Video

Erste Filmbilder aus The Killing Joke

The Killing Joke ist neben Frank Millers Epen das wichtigste Batman-Comic der 80er. Nach The Dark Knight Returns und Year One bekommt nun auch der Klassiker von Alan Moore und Brian Bolland eine Adaption als Animationsfilm. Im Juli 2016 soll er bei der San Diego Comic Con Premiere feiern. Jetzt gibt es erste Bilder daraus: In einem Video, das halb Trailer und halb Making-of ist, erklären die Macher wie Bruce Timm, welche Herausforderungen bei der Verfilmung zu bewältigen waren und wie man die Geschichte um Batgirl erweitert hat. Ein verständlicher Schritt, da in der Story Barbara Gordon vom Joker angeschossen wird und damit ihre Karriere als Superheldin endet. Außerdem sieht man die Synchronsprecher, die schon bei The Animated Series der 90er dabei waren, wieder bei der Arbeit: Kevin Conroy als Batman und Mark Hamill als Joker. Ein guter Grund, sich die Originalversion anzusehen.

Klar wird, dass die Filmbilder nicht an die Kraft von Brian Bollands ausdrucksstarkem Stil heranreichen – und wohl auch nicht heranreichen können. Für die Animation sind Vereinfachungen nötig, dadurch geht aber viel von dem Reiz des Comics verloren. Die Macher beteuern aber, dass inhaltlich keine Kompromisse gemacht werden sollen und der Film so drastisch sein soll wie seine Vorlage. Also wieder ein Batman-Zeichentrickfilm, der nichts für Kinder sein dürfte.

Meister bei der Arbeit: Jim Lee zeichnet Batman

Seien wir ehrlich: Comics sind bloß Druckfarbe auf Papier. Superhelden sind bloß zweidimensionale Bilder. Die Zeichnungen bloß ein paar Striche. Und doch schaffen es die Zeichner immer wieder, auf der flachen Ebene den Eindruck von Plastizität zu erzeugen, die Illusion, als wären die Helden lebendig, ja sogar super – larger than life. Wie einer dieser Künstler arbeitet, kann man in diesem Video sehen. Der große Jim Lee (Hush, All-Star Batman, Superman Unchained) hat sich beim Batman-Zeichnen über die Schulter schauen lassen. Und obwohl man jeden noch so profanen Arbeitsschritt mitverfolgen kann, könnte man meinen, wenn das Werk Gestalt annimmt, dass man hier Zeuge wahrer Magie wird. Wer mit Bleistift und Tusche solche Kunst zustande bringt, muss ein Zauberer sein.

(Editorische Notiz: Nach einem solchen Beitrag plagt mich das schlechte Gewissen, dass ich jüngst behauptet habe, man habe sich an Lees Stil sattgesehen. Schande über mich … Ich hoffe, der Meister verzeiht mir den Frevel.)

DC Rebirth: Neuerungen bei Batman und Superman

DC Comics

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Eine große Überraschung soll die Leser auf der letzten Seite des One-shots DC Universe Rebirth warten, der am 25. Mai erscheint und eine neue Ära für das Universum eröffnet. So berichtet es CBR. Dass die nicht nur mit optischen Veränderungen einhergeht, wie Supermans blauen Stiefeln, kann man sich denken. Superman kehrt zu seinem Status vor The New 52 zurück. Der „Lois & Clark“-Superman soll von da an der einzig wahre sein. Wonder Woman wird dafür mit einem „unvorstellbaren Verlust“ umgehen müssen.

Batman bleibt offenbar weitgehend von größeren Erneuerungen verschont – oder DC will dazu noch nichts verraten. Scott Snyder und Tom King schreiben das Special Batman: Rebirth, King übernimmt die Batman-Serie mit Zeichner David Finch. Snyder schreibt die neue Serie All-Star Batman, John Romita Jr. zeichnet sie. Aber dann gibt es noch diesen kryptischen Hinweis: In Batman #1 wird ein neuer Held eingeführt, der als Batmans Nemesis dienen soll, während ihrer Mission, die Stadt vor dem Dunklen Ritter zu beschützen.

In Dark Knight III: The Master Race #6 soll ein neues Batgirl eingeführt werden. Aber zuvor müssen noch Teil 4 und 5 erscheinen. Teil 4 verspätet sich und erscheint erst am 27. April – wenn alles gut geht. Panini beginnt mit der deutschen Fassung im Juni.

