Animation

SubZero und Batman Ninja auf Blu-ray

Der Animationsfilm Batman & Mr Freeze: SubZero (dt. Eiszeit) wird laut Warner Bros. am 27. März 2018 in den USA auf Blu-ray erscheinen. Der 1998 erschienene Film ist der zweite, der sich an Batman: The Animated Series anschließt. Der erste, Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom, 1993), ist im im vergangenen Jahr auf Blu-ray herausgekommen. Eine deutsche Veröffentlichtung beider Filme ist noch nicht angekündigt. Der dritte Film, Mystery of the Batwoman (dt. Rätsel um Batwoman), ist bereits seit Jahren auf Blu-ray verfügbar – allerdings nicht in einer deutschen Fassung.

Der 67-minütige SubZero wird als Bonus unter anderem auch die vier Mr. Freeze-Folgen aus der Serie bzw. aus dem Animated Universe enthalten: „Heart of Ice“, „Deep Freeze“, „Cold Comfort“, „Meltdown“ (Batman Beyond). Damit werden mehr als 80 Minuten geboten, die zusammen mit dem Film eine mehr als zweistündige Saga bilden. Allerdings sollen sie nur in „Standard-Auflösung“ scheinen, heißt es in der Produktbeschreibung. Das ist insofern bedauerlich, als dass in diesem Jahr, so jedenfalls die Ankündigung, die Animated Series ebenfalls auf Blu-ray erscheinen soll.

Außerdem gibt es einen Starttermin für den ersten DC-Anime: Batman Ninja soll am 8. Mai 2018 in die Läden kommen. Auch dieser Film wurde noch nicht für Deutschland angekündigt.

Justiz mit dem Holzhammer

Richter mit Hammer

Titel: Judgment Day (dt. Der Richter)

Drehbuch: Rich Fogel, Alan Burnett

Erschienen: 1999 (The New Batman Adventures S01E24)


„Ich bin das Gesetz.“ (Der Richter)

Die letzte Folge von Batman: The Animated Series (bzw. The New Batman Adventures, wie die dritte Staffel heißt) führt einen neuen Gegner ein: den Richter. Ein gesichtsloser Unbekannter mit weißer Perücke und schwarzer Robe, der andere Schurken zur Rechenschaft zieht. Der Pinguin bekommt das Schwert zu spüren, Killer Croc den Hammer, Two-Face wird zum Erstickungstod verurteilt. Zwei Mal kann Batman das Schlimmste verhindern.

Richter mit Schwert

Der Richter hat Batmans Talent, aus dem Nichts aufzutauchen (auch auf einem fahrenden Auto) und eben dorthin wieder zu verschwinden (auch von einem Brückenpfeiler aus), er bekommt das Wohlwollen eines Staatsanwalts, der die lasche Gesetzgebung kritisiert, aber konsequent ist der Vigilant nicht. Denn keiner der Verurteilten wird hingerichtet. Auch wenn Batman nicht eingreift: Der Pinguin landet nur im Krankenhaus, ähnlich glimpflich kommt der Riddler davon. Na gut, wir haben es immer noch mit einer Kinderserie zu tun. Und auch im Comic dürfen die Erzschurken nicht draufgehen – man braucht sie noch.

Die Auflösung liegt nahe, ist aber gelungen, denn hier wird ein tragischer Charakter konsequent weiterentwickelt. Da macht es auch nichts aus, dass das Richter-Konzept stark an das Phantom aus dem ersten BTAS-Film, Mask of the Phantasm, erinnert.

Two-Face in Arkham

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Two-Face unterm Messer

Harvey Dent soll operiert werden

Titel: Second Chance (dt. Sein schlimmster Feind)

Story/Drehbuch: Paul Dini, Michael Reeves/Gerry Conway

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series, S02E15)


Two-Face ist auf dem Weg der Besserung. Harvey Dent hat seine böse Seite im Griff, jetzt soll er auch eine plastische Chirurgie bekommen. Bruce Wayne zahlt. Doch kaum liegt Harvey unterm Messer, kommen Typen mit Maschinengewehren in den OP und entführen ihn. Batman und Robin verfolgen die Entführer und finden zwei Spuren: Die eine führt zu Rupert Thorne, die andere zum Pinguin. Aber wer ist der Auftraggeber?

