Robin

Die vielen Tode des Robin

DC Comics

Titel: How Many Ways Can a Robin Die

Autor/Zeichner: Frank Robbins/Irv Novick

Erschienen: 1972 (Batman #246), Paperback 2007 (Batman: The Greatest Stories Ever Told Vol. 2)


Dies ist eine Story für alle, die Robin hassen und ihn gerne sterben sehen.

Batman schwingt sich gerade durch Gotham, da wird er von einem falschen Bat-Signal zu einem Turm gelockt. Auf dem Turm steht Robin, der wird von einem Pfeil getroffen und fällt in die Tiefe. Doch unten stellt sich heraus: Bei dem Wunderknaben handelt es sich um eine Puppe. Auf dem Pfeil hat ein Unbekannter eine Notiz hinterlassen: Dies sei nur der erste von mehreren „toten Robins“. Batman kann zwar nicht herausfinden, wer den Pfeil abgeschossen hat, schließt aber den den Streifen darauf, dass der nächste Tatort der „Striped-Arrow Country Club“ sein wird.

Richtig geraten! Dort sticht ein Bühnenmagier einige Schwerter in eine Kiste und heraus fällt eine weitere Robin-Attrappe. Batman liefert sich ein Duell mit dem Kerl, doch der verschwindet spurlos in einer Rauchwolke. Batman schließt vom Schwert auf den nächsten Ort: der „Sword-Fish Pier“ am Cape Fear – klar, wo sonst?! Da fällt Robin, an einen Stein gebunden, ins Wasser. Diesmal könnte es der echte sein, aber nein, wieder nur Fake!

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Batman undercover als Santa Claus

DC Comics

Titel: Secret Santa

Autor/Zeichner: Alan Burnett, Paul Dini/Ty Templeton

Erschienen: 2020 (Batman: The Adventures Continue #8), Paperback 2021 (Season One)


Nach einem vereitelten Bombenanschlag auf Gotham wird der Bauchredner Arnold Wesker verhört, wo der Rest des Sprengstoffs ist, doch der behauptet, es nicht zu wissen. Seine Puppe Scarface habe es ihm nicht gesagt. Arnold kommt nach Arkham und bereits nach Monaten wieder frei – dank einer Blitztherapie. Die Psychiatrie scheint große Fortschritte zu machen. Doch natürlich wird er in der Freiheit wieder von Scarface heimgesucht.

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Legends of the Dark Knight: Grimm

Cover von John Cassaday (DC Comics)

Autor/Zeichner: J.M. DeMatteis/Trevor von Eeden, José Luis García López

Erschienen: 2002 (Legends of the Dark Knight #149-153)


Es ist zwei Monate her, seit Dick Graysons Eltern gestorben ist, und erst einen Monat, seit er zu Robin wurde. Auf der Gotham Toy Fair erscheint eine dicke Frau in einem altmodischen Rüschenkleid, die sich Mother Grimm nennt. Begleitet wird sie von  Mr. Sweep (einem Schornsteinfeger wie bei Mary Poppins), Mr. Winkie (eine Art Schlafmütze) und Mr. Bear (einem Winne-the-Pooh-Verschnitt). Gemeinsam rauben sie Spielzeuge, um sie den bedürftigen Kindern der Stadt angedeihen zu lassen. Außerdem versprüht sie Halluzinogene, während ihre Helfer mit Stromschlägen, Blendgranaten und Honigblasen arbeiten.

Robin jagt eine junge Diebin durch die Stadt, die ihm das Herz stiehlt. Sie lockt ihn in eine Falle, wo er von anderen Minderjährigen bewusstlos geschlagen wird. Dann verschleppen sie ihn in das Untergrund-Rummelplatz „Dreamland“, einem scheinbaren Paradies für Kinder – der von Mother Grimm betrieben wird. (Fragt sich nur, warum sie Spielzeuge stiehlt, wenn sie reich genug ist, um Dreamland zu betreiben.) Die ist nur zu Erwachsenen gemein, etwa zum Chef eines Privatfernsehsenders, der für sein kinderunfreundliches Programm den Hintern versohlt bekommt.

