Brian Michael Bendis

Zum tausendsten Mal Batman: Detective Comics #1027

Detective Comics #1027 von Andy Kubert (DC Comics)

Man muss nicht abergläubig sein, um zuzugeben, welche Macht Zahlen auf uns haben. Schlaue Marketing-Leute wissen das. Und so feiern wir nicht nur mittlerweile alle fünf Jahre ein Batman-Jubiläum, auch jede runde Heftnummer wird schon zu einer Jubiläumssonderausgabe aufgeblasen, auch wenn eine #50 heute nur noch halb so viel wert ist wie noch im 20. Jahrhundert, da Batman und Detective Comics immer noch zweiwöchentlich erscheinen, aber dafür hebt man sich dann „Batmans Hochzeit mit Catwoman“ auf. Batman #100 muss natürlich auch was Besonderes sein. Und Detective Comics #1000 fiel im vergangenen Jahr mit Batmans 80. Jahrestag zusammen. Und dieses Jahr ist sogar Nummer #1027 144-Seiten stark. Warum? Weil es Batmans 1000. Aufritt in der Serie ist (die Nummern 0 und 1.000.000, sowie 23.1-4, Annuals und Specials natürlich nicht mitgezählt).

Die Idee ist nicht neu: Bereits 1991 wurde Detective Comics #627 mit drei Nacherzählungen von The Case of the Chemical Syndicate (Detective Comics #27, 1939) gefeiert. Jetzt also zwölf ganz neue Kurzgeschichten von der Crème de la Crème der Branche, übliche Verdächtige wie King, Snyder, Tomasi und Tynion, Veteranen wie Bendis, Morrison, Wolfman, Jurgens und Rucka, aber auch Batman-Neulinge wie Matt Fraction sowie die beiden Autorinnen (!) Mariko Tamaki und Kelly Sue DeConnick dürfen je eine Story beitragen. (Ganz zu schweigen von den fähigen Zeichnern.)

Mal wieder Joker

Jeder Autor widmet sich einer anderen Facette des Dunklen Ritters: Brian Michael Bendis lässt Batman sich mit der Batman-Family als Detektiv betätigen, Greg Rucka lässt seine Gotham-Central-Zeit wiederaufleben, indem er den Werdegang einer jungen Polizistin in Gotham erzählt, die nicht nach den Regeln spielt – und (wie oft in der Serie) von Batman gerettet wird. In Ghost Story trifft Batman mit Robin auf Deadman, in einer anderen prügelt er sich mit Dr. Phosphorus (gezeichnet von Walter Simonson) und Marv Wolfmans Beitrag ist nicht mal eine Erwähnung wert.

Und was kommt von den Neulingen? Kelly Sue DeConnick zeigt, wie Bruce Wayne beim Golfspielen geschickt gegen Korruption vorgeht – auf jeden Fall eine der stärkeren Geschichten. Fraction erzählt, wie der Joker Batman jedes Jahr ein Geburtstagsgeschenk überreicht. Die Pointe: Joker selbst ist das Geschenk – in ewiger Verbundenheit. Diese Tatsache beweist auch die letzte Story in dem Heft, einem Tie-in von Mariko Tamaki zum Joker War. Ohne Joker geht es nicht mehr, wir erleben derzeit eine regelrechte Joker-Flut und nach meiner Meinung läuft es sich tot. Weniger Joker wäre mehr. Andere klassische Schurken hätten mehr Aufmerksamkeit nötig.

Batmans Vorläufer und Vorbilder

Peter J. Tomasi macht es so, wie es nicht sein sollte: Seine Story von Batman in einer Todesfalle dient nur zum Anlass, seitenweise Pin-ups von Batmans Rogue-Gallery aneinanderzureihen. Damit werden die Figuren wie so oft in letzter Zeit zu bloßen Statisten degradiert. Ähnlich ist es mit Scott Snyders As Always, wo es darum geht – aufgehängt am Symbol des Bat-Signals – Batmans Rolle als kosmischen Kämpfer an der Seite der Justice League darzustellen. Hauptsache, es kommen alle anderen auch mal vor. Dan Jurgens deutet mit Generations: Fractured das nächste Event an, in dem die Zeit (schon wieder) aus den Fugen gerät und Batman in sein Ur-Kostüm von 1939 schlüpfen lässt. Die Welle der Nostalgie rollt immer weiter, in ewiger Retro-Schleife … (siehe auch Zero Year)

