Noch eine Coverversion von Neal Heftis Batman-Theme der 60er: von Los Monjes (Die Mönche) aus Mexiko. Der Text ist gleich, aber das Riff wird auf einer Orgel gespielt. Creepy.
Noch eine Coverversion von Neal Heftis Batman-Theme der 60er: von Los Monjes (Die Mönche) aus Mexiko. Der Text ist gleich, aber das Riff wird auf einer Orgel gespielt. Creepy.
Titel: Gordon at War (Detective Comics Vol. 9)
Autor/Zeichner: Peter J. Tomasi/Fernando Pasarin, Scot Eaton
Erschienen: 2016 (Detective Comics #48-52), Paperback 2016; dt. Panini 2016 (Batman #55-57)
„It is far better to be alone than in bad company.“
James Gordon ist immer noch Batman. Zum letzten Mal. Abgesehen davon, dass er ohnehin nie viel Bock auf den Job hatte, hat er hier nicht einmal Lust dazu, in seinen hasenhaften Panzer-Anzug zu steigen. Also springt er eben wie ein Batman, dem man sein Cape geklaut hat, von Dach zu Dach, rutscht im Regen aus und ballert mit seiner Batarang-Pistole um sich.
Worum geht’s? Ach ja, um einen Serienmörder, der in der Manier von Das Schweigen der Lämmer und Sieben nach einem bestimmten Muster Leichen hinterlässt. Leider wird bis zum Schluss nicht ganz klar, worum es dem Irren eigentlich geht: Er streift sich Masken berühmter historischer Personen über, präpariert seine Opfer ebenso, er orientiert sich an Statuen, er entnimmt ihnen Knochen, aber zu welchem Zweck, wird nicht klar. Im Zweifel einfach, weil er irre ist.
Muss uns auch nicht groß kümmern. Gordon meistert diesen Fall in schlappen drei Ausgaben – mit viel Hilfe seiner Freunde, die in einem Luftschiff über der Stadt schweben und imme zur Stelle sind, wo die Handlung es verlangt. Harvey Bullock spielt mal wieder den Sidekick im Schlapphut und Trenchcoat, aber er nimmt dankenswerterweise nicht die Hauptrolle ein, wie etwa in Band 8 (Blood of Heroes).
Zum Abschluss dieser unseligen Detective Comics-Reihe darf Gordon an alte Marine-Zeiten anknüpfen, indem er nach Afghanistan reist. Und im Bunny-Suit gegen eine Mumie kämpft. Was das noch mit Batman zu tun hat? Herzlich wenig. Und so stirbt die Story so sang- und klanglos wie die Schnapsidee, Gordon zu Batman zu machen, und so wie die Serie Detective Comics von The New 52. Wie gut, dass das endlich hinter uns liegt – auf zu neuen Ufern.
Wie es dort aussieht, bekommt man am Ende zu sehen, da ist nämlich das Special Batman: Rebirth #1 abgedruckt. Und auch Nostalgiker bekommen am Ende in einer kleinen Bildergalerie Neuinterpretationen alter Batman-Cover geboten, bei der sich Batman darüber auslässt, wie anstrengend sein Leben doch ist. Ja, Batman, und durch all das müssen auch deine Leser durch.
Welches sind die besten Batman: The Animated Series-Episoden? Klar, ganz oben steht der Film Mask of the Phantasm, aber auch andere wie Perchance to Dream, Over the Edge, Two-Face und Heart of Ice gehören zu den Höhepunkten. Warum, das hat DC in seinen zehn der besten Momenten in diesem Video zusammengestellt.
Titel: The Loneliest Men in the World
Autor/Zeichner: Don Cameron/Bob Kane
Erschienen: 1943 (Batman #15)
„It was a stroke of genius, throwing that chicken! Your salary is doubled!“
Das Cover irriert: Batman bedient ein Maschinengewehr? Und Robin hilft beim Nachladen? Das Bild hat nichts mit dem Inhalt des Heftes zu tun, Batman erschießt schon lange niemanden mehr. Aber in der Realität des Erscheinungsjahres 1943 herrscht Krieg – und das Cover fordert die Leser dazu auf, Kriegsanleihen zu kaufen, um die Kugeln (gegen die Nazis und Japaner) weiter fliegen zu lassen.
Auch im Heft geht es um Nazis – aber das soll hier erstmal nicht interessieren. Denn es geht auch um Weihnachten. Und da zeigt sich Batman als selbstloser Wohltäter. Batman und Robin wollen an Heiligabend die Einsamsten glücklich machen: einen alten Portier, einen Komiker, einen Leuchtturmwärter. Das Batplane wird zum Batschlitten umgerüstet.
