Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Batwoman trifft Wonder Woman

Titel: Batwoman Vol. 3 World’s Finest (dt. Monsterbrut)

Autor/Zeichner: J.H.Williams III, W. Haden Blackman/J.H.Williams III

Erschienen: 2012-2013 (Batwoman #12-17, 0), Hardcover 2013, Ombibus 2021; dt. Panini 2013


„I can’t process what I’m looking at. It’s too big.“ (Batwoman)

Auf der Suche nach den verschwundenen Kindern (siehe Hydrology und To Drown the World) findet Batwoman heraus, dass Medusa keine Verbrecherorganisation ist, sondern es sich tatsächlich um die antike Sagengestalt handelt Also sucht Batwoman die Heldin auf, die sich am besten mit griechischer Mythologie auskennt: Wonder Woman. Diese führt sie in ein altes Verlies, wo sie gegen riesige Tausendfüßler der Nachtgöttin Nyx kämpfen, dann erklärt ihnen der gefallene Halbgott Pegasus in der Wüste, dass die ganze Reise unnötig war, da Medusa ihr Unwesen in Gotham treibt, dem dunklen Herzen der Welt. Dort will sie Ceto (Keto) die Mutter aller Monster befreien …

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Joker gegen Joker

DC Comics

Titel: The Joker: The Man Who Stopped Laughing Vol. 2 (dt. Der Mann, der nicht mehr lacht)

Autor/Zeichner: Matthew Rosenberg/Carmine Di Giandomenico, Francesco Francavilla u.a.

Erschienen: 2023 (The Joker: The Man Who Stopped Laughing #7-12), Hardcover 2024; dt. Panini 2024 (enthält #6-9)


Was bisher geschah: Aus irgendeinem Grund gibt es zwei Joker, die jeweils behaupten, das Original zu sein. Während der eine sich in Gotham von etlichen Strapazen erholt, stiftet der andere Chaos in Los Angeles und jagt Polizeistationen in die Luft.

Eigentlich hat L.A. keine Superhelden, aber dann taucht doch eine auf, nennt sich Manhunter (Kate Spencer) und liefert sich ein Duell mit dem Clown, droht ihm zwar mit Mord, aber macht die Drohung nicht wahr, als sie die Gelegenheit dazu hat, während der Schurke die ganze Zeit Leute abschlachtet. Und so geht es im Grunde weiter: mit Chaos und lauter sinnloser Gewalt, was die Handlung nur unnötig in die Länge zieht. Dann kommt noch Killer Moth dazu, während in Gotham der Joker mit Killer Croc kämpft.

Showdown in Gotham City

Schließlich kommt es zum Showdown in Gotham: Beide Joker scharen je einen Haufen Handlanger bzw. Superschurken (Clayface, Ventriloquist, Zsasz, Ratcatcher) um sich und liefern sich eine Schlacht, bei der auch Red Hood mitmischt, zusammen mit Ravager, dem weiblichen Deathstroke-Abklatsch. Nichts gegen mehr Frauenfiguren, aber hier haben sie keine wirkliche Funktion, außer eine gewisse Quote zu erfüllen. Allerdings gilt das hier für fast alle Figuren, die nicht mehr als Statisten sind.

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Pinguin und Gordon – ein Kammerspiel

DC Comics

Titel: Cracks

Autor/Zeichner: Peter David/P. Craig Russell

Erschienen: 1994 (Showcase 94 #7), Paperback 2018 (Knightquest: The Crusade Vol. 2)


Der Pinguin hat James Gordons Frau, Sarah Essen, entführt. Er hat sich gefangen nehmen lassen und gedroht, dass sie zu Mitternacht sterben könnte. Nun verhört ihn Gordon, der Pinguin erklärt, Sarah liege in einem großen Ei aus Glas, in das Gas gefüllt werden soll, weigert sich aber zu sagen, wo. Das Signal leuchtet am Himmel, doch Batman scheint nicht zu kommen. Der Pinguin hält ihn für tot. (Ganz falsch liegt er damit nicht, denn es ist die Zeit von Knightfall, Jean-Paul Valley hat übernommen.) Doch was hat der Schurke vor?

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Die große Batman-Lüge

Im Jahr 1946 startete DC eine Serie mit dem Titel Real Fact Comics. Darin versuchte der Verlag, etwas für die Bildung seiner jungen Leser zu tun und stellte einige berühmte Persönlichkeiten vor, wie etwa den Entfesselungskünstler Harry Houdini und den Science-Fiction-Autor H.G. Wells, sowie Sportler und Wissenschaftler, erzählte aber auch andere „wahre Geschichten“.

