Neal Adams ist tot

Batman by Neal Adams (DC Comics)

Im vergangenen Jahr feierte er noch seinen 80. Geburtstag, nun ist Batman-Zeichner und -Autor Neal Adams gestorben. Laut Hollywood Reporter starb er an Komplikationen nach einer Blutvergiftung.

Adams prägte in den 70ern gemeinsam mit Dennis O’Neil (der bereits 2020 starb) den modernen Batman und führte ihn zu seinen Wurzeln zurück. Batman wurde wieder düsterer und mysteriöser. Adams zeichnete ihn realistisch, muskulös und dynamisch. Außerdem war er mitverantwortlich für Schurken wie Man-Bat sowie Talia und Ra’s al Ghul sowie die Comebacks von Two-Face und Joker, nachdem diese für Jahre aus den Comics verschwunden waren.

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Poison Ivy erfindet sich neu

DC Comics

Titel: Pavane

Autor/Zeichner: Neil Gaiman/Mark Buckingham

Erschienen: 1988 (Secret Origins #36), Paperback 2016 (Batman Arkham: Poison Ivy)


Green Lantern trifft Poison Ivy? Leider nicht. Das Cover führt in die Irre. Hier bekommen beide nur einen dieser unzähligen Secret Origins verpasst. Alle paar Jahre müssen Helden wie Schurken ihre Entstehungsgeschichte umgeschrieben bekommen, wie Zimmerpflanzen, die umgetopft werden, damit sie frisch bleiben. 1988 übernahm das für Ivy kein Geringerer als Neil Gaiman, der Autor von Sandman (ab 1989) und Whatever Happened to the Caped Crusader?

Poison Ivy bekommt im Knast Besuch von einem Agenten, der sie für die Task Force X rekrutieren will – die sogenannte Suicide Squad. Bei der Gelegenheit erzählt sie ihm ihre Lebensgeschichte. Aus Lillian Rose und Pamela Isley wird Pamela Lillian Isley. Pflanzen waren seit ihrer Kindheit ihre besten Freunde, mit ihnen hat sie gesprochen.

Dann studierte sie Botanik. Die Geschichte mit Legrand, für den sie ägyptische Kräuter stehlen sollte und der sie dann vergiftet hat, hat sie sich nur ausgedacht. „I make stuff up sometimes. I never expected anyone to believe it.“ Damit ist auch die Story, die sie hier auftischt, mit Vorsicht zu genießen. Studiert hat sie bei einem Mann namens Jason Woodrue, dem späteren Floronic Man. Der soll sie in Experimenten vergiftet und sogar getötet und damit Ivy erschaffen haben.

Liebe für Pflanzen und Batman

Doch der Mann, für den sie sich eigentlich interessiert hat, war Batman. Für ihn hat sie ein grünes Kostüm angezogen und ist nach Gotham gekommen. Wir sehen Szenen aus der ersten Ivy-Story. Hier versucht Gaiman, alle bisherigen Ivy-Versionen zu harmonisieren. Doch Ivy ist hier noch mehr: Sie kann Pflanzen dazu bringen, sich wie Tiere zu benehmen, und Tiere in Pflanzen verwandeln. Sie selbst soll sogar zum Teil eine Pflanze sein.

„I am hope and beauty and truth. A symbol of growth in the dark times that are upon us …“

Damit deutet sich ihr Umweltaktivismus an, der später ihr wichtigstes Motiv sein wird.

Im Laufe des Gesprächs wickelt Ivy den Agenten buchstäblich ein, vergiftet ihn und manipuliert ihn, damit er sie aus dem Knast holt. Am Ende veranlasst er einen Transfer nach Arkham Asylum.

>> Poison-Ivy-Comics

Als DC gegen Marvel kämpfte

DC/Marvel

Titel: DC versus Marvel (dt. DC gegen Marvel: Der Kampf des Jahrhunderts)

Autor/Zeichner: Ron Marz, Peter David/Dan Jurgens, Claudio Castellini

Erschienen: 1996 (Miniserie #1-4), Paperback 1996; dt. Dino 1996 (DC gegen Marvel #1-3, 7, Paperback 1998)


Es war wohl das Comic-Event der Neunziger: DC gegen Marvel. Das erklärt sich von selbst. Es gab schon Superman gegen Spider-Man, Batman gegen Hulk, Teen Titans gegen X-Men, aber dann, nachdem JLA/Avengers (vorerst) gescheitert war, herrschte ein Jahrzehnt Flaute, bis man das Konzept in einer Art Battle Royale wiederbelebte.