Während Waisenkind Robin in Dreamland eine neue Heimat und Freunde findet, untersucht Batman den Mord an einem Milliardär, dessen Frau zuvor ermordet worden ist, daraufhin wird auch noch dessen Sohn entführt. Als er Mother Grimm konfrontiert, versucht sie, ihn umzubringen, und als das nicht klappt, lässt sie ihn einen Horrortrip auf Drogen machen. Robin muss ihn befreien …

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Batman und Robin gegen Tierwesen

DC Comics

Titel: Batman & Robin Vol. 1: Father and Son (dt. Vater und Sohn)

Autor/Zeichner: Joshua Williamson/Simone Di Meo, Howard Porter

Erschienen: 2023 (#1-6), Paperback 2024; dt. Panini 2024


„This is unnecessary.“ (Damian Wayne)

Batman und Robin (Damian Wayne) halten die Schurkin White Rabbit bei einer Geiselnahme auf. Kurz darauf wird eine der befreiten Geiseln, ein DNA-Forscher, wieder entführt, diesmal von lauter Tierschurken wie Killer Croc, Orca, Man-Bat und dem Terrible Trio. Doch mit das Trio trägt diesmal keine Tiermasken, sondern es handelt sich um Menschen mit echten Tierköpfen. Dann wird Batman von einem Schwarm Fledermäuse angegriffen. Dahinter steckt eine neue Schurkin mit Mumiengesicht: Shush

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Batman jagt den Geist von Abattoir

DC Comics

Titel: Bough Breaks (Ghosts)

Autorin/Zeichner: Devin Grayson/Yvel Guichet

Erschienen: 1998 (Batman Annual #22)


Es ist Halloween! Wie wär’s mit einer passenden Horrorstory? Also gut, dann steige ich mal ins Batman-Archiv, wühle mich durch die Longboxes und finde ein Heft, auf dem „GHOSTS“ steht. Scheint zu passen. Und dann ist da noch ein spektakuläres Cover von Altmeister Bernie Wrightson (The Cult, Swamp Thing, Hidden Treasures): Wir sehen Batman von hinten, angekettet, unfassbar viele Muskeln und Falten, das Cape betont seinen Hintern – sieht doch vielversprechend aus, das nehmen wir!

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DC gegen Marvel 2: All Access

DC Comics

Titel: All Access (dt. Access – Der Wächter)

Autor/Zeichner: Ron Marz/Jackson Guice

Erschienen: 1996-1997 (Miniserie #1-4), Omnibus 2024; dt. Dino 1997 (DC gegen Marvel 8-10)


Nach dem Crossover-Event DC versus Marvel (1996) legten die beiden Verlage mit einer Fortsetzung nach. Im Vordergrund steht der Charakter Access (Axel Asher), der Wächter, der dafür sorgen soll, dass die beiden Welten getrennt bleiben und kein neues Amalgam-Chaos entsteht. Während unser Axel bei einem Date ist, wird er nach Metropolis gerufen, wo gerade Venom randaliert und sich mit Superman anlegt. Dann kommt auch noch Spider-Man zur Hilfe und während die beiden gegen Venom kämpfen, macht sich Access nützlich und holt eine Schallkanone – Problem gelöst. Doch das ist nur der Anfang …

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Stan Lees Robin will kein Sidekick sein

DC Comics

Titel: Just Imagine: Stan Lee’s Robin

Autor/Zeichner: Stan Lee, Michael J. Uslan/John Byrne

Erschienen: 2002 (One-shot), Paperback 2021 (Just Imagine Stan Lee Creating the DC Universe Vol. 2)


„Seems like I’m always seein‘ Robins.“

Man kann über Robin sagen, was man will: Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn, doch aus dem Batman-Mythos wegzudenken ist er nicht mehr; so kann sich jeder zumindest damit trösten, seinen Lieblingsrobin zu haben. In guten Batman-Storys ohne Robin vermisst man den Wunderknaben nicht, doch was man an ihm hat, findet man erst heraus, wenn er zwar da ist, aber nichts mit Robin gemein hat.

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Gotham War: Zoff in der Familie

Titel: Batman/Catwoman: The Gotham War

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky, Tini Howard/Jorge Jimenez u.a.

