Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Joker: Der finale Trailer

Am 10. Oktober 2019 kommt Joker mit Joaquin Phoenix in die Kinos. Im finalen Trailer sieht man nicht nur neue Szenen daraus, sondern erfährt auch einiges Neues über die Figur: Der Joker heißt zunächst Arthur, geht in Therapie und hat es offenbar nötig: „All I have are negative thoughts“, sagt er. Aber die Therapie wird abgebrochen.

Arthur versucht sich als Comedian in einer Fernsehshow, die Robert De Niro hostet (Anspielung auf den Film The King of Comedy von Martin Scorsese), aber scheitert, da er niemanden zum Lachen bringt und versucht es dann später nochmal mit Clownsmaske.

Am Ende heißt es: „For my whole life I didn’t know if I even really existed. But I do. And people are starting to notice.“ Offenbar setzt der Joker, um Aufmerksamkeit zu bekommen und sich so seiner Existenz zu vergewissern, eine ganze Bewegung in Gang, die sich Clownsmasken anzieht: „We are all clowns“, heißt es auf einem Pappschild bei einer Demo. Erlaubt sich der Film etwa eine sozialkritische oder gar politische Dimension?

Dass Joker bereits auch in Programmkinos beworben wird, deutet bereits darauf hin, dass es sich um einen anspruchsvolleren Film handeln könnte. Mit den Comics soll er laut Regisseur Todd Phillips nichts zu tun haben. Vielleicht wird er nicht mal als Superhelden-Film durchgehen. Das wäre mal ein interessantes Wagnis.

>>> Zum ersten Joker-Trailer

Man-Bat im Blutrausch

Titel: Man-Bat – The Return

Autor/Zeichner: Bruce Jones/Mike Huddleston

Erschienen: 2006 (Man-Bat #1-5), Paperback 2018 (Tales of the Man-Bat)


Ein junges Paar wird in einer Höhle abgeschlachtet. Dann zwei Polizisten. Dann noch eine alte Frau in ihrem Zuhause. Francine Langstrom hat den bösen Verdacht, dass ihr Mann Kirk es getan haben könnte – als Man-Bat. Doch der behauptet, sich nicht erinnern zu können.

Die Langstroms haben mittlerweile zwei Kinder: Eine Tochter und einen Sohn, der dauerhaft nach Fledermausmensch aussieht. Doch das Familienglück endet drastisch, als Kirk eines Nachts feststellt, dass Frau und Kinder brutal ermordet wurden – wahrscheinlich von ihm selbst, ohne sein Bewusstsein.

Kirk versucht, sich umzubringen, aber daraus wird nichts. Die Bestie in ihm lässt sich nicht töten. Weitere Menschen sterben. Als Batman den Fall untersucht, kommen ihm Zweifel, dass Man-Bat hinter allem steckt. Denn es tauchen auch Hush, Black Mask und Murmur auf.

Bei aller Drastik wird Langstrom auffallend schnell damit fertig, dass er seine Familie getötet hat. Obwohl sich die Geschichte über fünf Ausgaben erstreckt, bleibt für den Charakter nicht wirklich Raum, sich zu entwickeln, denn Autor Bruce Jones musste noch Hush und Black Mask unterbringen, um die Story komplizierter zu machen als nötig. Das führt dazu, dass bei diesen Intrigen im Hintergrund die Hauptfigur zu kurz kommt.

Höhepunkt: Batman versucht, den Mann in Man-Bat zu wecken, er entledigt sich dazu sogar seiner Maske, seines Kostüms und seines Allzweckgürtels. Und dann wird es spannend, denn Batman geht dabei fast drauf. Kirk landet daraufhin in der Bathöhle. Ansonsten wird mehr auf Gemetzel gesetzt als auf eine spannende Story.

Mike Huddleston zeichnet in einem dynamischen Stil zwischen Mike Mignola und The Animated Series, besonders bemerkenswert sind aber seine episch und höchst dramatisch gemalten Cover. Das ist aber auch schon das Beste, was man über diesen dritten Versuch sagen kann, Man-Bat zum Protagonisten einer eigenen Serie zu machen.