Two-Face mit Münze

Die deprimierende Antwort: Harvey Dents schlimmster Feind. Batman zieht allein los, um ihn zu fassen, Robin soll zuhause bleiben, denn es wird persönlich. Batman gerät in Gefangenschaft, Two-Face wirft eine Münze, die auf der Kante stehen bleibt. Immer wieder. Ein alter Trick, den wir schon aus den Comics kennen: Batman hat die Münze ausgetauscht.

Münze auf der Kante

Am Ende kommt es zu einer dramatischen Entscheidung: Two-Face hängt am Abgrund, Batman hält ihn an einer Hand fest, in der anderen hält Two-Face seine falsche Münze fest. Doch Überleben heißt nur Rückkehr nach Arkham. Armer Harvey. Manche wollen einfach nicht gesund werden.

Second Chance ist eine gelungene und tragische Fortsetzung des Zweiteilers Two-Face. Zusammen bilden sie eine Art Trilogie, die man auch als einen Film schauen kann. Die Episode zeigt drastisch die Hoffnungslosigkeit dieser gescheiterten Existenz.

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Batman auf der Anklagebank

Joker als Richter

Titel: Trial (dt. Der Prozess)

Drehbuch/Story: Paul Dini, Bruce Timm

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series S02E03)


„Ich persönlich war ja mehr für einen Schuss zwischen die Augen, verlor aber beim Münzenwerfen.“ (Two-Face)

Die neue Bezirksstaatsanwältin, Janet Van Dorn, ist kein großer Fan von Batman. Sie will ihn aufhalten. Doch bevor es dazu kommen kann, wird sie von den Schurken nach Arkham entführt. Dort haben die Irren die Anstalt übernommen und halten einen Schauprozess über Batman ab. Joker als Richter, Two-Face als Staatsanwalt, die restliche Rogues Gallery als Geschworene. Van Dorn soll ihn verteidigen. Sie spielt mit – auch wenn das Spiel keinen Sinn ergibt, weil die Verrückten ohnehin tun, was sie wollen.

Verteidigung und Geschworene

Die Anklage: Batman hat Joker und Co. zu dem gemacht, was sie sind. Van Dorn kann das zwar widerlegen, die Geschworenen sprechen Batman frei – und trotzdem wird er verurteilt. Bevor er hingerichtet wird, soll er demaskiert werden, aber da erweist sich die Verteidigerin als Retterin in der Not.

Demaskierung vor der Hinrichtung

Die Episode hat einige witzige Situationen und starke Momente. Aber die größte Stärke dieser Folge besteht nicht nur im Spaßfaktor völligen Irrsinns und in dem All-Star-Ensemble der Schurken, sondern auch, dass die Figuren sehr kritisch hinterfragt werden – genauso wie Batman selbst. Dass am Ende nicht nur Van Dorn, sondern auch Batman für eine Stadt ohne Batman kämpfen wollen, ist ein perfekter Abschluss: Batman ist die Verneinung seiner selbst. Er ist da, um sich überflüssig zu machen.

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Mord ohne Stil

Batman mit Haken

Titel: Gotham by Gaslight

Drehbuch: Jim Krieg

Erschienen: 2018 (Direct-to-Video)


„Make something else. Something better.“ (Batman)

Der Comic Gotham by Gaslight ist ein Klassiker. Nicht nur, weil Batman gegen Jack the Ripper kämpfte, nicht nur, weil es die erste Elseworlds-Story war (wenn auch noch nicht unter diesem Label), sie war auch stilistisch einzigartig, dank Mike Mignolas noiresken, sperrigen Zeichnungen. 30 Jahre später ist ein Film daraus geworden und – na ja … ein Klassiker wird der definitiv nicht.

Die Produzenten geben sich Mühe, der Vorlage gerecht zu werden, auch wenn sich die Story nur grob daran orientiert: Jack the Ripper tötet Frauen in Gotham, Batman jagt ihn, wird selbst verdächtigt, schließlich wird Bruce Wayne verhaftet.

Wie schon beim Film The Killing Joke wird die Vorlage um einige Figuren und Plot-Elemente erweitert, was hier aber besser gelingt. In Gotham findet eine Weltausstellung statt, das ist aus der Fortsetzung Master of the Future entlehnt. Es gibt einen großen Showdown auf einem Riesenrad. Selina Kyle wird zu einer wichtigen Nebenfigur, die zwar mit Peitsche kämpft (Zirkusfrau), aber nie in ein Katzenkostüm schlüpft. Poison Ivy hat nur einen kurzen Auftritt – als erstes Mordopfer. Hugo Strange ist ein Verdächtiger, bis er von Arkham-Insassen zerrissen wird (so buchstäblich wie unnötig). Harvey Dent bleibt eingesichtig, auch wenn ihm eine Nähe zu Jekyll und Hyde nachgesagt wird, schließlich wendet er sich gegen seinen einstigen Freund.