All diese Häppchen lesen sich schnell weg und sind ebenso schnell wieder vergessen. Was bleibt aber hängen? Vielleicht höchstens Grant Morrisons Detective #26, eine schöne Hommage an Batmans Vorbilder (bzw. Vorläufer): Ein Mann in Gotham beschließt, in Anlehnung an den Crimson Avenger und The Shadow, zum maskierten Rächer Silver Ghost zu werden – bis ihm dann ein Kerl in Fledermauskostüm zuvorkommt. Damit greift Morrison geschickt die Prämisse von der Batman TAS-Episode Beware of the Gray Ghost (Das graue Phantom) wieder auf, indem er darstellt, dass Batman selbst nur zusammengesetzt ist aus verschiedenen Versatzstücken – von Zorro bis Sherlock Holmes, von Leonardo bis The Bat Whispers.

Detective Comics #1027 bietet also viele Seiten fürs Geld, darunter auch viele prächtig gezeichnete, mit einer Reihe wunderbarer Pin-ups (Lee Bermejo ehrt die ersten Batman-Serials!), aber am Ende ist es doch nur eine weitere aufgeblasene Jubiläumsausgabe, die bloß viel Luft bietet – besonders nach oben.

Mehr Jubiläumscomics:


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Batman auf Eiersuche

DC Comics

Titel: Batman Universe (dt. Die Jagd des Dunklen Ritters)

Autor/Zeichner: Brian Michael Bendis/Nick Derington

Erschienen: 2019-2020 (Mini-Serie #1-6), Hardcover 2020; dt. Panini 2020 (Paperback)


Brian Michael Bendis hat sich zwei Jahrzehnte lang einen Namen als Autor bei Marvel gemacht, seit 2018 schreibt er Superman – und jetzt schickt er auch noch Batman quer durchs ganze Universum. Und das kommt so: Der Riddler hat ein Fabergé-Ei gestohlen, das 15 Millionen US-Dollar wert ist. Batman versucht, es wiederzubeschaffen. Doch jedes Mal, wenn er es in die Finger bekommt, erlebt er eine Überraschung.

Batman gleitet (DC Comics)

Zum Beispiel: Deathstroke kommt ihm in die Quere, die Reise geht nach Gorilla City, Dinosaur Island, Thanagar und sogar in den Wilden Westen von Jonah Hex. Hinter all dem steckt der unsterbliche Schurke Vandal Savage. Zwischendurch helfen ihm Green Arrow und Green Lantern. Am Ende wird Batman selbst zu einem – ACHTUNG SPOILER! – … ach nee, ich verrat’s lieber nicht.

Batman mit Green Lantern auf Dinosaur Island (DC Comics)

Batman Universe ist eine wilde Schnitzeljagd, die nie langweilig wird, ständig etwas Neues und Unvorhergesehenes bietet und dabei bestens unterhält, weil sie sich selbst nicht ernst nimmt. Die Dialoge sind durchzogen von einem wunderbaren Humor, der für Batman eher unüblich ist, aber die Story trotzdem nicht lächerlich macht. Innere Monologe fehlen, stattdessen gibt es für Batman immer wieder Anlässe, Selbstgespräche zu führen oder laut sein Innerstes in einer ungeahnten Offenheit preiszugeben.

Batman kämpft sich mit Nightwing durch. (DC Comics)

Das Ganze liest sich wie eine Hommage an das naive Silver Age, als noch alles möglich war und auch hier darf man bloß nicht nach dem tieferen Sinn fragen: Warum katapultiert das Ei Batman nach Thanagar, in den Wilden Westen und dann nach Crime Alley? Ganz einfach: Weil es cool ist, dass Batman Flügel bekommt, sich wie ein Cowboy kleidet und dann fast an derselben Stelle erschossen wird wie seine Eltern. Warum Gorilla City? Warum hauen Green Arrow und Green Lantern nach kurzer Zeit wieder ab? Egal! Es macht einfach nur Spaß.