Die Rahmenhandlung ist – wie immer bei solchen Crossover-Events und Paarungsfilmen – völlig nebensächlich, denn es geht ja nur um die Begegnungen. Die Welten von DC und Marvel verschmelzen zu einer. Hintergrund: Zwei kosmische gottgleiche Brüder lassen eine Auswahl der Superwesen ihrer jeweiligen Universen gegeneinander antreten, um zu entscheiden, welches Universum besteht. Ohne viele Erklärungen und ohne Zeit damit zu vertrödeln, eine andere Lösung für das Problem zu finden, sodass nicht Milliarden von Menschen und Welten sterben müssen, wird drauflosgeprügelt. Seltsamerweise nimmt man dabei Rücksicht auf die Leben der Kontrahenten, denn es reicht, den anderen nur außer Gefecht zu setzen.

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Poison Ivy plant die Apokalypse

DC Comics

Titel: The Green Ghosts of Gotham/Brambles

Autor/Zeichner: Doug Moench/Don Newton, Gene Colan

Erschienen: 1984 (Batman #367/Detective Comics #534)


Poison Ivy schickt die Sporen los: Ein paar fallen ins Wasser und gebären Pflanzenungeheuer, die an Swamp Thing erinnern, aber keinen Verstand haben. Ivy hat sie mit dem Wissenschaftler Lignier erschaffen. Nun machen sie Gotham unsicher – als „green ghosts“. Parallel dazu lädt Ivy Vorstandsmitglieder der Wayne Foundation zu sich nach Hause ein, in ihr grünes Refugium „Exotica“, damit sie sich dort erholen und sich ihrem Willen ergeben können. Ivy erscheint als Eva in diesem neuen Paradies.

Batman und Jason Todd (der hier in einem neuen Kostüm nicht als Robin unterwegs ist) müssen gegen grüne Monster kämpfen, Jason wird fast von Ivy vergiftet und am Ende setzt sie auf der Flucht ihre Pflanzen in Flammen, sodass auch ihre neuesten Kreationen verbrennen.

Poison Ivy fantasiert von Gothams Untergang. (DC Comics)

Aber wozu das Ganze? Einerseits will sich Ivy an der Wayne Foundation für ihren letzten gescheiterten Coup rächen und wieder Geld zu stehlen. Andererseits wird der Plan schnell vereitelt, da Lucius Fox vorgesorgt hat. Dann werden die Green Ghosts mit dem Bewusstsein der Vorstandsmitglieder gespeist, allerdings auch nur, um willenlos Ivy zu gehorchen.

Doch eigentlich will Ivy mit ihren Monstern Pflanzen erschaffen, die ohne Licht auskommen und stattdessen alle Nahrung aus der Erde beziehen. So soll die Erde nach und nach ausgehöhlt werden, um unterirdische Gärten zu erschaffen. Die Pflanzen sollen Häuser zum Einsturz bringen und die Straßen fluten, damit sie die Stadt plündern kann. Weit hergeholt? Schierer Wahnsinn, findet auch Batman. Doch Ivy gibt ihm dafür die Schuld.

Der fragwürdige Plan scheitert daran, dass Batman die Pflanzenmonster niederschlägt und Jason Ivy mit einem Fingerdrucktrick bewusstlos macht. Und wieder mal stellt sich die Frage: Wozu der ganze Aufwand? Wozu eine Stadt vernichten, wenn man es nur auf Geld abgesehen hat? Mit der Technologie, die dafür entwickelt wurde, hätte man locker reich werden können.

Poison Ivy braucht – abgesehen von Logik – ein besseres Motiv als Gier, nämlich Idealismus. Den kriegt sie erst nach der Crisis.

Hinweis: Der zweite Teil der Geschichte ist enthalten in Tales of the Batman: Gene Colan Vol. 2. Aber eben nur der zweite Teil – was auch auf andere Storys in dem Band zutrifft.

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Neue Detective Comics und „White Knight: Red Hood“

DC Comics

Kaum wurde die erste Autorin für Detective Comics eingeführt, verabschiedet Mariko Tamaki sich auch schon wieder. Im Juli, mit Detective Comics #1062, übernimmt Autor Ram V (Catwoman, Swamp Thing, Justice League Dark) die älteste Batman-Serie zusammen mit Zeichner Rafael Albuquerque, der bereits mehrere Batman-Storys und Cover zeichnen durfte, darunter vor allem All-Star Batman Vol. 3 The First Ally. Zu seinen weiteren Werken zählen Huck und Prodigy von Mark Millar sowie sein selbstgeschriebenes Ei8ht.

