Catwoman

Der Batman aus der Hölle

Titel: Dark Genesis/Death of Innocents/Bitter Victory

Autor/Zeichner: John Ostrander/Flint Henry, Mike McKone

Erschienen: 1990 (Detective Comics #622-624), Paperback 2022 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 6)


Der Teufel bereut seine Sünden und will Wiedergutmachung leisten. Gott versagt ihm zwar, auf der Erde zu wandeln, doch er lässt sich auf einen Kompromiss ein: Satan darf sich einen Menschen als Avatar wählen, durch den er Gutes auf Erden wirkt. Die Wahl fällt auf eine verlorene Seele, die auf Sinnsuche durch den Himalaya streift: Simon Petrarch, ein ehemaliger Spion und Söldner. In einem Kloster lässt er sich auf einen Teufelspakt ein und wird zu Batman, einer dämonischen Gestalt mit Flügelcape und langen spitzen Ohren …

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Catwoman in The New Batman Adventures

Selina Kyle spielt mit ihren Katzen

Schwarz statt blond: Selina Kyle. (Warner Bros.)

Catwoman war in Batman: The Animated Series vor allem eine Tierschützerin, die für den guten Zweck stahl. In der letzten Staffel (The New Batman Adventures) macht sie eine große Wandlung durch. Wie alle Charaktere bekommt auch sie ein neues Design: Selina Kyle trägt nicht mehr lange blonde, sondern kurze schwarze Haare, als Catwoman ist sie nicht mehr grau-schwarz, sondern minimalistisch schwarz mit weißen Augen und weißem Gesicht.

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Batman als Fledermausdämon

DC Comics

Titel: Batman & Demon: A Tragedy

Autor/Zeichner: Alan Grant/ Jim Murray

Erschienen: 2000 (One-shot)


Ein anderes Gotham, mit lauter Spitztürmen, wie aus einem Märchen, doch nachts wird es zum Alptraum, denn da treibt sich ein roter Dämon herum, der Schurken in Tiermasken abschlachtet und aussaugt. Killer Croc, der Unterweltboss, schickt Catwoman los, um ihn auszuschalten. Es kommt zum brutalen Kampf mit Klauen und Blitzen, der Dämon flieht.

Dieser ist – so viel kann verraten werden – Bruce Wayne selbst. Vor 1000 Jahren, als sich Gotham mit Metropolis im Krieg befand, hat der Zauberer Merlin einen Fledermausdämon heraufbeschworen, um die Gegner zu besiegen. Nach der Schlacht weigerte sich der Dämon aber, zurück zu kehren. Also bannte man ihn im Körper von Bruce Wayne. Seitdem lebt er als Untersterblicher, mit falschen Erinnerungen an einen Mord an seinen Eltern, der nie stattgefunden hat, nachts mutiert er zum Dämon, aber weiß nichts davon. Merlin ist übrigens Alfred, der Bruce diese Geschichte erzählt.

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Batman in der Zeitschleife

Panini Comics

Titel: Batman/Fortnite: Zero Point (dt. Nullpunkt)

Autor/Zeichner: Christos Gage, Donald Mustard/Reilly Brown, Christian Duce

Erschienen: 2021 (Miniserie #1-6), dt. Panini 2021


Riskant, einen Comic „Zero Point“ bzw. „Nullpunkt“ zu nennen. Man könnte meinen, damit würde man die Leser auf das narrative Niveau vorbereiten, das einen hier erwartet. Tatsächlich ist die Erwartung nicht hoch bei einem Crossover mit einem Computerspiel.

Es beginnt mal wieder mit einem Dimensionsriss in Gotham. Batman untersucht ihn, wird reingestoßen und landet auf einer Insel, in der er von Unbekannten angegriffen wird. Jeder sieht anders aus, trägt Masken, bunte Kostüme oder ist schlicht irgendeine Art Monster. Einer ist ein rosa Bärchen, ein anderer ein Wikinger, einer trägt eine Tomate auf dem Kopf. Dann taucht Catwoman auf und kämpft mit. Doch Batman kann weder mit ihr sprechen noch sich an sie erinnern. Nach 22 Minuten ist Schluss – und alles geht von vorn los, wieder ohne Erinnerung. Batman steckt in einer Zeitschleife.

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„Batman/Catwoman – Gotham War“: Schon wieder Krieg

Die Ankündigung von DC für das nächste Batman-Event (nach Knight Terrors) nehme ich mit einer seltsamen Gefühlsmischung zur Kenntnis: Batman/Catwoman – Gotham War wird es heißen. Einerseits bin ich gelangweilt bis abgestumpft, weil es nach dem Robin War, dem War of Jokes and Riddles, dem Joker War und dem Shadow War bloß ein weiterer „Krieg“ ist, andererseits ist da ein mulmiges Gefühl angesichts der Tatsache, dass in der Wirklichkeit vor der Haustür ein echter Krieg stattfindet (der bei weitem nicht der einzige ist!) – und diese Comic-Kabbelei zwischen Fledermaus und Katze sicher nichts damit zu tun hat.

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Lonely City: Die Katze ist aus dem Sack

Titel: Catwoman: Lonely City

Autor/Zeichner: Cliff Chiang

Erschienen: 2021-2022 (Miniserie #1-4), Hardcover 2022; dt. Panini 2022 (2 Bde.)