Und das auch in visueller Hinsicht. Zeichner Nick Derington hat mich bereits mit seinen Covern für Mister Miracle beeindruckt, aber sein Batman ist einfach umwerfend: Mal bestechend schlicht, mal spektakulär und detailreich, aber immer so lebendig, dass sich darin die ganze Lakonie der Story wiederfindet. Jede der knallbunten Seiten eine Augenweide, ich konnte nicht genug bekommen, ja, ich muss gestehen: Derington ist mein neuer Lieblingszeichner.

Muss ich noch mehr sagen? Nein, genug gelobt. Na gut, vielleicht noch ein kurzes Schlusswort: Batman Universe ist kein typischer Batman, aber genau das ist so toll daran. Es ist erfrischend anders und doch klassisch, geeignet für Einsteiger wie alte Fans. Bitte mehr davon, Mr. Bendis! Und mehr von Derington kann man derzeit in der Serie Batman/Superman bestaunen.

(Hinweis: Batman Universe erschien seit 2018 zuerst im Batman 100-Page Giant, einer Serie, die nur über Walmart vertrieben wurde.)

>> Batman 2011-2019


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Vorschau auf Detective Comics #1000

DC Comics

Am 27. März 2019 erscheint Detective Comics #1000. 96 Seiten Batman zum Preis von 9,99 US-Dollar. Schon jetzt kann man sich einen Eindruck davon machen. DC hat die Kurzgeschichte „I Know“ von Brian Michael Bendis und Alex Maleev ins Netz gestellt. Ein alter Oswald Cobblepot sucht einen alten Bruce Wayne auf, um ihm zu sagen, dass er schon lange weiß, dass Bruce Batman sei. Er erklärt ihm, warum er ihn verschont habe. Eine gelungene, besonders visuell herausragende Geschichte. Das Bild oben erinnert stark an Tim Burtons Film Batman Returns (1992).

Insgesamt wird das Heft elf Storys enthalten:

  • Medieval (Peter J. Tomasi and Doug Mahnke): Erster Auftritt des Arkham Knight
  • Batman’s Longest Case (Scott Snyder & Greg Capullo)
  • Manufacture for Use (Kevin Smith & Jim Lee)
  • The Legend of Knute Brody (Paul Dini & Dustin Nguyen)
  • The Batman’s Design (Warren Ellis & Becky Cloonan)
  • Return to Crime Alley (Denny O’Neil & Steve Epting): Sequel zu „There’s No Hope in Crime Alley“ (Detective Comics #457, 1976)
  • Heretic (Christopher Priest & Neal Adams)
  • I Know (Brian Michael Bendis & Alex Maleev)
  • The Last Crime in Gotham (Geoff Johns & Kelley Jones)
  • The Precedent (James Tynion IV & Alvaro Martinez)
  • Batman’s Greatest Case (Tom King, Tony Daniel & Joëlle Jones)

Eine ausführliche Beschreibung ist bei Previews World zu finden. Außerdem wird das Heft Zeichnungen von Mikel Janín und Amanda Conner enthalten, sowie eine Doppelseite von Jason Fabok, der den aktuellen Stand des Batman-Universums mit seinen Helden und Schurken darstellt.

Eine deutsche Veröffentlichung ist noch nicht angekündigt. Hoffentlich bringt der Panini-Verlag das Heft nicht, wie gerade bei Action Comics #1000 geschehen, ein Jahr verspätet heraus …

(Fast) Gratis Comic Tag: DC verkündet sein Jahr der Schurken

Am 1. Mai 2019 will DC sein „Year of the Villain“ einläuten. Drei Tage vor dem Free Comic Book Day erscheint ein 32-seitiges Heft, das den Grundstein für weitere Storys legt. Es soll nur 25 Cent kosten. Mit dabei sind Lex Luthor, Cheetah, Bane und The Batman Who Laughs (Dark Nights: Metal). Verfasst wird das Comic von Scott Snyder, James Tynion IV und Brian Michael Bendis, gezeichnet von Maleev, Jim Cheung und Francis Manapul, das Cover stammt von Greg Capullo.

