Comic

Poison Ivy trocknet aus

DC Comics

Titel: (ohne Titel)

Autor/Zeichner: Guillem March, Marc Andreyko

Erschienen: 2010 (Gotham City Sirens #8), Paperback 2016 (Batman Arkham: Poison Ivy)


Da liest und schreibt man wochen- gar monatelang über Poison Ivy und verliert kein Wort über ihren auffälligsten Wandel: ihre Hautfarbe. Die ist nämlich mittlerweile grün wie She-Hulk. Wann ist das passiert? Auffällig wurde es jedenfalls spätestens in „Human Nature“ (Gotham Knights #61-65, 2005). Die Farbe zeigt: Ivy wird immer mehr selbst zur Pflanze.

In der Serie Gotham City Sirens wird sie (unfreiwillig) Teil eines Teams mit Harley Quinn und Catwoman. Nachdem einige Umweltzerstörer ermordet aufgefunden werden und der Modus Operandi zu unserer grünen Schurkin passt, beteuert sie ihre Unschuld und will herausfinden, wer in ihrem Namen tötet.

Sie lässt sich in Robinson Park von der Polizei verhaften, Gordon verhört sie, glaubt aber an ihre Unschuld – ein guter Cop spürt so was und das Gefühl hat immer Recht. Doch kaum wird sie freigelassen, knüppelt sie ein Unbekannter nieder und sperrt sie für Wochen im Dunkeln ein. Ohne Licht und Wasser geht Ivy wie eine Pflanze. In der Zwischenzeit ermitteln Catwoman und Harley und geraten dabei in Gefahr.

Der Täter, der Ivy gefangen hält, stellt sich als Cop heraus, der sich für den Mord an seinem Bruder rächen will. Der Mörder ist aber ein alter Ivy-Fan, der ihr einen Gefallen tun wollte. Ivy ist nicht erfreut. Sobald sie ihre grüne Farbe dank eines Wasserbades wieder hat, revanchiert sie sich tödlich.

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Batman tanzt den Plot-Twist

DC Comics

Titel: Batman Vol. 6: Abyss

Autor/Zeichner: Joshua Williamson/Jorge Molina, Mikel Janin

Erschienen: 2021-2022 (Batman #118-121, #124), Hardcover 2022


Die letzte Zeit war für Batman sehr aufregend: da gab es den Joker War, bei dem Bruce Wayne sein Vermögen verloren hat, in Scarecrows Fear State verlor er fast den Verstand, zwischendurch stand er unter Mordverdacht und mutierte zu einem Monster. Aber das ist eigentlich der ganz normale Wahnsinn in Gotham. Uns so geht das Leben aufregend weiter, weil ja schließlich jeden Monat mehrere Comichefte gefüllt werden müssen.

Doch auch die Leserschaft muss mal ein wenig ausruhen, also gibt es nun mal wieder ein kleines Intermezzo zum Durchschnaufen. Batman hat sich ein neues Kostüm zugelegt, ohne schwarze Unterhose, dafür wieder mit dem gelben Logo (das leuchten kann). Er versichert sich, Verbrechern immer noch Angst einzujagen, und zwar so, dass allein seine Silhouette sie dazu bringt, sich freiwillig der Polizei zu stellen. Und dann bekämpft er noch Firefly, der – ganz Oldschool – bei einem Maskenball mit dem Thema „Schurken“ Reibach zu machen versucht.

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Poison Ivy entblättert sich

Joker’s Asylum: Poison Ivy #1

DC Comics

Titel: Deflowered

Autor/Zeichner: Guillem March

Erschienen: 2008 (Joker’s Asylum: Poison Ivy #1), Paperback 2016 (Batman Arkham: Poison Ivy)


Poison Ivy tötet drei Immobilienentwickler, die einen Wald roden ließen. Einem schickt sie eine Pflanze, die ihn mit Dornen ersticht. Einen anderen lässt sie von Pflanzen im Wald eines Golfplatzes erwürgen. Um den dritten kümmert sie sich selbst: Sie verkleidet sich als Prostituierte, lässt sich zu ihm nach Hause bringen und bearbeitet ihn mit einem Beil. Batman greift zwar ein, kommt aber zu spät – er hat sich von Ivys Pflanzenavatar täuschen und ablenken lassen.

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Batman und der Affe

DC Comics

Titel: The Bat-Ape

Autor/Zeichner: ?/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1958 (Batman #114), Paperback 2021 (Batman in the Fifties)


In den 50ern wuchs Batman zu einer Familie heran, inklusive Bat-Hound. Zwar hatte Batman nicht so viele Tiere wie Superman (Hund, Katze, Pferd, Affe), aber da gab es noch ein weiteres: Mogo, the Bat-Ape.

