Batman

The Killing Joke: Preview in deutschen Kinos

Joker im Kino

Joker im Kino

Bevor die Filmadaption von Batman: The Killing Joke auf DVD und Blu-ray erscheint (4. August 2016), wird es nur am 29. Juli Previews in einigen deutschen Kinos geben. Welche Kinos in welchen Städten dabei sind, kann man auf der Facebook-Seite des Events oder bei Cinemaxx sehen. In Frankfurt am Main werden sowohl die deutsche als auch die englische Originalversion gezeigt.

Der Comic The Killing Joke (1988), geschrieben von Alan Moore und gezeichnet von Brian Bolland, ist ein Batman-Klassiker. Erzählt wird darin die Entstehungsgeschichte des Jokers und wie der Schurke Barbara Gordon (alias Batgirl) anschießt und ihren Vater, den Commissioner James Gordon, in den Wahnsinn zu treiben versucht. In der Originalfassung der Zeichentrick-Adaption sprechen die Hauptrollen Kevin Conroy (Batman) und Mark Hamill (Joker), beides Veteranen der Animated Series aus den 90er Jahren. Das Drehbuch stammt von Brian Azzarello (Broken City, Flashpoint, Batman Europa, Dark Knight III). Weltpremiere feiert der Film am 22. Juli bei der San Diego Comic-Con.

Batman The Animated Series: Endlich digital auf Deutsch

Warner Bros.

Warner Bros.

Von Batman gibt es so gut wie alles auf DVD oder sogar Blu-ray, zuletzt sogar die 66er-Serie mit Adam West. Aber eine Komplett-Box von Batman: The Animated Series wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Die Staffeln kann man nur einzeln als Import mit englischer Tonspur kaufen, eine deutsche Fassung fehlt.

Nun hat Amazon alle Folgen der legendären Zeichentrickserie der 90er digital verfügbar gemacht – nicht nur Batman, sondern auch das Superman-Pendant. Für die üblichen 2,49 Euro pro Folge oder 24,99 Euro pro Staffel. Bei vier Staffeln kommt man da auf stolze 100 Euro – ohne Originalversion wohlgemerkt. Auch wenn jetzt manche in Jubel ausbrechen – das ist dreist teuer für eine mehr als 20 Jahre alte Serie.

Sparfüchse werden noch warten müssen, bis die Serien im Prime-Abo enthalten sind, wie es für Justice League Unlimited bereits der Fall ist. Und wer sich lieber Silberscheibchen ins Regal steht, der wird sich ohnehin noch eine Weile gedulden müssen.

Batman v Superman: Man kann es nicht allen recht machen

Was wurde nicht alles gelästert, gelobt und diskutiert über den kontroversesten Film des Jahres: Batman v Superman. Jetzt gibt es endlich auch einen Honest Trailer, der nochmal das Dümmste, Langweiligste und Unausgegorenste an diesem Schinken in wenigen Minuten zusammenfasst. (Siehe auch: How Batman v Superman Should Have Ended.) Dabei kommen ein paar neue Fragen auf: Warum ist Superman so miesepetrig? Warum macht Clark Kent so einen miesen Job als Reporter? Warum stellt er überhaupt so dumme Fragen? Dabei bringen die Screen Junkies die Kritik auf den Punkt: In diesem Film stecken Ideen für sechs Filme. Und daher bricht er am eigenen Gewicht zusammen. DC/Warner wollten mit diesem zu Marvel aufschließen und haben dadurch den Abstand noch vergrößert. Die Konkurrenz macht tolle Filme, die die Massen begeistern, während DC spaltet. Moral: Man kann es nicht allen recht machen.

Jetzt heißt es nur noch: „Batfleck forever!“

Roxy Rocket: Der Ritt auf dem Phallus

Roxy Rocket kommt Batman davon.

Roxy Rocket kommt Batman davon.