In dem Heft werden die Ereignisse mehrerer Serien zusammenlaufen: Aus Action Comics, Justice League, aber auch aus der The Batman Who Laughs-Miniserie, die derzeit erscheint. Im Sommer soll dieser Anti-Batman eine eigene fortlaufende Comicserie bekommen. Und ebenfalls im Sommer soll Bane erneut (nach I Am Bane) gegen Batman antreten, in der Storyline City of Bane. Das Heft erscheint mit drei Variant Covern (siehe oben).

Am eigentlichen Free Comic Book Day, am 4. Mai, will DC seine neuen Reihen für junge Leser vorstellen: DC Ink und DC Zoom. Darin werden erste Einblicke in Under the Moon: A Catwoman Tale und Dear Justice League gewährt.

Panini Comics

Zum deutschen Gratis Comic Tag, am 11. Mai, bringt Panini ein Comic-Heft heraus, das auf das Event Heroes in Crisis (von Tom King und Clay Mann) und dem Watchmen-DC-Crossover Doomsday Clock (von Geoff Johns und Gary Frank) einstimmt, sowie eine abgeschlossene Batman-Story bietet – welche das sein wird, ist noch unklar.

Doomsday Clock erscheint bei Panini als vierteilige Miniserie und beginnt am 2. April 2019. Das erste Heft wird die ersten drei US-Ausgaben enthalten (108 Seiten). Bis die Serie komplett ist, kann es sich hinziehen. In den USA erscheinen die Hefte mit zwei Monaten Abstand und Ausgabe 9 von 12 kommt erst am 6. März 2019 heraus. Das bedeutet: Das Finale wird erst zum Jahresende eintreffen.

80 Jahre Superman auf 80 Seiten

DC Comics

Da ist sie endlich: 80 Jahre nach dem ersten Heft ist die 1000. Ausgabe von Action Comics erschienen. 80 Seiten lang ist sie geworden. In zehn Kurzgeschichten wird Superman abgefeiert. Hier geht es um nichts anderes als Heldenverehrung, Mythenbeschwörung, Nostalgie und Retrospektive. Wie bei einer großen Geburtstagsparty sind alle sind eingeladen, um dem Geburtstagskind die Ehre zu erweisen: alle Freunde und Schurken, sowie berühmte Autoren und Zeichner, die in Erinnerungen schwelgen und die Höhepunkte einer Karriere rekapitulieren.

Wir sehen alte Superman-Veteranen wie Dan Jurgens, der bei einer Gedenkfeier Menschen davon erzählen lässt, wie toll sie Superman finden. Der kann den Fame zwar nicht richtig genießen, weil er unruhig wegen einer möglichen Alien-Invasion ist, aber seine Helden-Freunde helfen ihm dabei aus, damit er sich feiern lassen kann. In anderen Storys darf Superman Alltagsheld spielen: Er verhindert zwei Geiselnahmen, bewahrt zwei Züge vor dem Entgleisen und spielt den Müllmann für Weltraumschrott.

Peter Tomasi und Patrick Gleason nutzen ihre rudimentäre Rahmenhandlung dazu, Superman im Wandel der Zeit darzustellen. Es ist bloß eine Aneinanderreihung von Splash-Pages, die auf vergangene Zeiten anspielen, allerdings sieht man eher Hommagen an vergangene Zeiten und eher abseitige Momente als die üblichen Greatest Hits. Und am Ende gibt es eine große Geburtstagstorte. Schön gemacht.

Die derzeitigen Branchen-Stars Scott Snyder und Tom King enttäuschen eher mit ihren nachdenklich-sentimentalen Storys, auch Altmeister Paul Dini kann mit seiner Superman-Freizeitpark-Idee und Mr. Mxyzptlk nicht überzeugen.

