Batman

Batman gegen Eclipso – und eine Frau

Titel: Batman Versus Eclipso

Autor/Zeichner: Bob Haney/Win Mortimer

Erschienen: 1966 (The Brave and the Bold #64)


Der Superschurke Eclipso hatte seinen ersten Auftritt in House of Mystery #61 (1963). Der Wissenschaftler Bruce Gordon verwandelt sich in ihn, ähnlich wie bei Jekyll und Hyde. Drei Jahre später traf er auf Batman.

Doch zunächst geht es um eine Frau, nämlich Marcia Monroe. Batman hat sie einst in London von einer Brücke geholt, als das reiche Partygirl aus purer Langeweile in luftiger Höhe dort herumspaziert ist. Um ihr Vernunft einzubläuen, hat er ihr den Hintern versohlt, in aller Öffentlichkeit, und die Presse druckte ein Bild davon auf der Titelseite. Marcia, obwohl zunächst nicht erfreut, trägt es ihm seltsamerweise gar nicht nach, sondern hilft Batman später, als er gegen Gauner kämpft, ja, sie verliebt sich sogar in ihn. Man verlobt sich, obwohl Marcia nicht einmal Batmans Geheimidentität kennt. (Diese Story konnte nur ein Mann schreiben.)

Batman schlägt Marcia Monroe. (DC Comics)

Doch zur Hochzeit kam es nicht, weil sie die Verlobung aufgelöst hat. Sie kehrte nach Europa zurück – zu ihrem „useless, selfish playgirl life“. Die „Heilung“ habe wohl doch nicht gewirkt, denkt sich Batman voller Selbstmitleid, während wir noch immer empört sind.

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Absolute Batman Vol. 1: The Zoo

Titel: Scott Snyder/Nick Dragotta

Erschienen: 2024 (Absolute Batman #1-6), Hardcover/Paperback 2025; dt. Panini 2025 (Band 1 enthält nur #1-3)


Kann man Batman nach über 80 Jahren noch neu erfinden? Alle paar Jahre wird es versucht, um die Figur interessant zu halten. Geoff Johns und Gary Frank gelang das 2012 mit Batman: Earth One, doch es erschienen nur drei Bände in neun Jahren. (Die anfangs ambitionierte Reihe hob nie wirklich ab, auch Superman und Wonder Woman bekamen nicht mehr Ausgaben.) Scott Snyder und Greg Capullo haben mit The New 52 Batman rebootet, ohne dass es sich je wirklich so anfühlte, auch wenn sie mit Zero Year allzu verkrampft versucht haben, ein neues Batman: Year One zu schaffen, aber sich zu sehr am Vorbild abgearbeitet haben.

Nun macht DC erneut den Versuch, ganz neu zu beginnen und zwar in einem neuen Universum, das nach eigenen Regeln funktioniert und diesmal jeden großen Superhelden neu definiert: das Absolute-Universe. Und bei Batman darf wieder Autor Scott Snyder dran. Diesmal stellt er alles auf den Kopf.

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Legends of the Dark Knight: Darker Than Death

DC Comics

Deutscher Titel: Dunkler als der Tod

Autor/Zeichner: Bruce Jones/Ariel Olivetti

Erschienen: 2006 (Batman: Legends of the Dark Knight #207-211), dt. Panini 2007 (Batman Sonderband #12)


Stromausfall in Gotham. Nicht, dass es für die Story wichtig wäre. Es deutet nur das Leitmotiv an: Es geht düster zu, düsterer als der Tod … Bruce Wayne wird von einem gewissen Charles Billingsworth eingeladen, um die Verlobung seines Sohnes Conrad mit Jane Rutledge zu feiern. Dabei lernt Bruce Janes Schwester Lilith kennen und bandelt sofort mit ihr an. Am nächsten Morgen ist Jane verschwunden – entführt. Dann bekommt Lilith einen abgetrennten Finger per Post mit der Forderung nach einer Million Dollar Lösegeld. Und dann verschwindet auch noch Miriam, die Tochter des Butlers von Billingsworth.

Batman durchforstet die Unterwelt: Zunächst beim Pinguin, der führt ihn zu Greasy Lee, einem extrem fettleibigen Sumo-Ringer, der eine Fettspur hinter sich herzieht, und dann kämpft er noch gegen eine Tiki-Tänzerin mit einer Vorliebe für Giftschlangen. Währenddessen gerät auch Lilith in Gefahr …

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Crazy Quilt: Der Meister der Farben

DC Comics

„Crazy Quilt never fails!“

Crazy Quilt wird seinem Namen gerecht. Er gehört zu den buntesten und verrücktesten Schurken von DC – und der mit dem grässlichsten Modegeschmack, wie man an seinem Kostüm mit lauter bunten Flicken unschwer erkennen kann.

