Video

Das letzte Wort zu The Dark Knight Rises

Wer immer noch glaubt, dass The Dark Knight Rises ein gelungener Film sei, sollte sich diesen Honest Trailer ansehen. Er zeigt, anhand der vielen Fragen, die er aufwirft, wie schlecht durchdacht das Drehbuch zum dritten Teil der Christopher Nolans Batman-Trilogie ist. Wie immer zeigen die Screen Junkies pointiert, worin die Unstimmigkeiten bestehen. Danach wird man diesen Film mit anderen Augen sehen – falls man ihn überhaupt noch einmal sehen will.

(Wie die Filme der Trilogie auch hätten enden können, wird bei HISHE vorgestellt.)

Kreaturen der Nacht

In diesem Video sehen Sie folgendes: Eine bekannte Comicfigur, die ihr Auto von Pferden ziehen lässt, eine bekannte Horror-Roman-Figur, die die Nutztiere anderweitig zu nutzen weiß und einen sich daraus entwickelnden Konflikt zwischen zwei Kreaturen der Nacht, die sich gerne als fliegende Säugetiere inszenieren. Alles weitere, was in diesem Video passiert, soll unkommentiert bleiben – so grotesk es auch sein mag. Man sollte es selbst gesehen haben. Unterhaltsamer als Francis Ford Coppolas Bram Stoker’s Dracula ist es allemal.

Holy costumed party!

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Wohin mit der Bombe, Batman? 

Titel: Batman – The Movie (dt. Batman hält die Welt in Atem)

Regie/Drehbuch: Leslie H. Martinson/Lorenzo Semple Jr.

Erschienen: 1966


„… die einzig mögliche Folgerung!“ (Batman)

Es gibt Tage, da geben sich Haie sehr anhänglich. Es gibt Tage, da kann man einfach keine Bombe loswerden. Es gibt Tage, da hat man einfach keine Lust sich zu rasieren und dann tut es auch weiße Schminke. Es gibt Tage, da rutscht ein Russe auf einer Bananenschale aus. Es gibt Tage, da will man bloß die Wände hochgehen.

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Batman wehrt den Hai mit Spray ab.

An solchen Tagen hilft es, wenn man einen treuen Partner hat, der einem zur Seite steht, einer der immer Rat weiß, des Rätsels Lösung kennt und zur Not auch mal einen blöden Spruch sagt. Wie gut, dass dann das Umziehen von selbst geht, es gegen alles ein Spray gibt und alle Hilfsmittel ordentlich beschriftet sind. So kann man es leicht mit den Widrigkeiten der Welt aufnehmen kann. Mit den Witzfiguren, den Rätselknackern und „Katzenweibern“. Nur gegen eines hilft nichts: Politik. Dann muss auch ein Superheld sich lieber zurückziehen.

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Allzeit bereit: Bat-Sprays gegen Barracudas, Wale, Mata-Rochen und Haie.

Über Batman hält die Welt in Atem, den ersten Langspielfilm des Helden aus dem Jahr 1966, muss man nicht mehr sagen. Er ist ein Klassiker des Trashfilms. In seiner Schrillheit funktioniert er für Kinder und Erwachsene gleichermaßen – wenn auch auf jeweils andere Weise. Man kann den Film (oder die Serie) naiv schauen als kindisches Spektakel oder als eine Parodie des Superheldengenres, eine Hommage an den Eskapismus, ein Fest der albernen Unterhaltung und des Absurden.

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Pinguin, Joker und Riddler unter Strom.

Die Schauspieler tragen ihre Kostüme nicht, als wären sie Batman und Robin, Joker und Catwoman, Riddler und Pinguin, sondern als wären sie lediglich bei einem Kostümball. Alles an dem Fernseh- und Kino-Batman der 60er ist ein Spiel mit Verkleidungen und Requisiten: die Effekte sind offensichtlich billig, die Story ist hanebüchen und die Situationen realitätsfremd. Dieser Batman tut nur so, als wäre er ein Detektiv – aber seine Welt funktioniert nicht nach den Gesetzen der Logik.

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Catwoman, Pinguin und ein paar getrocknete Menschen in Glasröhrchen. 

