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„Joker 2“ kommt 2024

Warner Bros.

Habt ihr schon was 2024 vor? Im Oktober? Genauer gesagt am vierten? Nein? Dann streicht euch schon mal diesen Tag rot im Kalender an, denn dann soll die Fortsetzung von Todd Phillips‘ Film Joker im Kino starten: Joker: Folie à Deux. Der Termin wurde nun auf Twitter bekanntgegeben.

Schon zuvor kam heraus: Es soll ein Musical werden. Mit Joaquin Phoenix und Lady Gaga als Harley Quinn. Das kurze Twitter-Video zitiert den Irving-Berlin-Song „Cheek to Cheek“, den Fred Astaire im Film „Top Hat“ (1935) gesungen hat, als er mit Ginger Rogers tanzte. Wer den Film noch nicht gesehen hat, hat nun mehr als zwei Jahre Zeit, um diese Bildungslücke nachzuholen.

Lady Gaga hat „Cheek to Cheek“ bereits mit dem Sängerlegende Tony Bennett gecovert, auf dem gleichnamigen Album von 2014 mit anderen Jazz-Standards.

Der Filmtitel „Joker: Folie à Deux“ (ungewöhnlich französisch für eine US-Produktion) ist ein Fachbegriff aus der Psychiatrie und meint eine induzierte wahnhafte Störung, also die „ganze oder teilweise Übernahme einer Wahnsymptomatik durch einen nahestehenden, primär nicht wahnkranken Partner“ (Wikipedia). Es besteht also die Chance, endlich eine würdige Interpretation der Joker-Harley-Lovestory geboten zu bekommen, wie sie einst brillant in Mad Love erzählt wurde. Leider wurde die filmisch in dem unsäglichen Suicide Squad (2016) verschenkt.

Der erste Joker-Film von 2019 war für elf Oscars nominiert (Joaquin Phoenix erhielt ihn als bester Hauptdarsteller) und gewann die Goldene Palme in Cannes. Außerdem wurde er für die Goldene Himbeere nominiert in der Kategorie Rücksichtsloseste Missachtung von Menschenleben und öffentlichem Eigentum. Für diesen Nihilismus gab es auch viel Kritik, weshalb er bei Rotten Tomatoes ein Kritikerlob von „nur“ 68 Prozent erhält, allerdings überzeugte er 88 Prozent der Zuschauer. Da er über eine Milliarde US-Dollar einspielte, war ziemlich klar, dass man sich diese Cash Cow nicht entgehen lässt.

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Warner Bros. streicht Batgirl-Film

Leslie Grace als Batgirl. (Warner Bros.)

Es fiel bereits auf, dass es bei der San Diego Comic-Con keinen Trailer zum neuen Batgirl-Film gab, obwohl er Ende des Jahres auf HBO Max herauskommen sollte. Nun wissen ihr auch warum: Warner Bros. hat (wie The Hollywood Reporter berichtet) das Projekt gestoppt, der Film wird nicht gezeigt, weder auf HBO Max noch sonstwo – und das obwohl die Dreharbeiten beendet sind.

Offiziell heißt es, man habe eine strategische Kehrtwende vollzogen, man wolle Kosten sparen und sich mehr auf Kinofilme konzentrieren statt auf exklusive Streaminginhalte, auch andere Projekte wurden im Zuge dessen gestrichen, wie Wonder Twins. Doch anscheinend fiel die Resonanz bei Testscreenings schwach aus. Und so hat man sich entschlossen, kein Geld mehr in diesen bereits 90 Millionen US-Dollar teuren Film zu stecken.

Neues von der San Diego Comic Con 2022

Nach zwei Jahren Pandemie-Pause fand am Wochenende wieder die San Diego Comic Con statt. Wieder einmal gab es eine Fülle neuer Ankündigungen, darunter ein erster Trailer zu Shazam: Fury of the Gods (Kinostart 21. Dezember) und ein neuer Trailer zu Black Adam (Kinostart 21. Oktober).

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Neue Miniserie: „Gotham City: Year One“

DC Comics

Die schlechte Nachricht zuerst: Nein, wir werden Tom King nicht so schnell los. Nach seinem unsäglichen Batman-Run (City of Bane), Batman/Catwoman und Killing Time kommt nun ein weiteres Projekt des Autors, der aus irgendeinem Grund sogar Eisner-Preisträger ist.

Nun erzählt er mit Zeichner Phil Hester (Detective Comics) in der sechsteiligen Miniserie Gotham City: Year One, wie die Stadt so korrupt und kriminell geworden ist. Versprochen wird eine brutale Hardboiled-Story. Die Handlung spielt zwei Generationen vor Batman und handelt von Privatdetektiv Slam Bradley, der ein entführtes Kind der Wayne-Familie namens Helen sucht.

