Detective Comics

Batman und der falsche Godzilla

The Creature from the Green Lagoon

DC Comics

Titel: The Creature from the Green Lagoon

Autor/Zeichner: Dave Wood/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1958 (Detective Comics #252)


Diese Story ist bemerkenswert dreist. Hier wird unverhohlen aus der Filmgeschichte geklaut und zu etwas Neuem zusammengefügt. Allein schon der Titel spielt an auf den Horrorklassiker Creature from the Black Lagoon (dt. Der Schrecken vom Amazonas, 1954), dessen Handlung wiederum an King Kong (1933) erinnert, aber auch bei dem bedient sich die Comicstory.

Batman wird nach Skull Island bestellt und fliegt mit Bat-Plane hin. Dort dreht Produzent und Freund Cory Blane einen Spielfilm, allerdings mit einem falschen Monster. Die Handlung erinnert an King Kong: Eingeborene halten das Monster mit einem Zaun fern. Beim Dreh ist ein echtes Monster, Locto, eine Art zweibeinige Riesenechse, aufgetaucht und hat das Filmset zerstört. Hier lässt Godzilla (1954) grüßen.

Batman und Robin blenden es bei seinem nächsten Auftauchen mit Scheinwerfern und versuchen, es mit einem Kran einzufangen, das klappt aber nicht, weil ein gewisser Professor Carter es verhindert. Der Wissenschaftler will nicht zulassen, dass das Monster getötet wird. Er will es im lebendigen Zustand erforschen. Batman versichert aber, es nicht töten zu wollen. Und so versucht man es mit einem Netz, das unter Strom steht, doch das Monster hat seine Füße dagegen isoliert.

Wiedersehen mit einem Roboterdino

Batman hat einen Verdacht: Das Monster könnte falsch sein, ein Roboter, gesteuert von einem Menschen. Und so ist es auch. Damit bekommt die plagiierte Story aber keine interessantere Wendung. Denn Batman trifft nach The Isle that Time Forgot (Batman #10, 1942) und Dinosaur Island (Batman #35, 1946) schon wieder auf eine Art Roboterdino vor einer Filmkulisse (daher auch der Riesendino in der Bathöhle). Die Autoren plagiieren sich also auch selbst.

Während Batman bei einer Tauchaktion unter Wasser gegen das falsche Monster kämpft, findet Robin am Strand den Schuldigen, der Roboter aus der Ferne steuert. Ein Assistent will den Film sabotieren, damit nicht entdeckt wird, dass in der grünen Lagune schwarze Perlen liegen.

Abgesehen von der Frage, wie ein Filmteam schwarze Perlen entdecken soll, wenn es ganz anderes zu tun hat, bleibt offen, woher ein Assistent die Mittel hat, einen so hoch entwickelten Roboter zu bauen und unbemerkt auf die Insel zu bringen. Und wenn er sie hat, braucht er keine schwarzen Perlen mehr. Es sei denn, er braucht sie, um die horrenden Schulden abzuzahlen, die er aufgenommen hat. Aber wenn er Schulden hat, warum hat er sie nicht gleich mit den Perlen beglichen, die er gefunden hat? Vielleicht hat er ja mit den Perlen den Roboter bezahlt, wollte aber noch mehr davon sammeln.

Wie auch immer: Wenn ich einen Haufen kostbare Perlen gefunden hätte, hätte ich sie einfach verkauft und den Job beim Film gekündigt. Wenn er Zeit genug hatte, dass Monster zu bauen, hätte er mehr als genug Zeit, alle Perlen zu sammeln. Das mit dem Monster war also eine ganz schön bescheuerte Idee. Immerhin kreativer als diese dreist abgekupferte und zusammengestückelte Story. Aber so ein Remix ist ja auch sehr postmodern …

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Der Batman der Zukunft kehrt zurück

DC Comics

Titel: The Batman of Tomorrow

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1955 (Detective Comics #216)


Drei erfolgreiche Raubzüge haben Batman und Robin aufzuklären, jedes Mal hatten die Gauner Hilfe von Innen, aber zunächst gilt es, zu einem Benefizball für ein neues Krankenhaus zu gehen. Dort hat jemand das überdimensionale Modell des Hospitals auf ein wackeliges, dreibeiniges Podest gestellt, direkt an einer hohen Treppe, sodass nur ein kleiner Stoß genügt, um damit die ganze geladene Gesellschaft zu gefährden. Und so kommt es auch: Das Ding stürzt die Treppe hinunter, Bruce Wayne hält es auf, verrenkt sich dabei aber den Arm.

Während alle Aufmerksamkeit abgelenkt ist, schnappen sich Gauner die Perlenketten der Damen. Zum Glück hat Reporterin Vicky Vale zufällig ein Bild vom Verdächtigen geschossen. Doch Batman kann der Sache nicht nachgehen, denn wenn Vicky seinen kaputten Arm sieht, erfährt sie seine Geheimidentität. Was tun? Ein Ersatz muss her. Wäre das die Serie World’s Finest, würde Batman Superman um den Gefallen bitten. Aber stattdessen holt man noch weiter aus: Warum nicht den Batman der Zukunft fragen?