Man muss diesen Trip von einem Film nicht mögen, aber seinen Einfluss anerkennen. Auch wenn dieser Quatsch nicht viel mit dem ursprünglichen, düsteren Batman zu tun hat, ja sogar am weitesten von seiner Urform entfernt ist, so hat er gerade deswegen seinen festen Platz in der Geschichte des Mythos.

Und die Szenen mit dem Hai-Spray und der Bombe sind einfach Kult.

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Batman versus Superman: Retro Edition

März 2016 ist noch lange hin. Bis dahin verkürzen sich die Fans das Warten auf den Kinofilm Batman v Superman mit wilden Spekulationen und – Hommagen. Zum Beispiel: Wie hätte der Film im Jahr 1949 ausgesehen? In diesem Video werden die alten Serials zu einem Pseudo-Trailer kombiniert. (Tatsächlich sollten sich die beiden Helden erstmals 1952 begegnen, im Comic Superman #76.) Beklagenswert, wie armselig und lieblos Batman damals inszeniert wurde. Bemerkenswert ist allerdings Superman: Obwohl es sich um eine Realverfilmung handelt, wurde Superman damals mittels Animation zum Fliegen gebracht.

Zur Ergänzung hier noch eine animierte Version des Batman v Superman-Trailers, die zwar überflüssig ist, weil sie bloß nachahmt, aber dank des 90er-Zeichenstils ihren Charme hat:

>> World’s Finest Comics

Ein erster Blick auf Bad Blood

DC hat den ersten Trailer zum Animationsfilm Batman: Bad Blood veröffentlicht, der nächstes Jahr auf DVD und Blu-ray erscheinen soll. Darin werden erstmals die Charaktere Batwoman und Batwing vorkommen, und auch Nightwing und Robin (Damian Wayne) sind wieder dabei. Für böses Blut dürfte die schwer bewaffnete Rächerin sorgen, von der sich auch Batwing Bashing gefallen lassen muss. Bad Blood ist die Fortsetzung zu Son of Batman und Batman vs. Robin. Das Drehbuch stammt von J.M. DeMatteis, der bereits den jüngsten der Filme geschrieben hat (außerdem hat er die Prequel-Comics zu Justice League: Gods and Monsters verfasst). Ein genauer Starttermin für Bad Blood steht noch nicht fest.

Fledermaus, Katze und Fleischklops nach Shanghai-Art

Shanghai 1930: Eine geheimnisvolle Schriftrolle des Schicksals bestimmt den Herrscher der Stadt. Catwoman klaut sie, dann greift Bane zu, schließlich behält Batman das letzte Wort. Diese drei DC Nation-Web-Videos, The Bat Man of Shanghai, zeigen eine fulminant animierte und spektakulär inszenierte Anime-Version des Dunklen Ritters, der mit Leuchtstäben kämpft und sich in einen Schwarm von Fledermäusen auflösen kann. Bane ist ein so übertrieben riesiger Muskelberg, dass er als fassadenkletternder King Kong inszeniert wird, Catwoman macht in weiß-roten Kostüm und mit Puschelschwanz eine klasse Figur. Dieser dreitelitige Kurzfilm verdient einen Ehrenplatz in den Batman-Annalen.

Was Sie schon immer über Batman wissen wollten …

… aber bisher nicht zu fragen wagten – Superreporterin Lois Lane hat es gefragt. In dem kleinen Web-Video DC Nation – Tales of Metropolis: Lois sehen wir sie als Role Model einer Journalistin: Unablässig bleibt sie am Dunklen Ritter dran und stellt ihre Fragen, lässt sich nicht abwimmeln, bis sie endlich hat, was sie will. Wir erfahren, welcher der schrecklichste und welcher der peinlichste Schurke gewesen ist, und am Ende stellt sich heraus, dass Lois selbst der beste Sidekick wäre. Aber das wird wohl leider ein Wunschtraum bleiben.

