Einstürzende Altbauten

DC Comics

DC Comics

Titel: Death by Design (dt. Bauwerke des Todes)

Autor/Zeichner: Chip Kidd/Dave Taylor

Erschienen: 2012 (One-shot), dt. Panini 2013


„This would be the solution. This would be how you solve the problem. The anonymity, the abandonment of self, the escape. It’s kind of brilliant, actually. The form is quite effective …“

Was macht eine gute Batman-Story aus? Eine gute Mischung aus Action, Drama und Nachdenklichkeit, eine gehörige Portion Abgründigkeit, Düsternis und vielleicht auch ein wenig Drastik, am besten noch gut gewürzt mit Humor. Das meiste davon hat Death by Design nicht zu bieten. Zugegeben: Es ist eine dieser ambitionierteren Batman-Storys, man merkt es schon am Zeichenstil. Gefertigt sind die Bilder mit Bunt- und Bleistiften, das sorgt zwar für einen auffälligen, organischen Look – und gerade bei der Darstellung der Bauten ist dieser überwältigend -, aber leider wirken die Figuren oft allzu brav, steif und ausdrucksarm.

Das passt zum Thema der Geschichte, denn wie der Titel schon sagt, geht es um Architektur. Der alte Bahnhof Wayne Central soll abgerissen und neu gebaut werden, eine junge Aktivistin ist aus Denkmalschutzgründen dagegen, ein Kran stürzt um, dann noch einer und an allem ist ein korrupter Unternehmer Schuld. Ein neuer Möchtegern-Superheld namens Exakto (ja, er heißt wirklich so) taucht aus dem Nichts auf und meint, die Dinge wieder geraderücken zu müssen. Batman muss sich darüber hinaus auch um den Joker kümmern, der allerdings nur eine relativ … ähem … blasse Erscheinung bleibt …

Es fehlt auf diesen rund 100 Seiten allerdings an Spannung, Suspense und Charakteren, für die man sich interessieren könnte. Von Batman erfahren wir nicht viel, außer dass er noch am Anfang steht (die Geschichte spielt noch bevor Harvey Dent zu Two-Face wird). Sein Kostüm ist – wie auch der Rest des Designs – an das Golden Age angelehnt. In der ersten und zugleich sympathischsten Szene sehen wir, wie der Held eine neue Hakenpistole ausprobiert und dabei gehörig scheitert … Leider bleiben solche Ideen Mangelware. So bleibt Death by Design gut gemeint, zum Teil auch gut gemacht, aber alles in allem eine fade und dröge Angelegenheit – wie man sich ein Comic über Architektur eben vorstellt.

 

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Ein Kommentar

  1. Ja, mit dem Titel hatte ich auch schon geliebäugelt, aber dann habe ich ihn liegenlassen und jetzt fühle ich mich bestätigt. Vor allem visuell und vom Setting her ist er eigentlich sehr reizvoll, weil ungewöhnlich. Schade!

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