Titel: Nine Lives Has the Cat/Nine Cradles Of Death/Clothes Make the Cat(Man)
Autor/Zeichner: Gerry Conway, Doug Moench/Gene Colan
Erschienen: 1981/1984 (Detective Comics #509, Batman #371, Detective Comics #538), Hardcover 2018 (Tales of the Batman: Gerry Conway Vol. 2) [nur Detective #509]
Bei Batmans letzten Kampf mit Cat-Man (Thomas Blake) ist der Schurke in einen Geysir gefallen („Shadow of the Cat/The Cat Who Would Be King“, Batman #323-324, 1980). Angeblich hat er aber dank seinem magischen Capes (das ihm neun Leben gab) überlebt, leider reichte es allerdings nicht, um sein Gesicht zu retten. Weil Catwoman einen Teil des Capes abgerissen hat, sieht Blake aus wie Two-Face. Nun will er den Fetzen zurück, um sein Gesicht wiederherzustellen.
Zuerst kracht er bei Selina Kyle durchs Fenster und entführt sie, ohne dass klar wird, was er eigentlich von ihr will. Rache hätte er jedenfalls leichter haben können. Dann bricht er im Wayne Institute ein, wo der Capefetzen aufbewahrt wird. Batman wird alarmiert, fährt hin und erwischt gerade noch rechtzeitig Catman, der so nett war, so lange auf ihn zu warten. Man prügelt sich eine Seite lang, dann aber stolpert Batman über eine Flasche und wird vom Schurken ausgeknockt.
In bester Schurkentradition bringt Catman den Helden nicht etwa um, sondern fesselt ihn in einer Todesfalle, damit dieser eine zweite Chance bekommt. Die Todesfalle ist so simpel wie dämlich: Am Strand schlägt er vier Pflöcke in den Sand und fesselt Batman daran, damit dieser ertrinkt, wenn die Flut kommt. Natürlich haut der gelbe Kater auch rechtzeitig ab, statt den Erfolg seines Plans zu überwachen und seine Rache zu genießen.
Dann kommt es, wie es kommen musste: Das Wasser weicht den Sand auf und Batman kann supereasy die Pflöcke aus dem Sand ziehen, was aber dank Don Newtons und Dank Adkins schwungvollen Linien absolut triumphal aussieht. Batman folgt Catman auf ein Schiff, das „Catamaran“ heißt, obwohl es keins ist. Blake hält sich das Cape ans Gesicht, aber es heilt nicht, weil die Heilkraft anscheinend von Selina aufgebraucht wurde. Dafür will er sich nun an der Frau rächen, aber da kommt schon der Retter in der Not herbei, sodass sie keinen Finger rühren muss, was schade ist, denn Selina kann so viel mehr, als passive Jungfer in der Not zu sein …
Im Kampf stürzt Catman ins Wasser und es stellt sich heraus, dass er nicht schwimmen kann – unglaubwürdig, aber wie eine waschechte Katze eben. Später verlässt Selina Gotham, weil sie sich von ihrer abgelegten Rolle als Catwoman verfolgt fühlt.
Overkill der Katzen-Wortspiele
Drei Jahre später kehrt Catman zurück – und zwar in einem Overkill an Cat-Wortspielen, die jedes gesunde Maß übersteigt und Etymologen die Haare raufen lässt. Im Knast liegt Thomas Blake zu nächst „catatonic“ auf seinem Bett, bis ihm sein Zellenkumpan – der „cat burglar“ Collins – einen „catalogue“ zu einer Ausstellung hinwirft. Blake wettet daraufhin mit ihm, eine Katzenstatue stehlen und Batman besiegen zu können. Wenn er gewinnt, bekommt er die von Collins in „catacombs“ versteckte Beute, falls er verliert, übergibt er Collins sein Catman-Kostüm mit den neun Leben (sind die nicht aufgebraucht?). Bei der Flucht spielen ein „catafalque“ und ein Baum namens „Catawba catalpa“ (Trompetenbaum) eine tragende Rolle, was Blake alles als günstige Omen für sich wertet. Falsch gedacht!
Catman stiehlt sein Kostüm aus der Asservatenkammer der Polizei, steigt mittels „Catarang“, „Cat-line“ und „Cat-claw gloves“ ins Museum ein, fängt Robin in einem großen „cat’s cradle“ (Abnehmspiel), springt mittels „catapult“ auf Batman zu, stößt eine „cataphract armor“ (eine Ritterrüstung) auf ihn schwingt ein japanisches Katana-Schwert, Batman knockt ihn dann aber im letzten Moment mit einem „BATon“ (einem Stab bzw. Schlagstock) aus. Batman spricht sogar von einer „catharsis“ – aber das wird selbst Robin zu viel …
Heilige Kalauer!
Catman Collins in der Batcave
Doch damit nicht genug. Weil immer noch die gestohlene Beute von „Cat burglar“ Collins in den Katakomben liegt, lässt Batman diesen in eine Falle tappen, indem der Held den Gauner auf eine falsche Fährte bringt. Zunächst lässt er eine Zeitung vermelden, Catman hätte Batman besiegt und ins Krankenhaus gebracht, dann gibt er sich als schlafender Catman aus. Collins bricht aus dem Knast aus, stiehlt das Catman-Kostüm (das einem angeblich neun Leben sichert) und führt Batman ahnungslos zum Geheimversteck in einer Höhle.
Der Aufwand wird noch absurder, als Batman ihm mehrfach das Leben rettet, ohne dass es dieser mitbekommt: Er lenkt einen Laster ab, der Collins fast überfährt (seltsamerweise hört er ihn – trotz Katzenohren – gar nicht nahen), er stößt ihn zur Seite, als die Höhle einstürzt. Doch dann entdeckt Collins zufällig die Batcave und versucht, sie zu sabotieren, indem er irgendwelche Chemikalien im Labor zusammenmischt. Batman stößt ihn wieder zur Seite, bevor der Idiot im Katzenkostüm sich umbringen kann. Der dankt es ihm, indem er den Riesenpenny auf ihn zu rollen lässt. Statt einfach auszuweichen, schwingt sich Batman mit dem Batarang auf den Riesendino, was auch viel cooler aussieht – besonders, wenn damit Meister Gene Colan eine Seite damit füllen kann.
Die restlichen „Leben“ des Kostüms (falls je welche drin gewesen sind) prügelt Batman Catman aus und damit ist auch dieser Katzenjammer beendet.