(Hinweis: In einer früheren Fassung des Artikels wurde der 20. April als Erscheinungsdatum für DK III #4 genannt, der hat sich wieder um eine Woche verschoben.)

Treffer auch beim zweiten Mal

Der Lego-Batman ist so cool, dass er gleich zwei Trailer in einer Woche bekommt. (Den ersten gibt es hier.) Und auch beim zweiten Mal macht das Großmaul aus Plastikklötzchen Lust auf mehr. Das Video zeigt uns Batman als einsamen Irren, der – in Anbetracht seiner langen Geschichte – sehr gut gealtert ist. Alfred Pennyworth wird übrigens gesprochen von Ralph Fiennes, der Joker von Zach Galifianakis (Hangover). The Lego Batman Movie startet am 10. Februar 2017 in den USA.

Batman v Superman: Aufarbeitung einer Katastrophe

Was ist bloß schiefgelaufen, dass der Film Batman v Superman – Dawn of Justice so ein Reinfall geworden ist? Die Schauspieler reden die negativen Kritiken schön, verweisen auf die wichtigeren Fan-Stimmen. Der kommerzielle Erfolg gibt den Machern allerdings Recht. Regisseur Zack Snyder kann sich die Kritik nicht erklären, weil er sich als Comic-Fan sieht, der bloß versucht hat, den Vorlagen gerecht zu werden. „It is what it is“, sagt er schließlich resigniert, als wollte er sagen: Besser kann ich’s nicht. Eine schwache Entschuldigung für seine Unfähigkeit, wenn man beteuert, man habe sich bemüht.

Nur Ben Affleck schweigt und blickt traurig vor sich hin – enttäuscht vom Resultat oder von der Reaktion? – jedenfalls als lastete die Bürde auf seinen Schultern. In diesem verkorksten DC Extended Universe wird er den nächsten Batman-Film drehen müssen. Oje, „Batfleck“ ist zu bedauern.

„Hello darkness, my old friend …“

Treffer beim ersten Versuch

Beim Lego Movie (2014) war Batman der eigentliche Held: Ein sympathischer Angeber und Frauenheld, der sich durch seine Abenteuer stümpert. Bereits 2013 hat der Lego-Batman einen Direct-to-Video-Film bekommen, 2017 soll der neue Lego Batman Movie im Kino erscheinen. Der erste Trailer macht jedenfalls mehr Lust darauf als auf Zack Snyders nächsten Brachialfilm Justice League, mit dem er zum dritten Mal versuchen wird, den größten DC-Helden gerecht zu werden. Als Lego-Parodie scheint es jedenfalls einfacher zu klappen. Ein wenig mehr Humor könnte vielleicht auch den ernstgemeinten Real-Filmen aus der Misere helfen.

Michael Keaton gegen Christopher Reeve

Jede Zeit hat ihre Helden. Im Comic wie im Kino. Je nachdem, wann man zum ersten Mal mit Superman oder Batman in Berührung gekommen ist, ist die jeweilige Version die prägende – und damit auch wichtigste. Daher ist für viele Christopher Reeve aus dem Film von 1978 immer noch der Superman-Darsteller schlechthin. Und auchwenn Michael Keaton nicht ganz so überzeugte, ist Tim Burtons Batman (1989) vergleichbar einflussreich gewesen – aber nur bis Christopher Nolans Neuinterpretation Batman Begins mit Christian Bale in der Titelrolle. Dass Reeves Superman immer noch nachwirkt, ist dem Umstand geschuldet, das weder davor noch danach der Figur eine überzeugendere und vor allem ikonischere Inkarnation im Film vergönnt war (siehe Batman v Superman).

Aber seien wir ehrlich: Die ersten Superman- und Batman-Filme waren Ausgeburten ihrer Zeit und abseits von Nostalgie und Schwelgerei in Kindheitserinnerungen gibt es daran einiges auszusetzen. Denn eigentlich ist Superman ein ziemlich weichgespültes (und weichgezeichnetes) Märchen mit hohem Trash-Faktor, kaum Action, einem bescheuerten Plot, überzeichneten Figuren und einem spießigen Oberlangweiler als Helden, der seine Superkräfte nicht einmal mit einem Gegner gleichen Ranges messen darf.