Geschaffen wurde er von Jack Kirby und erschien erstmals 1946 in Boy Commandos #15. Es handelt sich um einen Maler und Anführer einer Verbrecherbande, seinen wahren Namen erfahren wir nicht. Nachdem er von einem anderen Gauner angeschossen wurde, verlor er das Augenlicht. Ein Arzt konnte es nach einer Operation immerhin wieder so herstellen, dass der Patient nur noch grelle Farben sehen konnte. So wurde er zum bunten Schurken Crazy Quilt, dessen Handlanger die auszuraubenden Ziele bunt anmalen mussten.

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Die ersten Batman-„Graphic Novels“: Romanhafte Heftlänge

Wie hat das eigentlich angefangen, mit den „Graphic Novels“ bei Batman? 1987 mit Son of the Demon? Oder 1988 mit The Killing Joke? Alan Moore nennt diesen One-shot in seinem Typoskript jedenfalls so, wenn es auch auf dem Cover nirgends so bezeichnet wird. Man spricht im Fachjargon eher von „One-shots“, also für sich stehende Comichefte, die (in diesen Fällen) länger sind als die üblichen, die monatlich erscheinen.

Eine „Graphic Novel“ zu definieren, ist wohl genauso schwierig wie einen Roman.(Warum eigentlich „die“, wenn es der Roman ist?) Wikipedia bezeichnet sie als „Comics im Buchformat“. Damit wären aber Sammelbände von mehreren Comicstrips oder Comicheften bereits ebenfalls Graphic Novels, während andere Comics von vornherein als solche erscheinen, weil sie nicht zuvor serialisiert herauskamen, wobei es auch Serien von Graphic Novels geben kann es bleibt kompliziert. Oft meint man mit dem Begriff für sich stehende, abgeschlossene Geschichten in einem längeren Format als ein übliches Heft. Aber das ist auch nicht einheitlich geregelt. Es geht also mehr um Umfang und Erscheinungsform, nicht um eine Gattung oder einen bestimmten Inhalt. Dabei sollte es anfangs genau darum gehen: Graphic Novels waren „Comics für (anspruchsvolle) Erwachsene“.

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Batman gegen Gentleman Ghost

DC Comics

Titel: The Ghost Who Haunted Batman/Never Give Up the Ghost

Autor/Zeichner: Len Wein/Irv Novick

Erschienen: 1979/1980 (Batman #310/319), Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Len Wein)


Gentleman Ghost ist ursprünglich ein Gegner von Hawkman. Seinen ersten Auftritt hatte er in Flash Comics #88 (1947), damals noch als „The Ghost“: JamesJimCraddock ist ein Juwelendieb, der sich nur als Geist mit Zylinder und Monokel ausgibt. Ende der 70er, als Len Wein einige Golden-Age-Schurken aus der Mottenkiste holte, plagte Craddock auch Batman – und das wurde ein Paradestück der Klischees.

Gleich zu Beginn erwischt unser Held die Bande des Schurken dabei, als sie ein Museum plündern wollen. Craddock schießt mit einer Kugel auf ihn, die aber, statt ihn zu verletzen, auf mysteriöse Weise in der Luft hängen bleibt und sich als Magnesiumfackel erweist, die explodiert und Batman blendet, sodass die Gauner türmen können.

Noch dazu ist Alfred verschwunden. Batman verkleidet sich selbst als Butler (der dem ersten Alfred ähnelt), um undercover zu ermitteln. Als er in sein Apartment zurückkehrt, sieht er, wie Gentleman Ghost und seine Bande seine antiken Möbel mopsen wollen, während Alfred zusieht. Batman versucht, den Anführer mit einem Batarang Lasso einzufangen, doch er scheitert daran, dass der angebliche Geist keine Handgelenke hat. Und als Batman ihn mit bloßen Händen ergreifen will, hält ihn ein plötzlich aufziehender kalter Wind davon ab. Schließlich schlägt Alfred den Helden von hinten nieder. Der Butler nennt Craddock seinen neuen Meister. Aber warum? Und wozu braucht ein Geist Möbel?