Batman und Robin kennen bereits Brane Taylor, den blonden Batman aus dem Jahr 3054 (bzw. 3051 in Batman #67, 1951). Wie gut, dass Brane ein „super-scientific radio“ dagelassen hat, mit dem man ihn rufen kann. Kurz darauf erscheint eine gelbe Kugel, Brane kommt raus und übernimmt den Part seines Vorbilds.

Batman flirtet mit Vicky Vale

Das geht natürlich nicht ohne Probleme, denn Brane muss sich zunächst daran gewöhnen, dass Batmobile nicht über Züge springen können. Außerdem flirtet er ganz schön heftig mit Vicky Vale – eine Eigenschaft, die man vom prüden Batman so gar nicht kennt. Das macht auch die Reporterin misstrauisch. Außerdem fällt ihr etwas an diesem Batman auf, das eindeutig anders ist.

Brane setzt ganz auf die Technik der Zukunft: Er verfolgt ein Flugzeug mit seinen eingebauten Düsen, die ihn fliegen lassen, später wiederholt er das mit einem Pferd. Außerdem kann er sich unsichtbar machen. Robin muss Babysitter spielen, dass Brane mit diesen Aktionen nicht vor Vicky auffliegt.

Nachdem der Fall gelöst ist, kommt Vicky aber mit ihrem Beweis, dass dieser Batman ein Betrüger ist: Der Neue ist größer als das Original! Aber nein, sagt Batman, das liege nur daran, dass er hohe Absätze trage. Dann ist ja alles klar. Aber was ist mit Batmans Arm? Der ist auf wundersame Weise geheilt, „thanks to your scientific massage“, sagt er zu Brane, als er im letzten Moment wieder für ihn einspringt. Wenn die Heilung so schnell ging, hätte man dann nicht einfach warten können, bis Batman wieder fit ist? Dann hätte man sich die ganze Aufregung mit dem Doppelgänger gespart?

Na klar, aber dann gäbe es diese Geschichte nicht.

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Was Batarangs alles können: alles

Batman, Robin, Batarangs

The 100 Batarangs of Batman (Detective Comics #244, 1957) (DC Comics)

Titel: The 100 Batarangs of Batman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Detective Comics #244)


Der Batarang gehört von Anfang an zu Batman: Bereits in Detective Comics #31 (1939) hat er ihn zum ersten Mal benutzt (damals noch Baterang genannt). Es ist eine elegante Waffe aus zivilisierteren Zeiten, die Batman anstelle von Schusswaffen benutzt – könnte man meinen. Doch bereits in eben dieser Ausgabe benutzt Batman am Ende eine Pistole, um einen Vampir zu erschießen. Und es ist nicht das letzte Mal, dass er tödliche Gewalt anwendet (siehe Batman #1). Aber das war nur am Anfang so.

18 Jahre später erfahren die Leser: Batman hat nicht nur ein Modell des Batarangs, sondern 100 verschiedene. Auf dem Cover sind nur fünf zu sehen. Der „Flash Bulb Batarang“ erzeugt Blitzlicht, der „Seeing Eye Batarang“ hat eine integrierte Minikamera, der „Police Whistle Batarang“ konnte einmal Commissioner Gordon das Leben retten, weil er beim Fliegen einen warnenden Pfiff abgibt, und der „Magnet Barang“ hat eine besondere Anziehungskraft, die Metallplatten im Flug einfach mitnimmt.

Kurz gesagt: Mit Batarangs kann man so ziemlich alles machen. Sogar die Naturgesetze umgehen. Batman und Robin erzählen sich eine Anekdote nach der anderen, weil ein Batman-Sammler von Ganoven um einen Film gebracht wurde, der Batman beim Batarang-Werfen zeigt. Batman vermutet, dass sie sich seine Technik abschauen wollen, um Verbrechen zu begehen. Dabei befürchtet er, sie könnten seine Geheimwaffe, den Batarang X, stehlen.

Batmans Geheimwaffe: der Batarang X. (DC Comics)

Zumindest im ersten Punkt liegt er richtig: Die Ganoven bauen einen Haufen Bomben-Batarangs und planen, damit fette Beute zu machen. Wie das gehen soll, wenn sie dabei alles in die Luft jagen, erschließt sich nicht richtig. Aber noch bevor der Plan näher ausgeführt werden kann, kommen ihnen Batman und Robin in die Quere. Batman benutzt den Batarang X selbst: Es handelt sich dabei um einen Riesenbatarang, mit dem Batman per Katapult (vom Batmobil aus) durch die Luft fliegen kann. Warum nicht das Batplane benutzen? Weil der Batarang X lautlos ist …

Batman entfernt die Sprengladungen von den Batarangs und baut sie so um, dass sie zu ihren Angreifern zurückkehren, sprich: sie selbst treffen. Einer der Gauner ist ganz verblüfft: „When we try to throw the Batarangs, they come back to hit us!“ Kein Wunder: Batarang kommt von Boomerang. Fangen wäre eine Option. Aber so wird das Verbrechen mal wieder mit seinen eigenen Waffen geschlagen.