Die Auflösung überrascht und funktioniert sogar ganz gut, auch wenn sie keinen so starken persönlichen Bezug zu Bruce Waynes Biografie mehr hat wie in der Vorlage. Der Mörder offenbart sich als fanatischer Frauenhasser, der sogar seine eigene Frau auf seiner Seite hat. Das ist aber auch schon das im besten Sinne Gruseligste an dem Film.

Jack und Selina im Schlachthaus

Der Film ist ziemlich brutal geworden – so brutal so ein Mainstream-Animationsfilm in den USA eben werden kann. Es wird viel gemetzelt, es fließt reichlich Blut, es gibt etwas Erotik und das alles in einer schaurigen Kulisse. (Eine Schlachthaus-Szene erinnert an Guy Ritchies Film Sherlock Holmes.) Und trotzdem wirkt dieses Gotham des späten 19. Jahrhunderts zu sauber und steril. Ich werde einfach nicht warm mit dem glatten Animationsstil, der stilistisch kaum eigene Akzente setzt. Nur in den Kampfszenen kommt Tempo und Dynamik auf, aber das Ganze wirkt trotzdem zu routiniert.

 

Wer steckt hinter der Maske?

Batman sieht zwar aus wie im Comic (man sieht seine Augen), aber er wird nicht gerade elegant eingeführt. Als er zum ersten Mal aus Schatten und Nebel tritt, kämpft er gegen drei Jungs. Kinder. Zwar kommt danach ein großer Typ mit Schlagringen, aber ein Batman, der es zunächst mit Kindern aufnehmen muss, das wird der Figur einfach nicht gerecht. (Auch wenn sie für drei Robins stehen.)

Es gibt ein paar gute Einfälle in dieser Verfilmung, auch ein bisschen Humor, aber im Großen und Ganzen verpasst man nichts, wenn man es nicht sieht. Wieder hat DC eine Chance verschenkt, aus einem seiner Klassiker eine Adaption zu machen, die selbst Maßstäbe setzt. Das ist offenbar auch nicht gewollt. Man geht lieber keine Risiken ein – aber so entsteht keine Kunst, sondern nur Durchschnittsware am Fließband.

Warner Bros.

Auf der Blu-ray sind noch zwei ältere Cartoons zu finden: Die BTAS-Folge „Showdown“, die Jonah Hex im Wilden Westen zeigt, und die Batman: The Brave and the Bold-Episode „Trials of the Demon“, in der Batman zu Jason Blood/Etrigan in das victorianische England reist und das Kostüm aus Gotham by Gaslight anzieht.

Außerdem kann man sich einen ersten Eindruck vom nächsten Animationsfilm machen: Suicide Squad – Hell to Pay.

>> Liste der Batman-Filme

Batman-Killer wider Willen

Titel: The Man Who Killed Batman (dt. Der Mann, der Batman getötet hat)

Drehbuch: Paul Dini

Erschienen: 1993 (Batman: The Animated Series S01E51)


Der Kleinganove Sidney Debris will in Rupert Thornes Gang aufsteigen. Seine Mitstreiter halten nicht so viel von ihm, sie nehmen ihn bloß als Beute für Batman mit, damit sie ungestört ihr Ding drehen können. Doch als es zur Konfrontation mit dem Dunklen Ritter kommt, stürzt dieser durch Zufall vom Dach, ein Gastank explodiert – es sieht als, als wäre Batman tot. Daraufhin bekommt er unter dem Beinamen „The Squid“ den Ruf, der Mann zu sein, der die Fledermaus erledigt hat.

Jokers Sarg für Batman

Kurz darauf nimmt sich der Joker seiner an. Denn wenn Batman tot ist, dann ist nicht nur das Verbrechen keinen Spaß mehr, dann wurde er auch um das Vergnügen gebracht, seinen Erzfeind selbst zu erledigen. Bei einer Trauerfeier im ACE-Chemiewerk wird Sidney Debris im Säuretank versenkt …

Der Joker zeigt, wo es langgeht.