In Ausgabe 5 (1946) brachte man auf fünf Seiten „The True Story of Batman and Robin“, in der erzählt wird, wie der Held entstanden sein soll. Gleich im ersten Panel sehen wir einen jungen Bob Kane am Schreibtisch sitzen, der selbstbewusst die Leser anschaut, Bob Kane allein wohlgemerkt – und das ist bereits die erste, aber bei weitem nicht die einzige Lüge. (mehr …)

Doppelter Batman gegen doppelten Teufel

Cover von Dave Gibbons (DC Comics)

Titel: Batman & Batman: Smell of Brimstone, Stench of Death

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Dave Gibbons

Erschienen: 1983 (The Brave and the Bold #200), Hardcover 2021 (Batman: The Brave and the Bold – The Bronze Age Omnibus Vol. 3)


Wir sind mit The Brave and the Bold noch lange nicht durch, aber als DC entschied, die Serie 1983 einzustellen, hat man sich für die 200. Ausgabe etwas Besonderes einfallen lassen: Kein Team-up, sondern eine Geschichte, die auf zwei Parallelwelten spielt.

Auf der einen ist Nicholas Lucien ein teuflischer Schurke mit dem Namen Brimstone (Schwefel), der gegen Batman und Robin im Stil des Golden/Silver Age kämpft. Das ist zwar schon einmal schief gegangen, aber diesmal soll es wirklich klappen. Doch wie die meisten Schurken dieser Zeit begeht er den Fehler, seine Verbrechen mit Hinweisen anzukündigen, die er der Polizei schickt. Mal sind es neun Ringe aus Dantes Inferno, die eine Sportarena als Tatort meinen, dann ein Stück angebranntes Papier auf eine Müllverbrennungsanlage, schließlich wird eine Fabrik für Fischköder zur Todesfalle, in die sich Batman nur zu gern locken lässt, damit es für uns spannend wird.

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Legends of the Dark Knight: Viewpoint

DC Comics

„Batman is beyond facts!“

Im Jahr 1994 kam es im Zuge des Crossover-Events Zero Hour zu einem weiteren (Soft) Reboot des DC-Universums und das gab Anlass, in diversen Nullnummern die Origins der Helden neu zu erzählen, was natürlich ein beliebtes Mittel ist, um Lesern den Einstieg zu erleichtern. Eingefleischte Batman-Fans brauchen so etwas nicht, vor allem wenn dabei nicht viel Neues oder gar nur Redundantes herumkommt. Doch die Legends of the Dark Knight bilden auch hier eine Ausnahme.

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Wiedersehen mit dem Werwolf

Titel: Moon of the Wolf (dt. Wolfsmond)

Drehbuch: Len Wein

Erschienen: 1992 (Batman: The Animated Series S01E43)


Ein Werwolf macht Gotham unsicher, greift einen Zoowärter an, Batman geht dazwischen, der Werwolf entkommt. Der Mann dahinter: Anthony Romulus, ein Millionär und Zehnkämpfer, der sich von einem gewissen Professor Milo dopen lässt. Das neue Wunder-Mittel kann man nicht aufspüren, doch es da es aus Wolfs-Östrogenen gemacht ist, hat es den Nachteil, dass man selbst zu einem wird. Milo hat das Gegenmittel, aber er behält es für sich. Zuerst soll Romulus Batman töten.

Warner Bros.

Er lockt den Helden also in eine Falle (er soll einen Spendencheck abholen) und knockt ihn mit Gas aus. Doch statt ihn einfach zu erledigen, besteht Milo auf einer Show: Romulus soll Batman als Werwolf in einer Arena abschlachten. Der Nachteil daran ist, dass es Augenzeugen gibt, die die Polizei rufen …

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Batman und der Gargoyle

DC Comics

Titel: A Gotham Tale: Gargoyles/Venging Spirits

Autor/Zeichner: John Wagner/Cam Kennedy

Erschienen: 1992 (Batman #477-478), Paperback 2022 (Batman: The Caped Crusader Vol. 6)


In Gotham werden die Schätze von Canterbury ausgestellt, einem Wallfahrtsort aus England. Christina Creighton hat die Ausstellung kuratiert, ihr Vater ist vor drei Wochen gestorben, ein Freund von ihm, der Biochemiker Morris Eagleton, begleitet sie. Dann platzen ein paar maskierte Räuber ein, Batman eilt zur Stelle, doch sie nehmen Christina als Geisel und sperren dann alle drei in einen Safe.