Der erste Batarang: Ein Geschenk von Lee Collins. (DC Comics)

Bei der Gelegenheit erfahren wir auch, wie Batman auf den Batarang gekommen ist: Noch vor seiner Zeit mit Robin hat er einen Dieb zu einem Zirkus verfolgt, da hat er den Bumerang-Werfer Lee Collins kennengelernt, der ihm geholfen hat, den Dieb zu fassen. Collins wirft den Bumerang, lenkt den Dieb für nur eine Sekunde ab, aber das reicht Batman, um dem Gesuchten einen Kinnhaken zu verpassen. Collins bringt Batman das Werfen bei und fertigt für ihn den ersten Batarang an.

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Tödliche Trophäensammlung

The Thousand and one Trophies of Batman (DC Comics)

Titel: The Thousand and One Trophies of Batman

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Bob Kane

Erschienen: 1950 (Detective Comics #158)


Batman und Robin müssen nicht nur Nacht für Nacht das Verbrechen bekämpfen und neue Gadgets wie Batmobile und Batplanes bauen, sie pflegen auch ihre Trophäensammlung in der Bathöhle. So ein Riesenpenny will nun mal gereinigt werden. Mittlerweile, im Jahr 1950, ist die Sammlung auf 1000 Stücke angewachsen, obwohl Batman gerade einmal seit zwölf Jahren im Dienst ist und nur rund 400 Abenteuer erlebt hat. Offenbar wurde den Lesern bis dahin die Hälfte vorenthalten. Egal.

Während Batman und Robin Riesendino und Riesenschachbrett betrachten und in Erinnerungen an ihre vergangenen Fälle schwelgen, ruht das Verbrechen nicht. Die beiden werden zum Hafen gerufen, wo der Gauner namens Dr. Doom Juwelen in ägyptischer Kunst nach Gotham zu schmuggeln versucht. Als er entlarvt wird, springt er ins Wasser, wo er sich verstecken kann, weil er einen Zigarettenhalter als Schnorchel benutzt. Das Dynamische Duo denkt nicht mal daran, hinterherzuspringen.

Sarkophag wird Trophäe 1001

Dann wird Batmans Sammelwut ihm zum Verhängnis: Obwohl er kaum etwas zu tun hatte, bittet er Gordon darum, einen Sarkophag als Trophäe mitnehmen zu dürfen. Klar, warum nicht? Beweismittel werden überbewertet. Doch bevor die beiden zurückfahren, steigt Dr. Doom aus dem Wasser, klettert heimlich in einen Sarkophag und lässt sich so im Batmobil in die Bathöhle bringen.

Wer den Cent nicht ehrt: Der Riesenpenny fällt auf Robin. (DC Comics)

Während sich die Helden über Trophäe Nr. 1001 freuen, bereitet Dr. Doom seine Rache vor: Er präpariert die Trophäen so, dass sie für Batman und Robin zur Todesfalle werden. Und kaum kehren sie zurück, schießen ihnen Riesenwürfel entgegen. Dann erschlägt der Riesenpenny fast Robin, eine Harpune erschießt beinahe Batman. Schließlich klettert der Schurke in den Riesendino (der hier sonderbarerweise kein T-Rex, sondern eine Art Brachiosaurier ist) und lässt den Roboter auf die beiden losgehen.

Die Helden kappen die Leitungen, Dr. Doom wirft eine Granate und versteckt sich im Sarkophag. Zum Glück kann Batman sich und Robin mit einem Miniaturhaus vor der Explosion schützen. Doch danach lässt sich der Sarkophag nicht mehr öffnen und Dr. Doom erstickt. Trophäe Nr. 1001 bleibt eine mit Einlage und der Tod wird zum ständigen Gast in der Bathöhle. Auch Pietät wird offenbar überbewertet …

>> Batman 1950-1959


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Zum tausendsten Mal Batman: Detective Comics #1027

Detective Comics #1027 von Andy Kubert (DC Comics)

Man muss nicht abergläubig sein, um zuzugeben, welche Macht Zahlen auf uns haben. Schlaue Marketing-Leute wissen das. Und so feiern wir nicht nur mittlerweile alle fünf Jahre ein Batman-Jubiläum, auch jede runde Heftnummer wird schon zu einer Jubiläumssonderausgabe aufgeblasen, auch wenn eine #50 heute nur noch halb so viel wert ist wie noch im 20. Jahrhundert, da Batman und Detective Comics immer noch zweiwöchentlich erscheinen, aber dafür hebt man sich dann „Batmans Hochzeit mit Catwoman“ auf. Batman #100 muss natürlich auch was Besonderes sein. Und Detective Comics #1000 fiel im vergangenen Jahr mit Batmans 80. Jahrestag zusammen. Und dieses Jahr ist sogar Nummer #1027 144-Seiten stark. Warum? Weil es Batmans 1000. Aufritt in der Serie ist (die Nummern 0 und 1.000.000, sowie 23.1-4, Annuals und Specials natürlich nicht mitgezählt).