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Man-Bat fliegt zum Nordpol

Titel: Darkest Night of the Man-Bat: Predation/Pursuit/Predemption

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1996-1997 (Batman #536-538), Hardcover 2018 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones)


In der Final Night ist die Sonne erloschen. Die Welt friert in ewiger Nacht. (Nur der Mond scheint sonderbarerweise noch …) Das löst Kirk Langstroms niedere Instinkte aus, er verwandelt sich in Man-Bat und macht die Stadt unsicher. Er frisst Katzen und Fische, aber die Menschen sind es, die Angst vor ihm haben. Zurecht, denn Langstom hat in Monstergestalt sogar seine Frau Francine angegegriffen.

Batman nimmt die Fährte auf, um Langstrom zu helfen und ihn wieder zurückzuverwandeln, aber Man-Bat sträubt sich dagegen und flieht – zum Nordpol. Denn dort hat eine geheime Forschungseinrichtung, die neue Waffen testet, eine Strahlung ausgesendet, die Man-Bat angelockt hat. Eine andere Erklärung ist, dass Man-Bat als nachtaktives Wesen die Polarnacht aufsuchen wollte, aber das ergibt nur wenig Sinn, wenn auf der ganzen Welt die gleiche Finsternis herrscht.

Nun gut, Batman fliegt also hinterher. Man-Bat ist mittlerweile in einer Höhle zu einem Eiszapfen gefroren und wird von den Forschern gefunden. Als er obduziert werden soll, wacht er auf, wehrt sich und entkommt. Man-Bat hungert und sucht verzweifelt nach Nahrung. Er muss sich zusammenreißen, keine Menschen zu fressen, aber das Tier in ihm dominiert immer mehr. Jäger wollen ihn erschießen, aber Batman kann das verhindern, er heilt ihn und bringt ihn zurück.

Das Zweigespann von Doug Moench und Kelley Jones hat den Vorteil, dass der Zeichner die meist gewöhnlichen Geschichten eine ungewöhnliche Stimmung verleihen. Durch die vielen harten Schatten und den expressiven Zeichenstil wirkt ein Monster wie Man-Bat noch schauriger – und Batman, obwohl ein Held, steht ihm in nichts nach. Besonders anschaulich wird das auf den minimalistischen Covern.

Diesen Zeichnungen ist es zu verdanken, dass man Doug Moenchs pseudowissenschaftliches Geschwafel über elektromagnetische Felder, Nikola Tesla und das Tunguska-Ereignis erträgt, mit der er seine dünne Story unnötig aufbläst. Wahrscheinlich erinnert der Dreiteiler nicht von ungefähr an John Carpenters Horrorfilm „The Thing“, aber dann hätte man deutlich mehr aus der Idee machen können. So ist Man-Bat am Nordpol eine ziemlich weit hergeholte Idee, die nicht viel zu der Figur beiträgt, weil sie im ewigen Eis auch nichts zu suchen hat.

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Vorschau auf Animationsserie „Harley Quinn“

Harley Quinn bekommt im Oktober eine eigene Zeichentrickserie auf dem Streamingdienst DC Universe. Die erste Vorschau, die zugleich ein Blick hinter die Kulissen ist, zeigt, dass es eine Serie für Erwachsene sein wird: Knochen brechen, Blut fließt, Köpfe explodieren – und es wird geflucht.

Mit dabei wird natürlich der Joker sein (gesprochen von Alan Tudyk), von dem sich Harley (gesprochen von Kaley Cuoco) immer noch zu emanzipieren versucht, aber auch Poison Ivy, Clayface, Riddler, Batman und Wonder Woman werden eine Rolle spielen.

Harley Quinns Look orientiert sich zunächst an Batman: The Animated Series, dann aber an dem Punk-Stil aus dem Suicide Squad-Spielfilm, der sich auch in den Comics niedergeschlagen hat.

Wo und wann Harley Quinn auf Deutsch erscheinen wird, steht noch nicht fest.

