Um es gleich vorweg zu sagen: Auch hier ist die Überschrift irreführend. Denn weder ist es das siebte Rennen, noch ist es überhaupt ein Rennen um die Wette. Zunächst einmal trifft zum ersten Mal Superman auf Jay Garrick, den allerersten Flash. Aber auch auf Wally West.
Erschienen: 1997 (Superman: The Animated Series S02E04)
Superman und Flash nehmen an einem Wohltätigkeitslauf teil und wollen herausfinden, wer schneller … Moment mal, das hatten wir doch schon! So war es doch bereits 1967 beim ersten Rennen im Comic. 30 Jahre später wurde das Ganze neu aufgelegt, in der Zeichentrickserie Superman: The Animated Series. Die beiden Helden müssen 100-mal die Erde umrunden. Flash strengt sich nicht mal dabei an, für ihn ist das ein kleines Aufwärmjogging, während wir uns fragen, warum eine seiner Antennen weiß ist …
Erschienen: 1990 (Adventures of Superman #463), Paperback 2005 (Superman vs Flash), dt. Panini 2006
„Are you out of your freaking mind?!“ (Flash)
Moment mal, das Cover kommt uns doch bekannt vor! Ja, so ähnlich sah auch schon das Titelbild des ersten Superman-Flash-Rennens (1967) aus. Hier aber gibt nicht Alfred das Startsignal, sondern Mr. Mxyzptlk. Der Kobold aus der Fünften Dimension treibt mal wieder Schabernack. Zuerst mit Mount Rushmore, dem Nationalheiligtum, indem er den vier Präsidentenköpfen seinen eigenen hinzufügt. Das bringt Flash auf den Plan. Mr. Mxyzptlk kennt ihn nicht. Flash stellt sich als schnellster Mensch der Welt vor. Auch schneller als Superman?, fragt sich der Kobold – und schon probiert er es aus, indem er die beiden zum Rennen antreten lässt.
„Personally, I think you’ve both banged your heads one time too many–but that’s your problem!“
Aliens greifen die Erde an! Eine kleine Stadt in den USA wird von einem Energiestrahl fast zerstört, wenn nicht zufällig Superman und Flash in der Nähe wären – doch dann werden die beiden Helden von den Aliens entführt und gefangen genommen. Und dann wird erstmal ganz viel erklärt. So viel, dass es fast den ganzen ersten Teil füllt: Zwei Zivilisationen befinden sich miteinander im Krieg, die Zelkot und die Volkir, und das schon so lange (Milliarden von Jahren!), dass sie gar nicht mehr wissen, worum es mal ging. Früher waren sie übrigens mal eine Spezies. Bei dieser Erkenntnis wäre es vielleicht ratsam, Frieden zu schließen, aber das wäre ja viel zu einfach.
„It is insane..! It is ludicrous..! And, yes — it is comical!“
Das erste Rennen ging um die Welt, das zweite durch die Galaxis – und beide endeten mit einem Unentschieden. Aber wer ist denn nun der schnellste Mann der Welt? Superman oder Flash? Jetzt wollen wir es endlich wissen – und das Cover verspricht: Diesmal MUSS es einen Sieger geben. Wir verlassen uns drauf. Also los …
Erschienen: 1967 (The Flash #175), Paperback 2005 (Superman vs Flash), dt. Panini 2006
Das erste Rennen endete mit einem Unentschieden. Jetzt wollen wir es aber wirklich wissen: Wer ist schneller: Superman oder Flash? Auf dem Cover sieht es schlecht aus für den roten Blitz, aber das will ja nichts heißen. Doch zunächst: Wie kommt es überhaupt zum zweiten Rennen? Das geschieht nicht freiwillig.
Wer ist eigentlich schneller: Superman oder Flash? Eine schwierige Frage. Einerseits: Niemand rennt schneller als der rote Blitz, das ist sein Alleinstellungsmerkmal. Andererseits: Superman kann alles am besten, auch wenn er gar nicht rennen muss, denn er fliegt meistens. Aber muss er denn in allem der Beste sein? Kann zumindest nicht ein Kollege ihm in einer Sache überlegen sein?
Der Pinguin macht Jagd auf die Reichen. Also eigentlich nur die, die nichts für ihre Millionen getan haben als zu erben. (Er hält sich selbst für einen Selfmademan.) Bruce Wayne ist kein Ziel, denn er ist ja seit einer Weile mittellos, aber als Batman fühlt er sich dann doch verpflichtet, dem Geldadel zu helfen, denn Reich oder nicht: Mord wird nicht geduldet. Schließlich landet der Pinguin im Krankenhaus, vergiftet sich selbst und lässt es so aussehen, als ob Batman ihn ermordet hätte.