Die Idee ist nicht neu: Bereits 1991 wurde Detective Comics #627 mit drei Nacherzählungen von The Case of the Chemical Syndicate (Detective Comics #27, 1939) gefeiert. Jetzt also zwölf ganz neue Kurzgeschichten von der Crème de la Crème der Branche, übliche Verdächtige wie King, Snyder, Tomasi und Tynion, Veteranen wie Bendis, Morrison, Wolfman, Jurgens und Rucka, aber auch Batman-Neulinge wie Matt Fraction sowie die beiden Autorinnen (!) Mariko Tamaki und Kelly Sue DeConnick dürfen je eine Story beitragen. (Ganz zu schweigen von den fähigen Zeichnern.)

Mal wieder Joker

Jeder Autor widmet sich einer anderen Facette des Dunklen Ritters: Brian Michael Bendis lässt Batman sich mit der Batman-Family als Detektiv betätigen, Greg Rucka lässt seine Gotham-Central-Zeit wiederaufleben, indem er den Werdegang einer jungen Polizistin in Gotham erzählt, die nicht nach den Regeln spielt – und (wie oft in der Serie) von Batman gerettet wird. In Ghost Story trifft Batman mit Robin auf Deadman, in einer anderen prügelt er sich mit Dr. Phosphorus (gezeichnet von Walter Simonson) und Marv Wolfmans Beitrag ist nicht mal eine Erwähnung wert.

Und was kommt von den Neulingen? Kelly Sue DeConnick zeigt, wie Bruce Wayne beim Golfspielen geschickt gegen Korruption vorgeht – auf jeden Fall eine der stärkeren Geschichten. Fraction erzählt, wie der Joker Batman jedes Jahr ein Geburtstagsgeschenk überreicht. Die Pointe: Joker selbst ist das Geschenk – in ewiger Verbundenheit. Diese Tatsache beweist auch die letzte Story in dem Heft, einem Tie-in von Mariko Tamaki zum Joker War. Ohne Joker geht es nicht mehr, wir erleben derzeit eine regelrechte Joker-Flut und nach meiner Meinung läuft es sich tot. Weniger Joker wäre mehr. Andere klassische Schurken hätten mehr Aufmerksamkeit nötig.

Batmans Vorläufer und Vorbilder

Peter J. Tomasi macht es so, wie es nicht sein sollte: Seine Story von Batman in einer Todesfalle dient nur zum Anlass, seitenweise Pin-ups von Batmans Rogue-Gallery aneinanderzureihen. Damit werden die Figuren wie so oft in letzter Zeit zu bloßen Statisten degradiert. Ähnlich ist es mit Scott Snyders As Always, wo es darum geht – aufgehängt am Symbol des Bat-Signals – Batmans Rolle als kosmischen Kämpfer an der Seite der Justice League darzustellen. Hauptsache, es kommen alle anderen auch mal vor. Dan Jurgens deutet mit Generations: Fractured das nächste Event an, in dem die Zeit (schon wieder) aus den Fugen gerät und Batman in sein Ur-Kostüm von 1939 schlüpfen lässt. Die Welle der Nostalgie rollt immer weiter, in ewiger Retro-Schleife … (siehe auch Zero Year)

All diese Häppchen lesen sich schnell weg und sind ebenso schnell wieder vergessen. Was bleibt aber hängen? Vielleicht höchstens Grant Morrisons Detective #26, eine schöne Hommage an Batmans Vorbilder (bzw. Vorläufer): Ein Mann in Gotham beschließt, in Anlehnung an den Crimson Avenger und The Shadow, zum maskierten Rächer Silver Ghost zu werden – bis ihm dann ein Kerl in Fledermauskostüm zuvorkommt. Damit greift Morrison geschickt die Prämisse von der Batman TAS-Episode Beware of the Gray Ghost (Das graue Phantom) wieder auf, indem er darstellt, dass Batman selbst nur zusammengesetzt ist aus verschiedenen Versatzstücken – von Zorro bis Sherlock Holmes, von Leonardo bis The Bat Whispers.

Detective Comics #1027 bietet also viele Seiten fürs Geld, darunter auch viele prächtig gezeichnete, mit einer Reihe wunderbarer Pin-ups (Lee Bermejo ehrt die ersten Batman-Serials!), aber am Ende ist es doch nur eine weitere aufgeblasene Jubiläumsausgabe, die bloß viel Luft bietet – besonders nach oben.

