Film

The Standells singen Batman

Heute gibt’s mal wieder was auf die Ohren: Die Batman-Serie der 60er mit Adam West hat auch in der Popmusik Spuren hinterlassen. Neal Heftis Main Theme, mit ihrer eingängigen Melodie und ihrem Ein-Wort-Text, wurde bereits früh oft gecovert. Hier eine Version der Standells.

Justice League Dark: Der erste Trailer

Eigentlich kommt die Justice League Dark auch gut ohne Batman aus. In den Comics. Aber einem Zeichentrickfilm traut Warner Bros. offenbar nicht zu, genug Interesse zu wecken, wenn nicht der Dunkle Ritter eine Hauptrolle spielt. Daher wird er auch im neuen Animationsfilm prominent vertreten sein – neben John Constantine, Swamp Thing, Deadman und anderen Helden, die sich mit Magie auskennen.

In den USA soll der Film am 24. Januar 2017 als Digital Download erscheinen, am 7. Februar als Blu-ray. Einen deutschen Veröffentlichungstermin gibt es nicht.

Warner Bros.

Warner Bros.

Nerds unter sich: Mark Hamill und Jim Lee

Joker-Sprecher Mark Hamill besucht DC Comics und trifft auf Joker-Zeichner Jim Lee. Ein Fest für Nerds. Nicht nur, dass Hamill dem Künstler bei der Arbeit zuschauen darf, er bekommt auch Einblicke in die Archive von DC, wo nichts als Schätze der Comic-Geschichte gebunkert werden – von Detective Comics #27 bis zum alternativen Ende von Death in the Family. Beim Anblick dieser Bilder geht Fans das Herz auf. Ganz nebenbei hören wir, was für ein genialer Sprecher der Mann ist, dessen Karriere als Luke Skywalker begann.

DC Comics

Joker-Zeichnung von Jim Lee für Mark Hamill

Was Sie schon immer über Batman wissen wollten, aber nie zu fragen wagten

Hier kommt ein Video, an dem sich zeigt, wer ein Hardcore-Batman-Fan ist: 20 Fakten über den Dunklen Ritter, die nur die Wenigsten, die absoluten Comic-Nerds kennen. Es sind lauter Fun Facts, das unnützeste Wissen, aber eines, das doch ein paar Überraschungen bietet. Wer weiß schon, dass auf dem Polizeidach immer ein Zivilist das Batsignal anwerfen muss? Oder dass der Batarang nicht von Bruce Wayne erfunden wurde? Ja, wer hätte das gedacht? Und nur wen’s interessiert, ist ein wohl ein wahrer Fan.

Das erste Bündnis zwischen Joker und Pinguin habe ich bereits vorgestellt, aber ich habe selbst nicht gewusst, dass es das erste Bündnis zweier Batman-Schurken gewesen ist. Auch das notgedrungene Team-Up zwischen Batman und Joe Chill wurde hier bereits besprochen. Und dann gibt es noch die harten Fakten, die echt kein Mensch braucht: Das Jahr auf dem Riesenpenny in der Bathöhle ist 1947; die Zeit, zu der Bruce Waynes Eltern starben ist 10:47 Uhr (was zugleich der Zugangscode zur Bathöhle ist). Batman beherrscht 127 Kampfkünste und schenkt Gordon jedes Weihnachten eine Dose Pfeifentabak. Oder besser gesagt: schenkte. Denn ob der gesundheitsbewusste Batman einen seiner besten Freunde weiterhin mit Gift beliefert, darf bezweifelt werden. (Da fällt mir ein: Gordon mit Lungenkrebs – das wäre doch mal eine dramatische Geschichte …)

Justice League Action: Drei neue Videos

Am 27. November startet die neue Zeichentrickserie Justice League Action auf Cartoon Network. Die ersten Trailer zeigten bereits, dass es sich um eine sehr kindgerechte Serie handeln wird. Die drei neuen Clips bestätigen den Eindruck. Batman und Joker werden erneut von Kevin Conroy und Mark Hamill gesprochen, den Veteranen von Batman: The Animated Series.

