteckt. Die beiden stellen fest, dass die Stadt nicht groß genug für sie ist – deshalb vereinbaren sie einen Wettbewerb: Wer einen bestimmten Smaragd stiehlt, darf bleiben. Es braucht nicht mehr als einen Besen, um ausbrechen zu können (es waren so simple Zeiten) und schon schreiten sie zur Tat.

Nur ein Blick in die Zeitung und Batman ahnt sofort, wo die beiden als nächstes zuschlagen werden. Zusammen mit Robin versteckt er sich in zwei riesigen Vasen und wartet auf die Schurken. Denn wenn wir etwas von Batman gelernt haben dann das: ein Überraschungseffekt ist nicht zu unterschätzen. Pinguin und Joker treffen ein, kommen sich in die Quere und können nur knapp dem Dynamischen Duo entkommen.

Joker und Pinguin machen gemeinsame Sache

Man beschließt, fortan gemeinsame Sache zu machen. Versuch zwei sieht so aus: Der Pinguin schnappt sich eine Tasche voll Geld und entfliegt mit einem Bündel Ballons. Als Batman und Robin ihn zufällig am Fenster vorbeischweben sehen, hängen sie sich dran und landen beim Joker. Der wiederum ist so fürsorglich und spannt ein Netz für die drei auf, bevor er sie vom Himmel schießt.

Ohne erfindlichen Grund lassen Batman und Robin sich gefangen nehmen. Im Geheimversteck der Gauner prangt bereits ein Wappen mit einem eigens designten Joker-Pinguin-Logo. Da die Helden ohnehin um ihr Leben bangen, lassen sie sich zwei kleine Vasen vom Kopf schießen (schon wieder Vasen!). Aber dahinter steckt ein ausgeklügelter Plan: denn mit den Scherben können sie ihre Fesseln durchschneiden. Zum Schluss, als sie sich auf Pinguin und Joker stürzen, überkommt sie der Dichterdrang: sie fangen an, in Reimen zu sprechen:

„I’m free! But you won’t be!“, sagt Robin zum Pinguin. „My bonds are loose! Here’s where I cook your goose!“, ruft Batman zum Joker. „I hate to upset you, but I promised to get you!“ Und weil Robin dann kein vierter Reim mehr einfällt, haut er diesen Spruch raus: „I’m starting a victory garden … do you mind if I plant my fist?“ Ja, so sind sie, unsere Helden: schlagfertig in jeder Beziehung.

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Best of Batman Beyond

Terry McGinnis ist zurück. In der neuen Batman Beyond-Comic-Serie (DC Rebirth) ist der Batman der Zukunft wieder der alte, nachdem Tim Drake zwischenzeitlich übernommen hatte. DC nimmt das zum Anlass, in Nostalgie zu schwelgen und die besten Momente der Beyond-Episoden Revue passieren zu lassen.

Abgesehen davon, dass die Ausschnitte in dem Video viel zu lang sind: mit den meisten Punkten der Liste kann ich gut leben – allein die Folgen mit dem Eierbaby und dem Hund, naja … Zu den Highlights zählen aber die Episoden, die auch ich schon hier vorgestellt habe:

Auch interessant sind die Justice League Unlimited-Episoden „The Once and Future Thing“ und „Epilogue„.