Comic

Batman trifft die erste Green Lantern

Cover von Tim Sale (DC Comics)

Titel: Made of Wood

Autor/Zeichner: Ed Brubaker/Patrick Zircher

Erschienen: 2003 (Detective Comics #784-786), Paperback 2008 (The Man Who Laughs)


Eines schönen Morgens findet Ex-Commissioner James Gordon in Gotham die Leiche eines Mannes. Zunächst scheint es so, als hätten zwei Obdachlose ihn umgebracht, die ihn gerade ausrauben, doch er ist längst tot und hat den Schriftzug „Made of Wood“ in die Brust eingeritzt – offenbar eine Botschaft an den Mann, unter dessen Statue die Leiche liegt: Alan Scott, die erste Green Lantern, mit der Schwachstelle Holz. Batman findet heraus, dass es nicht die erste Leiche dieser Art ist. Bereits in den 40ern hat es eine Mordserie mit solchen Opfern gegeben, scheinbar zusammenhanglos. Green Lantern hat nie den Täter finden können. Da nun Gordon parallel dazu allein ermittelt, gerät er in Gefahr …

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Legends of the Dark Knight: Infected

DC Comics

Autor/Zeichner: Warren Ellis/McCrea

Erschienen: 1996 (Legends of the Dark Knight #83-84), Paperback 2009 (Batman: Monsters; enthält auch Werewolf und Clay)


In der Nähe von Gotham fliehen nachts zwei Männer vor zwei Hubschraubern, die sie verfolgen. Einer der Flüchtigen schießt etwas aus seinem Arm und sprengt einen Helikopter in die Luft. Als die beiden in die Stadt kommen, dreht der andere Heli ab. Bald darauf findet Batman fünf Leichen, Mitglieder eines Drogenrings, durchbohrt von Knochenprojektilen. Weitere Menschen sterben, werden abgeschlachtet. Batman folgt dem Polizeifunk, Branden und seine Leute haben die beiden Tatverdächtigen im Visier.

Als Batman ankommt, trifft er einen mutierten Ex-Soldaten, dessen Arme missgebildet sind und Knochen verschießen. Nach einem Kampf mit ihm findet Batman heraus, es handelt sich um eine Infektion mit einem künstlich geschaffenen Virus, das Menschen auch halluzinieren lässt und so zu Killermaschinen macht. Einer von den beiden Versuchskaninchen erschießt sich, der andere jedoch mutiert weiter und droht, die ganze Stadt mit dem Virus anzustecken.

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Arkham gegen Blackgate

Cover von Mike Mignola und Kyle Baker (DC Comics)

Titel: Madmen Across the Water

Autor/Zeichner: Alan Grant/Tim Sale

Erschienen: 1994 (Showcase 94 #3-4), Paperback 2007 (Tales of the Batman: Tim Sale)


Nach Banes Angriff auf Arkham Asylum wird die Anstalt saniert. In der Zwischenzeit kommen die Insassen im Gefängnis von Blackgate unter. Gouverneur Zehrhard (der Gefängnisleiter) ist nicht erfreut, er hält nicht viel von Spinnern. Und anscheinend auch nicht von Sicherheitsmaßnahmen, denn die gefährlichsten Psychos von Gotham dürfen sich auf dem Gelände frei bewegen – sogar der Massenmörder Zsasz, der in Arkham bisher nur in Zwangsjacke gehalten wurde.

Und so geht alles schief, was schief gehen kann. Die Freiheiten für Arkham-Insassen werden immer mehr eingeschränkt. Da kommt Jeremiah Arkham die Idee: Wie wäre es mit einem Wettbewerb zwischen den Verrückten und den „normalen“ Verbrechern – und zwar beim Softball? So können die Arkhamites nicht nur ihre Privilegien zurückgewinnen, sondern sich auch als Teamplayer beweisen. – Doch natürlich endet das Spiel im Chaos …

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Year One: Der Joker geht in die Lehre

Titel: The Joker Year One

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Giuseppe Camuncoli, Andrea Sorrentino

Erschienen: 2023-2024 (Batman #142-144), Hardcover 2024


In einer unbestimmten Zukunft hat der Joker (mal wieder) ein Virus losgelassen, das alle Menschen in grinsende Zombies verwandelt. Nur Batman ist dank Ohrstöpseln davongekommen, da das Virus über ein akustisches Signal aktiviert wird. Nun versucht er, seinen noch schrecklicheren Erzfeind aufzuhalten, muss dabei aber auch gegen seine eigene „Familie“ (Robins, Batgirls, Catwoman) kämpfen, aber nicht zu sehr. Und am Ende wirft ihm der Joker die Lösung einfach hin: Fledermäuse.