Man-Bat: Aus dem Dschungel, in den Dschungel

Titel: Man-Bat

Autor/Zeichner: Chuck Dixon/Flint Henry

Erschienen: 1994/1996 (Showcase ’94 #11, Man-Bat #1-3), Paperback 2017 (Batman Arkham: Man-Bat), 2018 (Tales of the Man-Bat)


Man-Bat lebt im Exil, irgendwo im lateinamerikanischen Dschungel. Ein Forschertrupp kommt, um ihn zu suchen. Darunter ist auch Simmons, ein Mann, der es auf Francine abgesehen hat. Seine Hoffnung: Wenn er Kirk erledigt, hat er freie Bahn. Es kommt zur unvermeidlichen Konfrontation, die natürlich das Monster überlebt …

Zwei Jahre nach diesem Vorspiel, erschienen in Showcase ’94, bekommt Man-Bat eine eigene Miniserie. Man-Bat kehrt zurück in den Großstadtdschungel Gotham City. Kurz darauf sterben Menschen. Forscher, um genau zu sein, allesamt Genetiker. Alle auf brutale Weise umgebracht. Die Polizei zieht den naheliegenden Schluss, dass Man-Bat dahintersteckt, aber tatsächlich ist es ein ganz neuer Killer: ein geflügeltes, entstelltes Monster in einer glänzenden Rüstung.

In einer Rückblende erfahren wir, dass Kirk und Francine Langstrom bei einem unethischen Genetik-Experiment teilnehmen sollten, bei dem es darum ging, menschenähnliche Wesen ohne Bewusstsein zu züchten, um an ihnen Experimente durchzuführen. Jetzt rächt sich eine diese Ausgeburten an den Forschern, auch den Langstroms, obwohl sie am wenigsten bis gar nichts damit zu tun hatten.

Na ja. Das Ganze ist ebenso schnell nacherzählt wie es sich liest: Die drei Teile werden mit großen, detailreichen Bildern gefüllt, in denen Zeichner Flint Henry alles noch hässlicher, ekelhafter und monströser erscheinen lässt, als es unbedingt sein muss. Durch die vielen Linien muss man das Heft jedoch einige Male auf Abstand halten, um zu sehen, was da dargestellt wird. Leicht verliert man den Überblick.

Man-Bat ist kein interessanter Charakter, weil ihm jegliche Menschlichkeit fehlt, außer für seine geliebte Francine. Er ist ein rein triebgesteuertes Tier, das sinnlos durch die Gegend fliegt, bis es seine Frau beschützen kann. Zwischendurch päppelt Killer Croc den geflügelten Helden auf. Und Batman? Der kommt nur am Rande vor. Er hatte wohl keine Lust auf mehr als einen Cameo-Auftritt in dieser Fließbandware von Story. Verständlich.

>> Liste der Man-Bat-Comics

Erster Spin-off zu „White Knight“: Von Freeze

DC Comics

Während Sean Murphys gefeierte Miniserie Batman: White Knight (dt. Der weiße Ritter) in die zweite Runde geht (Curse of the White Knight), legt der Autor nach mit einem ersten Spin-off: Im November erscheint Batman: White Knight Presents Von Freeze #1. Darin wird die Vorgeschichte der neuen Version von Mister Freeze nacherzählt. Bei Murphy ist er ein deutschstämmiger Wissenschaftler mit einer bewegten Familiengeschichte.

Die Story: Victor Fries rettet Bruce Wayne am Tag seiner Geburt das Leben und erzählt Thomas die Geschichte seines Vaters: Baron von Fries war ein Wissenschaftler in Nazi-Deutschland, der zusammen mit dem Juden Jacob Smithstein an Kryo-Technologie geforscht hat. Als Heinrich Himmler Fries auffordert, die Technik als Waffe zu nutzen, kommt es zur Krise: Smithstein muss sich verstecken, um seine Frau und seine Tochter Nora zu retten …

Da Sean Murphy mit dem Zeichnen der Haupt-Serie beschäftigt ist, übernimmt für den One-Shot Batman-Veteran Klaus Janson den Job. Janson hat unter anderem in den 80ern Daredevil gezeichnet (viel später Daredevil: End of Days) und war Tuscher bei Frank Millers The Dark Knight Returns sowie Zeichner bei Batman: Gothic und der Ra’s al Ghul-Story Death and the Maidens.

