One-shot

Batman mit Sozialkritik

DC Comics

Titel: Batman: The Hill

Autor/Zeichner: Christopher Priest/Shawn Martinbrough

Erschienen: 2000 (One-shot)


Bei einem Polizeieinsatz gegen Juwelendiebe hat ein weißer Polizist einen (bewaffneten) schwarzen Jungen erschossen, der das Auto der Diebe stehlen wollte. Der Junge hat zusammen mit seinem Bruder für den schwarzen Gangster Demitrius R. Korlee gearbeitet, der The Hill, einen Bezirk von Gotham beherrscht. Die Mutter des Toten wirft Commissioner Gordon vor, sich nicht genug um diesen Bezirk zu scheren.

Batman wurde bei dem Einsatz selbst fast erschossen, von einem Jungen namens Trevor alias Hollywood, dem Bruder des Toten. Nun will er Korlee fassen, denn auch er hat den Hill bisher vernachlässigt.

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Batman gegen Landminen

DC Comics

Titel: Death of Innocents – The Horror of Landmines

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Joe Staton

Erschienen: 1996 (One-Shot)


Ein Mitarbeiter von Waynecorp fährt mit seiner kleinen Tochter und ihrer Freundin durch das fiktive Land Kravia, das Auto wird von einer Landmine zerstört, der Vater stirbt, die Mädchen werden vermisst. Die Mutter macht Bruce Wayne Vorwürfe, für den Unfall mitverantwortlich zu sein. Batman fühlt sich verpflichtet, in das Land zu reisen und nach dem Mädchen zu suchen. Doch das ist schwierig, denn das Land ist von politischen Unruhen zerrüttet, Rebellen kämpfen gegen die Regierung, und überall liegen Minen, die ein Vorankommen selbst für Batman fast unmöglich machen. Wie gut, wenn man sich durch Bäume schwingen kann – doch das bedeutet keineswegs Sicherheit.

Death of Innocents ist schonungslos und rau inszeniert, bis in die letzte Konsequenz brutal. Selbst ein Superheld wie Batman stößt bei dieser Grausamkeit an seine Grenzen. Batman wird so wütend, dass er aus der Rolle fällt und das Magazin eines Maschinengewehrs leerschießt. Die Ohnmacht gegenüber der Grausamkeit wird spürbar.

Landminen: Geächtet und massenweise im Einsatz

Mit dieser Story legte DC Mitte der 90er einen engagierten Kampagnencomic vor, um die Plage von Landminen anzuprangern, begleitet von einem ausführlichen Vor- und Nachwort von Experten. Damals begann eine Kampagne zur allgemeinen Ächtung und Verbot dieser Waffen, denn sie richteten sich vor allem gegen die Zivilbevölkerung und meist waren es Kinder, die ihnen zum Opfer fielen. Ein Jahr später, 1997, wurde die Ottawa-Konvention über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und über deren Vernichtung unterzeichnet, 1999 trat sie in Kraft – allerdings nicht in Ländern wie China, Indien, USA und Russland.

Heute gibt es Schätzungen zufolge weltweit zwischen 80 und 100 Millionen nicht geräumte Landminen. Laut Bundesregierung werden jeden Monat etwa 2000 Menschen durch Minen verletzt oder getötet. Allein in Syrien sollen 300.000 Minen und Blindgänger verstreut sein. Auch im Krieg gegen die Ukraine werden Landminen eingesetzt. Laut UN wurden seit der russischen Invasion mehr als 740 Zivilisten von Minen verletzt oder getötet. Die Tagesschau berichtet:

„Bereits vor dem russischen Angriffskrieg war die Ukraine eines der am stärksten mit Minen belasteten Länder der Welt. Seit dem Krieg hat sich die Zahl der verminten Flächen demnach verzehnfacht und nimmt nun 30 Prozent oder rund 180.000 Quadratkilometer der Landesfläche ein – ein Gebiet von der Größe des US-Bundesstaates Florida.“

Die Räumung dürfte Jahrzehnte dauern. Bis dahin werden Landminen wohl noch viel Leid und Tod anrichten.

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One Bad Day: Ra’s al Ghul rettet die Welt

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Ra’s al Ghul

Autor/Zeichner: Tom Taylor/Ivan Reis

Erschienen: 2023 (One-shot)


Ra’s al Ghul ist der Schurke der Stunde. Es gibt keinen von Batmans Gegnern, der die drängendsten Probleme dieser Welt so radikal angeht. Er ist daher auch kein richtiger Schurke, sondern eine Art Antiheld: Er tötet, aber für einen guten Zweck, das Überleben des Ökosystems Erde. Während sich in der Realität Leute über harmlose „Klimakleber“ aufregen, macht Ra’s Nägel mit Köpfen. Das ist kein Aktivismus mehr, das ist eine Rettungsmission. Was nicht heißt, dass seine Methoden gutzuheißen sind, aber es steckt eine Brisanz darin, der man sich nicht entziehen kann.