Wie immer bewahrheitet sich die alte Weisheit: Keine Leiche, keine Toten. Klar, Batman kann nicht sterben. Muss er auch nicht. Zwar fehlt er die meiste Zeit in dieser Folge, aber man vermisst ihn nicht. Seine Präsenz ist ständig spürbar, ob in der Betroffenheit der Polizei oder in dem Verhalten der Verbrecher. Allen voran der Joker, der ständig zwischen aufrichtiger Trauer um seinen Kontrahenten, Albernheit und Ärger changiert. Batman fehlt allen. Und ist dadurch ständig präsent.

Der eigentliche Held aber ist der kleine Sidney Debris, der tollpatschig von einer Klemme in die nächste gerät, nur weil er sich nach Anerkennung sehnt. Batman rettet ihn und macht ihn auf ungewöhnliche Weise glücklich. Eine rundum spaßige Folge.

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Verlangen nach Vergeltung

Robin und Zucco

Titel: Robin’s Reckoning: Part I-II (dt. Robins Rache)

Drehbuch: Randy Rogel

Erschienen: 1993 (Batman: The Animated Series S01E32-33)


„I’m sure revenge can be deliciously sweet.“ (Alfred)

Die Flying Graysons

Robin war ab der zweiten Folge (Christmas With the Joker) ein Teil von Batman The Animated Series. Der Unterschied zu den Comics: Er war kein Kind, sondern ein junger Erwachsener. Erst in Folge 32 bekam er eine Vorgeschichte, wo erklärt wurde, wie er als Kind zu Batman fand. Die Story ist bekannt: Dick Grayson war mit seinen Eltern Trapezkünstler im Zirkus, als ein Schutzgelderpresser namens Zucco ihren Auftritt sabotierte und die Eltern starben. Bruce Wayne sieht den Sturz, als er im Publikum sitzt. So ist es auch hier. Der Tod wird nur angedeutet: durch ein reißendes Seil und die Reaktion des Publikums.

Bruce sieht den Tod der Graysons.

Die Geschichte steigt hier aber ein, als Robin nach neun Jahren eine Spur zu Zucco hat und endlich den Mörder seiner Eltern finden will. Batman verheimlicht ihm das zunächst und hält ihn zurück. Robin ist das egal und er macht sich trotzdem auf, um Zucco zu schnappen. Batman hat zwar Erfolg als Detektiv und Einschüchterer, aber beim Einsatz bricht er sich das Bein und tut sich folglich schwer damit, seine Zielperson zu fassen. Da kommt Robin gerade recht. Aber als der Zucco hat, droht Robin selbst zum Mörder zu werden.

Begrüßung von einer Fledermaus: Dick erreicht Wayne Manor.

„Lass dich nicht von deinen Gefühlen überwältigen“, sagt Batman. Robin kontert: „Spar dir die guten Ratschläge, Batman. Du und dein kaltes Herz. Du weißt ja nicht, was ich empfinde. Wie könntest du auch?“ Aber dann erkennt er, was für einen Unsinn er redet und besinnt sich eines Besseren.

Großes Kinderzimmer mit Robin Hood-Fresko.

Die Doppelfolge gehört zum Stärksten, was die Serie zu bieten hat: Sie nimmt sich viel Zeit, Robins Motivation einzuführen, sie lässt Raum für die Gefühle des verlorenen Jungen, der seine Eltern verloren hat, und der bei Bruce Wayne ein neues Zuhause zu finden versucht. Bruce ist aber abends oft weg, weil er Zucco sucht, aber dadurch vernachlässigt er seine Beziehung zu Dick. Wir sehen Batman undercover und als finstere Nachtgestalt in früherer Form, mit schwarzer Fledermaus auf der Brust, ohne das gelbe Oval.

Am Ende gibt es noch eine überraschende Wendung: Batman wollte nicht, dass Robin nach Zucco sucht, weil er nicht den Gedanken hätte ertragen können, dass Zucco auch Dick tötet.