Vorfreude aufs Klötzchenspiel mit Batman

Noch vor Wonder Woman und Justice League kommt ein nächstes Jahr neuer Batman-Film in die Kinos: The Lego Batman Movie! Der mittlerweile vierte Trailer zeigt, dass der Computer-Animationsfilm das Potenzial hat, der beste Batman-Film seit langem zu werden, auf jeden Fall die beste Batman-Komödie seit Adam Wests Auftritt in den 60ern. Unter anderem bekommen wir endlich den Joker zu sehen und erfahren, dass Batman sich am liebsten mit Superman kloppt – obwohl der bekanntlich kein Schurke ist.

In der deutschen Filmfassung wird Batman die Synchronstimme von Christian Bale haben (siehe Video unten). Geplanter Kinostart ist der 9. Februar 2017.

Wonder Woman: Der zweite Trailer

Mehr Amazonen, mehr Erster Weltkrieg: der zweite Wonder Woman-Trailer verspricht einen Film, der hoffentlich wahr wird.

Zur Erinnerung: hier ist der erste Trailer.

Prassen mit Blüten

DC Comics

DC Comics

Titel: The Joker’s Millions

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Dick Sprang

Erschienen: 1952 (Detective Comics #180), Paperback 2014 (The Joker: A Celebration of 75 Years)


„Ah, how the mighty have fallen!“ (Joker)

Auf einen Schlag wird der Joker reich – und das ganz legal. Bei der Testamentseröffnung des Gangsters Barlowe bekommt der Joker dessen Vermögen vererbt. Der Clown ist überrascht, weil Barlowe ihn einst gehasst hat. Aber die Freude über den unverhofften Reichtum überwiegt die Skepsis, also prasst der Joker drauflos. Seine größte Freude dabei: er muss nicht mehr rauben, um an Geld zu kommen.

Wer die letzte Episode unserer Joker-Reihe gelesen hat, wird sich wundern: In den 40ern hatte der Joker bereits einen riesigen Geldspeicher, gefüllt mit Geld und Juwelen, und er raubte nur zum Spaß. Hier fängt er offenbar wieder von vorn an, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Der Joker ist also wieder sorglos. Aber zu früh gefreut: bald erkennt er, dass das meiste Geld und die meisten Juwelen gefälscht sind – Barlowe hat ihn reingelegt! Als dann auch noch das Finanzamt vorbeikommt und die Erbschaftssteuer kassieren will (zwei Mio), steckt der Clown Prince of Crime in einer Zwickmühle: Auch wenn er Batman nicht fürchtet, mit dem Finanzamt legt man sich besser nicht an. Aber den Irrtum zugeben will er auch nicht, da er sich nicht zum Gespött der Unterwelt machen will. Also begeht der Joker Verbrechen, allerdings möglichst unauffällige, die sich nicht mit ihm in Verbindung bringen lassen. Das nützt nix, denn wie der Zufall es will, erkennt Batman doch immer wieder die Handschrift des Jokers.

Der Joker leidet: einerseits kann er bei seinen Aktionen nicht den Künstler spielen, andererseits ist er dazu genötigt, auch wenn Batman die Masche durchschaut. Das Katz- und Maus-Spiel gipfelt im Zoo: der Joker sperrt Batman in einem Fledermauskäfig ein – zusammen mit Affen, die wie der Joker geschminkt sind. Aber Batman bleibt auch hier Herr der Lage.

Joker’s Millions wurde 1998 verfilmt. In der dritten Staffel der Animated Series (The New Batman Adventures, Episode 7) ist der Plot im Wesentlichen gleich, allerdings wird Joker unterstützt von Harley Quinn und dem Pinguin, während Batman mit Batgirl (statt Robin) zusammenarbeitet.

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Batman: Höhepunkte einer Karriere

Hier kommt was für Batman-Einsteiger: Drei Videos, in denen DC Batman-Comics vorstellt. Zwei listen die besten Momente der Batman-Geschichte auf. Die meisten habe ich schon besprochen: Year One/The Dark Knight Returns, The Killing Joke, Arkham Asylum, Venom, The Joker: Devil’s Advocate, No Man’s Land, Hush, The Court of Owls, Bloom.

Das dritte Video behauptet, Comics vorzustellen, die man nicht gelesen habe. Tatsächlich listet es einige der bekanntesten auf: The Laughing Fish, The Black Mirror, Trinity, The Cult, Gotham By Gaslight, Ego, Son of the Demon und Noel.