Eine Vorschau auf den Comic und ein Interview mit Murphy und Janson gibt es bei Screenrant.

>> Liste der Mister-Freeze-Comics

Von Batman zu Man-Bat (Teil 5)

Titel: The Secret Origin of Man-Bat/Wings

Autor/Zeichner: Jan Strnad, Chuck Dixon/Kevin Nowlan, Quique Alcatena

Erschienen: 1989, 1995 (Secret Origins #39, Batman: Legends of the Dark Knight Annual #5)


Viele Geschichten haben einen „Rubber Ducky“-Moment. So nannten Filmemacher Sidney Lumet und Autor Paddy Chayefsky die Rückblenden, in denen erklärt wird, warum jemand so geworden ist, wie er ist. Nach dem Motto: Ich bin nur so geworden, weil mir jemand meine Gummi-Ente gestohlen hat, als ich ein Baby war.

Superhelden-Origins leben von Rubber Ducky-Momenten. Jeder Held und jeder Schurke hat einen. Ende der 80er Jahre bekam auch Man-Bat seinen. Es reichte nämlich nicht mehr, dass Kirk Langstrom Fledermaus-Serum trank, um wie Batman, nur besser zu sein. Diesmal widmet er seine Forschung, um Blinde wieder sehend zu machen. Aber damit nicht genug: Er hat eine besondere Beziehung zu Fledermäusen, seit er sich als Kind in einer Höhle verlaufen hat und sechs Wochen unter Fledermäusen verbrachte.

Und damit immer noch nicht genug: Kirk und Bruce Wayne kannten sich schon als Kinder, trafen sich im Kino. Und zu allem Überfluss hat Kirk als Erwachsener auch noch unfreiwillig eine taube Fledermaus aus seinem Labor entkommen lassen, die im entscheidenden Moment durch Bruce Waynes Fenster krachte. Bemerkenswert daran ist vor allem, dass erstmals erklärt wird, wie eine Fledermaus überhaupt durch eine Scheibe fliegen kann. Bruce Wayne lässt sich von einem orientierungslosen Tier leiten.

Aus Bruce wird Batman, aus Kirk wird Man-Bat. Er hilft Batman zunächst bei einem Einsatz. Aber dann kommt es zu einer unerwarteten Wendung: Als Man-Bat gerade ein Gegenmittel für seine Verwandlung in Händen hält, überfällt ihn Batman und die einzige Hoffnung auf Normalität wird zerstört. Es kommt zum Kampf, da kommt Kirks Frau Francine herein und verscheucht ihren Mann.

Sechs Jahre später wird der Origin noch einmal in „Year One“-Manier aufbereitet. Diesmal ist Kirk Langstrom stark hörbehindert und erhofft sich von seiner Forschung an Fledermäusen Heilung. Von der Universität harsch zurückgewiesen, probiert er das Serum an sich selbst aus, kann wieder hören, aber leidet unter den Nebenwirkungen.

In der Zwischenzeit verwandelt sich auch Batman mehr in Richtung Fledermaus: Er baut sich Gleitflügel, allerdings scheitert er damit. Man-Bat dringt – wie schon zuvor – in die Bathöhle ein, es kommt zum Kampf mit Batman. Dieser überwältigt ihn und bringt ihn zu Francine. Sie verabreicht ihm ein Gegenmittel und er verwandelt sich zurück in Kirk.

Diese Story ist von den dreien nicht nur die ausführlichste, sondern durch ihre Inszenierung durch Zeichner Alcatena auch die visuell eindrucksvollste.

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Man-Bat in Batman: The Animated Series

Batman versus Man-Bat

Batman versus Man-Bat: On Leather Wings.

Titel: On Leather Wings/Terror in the Sky (dt. Auf mächtigen Schwingen/Terror am Himmel)

Drehbuch: Mitch Brian/Steve Perry, Mark Saraceni

Erschienen: 1992 (Batman: The Animated Series S01E01/45)


Die legendäre Batman: The Animated Series beginnt nicht mit dem jungen Bruce Wayne und dem Mord an den Eltern. Sie beginnt mit Man-Bat. Eine interessante Wahl, denn durch die Ähnlichkeit zu Batman entsteht sogleich ein zusätzlicher Konflikt.