Mehr Jubiläumscomics:


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Spuren ins Nichts

DC Comics

Titel: The Curious Case of the Crime-less Clues

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1967 (Detective Comics #364)


Schon wieder Riddler! Gerade einmal eine Ausgabe von Detective Comics hatte das Dynamische Duo zum Durchatmen, jetzt ist er wieder draußen. Da sieht man es wieder: Noch vor Arkham war bereits der Knast von Gotham eine Drehtür für Gauner. Ganz schön viele Alliterationen hier? Na gut, ich hör schon auf und komme endlich zur Sache.

Jedenfalls machen Batman und Robin dieses Mal kurzen Prozess mit dem Riddler: Nach ein paar Spielereien mit Seifenblasen und einer Bombe in einer Kiste buchten sie ihn ein. Doch das Rätseln geht weiter: Die Scheinwerfer des Batmobils halten schon das nächste bereit. Wie kann das sein? Egal, der Riddler ist ja erledigt.

Am nächsten Morgen zeigt Alfred Ermüdungserscheinungen. Er hat wohl schlecht geschlafen. Beim folgenden Einsatz von Batman und Robin finden sie Dublonen zu einem weiteren Rätsel arrangiert. Die Gauner beteuern, nichts damit zu tun haben. Könnte es der Joker sein? Nein, auch er sitzt (noch) im Knast. Beim dritten Mal folgen Batman und Robin Fußspuren, die zur Decke und damit ins Nichts führen. Sehr seltsam das alles.

Wiedersehen mit dem Outsider

Am Ende finden sie heraus, dass Batman und Robin bei einer Parade in die Luft gejagt werden sollen. Auf einer Plattform sind die Figuren ihrer Schurken aufgereiht, dazwischen sollen sie dem Volk winken. Das Dynamische Duo setzt daraufhin Roboter-Doubles ein. In der Zwischenzeit suchen die beiden, undercover unters Volk gemischt, nach ihrem geheimen Widersacher. Da stößt die Pinguinfigur ein Gas aus, die Batman- und Robin-Fakes schweben davon und explodieren. Dann erspäht Bruce, wie Alfred in Ohnmacht fällt. Als er ihn auffängt hört er ihn sagen: „I–did–it! I destroyed my mortal foes–Batman and Robin!“

Bruce erkennt sofort das Lächeln des Outsiders. Ja, genau des Outsiders, der einmal in Gestalt des von den Toten auferstandenen Alfred sein Unwesen trieb. Er steckt offenbar noch immer im Körper des treuen Butlers und lenkt dessen Unterbewusstsein, um Batman und Robin auszuschalten. Alfred wusste nichts davon, weil er schlafwandelte. Aber jetzt, da der Outsider das vermeintliche Ende der beiden Helden gesehen hat, ist eine Rückkehr nicht mehr zu befürchten, sagt Dick schließlich. Na ja, warten wir’s mal ab …

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Batman zerstört Gotham

DC Comics

Titel: The Night Batman Destroyed Gotham City

Autor/Zeichner: Gardner Fox/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1967 (Detective Comics #362)


Die Wayne Foundation vergibt Stipendien an benachteiligte Kinder. Wie schön. Aber leider nur an Jungs. Das ist natürlich nicht so schön für die Mädchen. Und auch das Auswahlverfahren ist ziemlich zweifelhaft: Robin lässt die Kinder Carrera-Rennen mit kleinen Batmobilen fahren. Und dann gewinnt das Kind mit dem geschicktesten Daumen, in dem Fall ein weißes, während das schwarze neben ihm leider leer ausgeht. Tja, Pech gehabt, Junge. Das Leben ist halt nicht fair.

Stipendienvergabe nach Wayne-Art: Wer fährt das schnellste Batmobil? (DC Comics)

Doch als der Junge seinen Preis in Händen hält, ist es keine Urkunde, sondern ein Rätsel des Riddlers: Was hat vier Beine, raucht Pfeife, aber kann nicht gehen, sehen oder sprechen? – Na, klar, denkt Robin, ein Herd! Und damit kann eigentlich alles gemeint sein, aber Robin ist überzeugt: Es geht um die Stove Insurance Company. Richtig? Falsch! Hier zeigt sich einmal, dass die Bat-Logik versagt. Denn der Riddler hat die Grill Manufacturing Corporation ausgeraubt. Ach ja, ein Grill ist ja auch eine Art Herd, nur eben ein kleiner.

Man trägt Kreuzworträtselmuster: Riddlers Enigmen. (DC Comics)

Der Riddler hat also fett abgesahnt, ohne dass ihm jemand in die Quere kam. Zur Hilfe hat er die Enigmen bei sich, drei Komplizen, die Kreuzworträtselmuster tragen. Und diesmal meint es der Riddler ernst: Der ganze Rätselzirkus soll zum Tod des Dynamischen Duos führen.