Ra’s al Ghul hat schon vor über 50 Jahren die Welt retten wollen. Damals wollte er noch die Menschheit dezimieren. Da das mehrmals nicht geklappt hat, hat er sich weiterentwickelt. Statt Völkermord ist es nur noch Serienmord: Er will die 27 größten Umweltsünder eliminieren, um sie durch Menschen zu ersetzen, die ihre Firmen umweltfreundlich führen. Alles ist perfekt geplant und wird auch elegant und fast spurlos durchgeführt, aber eben nur fast. Denn die ganzen Todesfälle von Firmenchefs und Milliardären fallen ziemlich auf, sodass Batman dem Einhalt zu gebieten versucht.

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One Bad Day: Clayface geht nach Hollywood

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Clayface

Autor/Zeichner: Collin Kelly, Jackson Lanzing/Xermanico

Erschienen: 2023 (One-Shot)


Clayface (Basil Karlo) ist mal wieder aus Arkham ausgebüchst und hat Gotham verlassen. Nach Westen, nach Los Angeles, Hollywood, um genau zu sein. Dort will er sein Glück erneut als Schauspieler versuchen. Er nimmt die Form eines jungen Mannes an, nennt sich Clay, schlägt sich als Kellner durch und geht zu Vorsprechen. Als er abgelehnt wird, aber sein Kollege (und Freund) die begehrte Rolle kriegt, bricht die alte Gewohnheit wieder durch: Clayface wird zum Mörder und spielt nun eine Doppelrolle.

In welchem Film eigentlich? Der nennt sich The Killing Joke und handelt von einem scheiternden Comedian … Doch Clay macht seine Sache nicht so wie derjenige, der eigentlich für die Rolle gecastet wurde. Als er nicht einsichtig ist, wird er gefeuert. Also geht das Morden so lange weiter, bis er auffliegt und wieder Besuch aus Gotham bekommt …

Kein Mitleid mit Basil Karlo

Die geradlinige Geschichte mit absehbarem Verlauf und Ende wird aufgelockert mit einigen Regieanweisungen aus einem Drehbuch. Damit lassen sich schon mal ganze Panels oder Seiten füllen. Gerade zum Schluss wird die Seitenschinderei offensichtlich, wenn sich die Splash Pages häufen. Da kann eine Ansicht von Arkham auch schon mal eine Doppelseite einnehmen, ohne dass etwas zur Story beigetragen wäre. Immerhin hübsch anzusehen. Der Endkampf mit Batman verläuft spannungsarm und ideenlos. Batman ist Herr der Lage und bestens vorbereitet, er fängt das Schlamm-Monster in einer Art Geisterfalle á la Ghostbusters ein.

Das wahre Problem an dieser Story ist, dass man nur schwer mit Basil Karlo mitfühlen kann. Er ist keine tragische Figur, sondern nichts als ein skrupelloser Massenmörder. Auch wenn er den Topos des kompromisslosen und missverstandenen Künstlers erfüllt, ist keine seiner Taten gerechtfertigt. Mit seinem Selbstmitleid steht er allein da.

Das Monster wird zum Sinnbild für Hollywood, das hier mal wieder dem Klischee des seelenlosen Geschäfts entspricht, in dem es nicht um Kunst, sondern um Profit geht und in dem Menschen verheizt werden. Am Ende ist Basil eine gespaltene Persönlichkeit, die sich ihr Publikum selbst erschafft und sich damit bloß um sich selbst dreht. Ein Seitenhieb auf die Franchise-Mühle zeugt auch von kritischer Selbstreflexion. „We’re doing this for the fans“, sagt der gierige Produzent mit einem zynischen Lächeln. Aber wer will ihn verurteilen, wenn man sich selbst erwischt fühlt, wie man seinen Beitrag zum Superhelden-Kommerz leistet?

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Planetary und eine Reihe von Batmen

DC Comics

Titel: Planetary/Batman: Night on Earth

Autor/Zeichner: Warren Ellis/John Cassaday

Erschienen: 2003 (One-shot)


Planetary ist ein Team aus drei Helden mit Superkräften: Jakita Wagner (superstark), Elijah Snow (superkalt) und The Drummer (super Radioempfänger), erstmals erschienen 1998 unter DCs Wildstorm-Label. Fünf Jahre später trafen sie auf Batman. Gemeinsam ermitteln die drei in einem alternativen Gotham, wo sie den Verantwortlichen einiger bizarrer Morde suchen: John Black.

Dieser junge Mann irrt durch die Stadt und lässt Welten des Multiversums miteinander verschmelzen, sodass auch mal drei Menschen aus Parallelwelten plötzlich zu einem werden. Als Batman auftaucht und Planetary in die Quere kommt, macht auch er einige Inkarnationen durch, die uns wohl bekannt sind: von Bob Kanes Ur-Version über Neal Adams bis zu Frank Miller und Alex Ross.

