Catwoman

Gotham War: Zoff in der Familie

Titel: Batman/Catwoman: The Gotham War

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky, Tini Howard/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2023 (Batman #137-138, Catwoman #57-58 u.a.), Hardcover 2024


„… how do I stop loving?“ (Batman)

Da macht man mal längeres ein Nickerchen, für etwa acht Wochen, und wenn man aufwacht, erkennt man die Welt nicht wieder. So ergeht es Batman. Der musste in letzter Zeit viel durchmachen. Ich meine: Wann muss er das nicht? Aber diesmal kam es besonders dicke: Zuerst wollte ihn eine künstliche Intelligenz Failsafe umbringen, dann bekam er es mit Red Mask zu tun und verlor eine Hand, beim Event Knight Terrors wurde er (mal wieder) mit seinen schlimmsten Albträumen konfrontiert. Danach lag er acht Wochen im Koma.

Derweil hat ihn Catwoman vertreten und das sogar sehr effektiv. Gewaltverbrechen sind in Gotham zurückgegangen. Dafür wird umso fleißiger gestohlen. Catwoman hat allen Ganoven, die einst für Superschurken gearbeitet haben, eine zweite Chance gegeben und bildet sie zu effektiven Dieben aus, die nur noch die Reichen ausrauben, ohne jemanden zu verletzen oder gar zu töten. 15 Prozent des Erlöses gehen an wohltätige Zwecke. Super Idee? Findet Batman gar nicht. Denn Verbrechen bleibt Verbrechen – außerdem waren seine Eltern mal reich (und auch er selbst), wie er empört feststellt.

(mehr …)

Batman in „Zero Hour“

DC Comics

In der DC-Geschichte gilt die Crisis on Infinite Earths (1985-1986) als die große Bereinigung, eine Befreiung vom Ballast einer fast fünf Jahrzehnte langen Tradition: Figuren starben den Heldentod, alle Parallelwelten wurden vernichtet und zu einer zusammengeführt. Doch schon kurz danach kehrte all das, was man über Bord geworfen hatte, wieder zurück – was den Verdacht aufkommen lässt, dass die Crisis vielleicht doch keine so gute Idee gewesen ist. Nicht mal zehn Jahre später (1994) gab es wieder ein Event, das alles neu ordnete: die Zero Hour. Dan Jurgens wollte damit einige Ungereimtheiten beseitigen, die durch die Crisis entstanden sind.

Das fünfteilige Crossover an sich muss uns hier nicht groß interessieren. Die Story ist genretypisch überladen mit Charakteren, von denen man die Hälfte nicht kennt, und ebenso wenig versteht man auch nur, wenn man kein absoluter DC-Nerd ist. Die meisten dieser Figuren haben nicht viel zu tun, außer im Bild zu sein und dürfen als Ehrenstatisten höchstens mal etwas sagen. In aller Kürze: Ex-Green-Lantern Hal Jordan dreht durch und will als Parallax das Universum zerstören und nach eigenem Bilde wieder aufbauen, um damit auch die vielen Toten wieder zum Leben zu erwecken. Die Helden verhindern das zwar, aber erschaffen dann doch ein neues Universum, das im Grunde gleich ist und dann doch etwas anders.

(mehr …)

„Batman: Caped Crusader“ startet im August

Die langerwartete Zeichentrickserie Batman: Caped Crusader soll am 1. August auf Prime Video starten – mit allen zehn Episoden auf einmal. Die Serie handelt von Batman in seinem ersten Jahr und wird Charaktere wie Catwoman, Harley Quinn und Clayface auftreten lassen. Die ersten Bilder zeigen, dass sich der Stil am Golden Age orientiert: Batman trägt hier noch kurze Handschuhe, Catwoman trägt ein lila Kleid mit Cape, Clayface ist hier wieder der Schauspieler Basil Karlo mit einem entstellten Gesicht. (mehr …)

Catwoman heiratet eine Mumie (fast)

DC Comics

Titel: I Married a Mummy

Autor/Zeichner: Devin Grayson/Javier Saltares

Erschienen: 1997 (Catwoman Annual #4)


Im Jahr 1997 wurden alle DC-Superhelden mit Annuals zu „Pulp Heroes“ erklärt, eine Hommage an die Groschenromane, die noch vor den ersten Comicheften Konjunktur hatten. Auf die Batman-Ausgaben bin ich schon eingegangen, nun schauen wir uns mal Catwoman an. Die verschlägt es nach Ägypten und kriegt es mit einer Mumie zu tun.

