Batman versus Bruce Wayne

Batman: Ego

Titel: Ego

Autor/Zeichner: Darwyn Cooke

Erschienen: 2000 (One-shot)


„Tell me, Batman, is it true you’re just an underdone potatoe?“ (Bruce Wayne)

Nachdem Batman den Joker wieder einmal besiegt hat, muss er mitansehen, wie der Handlanger sich aus Angst vor Rache erschießt. Der Held gerät in Selbstzweifel und fragt sich, ob er nicht selbst verrückt sei. Als Bruce Wayne erscheint ihm plötzlich eine bösartige Batman-Gestalt, sein Alter Ego, lässt sich von ihm in ein Selbstgespräch verwickeln und – wie einer der drei Weihnachtsgeister – mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontieren.

Der Held muss sich einige unangenehme Fragen gefallen lassen, die tief an seinem Innersten rühren. Etwa, warum er den Joker leben und dadurch immer mehr Morde zulässt. Oder was an seinem öden Leben als Bruce Wayne sich Leben nennen darf. Schließlich bietet ihm sein Alter Ego an, seine Persönlichkeit so zu spalten wie Two-Face, sodass Bruce Wayne nicht mehr verantwortlich ist für Batmans Taten und so beide frei sein können …

Darwyn Cooke hat zunächst als Storyboard-Zeichner für die Animated Series von Batman und Superman gearbeitet – und das merkt man. Sein schlichter Zeichenstil erinnert stark an den der Serien, vor allem an die Zeichnungen von Bruce Timm (Mad Love) und Scott Beatty (Robin: Year One). Sein cineastischer Erzählstil könnte gut für eine Verfilmung geeignet sein. Dann allerdings ginge der Reiz des Comics verloren. Ein bemerkenswertes Buch, das wegen seiner intimen Introspektion zu den intensivsten Batman-Comics gehört.

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