Nach einem Joker-Massaker in der „Fool’s Night“ sind viele Menschen in Gotham gestorben, darunter auch Batman. Selina Kyle (Catwoman) kam ins Gefängnis. Zehn Jahre später wird sie freigelassen. Sie ist mittellos und sucht Arbeit. Doch Gotham macht es ihr nicht leicht. Bürgermeister Harvey Dent (Two-Face) führt einen harten Polizeistaat mit einer Null-Toleranz-Politik gegenüber dem Verbrechen und Vigilanten, Polizisten mit Batman-Helmen gängeln die Bürger wegen Nichtigkeiten, und rassistisch ist das System auch. Arme Menschen werden vertrieben, während für die Reichen teurer Wohnraum gebaut wird. Barbara Gordon tritt bei der Wahl als Dents Gegenkandidatin an, um die Stadt wieder humaner zu machen.

Die alte Selina, die nicht mehr die Fitteste ist, schart Verbündete um sich wie Killer Croc und Edward Nygma (Riddler) und Poison Ivy, um in die schwer bewachte und geschützte Bathöhle einzubrechen und ein letztes Geheimnis zu lüften, nämlich Batmans letzte Worte: Wer oder was ist Orpheus?

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Batman trifft Tarzan

Titel: Batman/Tarzan: Claws of the Cat-Woman (dt. Die Klauen der Katze)

Autor/Zeichner: Ron Marz/Igor Kordey

Erschienen: 1999 (Miniserie #1-4), Paperback 2000; dt. Dino 1999 (DC Crossover #31-32)


Batman trifft Tarzan? Das klingt erstmal ziemlich bemüht. Ich meine: Okay, wir hatten Batman trifft Aliens, Batman trifft Predator, sogar Batman trifft Hulk – aber Tarzan? Das ist doch wirklich albern. Ein Typ im Lendenschurz aus dem Dschungel, aufgezogen von Affen, abgeguckt beim Dschungelbuch. Doch genau genommen ist Batman auch abgeguckt – darunter bei Tarzan. Bob Kane hat für ein Panel des berühmtem Origins aus Detective Comics #33 (1939) Maß genommen bei einem Tarzan-Comic des legendären Hal Foster, der ein deutlich begabterer Zeichner war.

Original und Kopie: „Tarzan“ von Hal Foster (1938) und Batman von Bob Kane (Detective Comics #33, 1939).

Doch wenn man genau hinschaut, sind da auch Parallelen zwischen den Figuren: Batman und Tarzan haben beide früh ihre Eltern verloren, auch wenn das beim Wolfs- bzw. Affenkind nicht ganz so traumatisch war. Beide sind Aristokraten, die reich geerbt haben. Beide sind Abenteurer für die gute Sache, schwingen sich an Seilen von A nach B, und dann leben beide auf ihre Weise im Dschungel. Okay, das Bild des „Großstadtdschungels“ ist etwas platt und abgedroschen, aber Autor Ron Marz bemüht es trotzdem. Immerhin sind beide Helden in der Pulp Fiction zu Hause, also auf Gemeinplätzen.

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One Bad Day: Catwoman rettet ihr Familienerbe

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Catwoman

Autorin/Zeichner: G. Willow Wilson/Jamie McKelvie

Erschienen: 2023 (One-shot)


Einst musste Selina Kyles Mutter ein wertvolles Familienerbstück für einen Spottpreis in einem Pfandhaus verkaufen, um die Miete zu bezahlen. Nach Jahren wird das Ding, eine Brosche mit Halbedelsteinen, für Tausende Dollar versteigert. Selina sieht sich um ihr Familienerbe betrogen und versucht, ein altes Unrecht wiedergutzumachen: Sie steigt ins Catwoman-Kostüm und klaut das Schmuckstück. Doch damit ist es nicht getan, denn es warten noch einige Überraschungen auf sie – eine davon ist natürlich Batman …

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Weihnachtseinkäufe ohne zu bezahlen

DC Comics

Titel: Memories and Forfeits/How the Grifter Stole Christmas

Autor/Zeichner: Scott Brian Wilson, Derek Fridolfs/Skylar Partridge, Dustin Nguyen u.a.

Erschienen: 2022 (Grifter Got Run Over by a Reindeer)


Uns liegt noch die unsägliche Serie Batman/Catwoman schwer im Magen, da wird schon wieder eine Geschichte rund um ein Weihnachtslied erzählt. Diesmal: „The Twelve Days of Christmas“. Nicht das Beste, etwas nervig, diese ganze Aufzählerei, was die Geliebte da alles schickt – aber das dürfte bereits andeuten, worauf es hier hinausläuft.

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Batman/Catwoman: Ein hohles Weihnachtgeschenk

DC Comics

Titel: Batman/Catwoman

Autor/Zeichner: Tom King/Clay Mann, Liam Sharp

Erschienen: 2021-2022 (#1-12, Special #1), Hardcover 2022; dt. Panini (4 Bände)


„None of this is a revelation.“ (Batwoman)

Wenn es eine Batman-Geschichte gibt, die sich unendlich anfühlt, dann ist es die, die uns Tom King erzählt. Für alle, die es verpasst haben: 86 Ausgaben lang quälte er uns mit einer Storyline mit Bane und Catwoman, es kam zur Hochzeit, dann doch nicht, dann doch – und dazwischen gab es unfassbar viel Geschwätz und Geschmachte. Wir hatten es bereits hinter uns, da schickte Mr. King noch eine zwölfteilige Serie hinterher, die alles zu Ende erzählen sollte – weil 86 Ausgaben nicht reichen, wenn man darin zu viel trödelt.

Also gut, dann noch mal Batman/Catwoman. 272 Seiten. Letzte Chance. Ich würde lügen, wenn ich sagte, ich gehe da unvoreingenommen ran, aber die Zeichnungen von Clay Mann sind schon mal eine Augenweide, also versuche ich es mal.

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