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Batman, Superman und Metamorpho in World’s Finest

DC Comics

Im Jahr 1973 bekam Metamorpho Back-up-Storys in World’s Finest Comics (ab #218), nachdem er 1972 für einige Ausgaben in Action Comics aufgetreten war. Eine Ausgabe zuvor wurde er in der Serie mit den Titelhelden eingeführt. In „Heroes With Dirty Hands“ (World’s Finest #217, 1973) mutiert der Element Man zu einem Hybrid aus Superman, Batman und Metamorpho. Wie das?

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Batman und Metamorpho in The Brave and the Bold

DC Comics

Batman und Metamorpho sind ein sehr ungleiches Paar: Der Mann, der sich in ziemlich jedes Element in jeder Form verwandeln kann, hat ziemlich wenig mit dem Dunklen Ritter gemeinsam. Dennoch kam es zu mehreren Begegnungen. Der auch „Element Man“ (Rex Mason) genannte Superheld wurde erst 1965 in The Brave and the Bold #57 eingeführt, erfunden von Bob Haney und Ramona Fradon. Bereits ein Jahr später, in Ausgabe #68 (1966) traf er erstmals auf Batman. Als müsste sich dieser seinem Partner anpassen, macht Batman hier ebenfalls eine wilde Metamorphose mit chemischen Superkräften durch.

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Neue Comics: „The Bat-Man: Second Knight“, „Immortal Legend Batman“ und „Elseworlds Omnibus“

DC Comics

DC hat einige neue Batman-Comics für den Herbst und das Jahr 2026 angekündigt. Dan Jurgens und Mike Perkins setzen ihre sehr gelungene Black-Label-Serie The Bat-Man: First Knight fort: Die erste Ausgabe von The Bat-Man: Second Knight soll am 17. September 2025 erscheinen. Außerdem soll es eine Fortsetzung von Joker/Harley: Criminal Sanity (2019-2021) geben: Joker/Harley: Malicious Intent, ebenfalls von Kami Garcia und Mico Suayan. Die erste Ausgabe des Vierteilers soll am 8. Oktober erscheinen, der Sammelband bereits am 3. März 2026.

DC Comics

Elseworlds Batman Omnibus

Bereits am 27. August soll die neue Miniserie Immortal Legend Batman starten. Die Autoren Kyle Higgins und Mat Groom sowie Zeichner Dan Mora bringen Batman wieder ins Weltall (wie schon in Batman: Off-World). Die Elseworlds-Story soll ein Mix aus Science-Fiction, Western und Tokusatsu sein.

DC Comics

Apropos Elseworlds: Am 17. März 2026 soll der erste Elseworlds Batman Omnibus herauskommen. Enthalten sind Titel von 1989 bis 1995, darunter auch die Batman-Annuals von 1994. Der komplette Inhalt (chronologisch sortiert):

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Batman gegen Black Spider

DC Comics

Titel: Death-Web/The Doomsday Express/Night of Siege

Autor/Zeichner: Gerry Conway/Ernie Chua, Frank McLaughlin, John Calnan, David Hunt

Erschienen: 1976/1978 (Detective Comics #463-464, Batman #306), Hardcover 2017 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 1)


„–and what better man to catch and kill a superfly — than a Black Spider?“

Anfang der 70er begann in den USA offiziell der „War on Drugs“ und als – nach The Amazing Spider-Man #96-98 (1971) – der Comics Code weiter gelockert wurde und das Thema auch in Superheldengeschichten vorkommen durfte (siehe Green Lantern #85-86, 1971), ersetzte es als MacGuffin weitgehend die Juwelen des Golden und Silver Age. Drogen sind bei Batman in den 70ern fast allgegenwärtig. So ist es auch hier.

Nachts, in der leeren Boxarena des Gotham Square Garden, lässt Batman einen Heroin-Deal platzen. Einer der Dealer kann in sein Auto entwischen, doch kaum hat er den Zündschlüssel umgedreht, fliegt es in die Luft. Die Spur führt zum Drogenboss „Doc“ Sugarman. Doch kaum stellt Batman diesen zu Hause zur Rede, wird Sugarman durchs Fenster erschossen. Batman schwingt sich zum Dach gegenüber und sieht dort einen maskierten Attentäter im violett-orangenem Spinnenkostüm, der sich seltsamerweise Black Spider nennt (vielleicht liegt’s an der Hautfarbe) – und ordentlich Schläge austeilt.

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