DC Comics

Höhepunkt des Heftes ist „The Car“, in der Geoff Johns und Richard Donner (das Team von Last Son) erzählen, was aus dem Auto wurde, das auf dem Cover von Action Comics #1 zu sehen ist. Der Fahrer bringt es ihn die Werkstatt und versucht dem Mechaniker klarzumachen, was damit passiert ist. Dann taucht Superman selbst auf – in seinem allerersten Kostüm – und sagt dem Ganoven, dass er sein Leben ändern solle. Abgesehen von diesem typischen Moralisieren ist die Idee sehr sympathisch und auch grafisch beeindruckend umgesetzt.

Zum Schluss bringt uns Brian Michael Bendis wieder in die Gegenwart. Superman wird von einem neuen Schurken durch Metropolis geprügelt: Rogol Zaar. Er behauptet, Krypton vernichtet zu haben und nun sein Werk mit Superman beenden zu wollen. Kryptonier seien nämlich eine Plage. Doch das ist nur ein erstes Teasing auf das, was da mit The Man of Steel kommen wird, der sechsteiligen Mini-Serie, mit der Bendis seine Superman-Storyline fortsetzt.

Action Comics #1000 liefert, was Superman-Fans mögen und erwarten, also keine großen Überraschungen. Überwiegend bekommt man hier, was man kennt und sich bereits gedacht hat. Schade eigentlich für so ein Geburtstagsgeschenk.

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Brian Michael Bendis schreibt Superman

Man of Steel: Zwei Cover in einem (DC Comics)

Der langjährige Marvel-Autor Brian Michael Bendis ist zu DC Comics gewechselt, wie bereits im vergangenen Jahr bekannt wurde. Vor kurzem habe ich noch geschrieben, dass er eine Kurzgeschichte zu Action Comics #1000 beitragen wird, jetzt wurde bekannt, dass er zunächst bei Superman bleiben wird. Wie Forbes berichtet, wird er die Serien Superman und Action Comics schreiben, darüber hinaus hat Bendis eine sechsteilige Mini-Serie angekündigt: Man of Steel, die wöchentlich erscheinen soll. Als Zeichner werden Kevin Macguire, Ivan Reis, Doc Shaner und Jason Fabok genannt.

Bereits sein Beitrag zu Action Comics #1000 (gezeichnet von Jim Lee) soll mehr sein als eine beliebige Geschichte, sondern der Auftakt zu etwas Größerem: „It is a major chapter in what we’re doing, with some really big bombs we’re dropping in Superman’s life — and two of them happen right there in Action Comics #1000″, sagt Bendis. „So it’s a huge tease of what we’re doing and what’s coming up in Superman’s life.

Bei der Mini-Serie Man of Steel kommt ein Déjà-vu-Effekt auf: So hieß bereits das Reboot, das John Byrne 1986 nach der Crisis für Superman schrieb und zeichnete. (Ganz zu schweigen von dem Film von Zack Snyder von 2012.) Bendis‘ Man of Steel verspricht einen neuen großen Schurken, der tief mit Supermans Ursprung verwurzelt ist. „We’re going to dig in very hard, this is one of my goals, to be a additive to Superman as possible. The characters we debut right away, including this new villain, will send ripples of horror across the entire Superman family and beyond!“ Bendis verspricht, dass sein Superman-Ansatz – trotz neuer Wege – kein Reboot sein wird. Die erste Ausgabe soll am 30. Mai erscheinen.

Danach Bendis die beiden monatlichen Serien Superman und Action Comics übernehmen. Superman wird (schon zum fünften Mal!) neu gestartet; Ausgabe #1 erscheint am 11. Juli, Action Comics #1001 am 25 Juli. Während Superman den Schwerpunkt auf Abenteuer legt, soll es in Action Comics um Clark Kents Alltag gehen. (Wäre es andersrum nicht naheliegender?) Zwischen Action Comics #1000 und Man of Steel #1 soll am 2. Mai noch ein weiteres Kapitel erscheinen: DC Nation #0, gezeichnet von José Luis García-López. Darin sollen neue Figuren und Schurken eingeführt werden. Außerdem wird das Heft eine Batman-Story enthalten, in der der Joker von den Heiratsplänen mit Catwoman erfärt.