Ehrlich währt am längsten

Oft ist es so: Man schaut sich einen Film an, findet ihn schlecht, verdrängt ihn, aber nach einer gewissen Zeit lässt das Trauma nach und man gerät wieder in Versuchung, sich den Film in Erinnerung zu rufen oder ihm „noch eine Chance“ zu geben – als ob er mit der Zeit besser würde. Wird er aber nicht. Wer sich Filme ansieht, die er als Kind mochte, wird meistens enttäuscht. Und so ist es auch mit anderen Kinosünden. Wie etwa Joel Schumachers Batman & Robin (1997). Es gibt eine Alternative dazu, seine Lebenszeit damit zu verschwenden, um einzusehen, wie missraten, lächerlich und unnötig dieses Machwerk ist: man schaut den Honest Trailer. In vier Minuten wird man an dieses Verbrechen erinnert und dabei köstlich unterhalten. Anders als im Original zünden die Pointen. Erneut bestätigt sich: manchmal sind Trailer die besseren Filme. Besonders die ehrlichen.

Batman TAS: Verloren im Virtuellen

„It’s all part of the game.“ (Poison Ivy)

Lange bevor es die Batman: Arkham-Spiele gab, waren die Anfänge der Games bescheiden: Mitte der 90er wurde ein Konsolenspiel herausgebracht, das auf der meisterhaften und bis heute maßgeblichen Batman Zeichentrick-Serie basierte. In der Sega-CD-Version waren die Spielsequenzen eingebettet in eine Handlung, die in animierten Szenen erzählt wurde. Batman trifft zunächst auf Poison Ivy, Riddler und Joker, bevor er im Finale mit Robin gegen Rupert Thorne bzw. Clayface antritt. Diese Szenen ergeben insgesamt 16 Minuten Film, weshalb sie auch als „Lost Episode“, die verlorene Episode der Serie gelten. Allerdings sind die Handlungslücken so eklatant, dass man nur schwerlich in den Genuss einer flüssigen Dramaturgie kommt. Leider ist auch die Musik nicht mit einem Orchester eingespielt, sondern klingt nach kaltem 90er-Computer-Sound.

Dennoch sind die Szenen in bewährter Qualität der Serie animiert. Bemerkenswert ist die Sequenz, in der Batman mit einer Axt auf Poison Ivys Pflanzenmonster mit einer Axt losgeht und das Ding äußerst brutal nach Holzfällermanier niedermetzelt. Über die Riddler-Szene kann man schmunzeln: darin ist von der Zukunft der Virtual Reality die Rede. Die Prophezeiung der 90er hat sich bis heute nicht bewahrheitet. (Diese Idee wurde bereits in der Folge „What Is Reality?“, S01E48, von 1992 verwendet.) Aber für die Pixel-Welt dieses Konsolenspiels spricht daraus wohl die Sehnsucht nach besserer Grafik. Heute dürfte diese Oldschool-Ästhetik im Zuge der Retro-Welle wieder ihren Reiz haben.

>> Liste der Batman: The Animated Series-Episoden

Selina an der Stange

Was Superheldencomics fehlt, ist der Sex. Zwar wimmelt es vor Astralkörpern in hautengen Anzügen und gewagten Posen, aber das alles zeugt höchstens von einer verkappten Sexualität, die so gut wie nie ausgelebt wird. Das ist kein Plädoyer für Pornos mit Batman und Co., aber es zeigt, wie die widersprüchliche US-amerikanische Moralvorstellung sich in diesen eigentlich unbegrenzten Fantasien niederschlägt.

Eine Ausnahme, die bis an den äußersten Rand geht, ist die Elseworlds-Story Catwoman: Guardian of Gotham. Allerdings eine lächerliche und daher misslungene. In dem animierten Kurzfilm DC Showcase: Catwoman wird die Heldin in ihrem schwarzen SM-Kostüm als Stripperin inszeniert – ein feuchter Männertraum. Allerdings kippt die Szene schnell von der Unterwürftigkeit in die Vormachtstellung: Selina holt die Peitsche raus und macht ein paar Gangster unschädlich. Darauf folgt eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit einigen schönen Action-Einlagen. Das zeigt sehr eindrucksvoll die Ambivalenz zwischen Sexismus und Feminismus, die in dieser Figur steckt.

In diesem Fall spricht man vielleicht am besten von Felinismus …