Das zweite Rätsel kommt unverhofft: Kaum schwingen sich Batman und Robin nach einem Einsatz zurück ins Batmobil, schreit Robin auf: Er hat sich auf eine Reißzwecke gesetzt. Der Riddler wird buchstäblich zum „pain in the ass“. In der Reißzwecke ist ein kleines Rätsel zu finden: „What word of five letters has only one when two letters are taken away?“ – Ganz klar: „Stone“, denn wenn man S und T entfernt, bleibt nur „one“ übrig. Und wieder ist klar: Es geht um „P.J. Stone Brokerage Outfit“ – Robin scheint die Gelben Seiten auswendig gelernt zu haben. Aber nicht so schnell: So ein Kurzschluss hat sie schon einmal in die Irre geführt. Statt eines Herdes ging es um einen Grill, also geht es hier nicht um einen Stein, sondern einen Kiesel. Also: Auf zum Pebble Beach Fun House!

Dort findet ein Jahrmarkt zu wohltätigen Zwecken statt. Alles kostet 100 Dollar. Der Riddler verschwindet mit der Kohle, doch es ist nur Spielgeld. Egal, es ist nützlich für den nächsten Hinweis. Der Riddler schickt die Blüten zurück, allerdings zusammengeklebt zu einer Wortkette: „What city can always feed it’s people“? Damit ist natürlich Gotham City gemeint – die Stadt, die für ihre Bürger sorgt. (Fragt sich nur, warum dann dort so viele Verbrecher herumlaufen.) Und wenn man der Logik folgt, dass immer das Kleinere gemeint ist, dann lautet das nächste Ziel „Little Gotham“, also eine Bank in der Innenstadt.

Diesmal liegt das Dynamische Duo zwar richtig, der Riddler hat sie dorthin geführt, aber nur, um sie dort in die Luft zu jagen. Derweil raubt er eine andere Bank aus (mit neuen Gefährten, nachdem seine Enigmen versagt haben). Doch Batman und Robin sind auf die falsche Fährte nicht hereingefallen und sind zufällig zur richtigen Bank gefahren.

Riddler beschießt Batman und Robin mit den USA. (DC Comics)

Dann wird es sonderbar. Der Riddler hat – gut vorbereitet wie er ist – eine neue Waffe dabei: eine Karte der USA mit Düsenantrieb und Knalleffekt. Warum? Damit das Wortspiel aufgeht: „You two are in for states of shock when my name-the-state puzzle goes into action!“ Robin wird an die Wand geschleudert. Der Riddler wirft eine Flasche mit einem Ei nach Batman, aber das hält ihn nicht auf. Ein Schlag ins Gesicht des Rätselkönigs und die Story könnte hier enden. Aber da ist ja immer noch die Bombe in der Little Gotham Bank – die könnte die Stadt in die Luft jagen!

Der Riddler bietet Batman einen Deal an: Er verrät ihm, wo die Bombe ist, wenn er ihn gehen lässt. Aber Batman macht keine Deals mit Gaunern. Er will sie selbst finden. In der Bank findet Batman ein Modell von Gotham – darin muss die Bombe versteckt sein. Weil er vermutet, dass sie einen Wärmesensor hat, kühlt er seine Körpertemperatur mittels „Bat-Freeze Pill“ herunter. Seltsamerweise bringt ihn das nicht um, vielleicht weil er gleichzeitig Bat-Thermo-Unterwäsche trägt, was – zugegeben – auch nicht mehr Sinn ergeben würde, daher: Sei’s drum.

Batman beginnt also damit, das Stadtmodell zu zerlegen, mit Händen und Füßen, dabei muss er darauf achten, sich nicht zu sehr anzustrengen, weil seine Körpertemperatur wieder steigen könnte. Am Ende legt er sich also einfach hinein. Und als das Modell von Wayne Manor kaputtgeht, erkennt er: Es gibt keine Bombe. Der Riddler hat ihn lediglich dazu gebracht, Gotham selbst zu zerstören. „What a bomb!“

Was für ein Reinfall: Batman blamiert sich. (DC Comics)

Aber Moment mal: Hat der Riddler nicht angekündigt, Batman und Robin zu töten? Wie hätte das gehen sollen, wenn es keine Bombe gegeben hat? Das muss wohl für immer ein Rätsel bleiben.

Neues Batplane als Helikopter und U-Boot

Batman, Robin, Batplane 2

DC Comics

Titel: The Birth of Batplane II

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Dick Sprang

Erschienen: 1950 (Batman #61)


Nach einem neuen Batmobil muss auch ein neues Batplane her – immerhin haben wir auch ein neues Jahrzehnt. Das alte hat während eines Testflugs einen Defekt. Batman und Robin sind gerade dabei, eine neue Geheimwaffe auszuprobieren (ein „vacuum blanket“), da versagt die Steuerung. Das Dynamische Duo sucht das Weite, während das Batplane aufs Meer zufliegt und dort abstürzen soll, wenn der Sprit alle ist.