Ein ominöser Fledermausmensch raubt Pharma-Unternehmen aus. Die Polizei vermutet dahinter das Werk von Batman und beginnt, ihn zu jagen. Der Held muss versuchen, seine Unschuld zu beweisen, indem er den Schuldigen findet. Bruce Wayne sucht den Fledermausforscher Dr. March auf, der Menschen mit Fledermaus-Serum widerstandsfähiger machen will, damit sie eine mögliche Apokalypse überleben. Dann kommt Batman hinter das Geheimnis: Marchs Kollege Kirk Langstrom verwandelt sich in das Zwitterwesen.

Kirk Langstrom

Kirk Langstrom

Batman jagt Man-Bat durch Gotham, während die Polizei Batman jagt. Harvey Bullock führt die Truppe an, während Commissioner Gordon ihn zurückhält und Partei für Batman ergreift. Am Ende entwickelt Batman ein Gegenmittel, heilt Langstrom und bringt ihn zurück zu seiner Frau Francine.

She-Bat heult den Mond an

She-Bat heult den Mond an

Im zweiten Teil, Terror in the Sky, ist es – ACHTUNG SPOILER – Francine, die sich in eine Fledermaus verwandelt und Gotham in Angst versetzt. Zunächst verdächtigt Batman Kirk Langstrom, dann lernt er auf die harte Tour, dass es die Person ist, mit der er am wenigsten gerechnet hat. Dr. March hat nämlich seine Forschungen fortgesetzt und ein neues Serum entwickelt. Durch Zufall ist Francine damit in Berührung gekommen und verwandelt sich, ohne sich hinterher daran erinnern zu können.

Francine Langstrom verwandelt sich in She-Bat

Francine Langstrom verwandelt sich.

Als sie Kirk schon per Flieger verlassen will, folgt er ihr und in der Luft kommt es zur Verwandlung. Aus Francine wird She-Bat. Wieder muss Batman eingreifen und sie zurückverwandeln.

Batman liegt im Schnee

Batman am Boden

Auch wenn die Serie damit im Grunde den Comics folgt, fehlt ihr das Drama. In der zweiten Folge raubt She-Bat zu Beginn Obst, um es selbst zu fressen. Das ist kein interessanter Einfall, der die Handlung voranbrächte. Stattdessen setzt man mehr auf das Mysterium, das – zumindest für Comic-Leser – längst keins mehr ist. Durch die Geheimniskrämerei bleiben die Charaktere eher oberflächlich, anders als zum Beispiel Two-Face oder Clayface, die für ihre Origins Doppelfolgen bekommen haben und dadurch an Tiefe gewannen.

Das dürfte auch der Grund sein, weshalb Man-Bat weder in Staffel 2 noch in Staffel 3 auftaucht.

>> Liste der Batman: The Animated Series-Episoden
>> Liste der Man-Bat-Comics

Von Batman zu Man-Bat (Teil 4)

Titel: Bring Back Killer Krag/Prescription For Tragedy

Autor/Zeichner: Bob Haney, Martin Pasko/Jim Aparo, Don Newton

Erschienen: 1975/1980 (The Brave and the Bold #119, #165)


Batman und Gordon beim Pferderennen. Sie wollen einen Anschlag auf den Pferdebesitzer Augie Moran verhindern, durchgeführt von Killer Krag. Doch dann wird er von einem falschen Jockey erschossen, der Killer flieht außer Landes nach Santa Cruz. Als Morans Frau eine Belohnung für den Mörder aussetzt, nimmt Kirk Langstrom die Herausforderung an. Mit dem Geld will er weiter daran forschen, wie er der beste Verbrechensbekämpfer der Welt wird. Er verwandelt sich in Man-Bat und fliegt los.