Für Aufregung sorgt der Gangster Dirk Dagner, der Batman töten – und dabei auch noch Reibach machen will. Zuerst versucht er mit seiner Bande, ein paar Bonzen bei einer Party auszurauben, dann stehlen sie das wertvolle Witze-Archiv des Komikers – ja, sie lassen sich nicht einmal davon abhalten, dass das Ding in einem riesigen Schrank steckt. (Wie bekommen sie den nur weg?) Und schließlich wollen sie ein Schiff mit Kriegsgütern ausrauben. Das Wie muss niemanden interessieren, denn dazu kommt es nicht. Dank Batman. Aber sie hätten sich bestimmt etwas einfallen lassen, denn auch sonst ist Dirk Dagner ziemlich ausgebufft: Die obligatorische Todesfalle für Batman ist besonders tricky – ebenso wie Batmans Lösung dafür …
Am Ende, wenn die Schurken mit Schleife bei der Polizei abgeliefert sind und Weihnachten gefeiert wird, kommt die Moral: Der einsamste Mensch der Welt sei Dirk Dagner, weil er voller Gier und Hass sei und daher wie ein wildes Tier weggesperrt gehöre, sagt Batman. Er verdiene kein frohes Weihnachten.
Bei Verbrechern hört also das Mitgefühl auf. Wie gesagt: Es sind raue Zeiten, es herrscht Krieg …
The Who veröffentlichten ihre Version der Batman-Theme auf der EP Ready Steady Who (1966). Auf der CD-Version ihres zweiten Albums A Quick One wurde der Song als Bonus-Track aufgenommen.
Manche Machwerke sind so mies, dass es keiner Kritik mehr bedarf: Suicide Squad ist ein Film, der sich selbst zerlegt. Der Titel ist Programm. Insofern hatten die Screen Junkies es diesmal besonders leicht, Warners zweiten Fehlschlag in einem Jahr (nach Batman v Superman) mit einem Honest Trailer zu würdigen. Und auch wenn die Kritiker mit jedem Punkt recht haben, ist es doch alles nicht der Rede wert. Aber unterhaltsam allemal. Das ist ja das Gute an dieser Dienstleistung: sie schauen für einen die Filme, auf die man verzichten kann und fassen sie so zusammen, dass man gut darüber sprechen kann. Wer Suicide Squad nicht gesehen hat, hat nichts verpasst.
Titel: Slayride
Autor/Zeichner: Paul Dini/Don Kramer
Erschienen: 2007 (Detective Comics #826), Paperback 2014 (The Joker: A Celebration of 75 Years)
„… I couldn’t have planned this.“ (Joker)
Man soll nicht zu Fremden ins Auto steigen. Nicht mal, wenn sie Hilfe in der Not anbieten. Nicht mal, wenn man Erwachsen ist. Nicht mal, wenn man Robin ist. Diese Erfahrung muss Tim Drake machen. Während eines Einsatzes tut er nämlich genau das und bereut es sofort, denn im Auto sitzt der Joker. Der betäubt und fesselt ihn an den Beifahrersitz und fährt mit ihm planlos durch die Gegend.
Es geht zu wie bei GTA: Joker überfährt ein paar Fußgänger, erschießt den Manager eines Fast-Food-Ladens. Robin versucht, sich mit einem Spielzeugauto zu befreien. Der Joker nimmt es ihm zwar weg, aber er kommt doch frei (irgendwie, ist auch egal), vermöbelt ihn und die Fahrt endet mit einem Unfall.
Ach ja, eines noch: der Joker trägt eine Weihnachtsmann-Mütze, es ist Vorweihnachtszeit, aber das spielt eigentlich keine Rolle. Und es beschert der ziemlich willkürlichen Story auch nicht unbedingt mehr Sinn. Immerhin is sie ganz ansehnlich gezeichnet. Aber ansonsten: geschenkt.
Titel: Impostors
Autor/Zeichner: David Hine/Scott McDaniel
Erschienen: 2010 (Detective Comics #867-870), Paperback 2011
„Do I create all the madness, just by being here?“ (Batman)
„Maybe there will be no one left but the insane, and Gotham will be one great lunatic asylum.“ (Batman)
Gothams Bürger verwandeln sich plötzlich in „Jokerz“ und stiften Chaos. Ursache ist eine Droge, eine abgeschwächte Variante des Joker-Gifts. Menschen sterben, auch Polizisten. Eine Gegenbewegung begehrt auf: eine Reihe selbsternannter Batmen, angeführt von abtrünnigen Polizisten, die das Gesetz in die eigene Hand nehmen. Ein Bürgerkrieg bricht aus. Noch mehr Menschen sterben. Auf der Suche nach dem Auslöser trifft Batman auf Winslow Heath, ein früheres Opfer des Jokers, der das tödliche Gas einst überlebt hat, aber seitdem ein entstelltes Joker-Gesicht trägt.