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Vom Donut-Dieb zum Wunderknaben

Tim Drakes erster Auftritt als Robin

Titel: Sins of the Father/Old Wounds (dt. Tim/Alte Wunden)

Drehbuch: Rich Fogel

Erschienen: 1997/1998 (The New Batman Adventures S01E02/017)


„Die Dinge ändern sich.“ (Batman/Nightwing)

In der dritten Staffel von Batman TAS gibt es zunächst keinen Robin mehr. Warum, erfährt man später. Doch in der zweiten Folge tritt bereits ein Nachfolger an: Tim Drake. Seine Geschichte orientiert sich jedoch nicht an A Lonely Place of Dying, sondern erinnert an dem Werdegang von Jason Todd, dem zweiten Robin aus den Comics. Tims Vater ist ein Gauner, der für Two-Face gearbeitet hat (wie Jasons Vater), Tim ist ein verwahrlostes Kind, das Polizisten die Donuts klaut (interessante Analogie: im Comic stahl Jason Batman die Reifen) und sich dabei mit einem Batarang behilft. Als Two-Face den Jungen umlegen will, rettet ihm Batman das Leben, daraufhin erwidert Tim den Gefallen, indem er den (nach einem Scharmützel mit Two-Face) verletzten Helden in Sicherheit bringt.

Tim findet Robins Kostüm in der Bathöhle.

Kaum in der Bathöhle, kommt Tim hinter Batmans Geheimnis. Two-Face erpresst Gotham: 22 Millionen Dollar oder er setzt ein tödliches Gas frei. Als Batman und Batgirl zu Two-Face Geheimversteck eilen (Janus-Kino), steigt Tim ins Robin-Kostüm und fährt hinterher …

Two-Face und Robin

Nach bestandener Feuerprobe beginnt seine Ausbildung zum neuen Robin, da taucht Dick Grayson auf.

„Warum fallen wir?“ Bruce trainiert Tim.

Dick ist mittlerweile als Nightwing unterwegs. Wie es dazu kam, erzählt er Tim in der Folge „Old Wounds“. Es geschah nach dem College-Abschluss, dass Dick Batmans Methoden anzweifelte. Deutlich wird das in einer Szene, in der Batman einen Mann ausquetscht, dessen Familie dabei zusehen muss. Robin geht aus Protest. Später – nach einem gemeinsamen Kampf mit Batgirl gegen den Joker – wird das Vertrauen zwischen dem Duo zerbrochen, als er erfährt, dass Batman die ganze Zeit über gewusst hat, dass Barbara Gordon (Dicks Freundin) Batgirl ist. Dick wirft Batman vor, seine Nächsten zu manipulieren und auszutricksen, um zu bekommen, was er will. Zum Schluss verpasst er ihm sogar einen Haken, bevor er Maske und Cape abwirft und sich verdrückt.

Robin schlägt Batman.

Zwei Dinge bleiben unklar: Warum Dick und Barbara sich nicht von ihren Geheimidentitäten erzählt haben, obwohl sie ein Paar waren, und wie Robins Kostüm seine grüne Farbe verlor.

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Sicherheit über alles

Lock-up in Batman TAS.

Titel: Lock-Up (dt. Hinter Schloss und Riegel)

Story/Drehbuch: Paul Dini/Marty Isenberg, Robert N. Skir

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series S02E17)


Lyle Bolton ist ein berüchtigter Sicherheitsbeamter im Arkham Asylum: Die Insassen haben Angst vor ihm. Selbst als sie aussagen sollen, traut sich zunächst niemand, etwas gegen ihn hervorzubringen. Schließlich ringen sie sich doch durch – Bolton rastet aus und wird gefeuert. Sechs Monate später ist er als Vigilant Lock-Up (dt. der Schließer) unterwegs, um eine neue Gesellschaftsordnung aufzustellen. Dazu entführt er den Bürgermeister, den Arkham-Chef, Commissioner Gordon und die Reporterin Summer Gleeson.

Lock-Up ist die Verkörperung des reaktionären Amerika, wie man es an der heutigen Regierung sehen kann. Seine Hardliner-Rhetorik geht über Law-and-Order hinaus, sie zeugt von einem faschistischen Weltbild, das kein Mitleid, keine Nachsicht und auch keinen Widerspruch duldet. „Wenn Sie nicht Teil der Lösung sind, dann sind Sie ein Teil des Problems“, sagt er zu Batman, der sich ihm nicht anschließen will. Wenn er über die Arkham-Insassen spricht, wird seine Menschenverachtung deutlich: „Ihr seid der letzte Dreck! Man sollte euch totschlagen, ihr nichtswürdigen Kreaturen!“

Vor diesem Schließer haben alle Angst.