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Legends of the Dark Knight: Legendär ist anders

DC Comics

Titel: Legends of the Dark Knight

Autor/Zeichner: Darick Robertson, Stephanie Phillips/Max Dunbar u.a.

Erschienen: 2021-2022 (Legends of the Dark Knight #1-8), Paperback 2022


Legends of the Dark Knight war einst eine langlebige Comic-Serie, die anfangs in Year-One-Manier Batmans Anfänge beleuchtete, zwischendurch wurde sie auch für Kapitel der großen Storylines wie Knightfall und No Man’s Land genutzt. Nach ihrer Absetzung 2007 gab es zwischendurch ein Revival als Anthologieserie, 2021 sind erneut acht (Print-)Ausgaben (bzw. 16 digitale) erschienen. Ja, nur acht – was schon nichts Gutes verheißt, aber lassen wir uns von Verkaufszahlen nicht blenden.

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Poison Ivys Opfer rächen sich

DC Comics

Titel: Stalked

Autor/Zeichner: Paul Dini/Joe Benitez

Erschienen: 2006 (Detective Comics #823), Paperback 2007 (Batman: Detective)


Poison Ivy liegt gemütlich in ihrer Arkham-Zelle und liest ein Buch, da bricht eine riesige Pflanze durch die Wand und versucht sie zu ermorden. Was eben so passiert an einem ganz normalen Tag in Arkham. Doch Ivy ist erschüttert – immerhin kontrolliert sie die Gewächse, die sie liebt. Dieser aber kann sie weder mit körpereigenem Gift noch mit Maschinenpistolen beikommen. Also haut sie ab und sucht Hilfe bei der Polizei. (Das alles nackt, denn das Monster hat ihr die Kleidung vom Leib gerissen.)

Batman betäubt sie mit dem Vulkan-Griff und nimmt sie mit in die Bathöhle. Nach kurzer Ermittlung (denn für eine lange fehlt die Erzählzeit) findet er heraus: Ivy hat in letzter Zeit die Gewohnheit entwickelt, unliebsame Personen an eine riesige fleischfressende Pflanze zu verfüttern. Diese sind aber aus pseudowissenschaftlichen Gründen nicht tot, sondern geistern nun als Kollektiv in Pflanzenform herum, um sich zu rächen.

Mord an einer Pflanze?

Jetzt haben auch noch Batman und Robin sie am Hals – buchstäblich. Das Pflanzen-Menschen-Hybrid-Monster hat sich übrigens den Namen Harvest (Ernte) gegeben. Was geerntet werden soll, bleibt offen. Bevor jemand fragen kann, schaltet Batman einen Herbizid-Sprühregen ein und das Ding fällt in den Abgrund der Batcave. Wahrscheinlich war das Mord oder Totschlag, mehrfacher, zumindest versucht. Aber Batman verschwendet keinen Gedanken daran. Da es anpassungsfähig war, wird es wohl überlebt haben. In dieser Welt gar nicht so unwahrscheinlich. Auch eine Art, das schlechte Gewissen abzuschalten.

Zu seiner Verteidigung kann man sagen: Strenggenommen waren es keine Menschen (mehr), und Ivy hatte sie zuerst getötet. Und es war Notwehr. Also alles wieder gut. Nur Ivy bleibt traumatisiert zurück.

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Batmans Hund: Ace the Bat-Hound

Es liegt ein hauchdünner, aber entscheidender Unterschied zwischen „einen Hund bekommen“ und „auf den Hund kommen“. Als Batman einen Caniden im Jahre 1955 erhielt, war das für die einen vielleicht eine willkommene Bereicherung, für die anderen der Anfang vom Ende, denn es läutete bereits ein Jahr vor Batwoman die zweite Phase der Batman-Family ein. Batman ging – auch wegen der Selbstzensur durch den Comics Code – sozusagen allmählich „vor die Hunde“. Aber damals dürften es viele Leser nicht so gesehen haben. Denn wenn eins bekanntlich fast immer funktioniert, dann sind es (Haus)Tiere.