Titel: The Ultimate Thrill (dt. Der letzte Kick)

Drehbuch: Hilary J. Bader

Erschienen: 1998 (The New Batman Adventures S01E11)


„Oh baby, you’re the best! The ultimate thrill! The final stunt! Me and you! Yeah! Yeah! Yeeeah!“ (Roxy Rocket)

Heute möchte ich euch eine meiner Lieblingsepisoden von Batman TAS vorstellen. Seltsam, dass ich nicht schon früher darauf gekommen bin, aber jetzt ist wohl die Zeit reif dafür. Die Rede ist von einer Folge aus der dritten Staffel, die ohnehin genial ist, allein schon visuell, wegen ihres kantigeren Stils, aber auch wegen einiger ausgefeilter Storys (z.B. Over the Edge). In der Folge „The Ultimate Thrill“ bekommt Batman es mit einer neuen Schurkin zu tun, der Diebin Roxy Rocket, einer ehemaligen Stuntfrau. Und wie so oft ist die rothaarige Schurkin nicht irgendeine Frau, sondern eine mit Feuer, deren Charme man nur schwer widerstehen kann. (Ihren ersten Auftritt hatte sie in Batman Adventures Annual #1, 1994.)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Feuer ist wörtlich gemeint: Denn sie reitet, wie der Name schon sagt, auf einer Rakete. Klingt albern? Mag sein. Aber der Verstand setzt hier schnell aus und weicht der reinen Freude am Zuschauen. Denn Roxy ist nicht nur fit im Raketenflug, sondern auch eine gewitzte Person, die Batman immer wieder abhängt und mit einem lockeren Spruch dumm dastehen lässt. Es ist eine Lust, diese pfiffige und rasante Episode zu sehen.

Apropos Lust: Es geht beim „letzten Kick“ um nichts anderes. Und das ist mehr als nur Subtext, es braucht wirklich nicht viel Fantasie, um sexuelle Erregung darin zu sehen. Wie sich Roxy in ihrem Todesmut jedes Mal einen abstöhnt, wenn sie durch die Luft fliegt, das ist schon fast nichts mehr für Kinder. Gerade im Finale, wenn sie mit Batman auf der Rakete sitzend auf eine Felswand zurast (und sich dabei sogar auszieht!), scheint sie buchstäblich einen Orgasmus zu erleben. (Man sollte sich allein die Tonspur anhören.)

Nicht ohne Grund reitet Roxy auf einem großen Phallussymbol und sagt solche Dinge wie: „Ich mag Männer mit Durchhaltevermögen.“ Sagen wir’s frei heraus: Es geht um eine Frau, die für eine Riesenerektion die Beine breit macht. Und wie geht Batman darauf ein? Ach, ihr kennt doch den alten Miesepeter …

P.S.: Selbst Co-Creator Bruce Timm hat zugegeben, dass „The Ultimate Thrill“ eine der frivolsten Episoden der Zeichentrickserie ist.

>> Liste der Batman: The Animated Series-Episoden

Daddy’s Home

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman & Robin Vol. 3 – Batman & Robin Must Die (dt. Batman und Robin müssen sterben)

Autor/Zeichner: Grant Morrison/Frazer Irving, Cameron Stewart, David Finch

Erschienen: 2010-2011 (Batman & Robin #13-16, Batman: The Return #1), Paperback 2012, dt. Panini 2012 (Paperback)


„I like to think I’m just keeping the costume warm.“ (Dick Grays0n)

„Guess I should have known you wouldn’t just turn up during lunch tomorrow or something normal like that.“ (Dick Grayson)

Das ist er: der Band, in dem Bruce Wayne als Batman zurückkehrt. Endlich. Nach einer langen Interimsphase und einer noch länger anmutenden Rückkehrphase ist Daddy wieder da. Aber nicht so schnell! Zunächst passiert davor noch eine Menge: Nachdem der mysteriöse Detektiv Oberon Sexton sich als Joker geoutet hat, bekommt er zunächst einmal eine Abreibung von Robin verpasst. Mit der Brechstange – als Revanche für Damians Vorgänger, Jason Todd (vgl. Death in the Family). Doch der Joker schafft es, ihn mit seinem Grinsegift zu sedieren und nimmt ihn gefangen.