DC Comics

Zum Auftakt verspricht DC eine „high Gothic story“: Gotham Nocturne. Es geht opernhaft zur Sache, Teil 1 trägt den Titel „Overture“. Es geht um eine seltsame Melodie, die Gotham plagt und ihre Bürger in „etwas anderes“ verwandelt, während Bruce Wayne sich mit eigenen Dämonen herumschlägt.

Außerdem wird es Back-up-Storys von Si Spurrier (John Constantine: Hellblazer, Suicide Squad: Blaze) und Dani (Arkham City: Order of the World) geben. Zunächst soll es um Jim Gordon als Privatdetektiv gehen.

Mariko Tamaki, die mit Detective Comics #1034 begann, ist für die große Storyline Batman: Shadows of the Bat: House of Gotham (#1047-1058) verantwortlich, die im März beendet wurde und im Dezember als Hardcover erscheinen soll.

Neues vom White Knight

DC Comics

Am 27. Juli erweitert Sean Murphy sein White-Knight-Universum mit Batman: White Knight Presents: Red Hood #1. Sean Murphy schreibt den Zweiteiler mit Clay McCormack (Bloody Hel), die Zeichnungen kommen von Simone Di Meo (Future State: Harley Quinn). Beleuchtet wird darin Jason Todds Vergangenheit als Robin, bevor er zu Red Hood wurde. Zuletzt tauchte er in Batman: White Knight Presents Harley Quinn auf, derzeit erscheint der Achtteiler Beyond the White Knight, in dem er ebenfalls eine wichtige Rolle spielen soll.

Das Jüdische bei Batman

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Batman, Robin und Superman gegen Hitler und Co: Batman #18 und World’s Finest #9 (DC Comics)

Letztes Mal habe ich ausgeführt, inwiefern Superman, als Erfindung von zwei Juden, selbst unterschwellig Merkmale jüdischer Kultur in sich trägt. Im Laufe der Zeit wurden die jedoch zunehmend weißgewaschen, d.h. christianisiert. Doch was ist mit Batman? Auch er wurde von zwei Juden erfunden (Bob Kane und Bill Finger). Inwiefern findet sich also das Jüdische auch bei ihm?

Harry Brods Befund (in seinem Buch Superman is Jewish?) ist klar: gar nicht. In jüdischer Ikonographie wäre Bruce Wayne ein Schurke. Während Clark Kent ehrlich für sein Geld arbeitet (als Journalist), ist der reiche Playboy der typische WASP (White Anglo-Saxon Protestant), der Albtraum jüdischer Eltern der absoluten Assimilation.

In seiner Anfangszeit setzt sich Superman für die Hilflosen und Unterdrückten ein: Er rettet einen unschuldigen Mann vor einem Lynchmob, findet den echten Mörder, rettet eine Frau vor ihrem gewalttätigen Mann, deckt Korruption auf, geht gegen Ausbeutung vor usw. Batman hingegen kämpft gegen normale Ganoven und andere kostümierte Schurken wie den Joker. (Wie andere auch sagen: Er bestraft Abweichler von der Norm.) Während Superman Menschen oder sogar die Menschheit rettet, rettet Batman eher Luxusbesitz wie Juwelen der Elite, zu der auch Bruce Wayne gehört.

Superman und Batman sind daher von Anfang an Antipoden: Hier der Himmelsgott in leuchtenden Primärfarben, da der düstere Rächer der Nacht. Es macht mehr Sinn, dass sie gegeneinander kämpfen, als dass sie Freunde sind.

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Supermans jüdisches Erbe

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Hitlerschreck: Superman ist kein „Übermensch“. (Superman #17, DC Comics)

Seit ihren Anfängen nehmen es Superhelden mit Nazis auf. In den 40ern war das noch ein Ausdruck von Patriotismus: Man kämpft gegen die Deutschen, weil sie die Kriegsfeinde sind, genauso wie Japan. In den Krieg selbst mischen sich die Superhelden nicht ein (höchstens auf den Covern). Comic-Nazis sind bei Batman, Superman und Wonder Woman zunächst Spione, Saboteure, Mörder im eigenen Land. Aber von einem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus ist in den frühen Comics nicht die Rede. Jedenfalls nicht direkt.