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Banes schönster und schlimmster Tag

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Bane

Autor/Zeichner: Joshua Williamson/Howard Porter

Erschienen: 2023 (One-shot)


Es ist schon seltsam, dass DC seinen Batman-Schurken eine Reihe von One-Shots widmet, aber dabei ein paar wichtige (oder oft vernachlässigte) auslässt wie Poison Ivy, Scarecrow, Killer Croc und Mad Hatter. Dafür bekam Catwoman einen, obwohl sie längst keine Schurkin mehr ist und eine eigene Serie hat, und überrascht war ich auch von Bane. Er war in den letzten Jahren sehr präsent, wenn nicht gar überstrapaziert (siehe City of Bane), und mit dem Mord an Alfred hat er sich nicht besonders beliebt gemacht, dann starb er beim Angriff auf Arkham, nun lebt er auf wundersame Weise wieder – wie das nun mal so läuft (siehe The Joker Vol. 3).

Aber seit Knightfall zieht Bane eben jedes Mal. Und man wird auch seines Markenzeichens nicht müde: Wenn Bane irgendwo auftaucht, muss er irgendwem das Kreuz brechen – denn das ist es halt, wofür er bekannt ist. Also bekommen wir auch in One Bad Day genau das serviert, was wir zum Erbrechen kennen und auch erwarten. Zu Beginn ist Bane ein gefeierter Wrestler und er bricht einem Gegner namens „The Bat“ das Rückgrat – aber nur scheinbar, denn Wrestling ist halt nur Show.

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One Bad Day: Catwoman rettet ihr Familienerbe

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Catwoman

Autorin/Zeichner: G. Willow Wilson/Jamie McKelvie

Erschienen: 2023 (One-shot)


Einst musste Selina Kyles Mutter ein wertvolles Familienerbstück für einen Spottpreis in einem Pfandhaus verkaufen, um die Miete zu bezahlen. Nach Jahren wird das Ding, eine Brosche mit Halbedelsteinen, für Tausende Dollar versteigert. Selina sieht sich um ihr Familienerbe betrogen und versucht, ein altes Unrecht wiedergutzumachen: Sie steigt ins Catwoman-Kostüm und klaut das Schmuckstück. Doch damit ist es nicht getan, denn es warten noch einige Überraschungen auf sie – eine davon ist natürlich Batman …

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Batman/Spawn: Duell Nummer drei

DC Comics

Titel: Batman/Spawn

Autor/Zeichner: Todd McFarlane/Greg Capullo

Erschienen: 2022 (One-shot)


Batman trifft Spawn – zum dritten Mal. Das erste Mal (1994) war legendär, das schrieb Frank Miller. Das zweite (ebenfalls 1994) weniger. Ein dritter Versuch (Inner Demons) wurde 2006 angekündigt: Spawn-Erfinder Todd McFarlane (der auch schon Batman gezeichnet hat) sollte die Story schreiben, Greg Capullo (der Spawn illustriert hatte) sollte zeichnen. Doch das Projekt kam nie zustande. Nun wird es nachgeholt. Capullo hat mittlerweile mit Scott Snyder einen vielgelobten Batman-Run hingelegt. Was kann da noch schief gehen? Einiges.

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One Bad Day: Zweite Chance für Mr. Freeze

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Mr. Freeze

Autor/Zeichner: Gerry Duggan/Matteo Scalera

Erschienen: 2022 (One-shot)


Kann ein Mensch sich ändern? Kann ein Krimineller sich bessern? Wenn man sich die Schurken ansieht, mit denen Batman immer wieder zu tun hat, kann die Antwort nur auf ein fatalistisches Nein hinauslaufen. Der Grund ist klar: Die Schurken müssen ja immer wiederkehren, damit es Geschichten mit ihnen gibt. Doch was ist, wenn man sie zur Abwechslung nicht nur wegsperren, sondern ihnen eine zweite Chance gäbe?

Batman und Robin versuchen das mit Mr. Freeze. Als sie ihn mal wieder auf frischer Tat bei einem Raub erwischen, fahren sie mit ihm nicht zur Polizei, sondern zu einem Labor und stellen es ihm für seine Forschung zu Verfügung. Hier kann er so lange herumexperimentieren, bis er ein Heilmittel für seine Frau Nora gefunden hat, die noch immer im Kälteschlaf ihrer tödlichen Krankheit entgeht.

Doch die Sache geht schief, Victor Fries scheitert und zerstört das Labor. Batman legt sich eine Hitzerüstung an und auf geht’s in den finalen Kampf: Feuer gegen Eis.

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Ein guter Tag für den Pinguin

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Penguin

Autor/Zeichner: John Ridley/Giuseppe Camuncoli

Erschienen: 2022 (One-shot)


Der Pinguin ist am Ende. Ein ehemaliger Handlanger, der ihm früher den Schirm gehalten hat und sich nun „Umbrella Man“ nennt, hat ihm sein Imperium abgeluchst. Oswald Cobblepot sitzt nun mittellos auf einer Parkbank und kauft sich von seinen letzten zwanzig Dollar eine Pistole – ohne Kugeln. Eine kriegt er dann gratis als Almosen hingeworfen. Doch das reicht, es ist ein Anfang, um sich von ganz unten wieder nach oben zu arbeiten.

Der Pinguin sucht alte Weggefährten auf, um sie zur Zusammenarbeit zu überreden. Aus einer Kugel werden schnell drei, hinzu kommen zehn Dollar und so weiter …

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