Doch anders als erwartet, dreht der Wind das Batplane zurück aufs Festland und lässt es sanft auf Bäumen landen. Das sehen ein paar Gauner und wittern ihre Chance. Mit dem Batplane können sie ein paar Dinger drehen, bei denen sie ordentlich abkassieren. Dafür beschäftigen sie den ehemaligen Kriegspiloten Haggerty, der zu alt ist, um sonst noch Arbeit zu finden.

In der Zwischenzeit bauen sich Batman und Robin ein neues Batplane: Der Batman-Kopf an der Spitze verschwindet zugunsten der Aerodynamik, es gibt – wie schon beim Batgyro – einen (ausfahrbaren) Propeller für einen Helikopter-Modus und allerlei andere Gadgets wie ein komplettes Kriminallabor. Das Beste aber: Das Batplane kann sogar zum U-Boot umfunktioniert werden.

Nachdem die Gauner also zunächst mit dem Batplane eine Ladung Diamanten geraubt haben, bauen sie sich zwei weitere und legen dann so richtig los. Täuschen können sie damit keinen mehr. Im Batplane II liefert sich das Dynamische Duo eine spektakuläre Luftschlacht gegen drei alte Modelle ihres eigenen Flugzeugs – mit dem Unterschied, dass daran jetzt auch Maschinengewehre befestigt sind.

Das Batplane II rauscht in die Tiefe, versteckt sich im Wasser, schießt wieder hoch und lässt mit der Geheimwaffe „vacuum blanket“ alle Technik an Bord der falschen Batplanes versagen. Im Helikoptermodus kann es das gegnerische Flugzeug abschleppen. Als aber Haggerty zum Helden wird, einen Gangster ausknockt und ihn per Batplane Batman ausliefern will, wird er zunächst auch für einen Schurken gehalten, stürzt dann aber ab, weil er bewusstlos wird. Zum Glück landet sein Flugzeug weich in einem Lumpenlaster. Und Haggerty bekommt am Ende eine zweite Chance: Batman will ihm einen Job besorgen.

>> Batman 1950-1959

Firefly wird Pyromane

Firefly Batman

Firefly in seinem Element. (DC Comics)

Manche wollen bekanntlich die Welt nur brennen sehen. So auch Garfield Lynns alias Firefly. Nach seinem gescheiterten Versuch, mit Farbeffekten Verwirrung zu stiften, kehrt Garfield Lynns alias Firefly im Jahr 1993 zurück – und dann ist Schluss mit lustig. Denn diesmal hat er eine Eigenschaft des kurzlebigen Schurken Firebug übernommen: Er ist ein Pyromane in einem Schutzanzug und Flammenwerfer, und er kann sogar fliegen.

Jahrelang war er in Arkham eingesperrt. Nachdem Bane die Insassen befreit hat (Knightfall: Broken Bat), fackelt Firefly nicht lange, seinem Namen alle Ehre zu erweisen. Zuerst ist ein Vergnügungspark dran. Batman ist bereits vom Kampf gegen die ausgebrochenen Irren so geschwächt, dass er ihm kaum etwas entgegenzusetzen hat.

Rache für geplatze Kindheitsträume

Robin findet heraus, dass Lynns – na, ratet mal – ein Waisenkind ist und eine Schwester namens Amanda hat. Wegen seiner schwierigen Vergangenheit wurden die Geschwister aber nicht von dem Paar adoptiert, das sich für sie interessiert hatte. Und jetzt will Garfield alle Orte niederbrennen, die ihm als Kind versprochen wurden: ein Theater, eine Bowlingbahn, den Zoo. Beim Versuch, ihn aufzuhalten, bringt sich Batman fast um. Erst beim dritten Mal legt sich die Fledermaus, die eigentlich allzeit bereit sein sollte, ein feuerfestes Kostüm zu – nur der Umhang verkokelt leider, was aber vor Flammenhintergrund immerhin ziemlich cool aussieht. Nach einem Kampf gegen einen Leoparden kann Batman Firefly fesseln.

Batman vs. Firefly

Detective Comics #689-690 (DC Comics)

Zwei Jahre später (Detective Comics #689-690, 1995) bricht Lynns wieder aus, diesmal aus Blackgate. Aber Moment mal: War er nicht früher in Arkham-Insasse? Offenbar gilt er nicht mehr als verrückt, obwohl er seine alte Leidenschaft nicht abgelegt hat. Jetzt wird sogar klar, was er so sehr an den Flammen findet: Er sieht sexy Feuerengel darin. Diesmal bewirbt er sich bei Black Mask als Brandstifter und verliebt sich in eine Nachbarin, scheitert aber – ganz im Stil von Taxi Driver – als er (Achtung: Kalauer) seiner neuen Flamme zeigt, was er in seiner Freizeit am liebsten treibt.