Aber auch Batman fliegt hin, um Krag zurückzuholen. Als er auf Santa Cruz eintrifft, rettet ihn Man-Bat vor feindlichen Angriffen, lässt ihn verletzt zurück und will sich allein beweisen. Kirks Ego bekommt einen Schub, als er sich vor Voodoo-Jüngern als Bat-God ausgibt. Doch als die seinetwegen zwei CIA-Agenten umbringen, bekommt er Schuldgefühle. Und nachdem sich auch noch Vampirfledermäuse auf ihn gestürzt haben, kommt die Reue: „Maybe I have been too arrogant!“

Batman und Man-Bat arbeiten zusammen. Und zusammen werden sie auch gefangen genommen. Krag will ein Lösegeld erpressen. Als er es nicht bekommt, will er die beiden umbringen. Doch dann springt Batman plötzlich selbst als Riesenfledermaus aus dem Käfig, samt blauen Riesenohren und Flügeln. Er befreit Man-Bat und alles wird wieder gut. Was passiert ist? Langstrom hat Batman sein Man-Bat-Serum gegeben. Am Ende verwandelt er sich dank Gegenmittel zurück. Und Kirk bekommt zur Belohnung das Geld. Ob das wirklich eine gute Idee ist?

Fünf Jahre treffen die beiden wieder in The Brave and the Bold zusammen. Diesmal hat Kirk ein ernstes Problem: Zusammen mit seiner Frau Francine haben sie ein Kind in die Welt gesetzt. Keine gute Idee, denn wegen des Man-Bat-Serums ist die Tochter ein Mutant geworden, die  wegen überempfindlicher Gehörs nicht schlafen kann. Sie braucht dringend ein medizinisches Wunder. Kirk besorgt als Man-Bat Serotonal, eine illegale Droge – das zieht Batmans Aufmerksamkeit auf sich.

Das Problem: Die Behandlung stellt ein Risiko dar. Denn die Drogen sind mit tödlichen Bakterien kontaminiert. Das wissen die Langstroms aber nicht. Als Batman vor der Behandlung interveniert, kommt es zwischen ihm und Man-Bat zum Kampf – und schließlich kooperieren sie doch, um die Schurken hochzunehmen. Am Ende stellt sich heraus, dass offenbar nicht mal die Hälfte der Drogen kontaminiert war. Man-Bat ist sauer auf Batman, weil er ihn um seine Chance gebracht hat, seine Tochter zu heilen. Sollte sie sterben, schwört er Rache …

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„Tales of the Demon“: Klassiker neu aufgelegt

Batman & Ra's al Ghul

DC Comics

Lange waren die ersten Ra’s al Ghul-Storys von Dennis O’Neil und Neal Adams nur teilweise erhältlich. Das Paperback Tales of the Demon ist seit Jahren vergriffen. Nun hat DC angekündigt, den Band im März 2020 neu aufzulegen – als Hardcover.

Enthalten sind Detective Comics #411, #485, #489-490, Batman #232, #235, #240, #242-244 und DC Special Series #15. Damit gibt DC denselben Inhalt wider – aber leider nicht den vollständigen. Denn es fehlt immer noch die wichtige Storyline Bat-Murderer (Detective Comics #444-448, 1975), in der erzählt wird, wie Ra’s al Ghul aus dem Gefängnis kommt.

Der Band erscheint passend zum Hardcover der Miniserie Batman vs. Ra’s al Ghul, die im September startet und allein von Neal Adams gezeichnet und geschrieben wird.

Tales of the Demon gelten neben Strange Apparitions von Steve Englehart und Marshall Rogers als wichtigste Storyline der 70er-Jahre. Auch letztere sollen im nächsten Jahr neu aufgelegt werden, als Legends of the Dark Knight: Steve Englehart (Januar 2020).

Außerdem erscheinen im März 2020 mit Tales of the Batman: Marv Wolfman weitere Klassiker der 70er und 80er: Batman #328-335 (1980-1981) erzählt (zum größten Teil) die Ra’s al Ghul-Story The Lazarus Affair, die sich direkt an Tales of the Demon anschließt, in Batman #436-439 (1989) wird wieder die Storyline Year 3 neu aufgelegt (wie schon in Batman: The Caped Crusader Vol. 2), außerdem sind die Storys aus Detective Comics #408, The Brave and the Bold #167, World’s Finest Comics #288, New Teen Titans #37 und Batman and the Outsiders #5 enthalten.

>> Liste der Ra’s al Ghul-Comics