Alles muss man selber machen

Eingeschlafen vor Langeweile. (Warner Bros.)

Batman und Robin: Eingeschlafen vor Langeweile. (Warner Bros.)

Titel: Batman – Return of the Caped Crusaders

Drehbuch: Michael Jelenic, James Tucker

Erschienen: 2016 (Direct-to-Video)


„It is imperative we follow the rules.“ (Batman)

Adam West lebt. Noch. Mit 88 ist er zwar zu alt, um wieder ins Batman-Kostüm zu steigen, aber dafür gibt es jetzt einen Zeichentrickfilm mit ihm, da reicht seine Stimme. Allerdings ist sie schon sehr brüchig; man hört, dass Batman nicht mehr der Jüngste ist. Und das ist nicht das einzige Problem mit Batman – Return of the Caped Crusaders.

Warum gibt es diesen Film, der auf der Fernsehserie aus den 60ern basiert? Ganz unvermittelt kommt er nicht. DC hat bereits im Jahr 2013 eine Comicserie mit dem Titel Batman ’66 gestartet, die es mittlerweile auf 30 Ausgaben sowie drei Mini-Serien gebracht hat. Der Film ist die animierte Variante davon. Und auf den ersten Blick scheint alles da zu sein: der knallbunte Look, die absurden Situationen, die flachen Kalauer („There’s a bat moon on the rise“), die bemühten Alliterationen („the plan of planetary proliferation was prevented“). Was fehlt, ist aber der trashige Charme, der die Serie und den Film der 60er ausgemacht hat. Es macht einen großen Unterschied, ob man die Schauspieler in billigen Kostümen und Kulissen in einer Parodie herumhampeln sieht, oder nur gezeichnete Versionen davon. Der Animationsfilm wirkt zu sauber, zu glatt, zu steril – und vor allem ist er steif und fade. Der Animation fehlt die Seele. Das Gefühl hatte man schon bei The Killing Joke.

Warner Bros.

Warner Bros.

So schaut man gelangweilt diesem albernen Nostalgie-Trip eine Weile zu und fragt sich warum, wenn man all das schon gesehen hat. Okay, Adam West war bis dato noch nie im Weltall gewesen. Die Sache mit der Batrakete ist neu – und dann auch noch eine Raumstation, die aussieht wie der Kreml, ganz nett. Und ich gebe zu, dass mir auch die Szene gefallen hat, als die beiden schwerelos an der Wand der Raumstation entlanglaufen – und es ohne Seil so viel leichter geht und Batman wieder moralisiert „there are consequences doing things the easy way“. Ein kleines Schmunzeln.

Dann nimmt die Handlung sogar eine interessante Wendung: Batman wird (dank eines Wundermittels von Catwoman) langsam böse. Er benutzt einen gezackten Schlagring, er sagt so einen Killer-Satz wie „this is an operation table and I am the surgeon“ (ein Zitat aus The Dark Knight Returns) und wenn Gordon mit ihm spricht, verschwindet er plötzlich im Nichts, was in der heilen Welt der 60er noch gar nicht typisch für den sonst höflichen Batman ist. Der Caped Crusader wird zum Dark Knight – ja mehr noch, er übernimmt die Stadt. Dank eines Reproduktionsstrahls vermehrt er sich selbst, ersetzt die Polizei, die Justiz und den Bürgermeister, sogar andere Jobs. Batman weiß: Wenn du willst, dass es richtig läuft, muss man es selbst machen. Und der moderne Batman macht am liebsten alles selbst.

Dieses Spiel mit Anachronismen, die die Autoren in den Film reinbringen, macht ihn dann doch guckbar. Es bleibt ein kindischer Film und kein besonders sehenswerter, aber wer ein Fan der Vorlage ist, könnte auch hier seinen Spaß haben. Dann lohnt sich sogar der Abspann, denn da sieht man Batman eine ausführliche Version des Batusi tanzen.

P.S.: Für 2017 ist bereits eine Fortsetzung angekündigt, mit William Shatner als Two-Face. Das Besondere daran: Two-Face kam nie in der Serie vor.