(mehr …)

Catwoman und Batman als Bonnie und Clyde

DC Comics

Titel: Legends of the Dead Earth

Autor/Zeichner: Joan Weis/Michal Dutkiewicz

Erschienen: 1996 (Catwoman Annual #3)


Batman und Catwoman schießen auf einen Joker mit Polizeimarke? Was ist denn hier los? Wir befinden uns in einer der Legends of the Dead Earth, einer Art Elseworlds-Story, die 1996 alle Annuals bestimmte. Diese aber bricht mit dem Genre der Post-Apokalypsen, dafür auf interessante Weise.

(mehr …)

Catwomans erstes Jahr

DC Comics

Titel: Catwoman Year One

Autor/Zeichner: Jordan B. Gorfinkel/Jim Balent, James A. Hodgkins

Erschienen: 1995 (Catwoman Annual #2), Paperback 2019 (Catwoman by Jim Balent Vol. 2)


Wie die neue Catwoman nach der Crisis begann, wurde nicht nur in Batman: Year One angedeutet, sondern auch noch einmal ausführlich in der Miniserie von 1989 (Her Sister’s Keeper). Doch weil man sechs Jahre später alle Annuals unter das Motto „Year One“ stellte, wurde die Story auch für Catwoman neu aufgerollt bzw. umgeschrieben. Nun ist es nicht Ted Grant (Wildcat), der Selina Kyle das Kämpfen beibringt, sondern ein armloser Sensei aus dem Fernen Osten.

Die Story baut auf Batman: Year One auf, bzw. pfercht sie irgendwo dazwischen ein. Selina ist nun nicht mehr zuerst eine Prostituierte, die zur Diebin wird, sondern andersherum. Nach einem verpatzten Einbruch wird sie angeschossen und von der Polizei gesucht, dann taucht sie unter im Rotlichtmilieu, von wo aus sie nach ein paar Monaten wieder auf Beutezug geht.

Dabei kommt sie zufällig einem Ninja namens Kai in die Quere, der sich über ihre Weiblichkeit empört („A girl!“) und ihr dann zum Vorwurf macht, sein Initiationsritual gestört zu haben. Er bedroht sie mit dem Tod. Später folgt sie ihm, wird dann in die Schule des Armless Master aufgenommen und entwickelt sich in kürzester Zeit zur Meisterin, weil sie ein Naturtalent ist (und wir nur wenige Seiten haben). Doch Kai ist eifersüchtig, entwickelt einen Hass auf Selina und verkleidet sich schließlich als „Hellhound“, um sie zu töten – es kommt zum Duell Hund gegen Katze …

(mehr …)

Talia als Catwoman

DC Comics

Titel: The Last Man

Autor/Zeichner: Christopher Priest/Federico Cueva

Erschienen: 1994 (Catwoman Annual #1)


Im Jahr 1994 standen alle Annuals unter dem Motto Elseworlds – auch Catwoman wurde nicht geschont. Erzählt wird eine Fantasy-Story im Mittelalterszenario. Im Land Augustonia führt Kaiser Maddox vom House of Lords Krieg gegen seine Erzfeinde, das House of Selene und ihren Anführer Rä’s al Ghül (kein Tippfehler), auch genannt Cat-Man, weil er sich in einen solchen verwandeln kann und angeblich neun Leben hat. Acht sind schon verbraucht, nun zieht Timon Vicar als schwarzer Ritter mit Fledermausrüstung in den Krieg, um auch das letzte Leben zu beenden.