Die Rückkehr von Firebug

In der Zwischenzeit fragt Batman Joe Rigger, alias Firebug, ob er hinter der Brandstiftung steckt, aber er beteuert seine Unschuld. Abgesehen von der Wasserfolter irritiert die Sequenz noch auf zwei Weisen. Erstens: War Firebug nicht tot? Ja, war er. Zweitens: War er nicht mal schwarz? Auch das. Aber nach dem DC-Reboot der Crisis hat sich die Hautfarbe anscheinend mit dem Lebensstatus geändert. Spielt auch keine große Rolle, denn auch der neue Firebug taugt nix. Nach einem kurzen Comeback im alten rot-gelben Kostüm fällt er wieder seinen Flammen zum Opfer.

Batman vs. Firefly, Martian Manhunter

Detective Comics #689-690 (DC Comics)

Firefly hingegen entkommt nach seinem geplatzten Date und kehrt nach weiteren zwei Jahren wieder (Detective Comics #714-715, 1997). Dieses Mal verbündet er sich mit einem gewissen Dalbert, der einen Diamantendiebstahl plant. Dieser seltsam gekleidete Kerl hat auch die Fähigkeit, plötzlich zu verschwinden. Auch Privatdetektiv John Jones (Martian Manhunter) sucht nach ihm und wird von Firefly ordentlich durchgebrutzelt. Er tut sich mit Batman zusammen, um den Gesuchten zu schnappen, doch John erweist sich wegen seiner Feuerschwäche dabei als ziemlich nutzlos. Batman kommt auch erst ganz zum Schluss auf den Gedanken, das Kostüm zu wechseln und einen Feuerlöscher einzupacken. Am Ende ist alles vergebens, weil Dalbert an einen Ort verschwindet, an den man ihm nicht folgen kann: in die Vergangenheit – er ist ein Zeitreisender. Aber immerhin ist Firefly endlich gefangen.

Sein vorläufiges Ende findet der Pyromane kurz bevor Gotham zum Niemandsland erklärt wird (Batman #560/Detective Comics #727, 1998). Der Schurke Nicholas Scratch lässt Garfield Lynns befreien und rekrutieren, um dem vom Erdbeben zerstörten Gotham mit Feuer den Rest zu geben. Lynns akzeptiert den Auftrag, den er sogar gratis erledigt hätte. Doch als Firefly seine Flammen auf ein Becken mit einer explosiven Chemikalie loslässt, erleidet er schwerste Verbrennungen. Auf wundersame Weise kann er danach immer noch stehen. Erst eine zweite Ladung Feuer gibt ihm den Rest – bis er von nassem Zement gelöscht wird.

Trotz dieses Erlebnisses kehrt Firefly später immer wieder zurück. Dieser Feuerteufel ist einfach nicht totzukriegen. Aber zum Klassiker hat es dieser Schurke in all den Jahren trotzdem nicht gebracht.

>> Batman 1990-1999


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Batman und der Feuerteufel

Batman vs Firebug

DC Comics

Titel: My City Burns at Both Ends – It Will Not Last the Night

Autor/Zeichner: Len Wein/Irv Novick

Erschienen: 1979 (Batman #318), Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Len Wein)


Nach Firefly kommt Firebug, der allerdings nichts mit einem Glühwürmchen zu tun hat. Nein, diesmal ist „fire“ wörtlich zu nehmen, denn unser Firebug zündelt gerne. (Diesmal hört sich der deutsche Name „Feuerteufel“ viel bedrohlicher an.) Dahinter steckt Joey Rigger, ein Vietnam-Veteran und Sprengstoffexperte. Er will sich für die Tode seiner Familie rächen, denn Vater, Mutter und Schwester sind durch Defekte in ihren Mietshäusern gestorben. Diese Häuser gilt es nun abzufackeln. Und dazu legt sich Rigger erstmal ein schickes rot-gelb-flammendes Kostüm zu, das Napalm verschießt. Einfache Brandstiftung ist einfach nicht mehr zeitgemäß.

Leider geht die Mission nicht ganz so sauber wie gedacht. Gleich zu Beginn muss Batman ein Kind vor dem Feuer retten. Er schafft es nur mit Mühe und Not, indem er einen spekakulären Drahtseilakt vollführt – buchstäblich. Firefly ist zwar ganz froh, dass Batman das Kind gerettet hat, sieht aber keinen Anlass, sein Tun zu überdenken. Batman kann sich mit ein paar Feuerlöscherkapseln retten, Firebug haut ab.

Nächstes Mal ist Batman vorbereitet: Er hat sich einen feuerfesten Anzug zugelegt. (Offenbar trägt er ihn, zumindest in den 70ern, nicht immer.) Und da Firebug ihm seine Motivation verraten hat, kann er auch leicht auf dessen Identität schließen. Dankenswerterweise hat Firebug sein nächstes Ziel überdeutlich markiert: das Gotham State Building.

Beim Kampf bringt Firebug sein Kostüm zum Brennen und fällt seinen eigenen Flammen zum Opfer: Als er sich auf Batman stürzen will, schmilzt er durch ein Schutzgitter, fällt in die Tiefe und explodiert in der Luft. Batman: „What a hell of a waste.“

>> Batman 1970-1979


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