Zwischendurch bekommen wir in Rückblenden erzählt, wie alles begann: Die Geschichte spielt nach dem Zero Year. Der Anführer der Red Hood Gang hat sein unfreiwilliges Säurebad genommen und ist zum Joker geworden, einem mörderischen Psychopathen. Aber dann taucht ein Mann namens Daniel Captio auf. Dieser selbsternannte „schlaueste Mann der Welt“ hat einst Bruce Wayne mitausgebildet (wer sich nicht erinnert, lese nach in The Knight/Die Reise), nun will er den Joker aus einer Laune heraus zu seinem Gegenstück heranbilden. Der Clown hat anscheinend nichts Besseres zu tun und so lernt er, seinen Geist zu beherrschen und die Angst abzulegen, er entwickelt drei Persönlichkeiten (analog zu Batmans Zur-En-Arrh) und dankt es seinem Lehrer mit kaltblütigem Mord. Das hat der Schlaumeier dann leider nicht kommen sehen …

Parallel dazu muss sich Detective James Gordon weiterhin gegen seine korrupten Polizei-Kollegen behaupten, die der Red Hood Gang angehören. Darum geht es eigentlich hauptsächlich und das ist fast schon der interessanteste Teil, auch wenn hier nicht viel Neues bei rumkommt.

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Legends of the Dark Knight: Werewolf

DC Comics

Autor: James Robinson/John Watkiss

Erschienen: 1995 (Legends of the Dark Knight #71-73), Paperback 2009 (Batman: Monsters; enthält auch Infected und Clay)


Arbeiten für Bruce Wayne ist gefährlich. Zwei Männer, die für die Wayne Foundation gearbeitet haben, werden ermordet – der eine erschossen, der andere zerfleischt von einem Werwolf. Einer von den Toten war Hugh Downs, einer von Alfred Pennyworths wenigen Freunden. Der andere, Fitzroy, untersuchte die Londoner Wayne-Filiale wegen Verdacht auf Korruption und Geldwäsche. Zwei andere Werwolf-Morde wurden aus London berichtet – also reist Batman mit Alfred nach Großbritannien.

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Batman und der Bibliothekar des Grauens

Cover zu Detective Comics #643 von Denys Cowan

DC Comics

Titel: The Library of Souls

Autor/Zeichner: Peter Milligan/Jim Aparo

Erschienen: 1992 (Detective Comics #643), Paperback 2023 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 7)


Bei einer alten Frau taucht ein Skelett in einer Badewanne auf. 110 Jahre alt, exhumiert aus einem Grab. Es ist nicht das einzige: Überall in der Stadt werden alte Leichen an irgendwelche Orte verschleppt – und in Lederjacken gesteckt. Der Grund ist nicht ersichtlich und wird auch nicht viel klarer, als wir erfahren, wer dahintersteckt: Stanislaus Johns, ein ehemaliger Bibliothekar.

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Diktatur der Kryptonier

Cover von Mike Mignola (DC Comics)

Titel: Unforgiven

Autor/Zeichner: Christopher Priest/MD Bright

Erschienen: 1994 (Superman: The Man of Steel Annual #3)


Seit 23 Jahren wird die Erde von Kryptoniern beherrscht. Sie haben die Menschheit von ihren Übeln wie Krieg, Armut, Hunger und Umweltverschmutzung befreit, dafür aber auch von ihrer Freiheit. Eine Gruppe von Menschen leistet Widerstand, darunter auch Batman, der immer wieder aus dem Knast ausbricht und von Lex Luthor und seinen Truppen eingefangen wird. Die haben hoch entwickelte Rüstungen und Waffen – fragt sich nur, warum die Kryptonier mit ihren Superkräften nicht selbst Polizei spielen, was viel einfacher wäre – doch anscheinend brauchen die Menschen auch was zu tun.

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The Killing Joke als Gallery Edition

Graphitti Designs/IDW

2024 ist ein teures Jahr. Nicht nur wegen der Wirtschaftslage, sondern auch weil Batman-Fans viel abverlangt wird. Es ist ein Jahr, in dem man schon früh weiß, was auf dem Weihnachtswunschzettel stehen wird.