Doch Superhelden und Antisemitismus vertragen sich grundsätzlich nicht. Zum einen, weil diese Haltung ohnehin nichts mit Heldentum zu tun hat und jedem halbwegs anständigen und vernünftigen Menschen abgehen sollte. Zum anderen, weil die Schöpfer der ersten Superhelden Juden bzw. jüdischer Herkunft waren – und zwar sehr viele von ihnen: Jerry Siegel und Joe Shuster, Bob Kane (Robert Kahn) und Bill Finger; Joe Simon, Jack Kirby und Stan Lee, sowie natürlich auch Will Eisner, um noch einen Pionier zu nennen. Auch die Verleger von DC und Marvel waren Juden. Kurzum: Genauso wie Hollywood-Filme sind Comichefte ohne Juden undenkbar.

Clark Kent, der jüdische Nerd

Aber spiegelt sich das auch in den Comic selbst wieder? Auf den ersten Blick nicht. Superman, Batman und Co. erscheinen wie die Inbegriffe des Ur-Amerikanischen im „weißen“ Sinne. Superman scheint fast eine leibhaftige US-Flagge zu sein – er steht für truth, justice and the American way – und wem das nicht reicht, für den gibt es immer noch Captain America, ebenfalls eine jüdische Erfindung (von Joe Simon und Jack Kirby). Bestenfalls steht Superman für das Ideal einer allumfassenden amerikanischen Gesellschaft, die niemanden ausschließt, sondern für alle steht.

Superman ist kein Jude – jedenfalls nicht im religiösen Sinn. Doch wie Harry Brod in seinem Buch Is Superman Jewish? darlegt, ist Superman jüdisch in einem kulturellen Sinn.

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Hush Returns (Teil 4): Payback

DC Comics

Titel: Payback

Autor/Zeichner: A.J. Liebermann/Diego Olmos

Erschienen: 2006 (Gotham Knights #73-74)


Die Geschichte von Hush und Joker begann einst damit, dass der Joker Tommy Elliot scheinbar erschoss (siehe Hush). Dann kam es zu einer Revanche der beiden in Pushback (Gotham Knights #50-55), womit die Hush-Returns-Saga begann. Dann gab es (nach War Games) Intermezzi mit Poison Ivy und Clayface mit lauter Verwicklungen, bei denen Hush immer irgendwie mitgemischt hat, aber ohne dass es zum Charakter beigetragen oder die Handlung aufgebaut hat. Nun also das Finale: Hush bekommt seine Revanche gegen Joker.

Es beginnt mit einer Mordserie: Drei Menschen, die nichts miteinander zu tun haben, sterben durch ihre Herzschrittmacher. Alle Geräte stammen von Waynetech. Batman hat sofort Hush im Verdacht (weil dieser Arzt ist) und vermöbelt ihn aufs Geratwohl. Hush aber bestreitet die Schuld.

Joker trainiert Tauben

Der wahre Mörder ist der Joker, der in seiner Freizeit gelernt hat, Tauben zu trainieren und aus irgendeinem Grund Herzschrittmacher beeinflussen. Was das soll? Reine Willkür. Hush hat jedenfalls die Schnauze voll von dem Clown und will ihn erledigen, da erklärt ihm der Joker, dass er Hush auch einen Schrittmacher verpasst hat, ihn aber noch nicht töten wolle, denn: „I’ll kill you when I want to kill you.“ Tut er aber nicht, denn das wäre ja zu einfach und die Geschichte wäre zu schnell vorbei.

Schnell vorbei geht sie trotzdem. Die Ereignisse überschlagen sich zum Schluss: Hush bittet Bruce darum, den Schrittmacher zu entfernen. Bruce willigt ein, wenn sich Hush in Arkham einweisen lässt. Nach der OP (die ein kundiger Arzt durchführt) haut Hush aber ab und will sich am Joker rächen, Batman fängt ihn vorher ab und dann kommt der obligatorische Disput über Töten und nicht Töten, was das kleinere Übel ist und ob Batman Schuld an den Opfern trägt usw. Man kennt das ja, tausendmal gehört, tausendmal ist nichts passiert.

Offenes Ende

Dann lässt Batman schließlich Hush gehen und deutet an, er habe den Schrittmacher dringelassen. Der Joker taucht aus dem Nichts auf und es endet offen, ob Batman Hush dem Joker überlässt. „What do I do now?“, fragt sich Batman, doch wir werden es nie erfahren. Die Frage ist eher: Warum all dieses unnötige Spielchen? Warum nimmt Batman den Schurken nicht einfach fest, wenn er die Chance dazu hat?

Nach einer Storyline, die sich mehr oder weniger über 20 Ausgaben zog und das gesamte letzte Drittel der Serie Gotham Knights bestimmte, wird hier ein Finale in zwei Heften durchgepeitscht, das weder Spannung aufbaut, noch einen tieferen Sinn hat, noch ein befriedigendes Ende. Offenbar wollte die eingestellte Serie irgendwie zum Abschluss bringen. Vielleicht hätte man in #72 nicht ein Heft mit der Frage vertrödeln sollen, ob Thomas Wayne fremdgegangen ist. Aber auch zuvor hatte sich nicht angedeutet, dass es je einen großer Masterplan gegeben hätte.

