Verschollen in der Zukunft, gestrandet in der Gegenwart

DC Comics

DC Comics

Titel: JLA – One Million (dt. Justice League: One Million)

Autor/Zeichner: Grant Morrison u.a./Val Semeiks u.a.

Erschienen: 1999 (Mini-Serie #1-4, Tie-ins, Paperback 1999, 2004, Omnibus 2013), dt. Dino 1999, Panini 2015 (2 Bände)


„Send me your superheroes from past, present or future. I’ll kill all of them.“ (Vandal Savage)

Gäbe es im 853. Jahrhundert noch Comichefte, würde dann wohl die einemillionste Ausgabe von Action Comics erscheinen, jene Serie, mit der Superman im Jahr 1938 gestartet ist. Natürlich gibt es in ferner Zukunft auch innerhalb des DC-Universums noch Superhelden. Sie beschützen nicht mehr nur die Erde, sondern alle Planeten des Sonnensystems, denn alle neun sind besiedelt. Ein Superheld pro Planet (nur Green Lantern fehlt, stattdessen gibt es Starman). Zusammen bilden sie die Justice Legion A. Auch Superman gibt es noch, das Original aus dem 20. Jahrhunderts. Doch der hat sich längst in seinen Ruhestand in die Sonne zurückgezogen. Weil demnächst seine Rückkehr erwartet wird, reist die Justice Legion zurück ins 20. Jahrhundert und bringt die Ur-Helden in die Zukunft, damit sie an den Festivitäten zu ihren Ehren teilnehmen können. In der Zwischenzeit passen die Zukunftshelden auf die alte Erde auf. Doch dabei geht etwas schief: Hourman, der die Zeitreise ermöglicht hat, schleppt ein Nanobot-Virus ein, das die Menschen befällt und aggressiv werden lässt. Verantwortlich dafür ist Solaris, eine intelligente Sonne mit bösen Absichten. Parallel dazu startet Vandal Savage einen atomaren Angriff, bei dem die Stadt Montevideo vernichtet wird.

Der Batman der Zukunft ist natürlich der Hüter von Pluto, einem düsteren Gefägnisplaneten. Er trägt einen ultracoolen High-Tech-Anzug und verfolgt unklare Ziele, als er den Batman der Gegenwart betäubt und gegen seinen Willen mit den anderen Helden in die Zukunft schickt. Mit Nightwing durchstreift Batman das in Trümmern liegende Gotham, während das Original in der Zukunft auf eine Roboter-Version von Robin und auf Catwoman trifft. Selbstverständlich haben auch alle klassischen Schurken ein schräges Äquivalent …

In diesem Crossover-Event ist eine Menge los, aber nicht so viel, dass man den Überblick verliert. Vielmehr erzählt Grant Morrison (Arkham Asylum, Batman and Son, Final Crisis) eine so überbordende wie stimmige, in sich runde Story voller unerhörter Wendungen. Die Zukunftsversionen der Helden wurden als gottgleiche weiterentwickelt,  die aber immer noch allzumenschlich daherkommen. Wie üblich treten die Durchhänger in den Tie-ins auf, von denen sind einige aber unverzichtbar für die Haupthandlung. Wie schon einst der Dino-Verlag bringt auch Panini alles raus, was man lesen muss, allerdings gebündelt in zwei dicken Bänden. Wer es ganz ausführlich braucht, dem sei der One Million Omnibus von DC empfohlen, darin ist jede 1.000.000-Ausgabe aller Serien enthalten.

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