Die Insassen seien aber nur die Symptome für die Stadt, die wie eine offene Wunde sei, die unbedingt genäht werden müsse. Bolton schimpft über Bürokraten, die lasche Polizei, verhätschelnde Ärzte, liberale Medien. Sie alle sollten in einen Käfig ohne Schlüssel gesperrt werden. Und Bolton lässt auf Worte sogleich Taten folgen – er nimmt das Gesetz in die eigene Hand, um die Welt nach seiner Vorstellung zu gestalten. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Damit ist Lock-up eine extreme Karikatur von Batman: Auch dieser setzt sich über Grenzen hinweg – allerdings um das System zu stützen. Und damit macht sich Batman auch mitverantwortlich, dass Arkham nur eine Drehtür für gefährliche Kriminelle ist. In diesem Punkt hat Bolton recht. Aber auch nur in diesem.

Lock-up ist ein so interessanter Schurke, dass er es später auch in die Comics geschafft hat (Detective Comics #697-699, 1996).

Bolton hält nichts von den liberalen Medien.

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Jahresrückblick 2017 & Jahresvorschau 2018

Dark Nights: Metal (DC Comics)

Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen von Rebirth, dem Neustart der DC-Heftreihen. Aber nach einem interessanten Auftakt ließen die Serien Batman und Detective Comics nach: Tom King wurde banal, James Tynion IV hat mich mit seiner Batman-Familien-Seifenoper verloren. Auch All-Star Batman war leider keine Offenbarung und blieb hinter den bisherigen Batman-Comics von Scott Snyder zurück. Einzig das Batman/Flash-Crossover The Button war ein ganz ungetrübtes Vergnügen, eine tolle Fortsetzung von Flashpoint.

Außerhalb der Continuity war ich froh, endlich Dark Knight III beenden zu können, eine weitere enttäuschende wie überflüssige Miniserie von Frank Miller. Spaß gemacht hat dafür Dark Prince Charming mit seiner ganz einzigartigen Atmosphäre – ich bin gespannt auf Teil 2.

Am meisten beeindruckt haben mich in diesem Jahr zwei Neuauflagen älterer Batman-Storys: Death and the Maidens und Face the Face. Besonders letztere kam zum 75-jährigen Jubiläum von Two-Face genau richtig; ich habe dem Schurken eine Reihe gewidmet, in der ich einige seiner Auftritte näher beleuchtet habe. Im Sommer habe ich auch Mister Freeze besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Im nächsten Jahr freue ich mich auf die Collected Editions des Events Dark Nights: Metal sowie auf die Mini-Serien Creature of the Night und White Knight, die beide schon mit Lob überschüttet wurden. Zunächst aber widme ich mich dem ebenfalls gerühmten The War of Jokes and Riddles, einer Story über Batmans Frühzeit. In einer großen Retrospektive werde ich mich endlich an das Knightfall-Epos heranwagen. Im Februar geht es los. Dann werde ich mich durch die drei dicken Bände lesen und in kleineren Etappen meine Eindrücke dazu schildern.

Was Filme angeht: Mit Justice League hat DC zwar einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht, aber an Wonder Woman, den besten DC-Film seit The Dark Knight, kommt er bei weitem nicht heran. Bei DC-Filmen ist derzeit so viel im Unklaren, dass ich mich lieber mit Aussagen über einen möglichen Batman-Solo-Film zurückhalte – aber ich hoffe natürlich, dass wir bald wieder einen guten bekommen. Nächstes Jahr steht allerdings nur Aquaman an.

Der beste Batman-Animationsfilm 2017 war The Lego Batman Movie, eine sehr pfiffige Dekonstruktion, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen funktioniert. Dagegen wirkte Batman and Harley Quinn nur fade – eine große Enttäuschung, wenn man bedenkt, dass damit nach langer Zeit wieder ein Film im geliebten Animated-Series-Stil entstanden ist.

Auf zwei Zeichentrickfilme freue ich mich: Am 8. Februar 2018 erscheint die Adaption des Elseworlds-Klassikers Gotham by Gaslight und im weiteren Verlauf des Jahres auch Batman Ninja, der erste lange Baman-Anime.

DC Comics

Zum Schluss will ich noch ein Höhepunkt des Jahres 2018 erwähnen: Wir feiern 80 Jahre Superman. Zu diesem Anlass bringt DC die 1000. Ausgabe von Action Comics heraus und im April bringt DC dazu noch eine Deluxe Edition. Ich werde im Laufe des Jahres einige weitere Superman-Storys besprechen.

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