Wie es mit Tommy Elliot weitergeht, erfährt man in Heart of Hush.

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Hush Returns (Teil 3): Clayface

DC Comics

Titel: Life of Riley/The Shape of Things to Come

Autor/Zeichner: A.J. Lieberman/Al Barrionuevo

Erschienen: 2005-2006 (Gotham Knights #67-71), Paperback 2017 (Batman Arkham: Clayface, nur #68-71)


Was bisher geschah: Hush (Tommy Elliot) hat Alfred Pennyworth entführt, der ist mit Hilfe von Batman wieder freigekommen und hat vorher noch entdeckt, dass Hush scheinbar nicht Tommy Elliot ist (siehe Gotham Knights #60).

Was nun geschieht: Nachdem sich Hushs Partner-in-Crime Prometheus verabschiedet (Talia al Ghul entführt ihn in #66, einem Tie-in zum Event Villains United), muss sich Bruce Wayne mit einem Erpresser namens Riley herumschlagen, der zufällig herausgefunden hat, dass Bruce Batman ist. Riley fordert eine Milllion Dollar, Bruce lässt sich darauf ein, lässt Alfred aber ein Gegenangebot unterbreiten. Dann aber bringt Alfred Riley scheinbar um.

Wir erfahren, dass dahinter (wer sonst?) Hush steckt. Er hat einen neuen Clayface entdeckt und für seine Zwecke instrumentalisiert: Johnny Williams, einen Feuerwehrmann, der sich verändert, nachdem er bei einem Brand durch radioaktiven Abfall kontaminiert wurde. Hush bot ihm an, ihm dabei zu helfen, seine Kräfte zu loszuwerden. Doch vorher musste ihm Johnny einige Gefallen tun.

DC Comics

Johnny nahm aus rätselhaften Gründen die Gestalt von Tommy Elliot an (und auch von Jason Todd, siehe Hush). Hush probierte dann an Alfred die Clayface-DNA aus und übernahm damit zeitweise die Kontrolle über ihn, um ihn den Mord an Riley begehen zu lassen. Alfred steht unter Mordverdacht und wird sogar zur Gefahr für Batman. Außerdem will Hush die Formwandler-Fähigkeit von Clayface adaptieren. Dazu braucht Hush eine Probe von Clayface V, Cassius Clay.

Und wozu das alles? Um Erzfeind Bruce Wayne zu verletzen. Aha. Aber was sollte das mit Alfred? Hush brauchte ein Versuchskaninchen. Doch seit wann und inwiefern kann die Clayface-DNA jemanden zur Marionette machen? Dabei ist Alfred , wie sich am Ende herausstellt, gar nicht der Mörder von Riley. Trotzdem hat er Batman später die Leine durchgeschnitten …

Ach, ich geb’s auf. Wenn jemand daraus noch schlau wird, kann er es mich wissen lassen. Nächstes Mal gibt’s das Finale.

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Neuer Podcast: „Batman Unburied“

Spotify/DC Comics

Nach den Batman Audio Adventures gibt es bald noch mehr Dunklen Ritter zum Hören: Am 3. Mai 2022 startet bei Spotify ein neuer Batman-Podcast: Batman Unburied, geschrieben von David S. Goyer, der bereits für die Drehbücher zu Batman Begins und Man of Steel verantwortlich war. Das Besondere: Die Abenteuer erscheinen nicht nur auf Englisch, sondern auch zeitgleich in neun anderen Sprachen, darunter auch auf Deutsch.

Die Geschichte verspricht mal wieder eine Reise in den Verstand von Bruce Wayne, der hier als forensischer Pathologe im Gotham Hospital arbeitet und seine eigenen Dämonen besiegen muss. Mit dabei ist unter anderem der Riddler.

Bruce Wayne wird im Amerikanischen gesprochen von Winston Duke (bekannt als M’Baku aus Black Panther) im Deutschen von dem Österreicher Murathan Muslu, der 2015 den österreichischen Filmpreis für den Film Risse im Beton erhielt.

Ich verstehe zwar nicht, worin der Reiz bestehen soll, eine Figur aus einem visuellen Medium in ein nicht-visuelles zu übertragen, doch warum man es tut, dürfte klar sein.

>> Zum Trailer zu Batman Unburied (Audio)