Burtons Batman hingegen stakst in einem steifen Gummi-Anzug durch die Gegend, in dem er sich kaum bewegen kann, der sich sonst cool und unnahbar gebende Bruce Wayne fällt mit Ausrastern aus der Rolle, Jack Nicholson spielt mehr oder weniger nur sich selbst als Joker und kommt aus dem irren Gelächter nicht mehr heraus usw. Die Screen Junkies haben all das in zwei Honest Trailern zusammengeschnitten und wie immer wunderbar ironisch kommentiert. Und sie zeigen, dass Jack Nicholson gar nicht mal der definitive Joker ist, sondern nur ein Abklatsch von Cesar Romero aus den 60ern – und spätestens seit Heath Ledger haben wir für Jack höchstens ein müdes Lächeln übrig.

In dieser Gegenüberstellung der Honest Trailer dürfen die Fans entscheiden, welcher Klassiker als nächstes besprochen werden soll: Superman Returns oder Batman Returns.

Batman v Superman: Ukulele gegen Dudelsack

Der Kampf zwischen Batman und Superman kann auch gewaltfrei verlaufen: als Wettstreit der Musiker. Batman spielt seine Main Theme auf der Ukulele, Superman stihelt ihm mit John Williams auf dem brennenden Dudelsack die Show. Ein Video von The Unipiper.

Urlaub in Gotham und Metropolis

Es ist die Frage der Wohlstandsgesellschaft: Wohin mit seiner Freizeit? Comicslesen ist eine gute Möglichkeit. Ins Kino gehen eine andere, zum Beispiel Batman v Superman, der am 24. März 2016 startet. Und was tun im Urlaub? Vergesst die üblichen Ziele: Vergesst Strand- und Aktivurlaub, vergesst die üblichen, überlaufenen Touri-Hochburgen. Das Reiseziel der Wahl sollte in diesem Jahr Gotham City lauten. Die Stadt erstrahlt dank Bruce Wayne in alter Blüte. Es hat wohl nie eine bessere Zeit gegeben, Gotham einen Besuch abzustatten. Die einzige Alternative dazu kann nur Metropolis sein. Nach dem Wiederaufbau ist die Stadt von morgen – auch dank der großzügigen Unterstützung von Lex Luthor – stärker denn je zuvor. Man ist stolz auf seine Helden. Und das Beste: in beiden Städten hat man die Chance, am Himmel eine lokale Berühmtheit zu sehen …

Turkish Airlines macht es möglich.

P.S.: Wir übernehmen keine Haftung für eventuelle Schäden durch das Aufkommen von sich prügelnden Superwesen.

Nothing really matters to me

„Is this the real life? Is this just fantasy?“ (Queen)

Wirkte der erste Suicide Squad-Trailer wie ein düsterer Psychothriller, wirkt der zweite wie eine Action-Komödie: laut, schnell, schrill. Mit Queens „Bohemian Rhapsody“, der von Realitätsverzerrung und Mord handelt, haben die Macher einen perfekten Song für die Untermalung ausgewählt. „Nothing really matters to me“, heißt es darin am Ende, und tatsächlich haben wir es mit einem Haufen Nihilisten zu tun. Die Task Force der gefährlichsten Kriminellen der Welt wird lakonisch eingeführt: Der eine erschießt Leute (Deadshot), der andere isst sie auf (Killer Croc), der andere verbrennt sie (El Diablo) – und Harley Quinn ist einfach nur verrückt. Und dann gibt es da noch unter anderen den sadistischen Joker (Jared Leto), der hier nur einen Satz zu bieten hat: „I can’t wait to show you my toys.“ Man sieht ihn in einen Chemietank springen, wahrscheinlich Harley hinterher, die er anschließend aus der Brühe fischt, wahrscheinlich rührt daher auch ihr blasser Teint.

In dem an Filmschnipseln völlig überladenen und schnell geschnittenen Video ist nur einer nicht zu sehen: Batman. Aber auch der Feind, gegen den die Suicide Squad eingesetzt wird, kommt darin nicht vor. Das ist auch ganz okay so, es soll ja nicht alles verraten werden (im Gegensatz zum Batman v Superman-Trailer, indem die ganze Geschichte erzählt wird). Was bleibt am Ende? Die Hoffnung, dass Regisseur David Ayer (nicht gerade für seine Subtilität bekannt) es nicht zu gut meint, dass es nicht allzu überdreht und anstregend wird, dass auch mit diesem Film das Fundament für ein stimmiges und aufregendes Filmuniversum gelegt wird. Wenn die Mischung stimmt, könnte Suicide Squad ein großer Spaß werden. Viel Sinn und Tiefgang darf man bei einem Haufen Verrückter ohnehin nicht erwarten.

Am 18. August 2016 wissen wir mehr.