Inzwischen führt Simon Hurt seinen lang angelegten Plan zum Finale: er lässt in Gotham eine virale Droge von Professor Pyg verbreiten, die Menschen drehen durch. Daraufhin gibt sich Hurt, der gerne Thomas Waynes Fledermauskostüm trägt, vor der Presse als der wiedergekehrten Thomas Wayne aus. Batman und Robin werden gefangengenommen, Batman bekommt eine besondere Kugel in den Kopf geschossen, die ihn erst nach einiger Zeit lähmen wird. Und genau da, im größten Moment der Verzweiflung, kehrt der wahre Batman zurück: Bruce Wayne. Und mit vereinten Kräften … naja, den Rest könnt ihr euch denken. Am Ende verkündet Bruce, dass er große Pläne hat: Batman wird global.

Nicht so raffiniert wie es scheint

Rasant, überladen, chaotisch. Mit diesen drei Worten lässt sich der Abschluss von Grant Morrisons Batman & Robin-Story beschreiben – also wie viele seiner Storys (Batman R.I.P., Final Crisis, The Return of Bruce Wayne). Da mag der ein oder andere gelungene Moment dabei sein, aber ich bin jetzt erstmal froh, endlich mit ihm durch zu sein. Viele halten Morrison für ein Genie, ich finde ihn bloß anstrengend. Man braucht einen langen Atem und sollte nicht zu viel Zeit zwischen den Bänden dieser Mega-Erzählung verstreichen lassen, um hier durchzusteigen. Letztendlich ist das Finale aber nicht annähernd so raffiniert, wie der komplexe Aufbau, der dazu führt.

Bruce Waynes Rückkehr ist natürlich visuell ein Fest, aber etwas atemlos. Es gibt kein Ankommen. Kaum ist er da, muss er nicht nur den Tag retten, sondern verkündet auch seine Pläne für Batman Incorporated und weist jedem Mitglied der Bat-Familie eine Aufgabe zu. Und am Ende, in The Return, wird auch schon der nächste großangelegte Handlungsstrang begonnen: mit Kampfrüstungen, Terroristen im Nahen Osten und Genexperimenten … Keine Zeit zum Durchschnaufen.

Gelungene Zeichnungen

Im dritten Band kann man immerhin das Auge an einigen tollen Zeichnungen erfreuen: allen voran an Frazer Irvings stimmungsvolle Seiten, aber auch Cameron Stewart und David Finch leisten solide Arbeit mit ausdrucksstarken Figuren.

Zur Entspannung gibt es am Schluss noch ein Lied zum Thema Heimkehr: „Daddy’s Home“ von Shep & The Limelites. (Findet ihr nicht auch, dass dieses Blog zu wenig Musik enthält?)

Mehr zum Thema:

Batman v Superman: Ultimatives Desaster

Eine halbe Stunde mehr bekommen die Fans in der „Ultimate Edition“ von Batman v Superman. Dadurch schwillt der Film auf eine Gesamtlänge von drei Stunden an. Lohnt sich das? Da ich keine Lust habe, mich noch einmal und länger durch diese cineastische Wüste bzw. Verwüstung zu quälen, habe ich bei Profis Hilfe gesucht und gefunden. Die Screen Junkies, die auch für die Honest Trailer verantwortlich sind, haben in einem Zehn-Minuten-Interview zusammengefasst, was neu ist am „Ultimate Cut“ und ob die zusätzlichen Szenen den Film besser machen.

Die Antwort: nein. Die neuen Szenen klären einige offene Fragen, aber die Hauptkritikpunkte bleiben erhalten. Wer den Film nicht mochte, wird ihn wahrscheinlich immer noch nicht mögen. (Wie zum Beispiel Spider-Man und Deadpool.)

Rückkehr auf Raten

DC Comics

DC Comics

Titel: Bruce Wayne – The Road Home (dt. Bruce Wayne – Der lange Weg zurück)

Autor/Zeichner: Fabian Nicieza, Mike W. Barr u.a./Cliff Richards, Ramon Bachs u.a.