Das Problem: Der Safe ist luftdicht und hat ein Zeitschloss – für alle drei wird der Sauerstoff nicht reichen. Einer muss sterben. Batman hat drei Betäubungspfeile, zusammen sind sie tödlich. Also erzählen sie sich – ganz in der Tradition von Chaucers Canterbury Tales – ihre Geschichten, um zu entscheiden, wer am ehesten das Leben verdient.

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Batman Beyond: Comic-Adaption eines Zeichentricks

Titel: Batman Beyond (Vol. 1)

Autor/Zeichner: Hilary S. Bader/Rick Burchett, Joe Staton

Erschienen: 1999 (Miniserie #1-6), Paperback 2024 (Compendium, zusammen mit Batman Beyond Vol. 2 #1-24)


Was unterscheidet einen Zeichentrick vom Comic? Klar: Der Zeichentrick „lebt“ durch Animation, der Comic ist statisch. Im Film sehen wir eine schnelle Abfolge vieler (gleich großer) Einzelbiler. Beim Comic sehen wir vergleichsweise wenige Bilder, die nebeneinander stehen, aber unterschiedlich groß sind – die Bewegung ist Illusion bzw. wir müssen sie beim Lesen selbst herbeiführen.

Immer wieder gibt es Comics, die Zeichentrickfilme oder Serien fast eins zu eins adaptieren – und dabei zeigt sich das Gefälle zwischen den beiden scheinbar ähnlichen, aber dann doch sehr unterschiedlichen Medien. Zu Beginn der Comicserie Batman Beyond hat man einfach in den ersten zwei Ausgaben die ersten zwei Episoden der Zeichentrickserie adaptiert („Rebirth„). Jeweils 22 Seiten pro 22 Minuten Sendezeit – das müsste in etwa hinhauen, doch tatsächlich klappt das nicht.

Das liegt zum einen daran, dass der Prolog mit dem gealterten Batman um drei Seiten erweitert wird. Zunächst wird erzählt, wie Batman seinen neuen schwarzen Kampfanzug entwickelt, bzw. auf die Idee kommt. Bei der Gelegenheit muss Batman erneut erklären, dass er keine Feuerwaffen mag – für alle Leser, die es noch nicht wissen. Erst dann setzt die Handlung ein, in der Batman einen Einsatz verpatzt und dann aus Verzweiflung zur Waffe greift und sich daraufhin zur Ruhe setzt: „Never again.“

Bruce Waynes letzter Einsatz als Batman. (DC Comics)

Doch auch wenn Batman im Comic die Waffe hinterher dramatisch wegwirft und „No!“ schreit, auch wenn das letzte Panel der Seite in Scherben zerbricht, wirkt die Sequenz abgehetzt und weniger dramatisch als die drei Minuten im Film. Wir bekommen weit weniger zu sehen, aufs Wesentliche reduziert, aber dann doch zu sehr beeilt. Die Höhepunkte bekommen nicht den nötigen Raum, sondern wirken in die Seiten gequetscht. So auch am Ende, wenn aus Derek Powers der Superschurke Blight wird.

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Batmans Geheimnis wird gelüftet

DC Comics

Titel: The Secret

Autor/Zeichner: Joshua Hale Fialkov/Adriana Melo, Tomás Giorello

Erschienen: 2011 (Superman/Batman #85-87), Hardcover 2022 (Superman/Batman Omnibus Vol. 2)


„There is no truth. Only the fight.“ (Batman)

Ein Reporter von der Gotham Gazette (Garrett Remington) wird tot am Strand von Metropolis gefunden, eine zusammengerollte Zeitung steckt im Mund der Leiche. Er war ein Freund von Perry White. Der Chefredakteur des Daily Planet weiß: Remington hat Batmans Geheimidentität gelüftet. Clark Kent soll in Gotham Näheres herausfinden. Kaum ist er da, taucht Batman vor ihm auf. Clark biete seine Hilfe an, aber Batman verweigert sie und schickt ihn wieder heim … Ihr kennt das alte Spiel: Er lernt es nie.

Batman findet daraufhin selbst heraus, dass Remington Bruce Wayne auf den Fersen war. In dem Moment platzt die Polizei in die Wohnung, Batman lässt alles schnell in Flammen aufgehen und verletzt die Beamten, wird wieder zum Gejagten. Auch Superman ist nicht erfreut …

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