Erschienen: 2023 (Batman #137-138, Catwoman #57-58 u.a.), Hardcover 2024


„… how do I stop loving?“ (Batman)

Da macht man mal längeres ein Nickerchen, für etwa acht Wochen, und wenn man aufwacht, erkennt man die Welt nicht wieder. So ergeht es Batman. Der musste in letzter Zeit viel durchmachen. Ich meine: Wann muss er das nicht? Aber diesmal kam es besonders dicke: Zuerst wollte ihn eine künstliche Intelligenz Failsafe umbringen, dann bekam er es mit Red Mask zu tun und verlor eine Hand, beim Event Knight Terrors wurde er (mal wieder) mit seinen schlimmsten Albträumen konfrontiert. Danach lag er acht Wochen im Koma.

Derweil hat ihn Catwoman vertreten und das sogar sehr effektiv. Gewaltverbrechen sind in Gotham zurückgegangen. Dafür wird umso fleißiger gestohlen. Catwoman hat allen Ganoven, die einst für Superschurken gearbeitet haben, eine zweite Chance gegeben und bildet sie zu effektiven Dieben aus, die nur noch die Reichen ausrauben, ohne jemanden zu verletzen oder gar zu töten. 15 Prozent des Erlöses gehen an wohltätige Zwecke. Super Idee? Findet Batman gar nicht. Denn Verbrechen bleibt Verbrechen – außerdem waren seine Eltern mal reich (und auch er selbst), wie er empört feststellt.

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Der Robin der Zukunft: Eine Frau!

DC Comics

Titel: The Iron Sky (Legends of the Dead Earth)

Autor/Zeichner: Chuck Dixon/Staz Johnson

Erschienen: 1996 (Robin Annual #5)


In der fernen Zukunft ist die Erde zerstört, die letzten Überlebenden treiben auf riesigen Raumschiffen durchs All – doch sie wissen es nicht. An Bord der Gotham herrscht ein totalitäres System, in dem Menschen gezüchtet werden, um zu arbeiten und dann nach 30 Zyklen wieder recycelt zu werden. Dagegen wehrt sich Batman, ein Unbekannter in einer fliegenden Rüstung. Er kämpft gegen die hochgerüstete Polizei (Proctors) mit ihren Joker-Drohnen.

Bewundert wird er von der jungen Frau Tris Plover. Die Proctors dulden nicht einmal, dass sie auf der Straße stehenbleibt, um Batman zuzusehen. Als sie zum zweiten Mal von den Proctors aufgegriffen wird, rettet Batman sie und erklärt sie zur Robin. Tris trägt ein Kostüm in Rot, Grün und Gelb sowie Raketenstiefeln, aber (traditionsgemäß) ohne Knie- und Ellenbogenschutz. Gemeinsam wollen sie das sinnlos im All herumtreibende Schiff wieder auf Kurs bringen, damit es in ferner Zukunft einen bewohnbaren Planeten erreicht.

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Legends of the Dark Knight #100: Robin

DC Comics

Die Serie Legends of the Dark Knight kam acht Jahre lang (fast) ohne Robin aus. Doch manche Fans wünschten sich den Wunderknaben auch da, also hat Redakteur Archie Goodwin sich den für die extradicke Jubiläumsausgabe Nummer 100 (1997) aufgehoben. Zunächst erzählt uns Dennis O’Neil Dick Graysons Werdegang (aus Detective Comics #38) noch einmal neu. Doch neu ist hier eigentlich nur der Look: Dave Taylor zeichnet mit Bleistift, der bloß digital überarbeitet wurde, statt die Seiten zu tuschen. Das verleiht den Zeichnungen einen organischen Touch. Man sollte so etwas öfter machen. (Taylor macht es wieder in Death by Design.)

Batman von Dave Taylor (DC Comics)

Ansonsten sehen wir bloß eine Erklärung, warum ausgerechnet Bruce Wayne im Zirkus ist, als das Unglück an den Flying Graysons geschieht. Dafür wird überhaupt nicht erklärt, wie Batman auf die Rolle des Robin und das grelle Kostüm kommt. Er bietet es Dick einfach an, stellt klar, dass er kein Vater sein und es gefährlich sein werde. Vor allem aber gibt es keine Rechtfertigung dafür oder auch nur ein Hadern, warum er als Vormund das Kind gefährdet, das er eigentlich beschützen soll. Es ist schwierig, diese damals schon fast 60 Jahre alte Story frisch zu interpretieren, aber das hier ist allzu routiniert und uninspiriert.

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