Nachdem im Sommer Batman: Year One eine Artist’s Edition bekommt, soll im September auch ein weiterer Klassiker in dem Format folgen: Brian Bolland Batman The Killing Joke And Other Stories & Art Gallery Edition. Neben der kompletten Titelstory und der Kurzgeschichte „An Innocent Guy“ aus Batman: Black and White #4, werden auch über 100 Cover (in Schwarzweiß und Farbe) sowie weitere Bolland-Werke enthalten sein:

  • Neun Seiten aus Batman #400 (1986)
  • Certified Safe ais MYSTERY IN SPACE #115 (7 Seiten)
  • Freeway of Fun Fear! aus THE OUTSIDERS #18 (8 Seiten)
  • The Princess & the Frog aus HEART THROBS #1 (5 Seiten)
  • The Prince & the Witch aus HEART THROBS #1 (eine Seite)
  • Fünf Seiten aus JUSTICE LEAGUE OF AMERICA #200

Hinzu kommen noch weitere Pin-ups und andere Zeichnungen, ein Nachwort von Bolland und eine Einführung von Letterer Richard Starkings. Insgesamt umfasst der Riesenband (ca. 50 mal 33 Zentimenter) von Graphitti Designs 280 Seiten und hat einen Coverpreis von 225 US-Dollar. (Wer bei WALT’S COMIC SHOP vorbestellt, bekommt ihn für 189,99 Euro.)

Außerdem bringt IDW im September die Neal Adams’ Classic DC Artist’s Edition heraus, die auf 232 Seiten Werke des Batman-Veteranen enthalten wird, darunter fünf komplette Comicausgaben wie Batman #232 (1971), den ersten Auftritt von Ra’s al Ghul. Coverpreis: 150 Euro. (Bei WALT’S COMIC SHOP nur 114,99 Euro für Vorbesteller.)

Bei Gallery bzw. Artist’s Editions handelt es sich um hochwertige Reproduktionen von farbigen Scans der Originalseiten. Dabei kann man den Schaffensprozess der Künstler nachverfolgen: Man sieht Bleistift, Tusche, Deckweiß und wo etwas korrigiert, aufgeklebt oder an den Rand geschrieben wurde. Zu Batman gibt es bereits Gallery Editions von The Dark Knight Returns, von Secrets von Sam Kieth sowie von Kelley Jones.

Von The Killing Joke sind neben der Deluxe Edition (mit neuer Kolorierung von Brian Bolland) auch eine Noir-Edition (in Schwarzweiß) sowie eine Absolute Edition erschienen, die beide Kolorierungen (die erste von John Higgins) und das Typoskript von Alan Moore enthält.

The Winning Card: Tod mit Ansage

DC Comics

Titel: The Winning Card

Autor/Zeichner: Tom King/Mitch Gerads

Erschienen: 2023 (Batman: The Brave and the Bold #1-2, 5, 9), Paperback 2024


„This is a damn waste of everyone’s time.“ (James Gordon)

Die Geschichte ist über 80 Jahre alt, ein echter Klassiker: Bei seinem ersten Auftritt (Batman #1, 1940) kündigt der Joker vier Morde an: Henry Claridge, Jay Wilde, Brute Nelson und Judge Drake. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sterben alle von ihnen. Selbst Batman kann nichts dagegen ausrichten. Im Jahr 2005 erzählten Ed Brubaker und Doug Mahnke die erste Begegnung von Batman und Joker neu (The Man Who Laughs) und zeitgemäß. Doch weil das Ganze fast 20 Jahre her ist und DC nichts Besseres einfällt, als uns dasselbe immer wieder zu verkaufen, machen es Tom King und Mitch Gerads noch einmal, nur leicht variiert.

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Legends of the Dark Knight: Sleeping

DC Comics

Deutscher Titel: Der große Schlaf

Autor/Zeichner: Scott Hampton

Erschienen: 1995 (Legends of the Dark Knight #76-78), Paperback 1998 (Other Realms); dt. Panini 2002 (DC Legends 4)


Ein Betrunkener kracht mit seinem Auto gegen Bruce Waynes Limousine. Bruces Körper landet im Koma und sein Geist im Land des namenlosen Schlafes, einer Art Geisterwelt, die explizit keine Traumwelt ist, aber durchaus an das Reich von Sandman erinnert. Der Herr dieser Welt erklärt ihm, er müsse dort etliche Aufgaben bestehen und in einen Feuersee tauchen, bevor er wieder zurückkehren könne. Und es besteht Lebensgefahr: Wenn er hier stirbt, ist es auch in der Realität für ihn aus.

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