Kurz darauf taucht ein Roboter mit spitzen Ohren auf, um Batman umzubringen. Sein Name: Failsafe, eine Erfindung, die Batman Einhalt gebieten soll, für den Fall, er schlägt über die Stränge. (In dem Fall: Er tötet scheinbar.) Gebaut hat ihn der Batman von Zur-En-Arrh, Batmans mentales Notfallprogramm aus dem Unterbewusstsein. Das Notfallprogramm hat also ein eigenes Notfallprogramm – ein Paranoiker wie Batman geht also stets auf Nummer extrasicher. Allerdings hat er dem Killer-Roboter, der alle Tricks beherrscht, weder kritisches Bewusstsein noch Detektivgespür noch höhere Moral eingebaut, denn Failsafe urteilt nur auf Verdacht hin und errrichtet in Gotham eine Schreckensherrschaft.
„Faster than a speeding bullet! More powerful than a locomotive! Able to leap tall buildings in a single bound!“
Die Superman-Zeichentrick-Kurzfilme der 40er-Jahre schrieben Geschichte: Aufwendig animiert und rasant inszeniert, lehrten sie Superman nach und nach das Fliegen und prägten den Mythos des Helden. Vier Jahrzehnte später orientierten sich die Macher von Batman: The Animated Series daran. Bisher gab es etliche DVD-Editionen davon, einige auch inoffizielle, weil das Urheberrecht daran abgelaufen ist, eine Zeit lang waren sie verfügbar beim kurzlebigen Streamingservice DC Universe und verschwanden mit diesem dann wieder. Einige selbstgemachte HD-Versionen geistern seit Jahren durchs Netz.
Nun hat DC angekündigt: Am 16. März 2023 sollen alle siebzehn Kurzfilme als Max Fleischer’s Superman 1941-1943 remastered in 4K auf Blu-ray und als Digital Download erscheinen. Der Titel ist nicht ganz korrekt, denn nur die ersten neun Filme erschienen in den Fleischer-Studios, die letzten acht unter dem Nachfolger Famous Studios, ohne die Fleischer-Brüder, deren Firma auch Betty Boop und Popeye hervorgebracht hat. Enthalten auf der Blu-ray sind auch drei Featurettes mit Hintergrund-Infos, darunter ein neues:
Superman: Speeding Toward Tomorrow
First Flight: The Fleischer Superman Series – The Origins and Influence of This Groundbreaking Cartoon Series
The Man, the Myth, Superman: Exploring the Tradition of Superman Heroes on the Page and Screen
Bemerkenswert ist auch, dass tatsächlich alle 17 Filme reproduziert werden, darunter auch solche, die Stereotype bedienen wie etwa „Japoteurs“, einen Propagandafilm gegen die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg – diese Episoden sind natürlich im historischen Kontext zu betrachten.
Hier die komplette Episodenliste mit Premierendaten:
Superman (Mad Scientist) – 9/26/1941
The Mechanical Monsters – 11/28/1941
Billion Dollar Limited – 1/9/1942
Arctic Giant – 2/27/1942
The Bulleteers – 3/27/1942
The Magnetic Telescope – 4/24/1942
Electric Earthquake – 5/15/1942
Volcano – 7/10/1942
Terror on the Midway – 8/28/1942
The Japoteurs – 9/18/1942
Showdown – 10/16/1942
The Eleventh Hour – 11/20/1942
Destruction, Inc. – 12/25/1942
The Mummy Strikes – 2/19/1943
Jungle Drums – 3/26/1943
Underground World – 6/18/1943
Secret Agent – 7/30/1943
Insgesamt soll die Blu-ray eine Laufzeit von 145 Minuten haben. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht.
Poison Ivy treibt ihr Unwesen in Metropolis, mit Superman tauchen auch Batman und Robin auf, um sie aufzuhalten. Doch dann kommt auch noch Metallo dazu und rammt Superman eine Spritze mit rotem Kryptonit ins Herz, wodurch sich dieser in Stahl verwandelt und wild halluziniert. Da erscheint aus dem Nichts die Doom Patrol, um ihn zu retten. Später erklären sie, was eigentlich los ist: Der Teufel Nezha, ein uralter Zauberer aus China, ist zurückgekehrt, um die Welt zu unterjochen.