Rä’s fühlt sich und sein Volk ungerecht behandelt, aber an einem Austausch von Argumenten ist unser Recke nicht interessiert, er tötet den Feind im Kampf. Daraufhin wird seine Truppe angefallen von Banditen und eine Catwoman rettet Timon vor dem Tod. Dabei ist sie Talia, die Tochter von Rä’s, und will sich an Timon rächen, weiß aber nicht, wer von den Rittern der richtige ist. Timon belügt sie, sie habe ihn bereits getötet und dann ziehen sie gemeinsam los zum Kaiser, um ihn vom Unrecht zu überzeugen.

(mehr …)

Shadow of the Bat 43-44, Catwoman 26

Shadow of the Bat: Catwoman, Cat-Man und Ratcatcher

Titel: The Secret of the Universe

Autor/Zeichner: Alan Grant/Barry Kitson, Jim Balent

Erschienen: 1995 (Shadow of the Bat #43, Catwoman #26, Shadow of the Bat #44)


Als Thomas Blake nicht ins Spielcasino gelassen wird, bricht er als Cat-Man ein, um sich sein Geld auf illegale Weise zu holen. Batman ist zur Stelle, es kommt zum Kampf, doch dann wird der Held abgelenkt: Ratten brechen in eine Apotheke ein und machen sich an etlichen Giften zu schaffen. Der Ratcatcher hat sie losgeschickt, damit sie sich vergiften und er mit ihnen das Trinkwasser verseuchen kann. Die Menschheit soll vergehen, eine kluge Rattenspezies auferstehen: Rattus sapiens!

Und dann ist da noch Catwoman: Sie will mal wieder Katzenkunst stehlen (immer dieselbe Leier), aber dann beauftragen sie zwei Bewohner einer Südseeinsel, etwas von Thomas Blake zurückzuholen, was er ihnen gestohlen hat: eine heilige Katzenstatue und ein Tuch, das Glück bringt. Cat-Man hat sich daraus sein Cape genäht. Außerdem hat er einen der Insulaner gekidnappt und in ein altes Cat-Man-Kostüm gesteckt, um ihn in die Luft zu jagen und seinen eigenen Tod vorzutäuschen. Am Ende kommen die Fledermaus und Katzen zusammen, um die Ratten aufzuhalten.

(mehr …)

Catwoman und ihre Waffenschwestern

DC Comics

Titel: Sisters in Arms

Autor/Zeichner: Alan Grant/Norm Breyfogle

Erschienen: 1991 (Batman #460-461), Paperback 2020 (Batman: The Caped Crusader Vol. 4)


Catwoman spielt ausnahmsweise mal die Heldin, indem sie ein Paar vor Räubern rettet. Dabei verliert sie aber ihr Diebesgut: ein Säckchen voller Juwelen. Kurz darauf wird eine Smaragd-Katzenstatue aus dem Alten Ägypten ausgestellt und seltsamerweise erwarten die Veranstalter geradezu, dass Catwoman versucht, sie sich zu schnappen. Und sie nimmt die Herausforderung gern an – trotz all der Security.

Zugleich wittern zwei Frauen die Chance, Catwoman zu erwischen: Sergeant Sarah Essen (Gordons Geliebte) will die Diebin festnehmen, Fotografin Vicky Vale will sie mit der Kamera festhalten. Gordon und Bruce Wayne versuchen, sie davon abzuhalten, doch die Frauen lassen sich nicht bevormunden.

(mehr …)

Catwoman, Catman und der weiße Tiger

Titel: Cats

Autor/Zeichner: Alan Grant/Norm Breyfogle

Erschienen: 1990 (Detective Comics #612), Paperback 2021 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 5)


Wie viele Katzen und Katzenbezüge lassen sich in einem Comicheft von 22 Seiten unterbringen? Einige, wie Alan Grant uns hier beweist.

(mehr …)