Imposters, inspiriert von dem Game Gotham City Imposters, ist eine Joker-Story ohne Joker. Oder vielmehr eine über die Folgen des Jokers auf seine Opfer. Winslow Heath versteht sich als Künstler, der eine Botschaft an Batman senden will: dass er, Batman, die Irren anzieht, die Leid in Gotham verbreiten. Das alles hat keine weitere Tiefe. Batman setzt seine Maske nie ab, um einmal Bruce Wayne zu sein, dafür hat er kaum Zeit, denn die Story wird in lediglich vier Heft-Kapiteln erzählt. Imposters ist somit trotz seiner riesigen Ausmaße für Gotham bloß schnelle Kost für zwischendurch, unterhaltsam, aber nichts, was hängen bleibt. Auch visuell ist bei Scott McDaniels Zeichnungen nicht viel zu holen, außer vieler Wimmelbilder voller grün-violetter Möchtegern-Joker-Schlachten. Eindrücklicher sind da die vier Cover von Peter Nguyen. Aber leider sind Cover-Zeichner nicht immer zugleich fürs ganze Heft zuständig.
Titel: Christmas
Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane
Erschienen: 1942 (Batman #9)
„The Batman is going to play Santa Claus!“ (Bruce Wayne)
Heiligabend. Bei einem Besuch im Waisenhaus trifft Bruce Wayne den kleinen Timmy Cratchit, der sich vom Weihnachtsmann wünscht, er möge ihm seinen Vater wiederbringen. Doch der Vater steckt im Knast – lebenslänglich wegen Mordes. Batman macht sich daraufhin auf zum Gefängnis, wo er sich von dem Insassen Bob Cratchit erzählen lässt, er säße zu Unrecht ein. Batman und Robin glauben ihm und nehmen sich den Gauner Hal Fink vor, der schuldig sein soll. Obwohl sich das Dynamische Duo mit Fäusten, Tintenfässern und Kleiderhaken gegen seine Bande wehrt, wird es überwältigt.
Aber weil Gangster einen im Comic nicht einfach abknallen können, sondern das Töten meist dramatisch inszenieren müssen, bekommen die Helden noch eine Überlebenschance. Die Gauner schleppen die bewusstlosen Körper von Batman und Robin aufs Dach und werfen sie in einen Wassertank. Sie entkommen, werden von einem falschen Weihnachtsmann verraten, wehren sich mit Schneebällen.

DC Comics
Am Ende holt Batman ein Geständnis von Fink heraus, indem er sich als Geist des Mordopfers verkleidet. Dickens lässt grüßen. Und nachdem der falsche Santa Claus gezwungen wird, im Waisenhaus aufzutreten, wird er zum Guten bekehrt – und kommt auf Bewährung frei.
Trotzdem kommt bei Robin keine Weihnachtsstimmung auf. Er beneidet die Waisenkinder um ihre Weihnachtsfeier. Batman gibt sich zunächst hartherzig: „Sorry, Robin! But we crimefighters don’t have time for that sort of thing! That’s our penalty, I guess!“ Doch dann führt Batman ihn zu Commissioner Gordons Haus, wo er mit Linda Page schon auf sie wartet. Moral: Santa Claus gibt es wirklich, wenn wir das, wofür er steht, in unser Herz lassen. Nein, gemeint sind nicht Kapitalismus und Coca-Cola, sondern Selbstlosigkeit und Nächstenliebe.
So endet die erste Batman-Weihnachtsgeschichte.
Die Marketts (ursprünglich Mar-Kets genannt) brachten 1966, inspiriert von der TV-Serie mit Adam West, ein ganzes Batman-Album mit Instrumentals heraus: zwölf Stücke mit Titeln wie Bat Cave, Bat Signal, Batmobile, The Bat und Bat Cape, aber auch Titel, die den Erzschurken Joker, Pinguin, Riddler und Catwoman gewidmet sind. Das Auftaktstück ist aber „Batman Theme“, eine Adaption von Neal Heftis TV-Serien-Titelmelodie. Mit der Single kamen die Marketts sogar auf Platz 17 der US-Charts (Billboard Hot 100).