Erschienen: 2010-2011 (ursprünglich acht One-Shots), Paperback 2011, dt. Panini 2011 (Paperback)


„Will my return cause more grief than when I was gone?“ (Bruce Wayne)

Lange schien Bruce Wayne zunächst tot zu sein, in Wirklichkeit war er verschollen in der Zeit, jetzt ist er von seiner Odyssee zurück. Aber statt wieder das Batman-Kostüm anzulegen, spielt er erstmal Theater: Statt sich zu erkennen zu geben, legt er sich die Identität „The Insider“ zu, steigt in einen High-Tech-Anzug, der die Fähigkeiten der Justice League vereint, und stalkt seine alten Weggefährten: Dick Grayson und Damian, die als Batman und Robin ein gutes Team ergeben, Tim Drake (Red Robin), Stephanie Brown (Batgirl), Selina Kyle (Catwoman), Barbara und James Gordon sowie die C-Heldengruppe, die Outsider. Jeden beobachtet er oder stellt ihn oder sie auf die Probe. Bruce erkennt schnell, dass alle ziemlich gut auch ohne ihn ausgekommen sind. Das bestärkt ihn darin, seine geheime Agenda zu verfolgen …

Zeitgleich machen Attentäter weltweit Jagd auf Stadtoberhäupter, aber das ist nur der äußere Anlass für Action. Die eigentliche Gefahr geht von der Reporterin Vicky Vale aus, die hinter Batmans Geheimidentität gekommen ist (siehe Battle for the Cowl) und damit an die Öffentlichkeit gehen will. Leider geht sie bei ihrer Recherche nicht allzu vorsichtig vor, sodass bald Gothams Unterwelt hinter ihr her ist – und Ra’s al Ghul. Aber da ist Bruce schon zur Stelle.

The Road Home ist keine Batman-Story, sondern eine Story über Bruce Wayne in einer Übergangsphase, die zu Batman Incorporated leiten soll. Batman wächst über die Familie hinaus zu einem weltweiten Unternehmen. Daher kommen hier auch so viele Nebenfiguren auf, auf die man sonst gut verzichten kann. Stark sind die Momente, die die Beziehungen zu den Verbündeten vertiefen, auch Batman in seinem neuen Anzug voller Gadgets kämpfen zu sehen, macht Spaß, auch wenn es zu übertrieben ist und zu sehr nach Batman Beyond aussieht. Die erste Hälfte ermüdet ein wenig, weil die Proben mehr oder weniger nach dem gleichen Prinzip laufen, in der zweiten Hälfte zieht die Vicky Vale-Handlung stärker an und gewinnt an Spannung. Was aber am meisten nervt, ist diese unnötige Geheimniskrämerei und diese Rückkehr auf Raten. Hier bleibt sich Bruce leider unangenehmerweise treu.

Von den Zeichnungen her ist bis auf das James Gordon-Kapitel, das von Szymon Kudranski genial stimmungsvoll inszeniert ist, kaum etwas der Rede wert. So ist The Road Home noch eine dieser mittelmäßigen Transit-Storys, durch die man durch sollte, wenn man das gesamte Bild haben will, aber kein Muss für Fans ausgefeilten Storytellings.

>> Batman 2000-2011

Batman im Flüchtlingslager

Batman macht sich nützlich im Flüchtlingslager: als Wasserträger, Spielkamerad und Barde am Lagerfeuer. Zu schön, um wahr zu sein. Bei Flüchtlingskindern bekommt der Begriff Eskapismus eine ganz neue Bedeutung: Für sie ist ein Traum wie dieser die einzige Möglichkeit, der Realität zu entfliehen. Dieses brillante Video, produziert von Bee on Set, wirbt mit dem Superhelden für die Hilfsorganisation War Child, die sich seit 1993 für Kinder aus Kriegsgebieten einsetzt. Möge es viele Herzen erreichen.

Bat-Robot gegen Godzilla Croc

Der Blödsinn der Woche ist eindeutig dieser Trailer zu einer weiteren freudlosen Episode von Batman Unlimited: Mechs vs. Mutants lautet der Untertitel dieses Zeichentrickfilms – und damit ist auch schon alles gesagt. Killer Croc, Bane und Clayface wachsen zu Riesen heran, Batman und Green Arrow steigen in riesiger Roboter-Kampfanzüge und prügeln sich mit ihnen. Kommt uns das bekannt vor? Ja, es ist eigentlich nur ein billiger Abklatsch des Hochglanz-Trash-Films Pacific Rim, der wiederum ein mieser Abklatsch alter Godzilla-Filme ist, die wiederum ihren Ursprung bei King Kong haben usw. Für die Animationsfilmreihe ist es eine logische Weiterentwicklung, nachdem Batman in Monster Mayhem (dt. Monster Chaos) auf einem Roboter-T-Rex geritten ist.