Erst kurz zuvor hatte Superman (bzw. genauer: Superboy) seinen Krypto bekommen, einen weißen Hund mit rotem Cape (Adventure Comics #210, 1955). Und was Superman hatte, das musste früher oder später auch Batman kriegen. In diesem Fall sofort: Ace the Bat-Hound (geschaffen von Bill Finger und Sheldon Moldoff) war ein Deutscher Schäferhund mit einer schwarzen Maske und kleinem Fledermaus-Anhänger. Zwar haben Hunde keine Gesichter wie Menschen und auch keine Doppelidentitäten, aber irgendwie muss sich der Bat-Hund ja von einem normalen unterscheiden. Wenn man noch mehr darüber nachdenkt, wird es kurioser: Ein Fledermaus-Hund ist an sich eine bizarre Vorstellung, die eigentlich eine Chimäre hervorbringen müsste. Andererseits kennt die Biologie auch „Flughunde“ als Verwandte der Fledermäuse. (Im Englischen heißen sie „Flying foxes„, um die Sache noch zu verkomplizieren.) Das wäre vielleicht das passendste Haustier für Batman: ein dressiertes Fledertier. Aber darauf kommt erst Frank Miller in Year One. (Tatsächlich kann aber Batman Ace mithilfe eines Senders im Stiefelabsatz anlocken – wie später den Fledermaus-Schwarm.)

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Neues von der San Diego Comic Con 2022

Nach zwei Jahren Pandemie-Pause fand am Wochenende wieder die San Diego Comic Con statt. Wieder einmal gab es eine Fülle neuer Ankündigungen, darunter ein erster Trailer zu Shazam: Fury of the Gods (Kinostart 21. Dezember) und ein neuer Trailer zu Black Adam (Kinostart 21. Oktober).

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Neue Miniserie: „Gotham City: Year One“

DC Comics

Die schlechte Nachricht zuerst: Nein, wir werden Tom King nicht so schnell los. Nach seinem unsäglichen Batman-Run (City of Bane), Batman/Catwoman und Killing Time kommt nun ein weiteres Projekt des Autors, der aus irgendeinem Grund sogar Eisner-Preisträger ist.

Nun erzählt er mit Zeichner Phil Hester (Detective Comics) in der sechsteiligen Miniserie Gotham City: Year One, wie die Stadt so korrupt und kriminell geworden ist. Versprochen wird eine brutale Hardboiled-Story. Die Handlung spielt zwei Generationen vor Batman und handelt von Privatdetektiv Slam Bradley, der ein entführtes Kind der Wayne-Familie namens Helen sucht.

Bradley wurde geschaffen von Superman-Schöpfern Jerry Siegel und Joe Shuster (zusammen mit DC-Gründer Malcolm Wheeler-Nicholson) und hatte seinen ersten Auftritt in Detective Comics #1 (1937). In den Nullerjahren war er an der Seite von Catwoman zu sehen.

Gotham City: Year One soll laut DC am 4. Oktober 2022 starten und monatlich erscheinen.


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Poison Ivy und der Smaragdschädel

DC Comics

„Let the green revolution begin!“ (Poison Ivy)

Im Jahr 1997 bekamen die Annuals ein gemeinsames Rahmenkonzept verpasst: Unter dem Label Pulp Heroes wurden die DC-Superhelden in die Genres der Groschenromane gesteckt, also gewissermaßen zu ihren Ursprüngen zurückgeführt. „I Was The Love-Slave of a Plant-Based Killer“ von Alan Grant und Stefano Raffaele (Shadow of the Bat Annual #5) ist eine typische Detektivstory: Ein abgehalfterter Privatschnüffler namens Potato (der seinen Namen seinem vernarbten Gesicht zu verdanken hat) bekommt Besuch von Pamela Isley alias Poison Ivy, die ihm den Auftrag gibt, nach einem antiken Smaragdschädel zu suchen. Eintausend Dollar pro Woche überzeugen ihn, da braucht es keinen giftigen Kuss mehr, aber er bekommt ihn trotzdem.

Natürlich erweist sich die Dame als Femme fatale, denn der Kristallschädel bringt nur Ärger und bringt unseren Helden in Todesgefahr, aus der ihn Batman retten muss. Als Ivy ihren Schädel kriegt, stellt sich heraus, dass er Zauberkräfte hat. Mit ihm erschafft die Schurkin ihre typischen Mensch-Pflanzen-Hybride, um die Welt, wie wir sie kennen, zu zerstören und nach eigenem Bilde wiederaufzubauen.

All das ist nicht neu, das gab es schon ohne Zauberkristall, aber eben noch nicht im Hardboiled-Pulp-Genre. Obwohl kaum ein Klischee ausgelassen wird, gibt es doch einige schöne Momente. Zum Beispiel ruft der Held Batman, indem er sich ein Batsignal mit einer Taschenlampe bastelt und es an eine beliebige Hauswand wirft – der Trick funktioniert, Batman eilt sofort herbei.

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