Kurz gesagt: Schon wieder ein Film, der nur dazu dient, Kindern Spielzeug zu verkaufen und das, was Batman eigentlich ausmacht, völlig vergessen zu machen.

Wer sich gut mit Batman-Comics auskennt oder dieses Blog schon länger verfolgt, wird sich vielleicht erinnern, dass diese Idee aber gar nicht mal so weit hergeholt ist: sie wurde schon einmal durchgespielt, nämlich in Gotham After Midnight. In Kapitel vier der zwölfteiligen Mini-Serie nimmt es Batman in einer ähnlichen Riesen-Rüstung mit Clayface auf. Völlig bescheuert? Nein, mir hat der Comic sehr gefallen – gerade wegen solcher absurder Szenen. Oft ist das, was gezeigt wird, gar nicht so entscheidend wie das Wie. Aber die Erfahrung mit Animal Instincts lehrt, dass man auf die Batman Unlimited-Filme verzichten kann, wenn man älter ist als zwölf Jahre.

Detective 941 (DC Comics)

Detective 941 (DC Comics)

Wie der Zufall will, scheint eine ähnliche Idee auch wieder in den Comics aufgegriffen zu werden: Im September beginnt das erste Batman-Crossover nach Rebirth: Night of the Monster Men. Batman und Co. müssen gegen Riesenviecher kämpfen. Das kann ja heiter werden …

>>> Batman Unlimited: Mechs vs. Mutants feiert Premiere am 24. Juli bei der San Diego Comic-Con, erscheint am 30. August in den USA zunächst digital und am 13. September auf DVD. Ein Termin für Deutschland steht noch nicht fest.

The Killing Joke – ein Comic, viele Versionen

Am 4. August 2016 erscheint die animierte Adaption von The Killing Joke auf DVD und Blu-ray. Jetzt hat DC einen weiteren Auszug aus dem Film veröffentlicht: er zeigt die Eröffnungsszene des Comics. (Im Video oben beginnt der Clip erst bei 3:57.) Mittlerweile hat ein Fan eine überarbeitete Version des Trailers erstellt, die sich stärker an der Optik der Comic-Vorlage orientiert: mehr Schatten wurden hinzugefügt und die Farben lehnen sich an der Original-Kolorierung an (die heutige Comic-Fassung hat weniger grelle Farben).

Hier gibt es einen Bild-für-Bild-Vergleich zwischen Original, dem Trailer und der Neufassung:

Selbstverständlich kommt auch der „Redrawn Trailer“ nicht an das Original heran. Zu detailreich sind dafür Bollands Zeichnungen. Aber dennoch wirkt die Ästhetik des Fan-Trailers viel stärker als das vergleichsweise blasse Original.

Wer es ganz puristisch mag, dem sei Batman Noir: The Killing Joke empfohlen, das im August erscheint und ganz auf Farbe verzichtet. Panini veröffentlicht im September eine Deluxe-Version „in sorgfältiger Neuübersetzung, mit Bonusmaterial und in prächtiger Ausstattung“, so die Verlagsankündigung. Exklusiv bei Amazon werden ab 4. August zwei Sondereditionen verkauft: eine Hardcover-Ausgabe inklusive der Blu-ray des Films und eine Blu-ray mit Joker-Figur.

Damit scheint es von The Killing Joke mehr Versionen zu geben als vom Joker selbst.

Und dann gibt es noch die übliche US-Version des Comics von Alan Moore und Brian Bolland: Ohne Schnickschnack, 64 Seiten lang, beste Unterhaltung in der Originalsprache. In der Regel reicht das, aber ein Bonus würde dem Werk gut tun, nämlich ein Reprint seiner Vorlage „The Man Behind the Red Hood“ (Detective Comics #168, 1951). Auf so eine Ausgabe wird man wohl noch warten müssen.