Bradley wurde geschaffen von Superman-Schöpfern Jerry Siegel und Joe Shuster (zusammen mit DC-Gründer Malcolm Wheeler-Nicholson) und hatte seinen ersten Auftritt in Detective Comics #1 (1937). In den Nullerjahren war er an der Seite von Catwoman zu sehen.

Gotham City: Year One soll laut DC am 4. Oktober 2022 starten und monatlich erscheinen.


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Batman-Zeichner Tim Sale ist tot

Batman: Haunted Knight, The Long Halloween, Dark Victory (DC Comics)

Der Zeichner Tim Sale ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das teilt seine Familie auf Twitter mit. Sale ist einer der bedeutendsten und prägendsten Batman-Zeichner, am bekanntesten für seine Zusammenarbeit mit Jeph Loeb an den Klassikern Haunted Knight, The Long Halloween, Dark Victory sowie Catwoman: When in Rome. Sein letztes Batman-Werk war eine kurze Fortsetzung dieser Saga: The Long Halloween Special (2021).

Sale hatte einen sehr düsteren Stil, der von vielen harten Schatten und starken Hell-Dunkel-Kontrasten geprägt war. Zugleich hatten seine Figuren, vor allem die Schurken, etwas surreal Überzeichnetes: hagere lange Gliedmaßen, riesige Zähne (Joker), extravagante Hüte (Scarecrow). Sein Batman hatte lange spitze Ohren und einen riesigen wallenden Umhang – eine wahrhafte Kreatur der Nacht.

Superman For All Seasons & Kryptonite (DC Comics)

Mit Loeb arbeitete er auch an dem Vierteiler Superman For All Seasons (1998) zusammen, der das genaue Gegenteil seiner Baman-Comics war: ruhig, nachdenklich und in viel Licht und malerische Farben getaucht. Später illustrierte er Kryptonite (2007-2008) von Darwyn Cooke.

Seine Zusammenarbeit mit Loeb begann er 1991 mit der Miniserie Challengers of the Unknown, in der er Jack Kirbys Heldenteam aus den 50ern neu interpretierte. Für Marvel machten Loeb und Sale die Miniserie Wolverine & Gambit (1995) sowie die grandiose „Farben-Reihe“ Daredevil: Yellow (2001-2002), Spider-Man: Blue (2003-2004), Hulk: Gray (2003-2004) und Captain America: White (2008-2015). Diese vier Miniserien gehören neben seinen Batman-Comics zu seinem Hauptwerk.

Außerdem zeichnete Tim Sale auch Grendel und Deathblow.

Batman-Variants von Tim Sale (DC Comics)

Batman blieb Sale aber über die Jahre treu – mit Kurzgeschichten, aber auch als Cover-Zeichner für die Serien Detective Comics und Batman. Einige Storys sind im Band Tales of the Batman: Tim Sale (2007) versammelt. Mit Sale stirbt nach Neal Adams in diesem Jahr eine weitere Legende des Dunklen Ritters.

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The Dark Knight Returns: Ein Cover wird versteigert

Es ist wohl das Batman-Cover schlechthin. Nach den ikonischen Covern des Golden Age wie Detective Comics #27 und Batman #1 ist es das Cover von The Dark Knight Returns #1, das jeder Comicfan kennt. Genauso wie den Comic selbst. So revolutionär der Vierteiler von Frank Miller von 1986 war, so auch dieses Titelbild: eine schwarze Silhouette eines springenden Batman vor einem Blitz, der sich von oben nach unten zieht, ein aufflackerndes Dunkelblau am Nachthimmel – Minimalismus pur, reduziert auf den maximalen Effekt.

Am 16. Juni 2022 wird das Originalgemälde von Frank Miller und Lynn Varley bei Heritage Auctions versteigert, zusammen mit anderen Originalwerken von Miller. Schon jetzt liegt der Preis bei über einer Million US-Dollar. Wer auch immer den Zuschlag kriegt, wird im Besitz eines Stückes Comicgeschichte sein. Eigentlich gehört so etwas ins Museum, damit es alle sehen können.

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Black Adam: Der erste Trailer

Nach Shazam bekommt auch Erzschurke Black Adam einen eigenen Film. Dwayne Johnson spielt den Antihelden, der vor 5000 Jahren seine Kräfte von ägyptischen Göttern verliehen bekam und vor Mord nicht zurückschreckt. Außerdem sehen wir weitere Superhelden: Pierce Brosnan als Doctor Fate (das Pendant zu Marvels Doctor Strange), Hawkman, Atom Smasher und Cyclone – allesamt Mitglieder der Justice Society of America (JSA), der Vorläuferin der Justice League aus dem Golden Age.

US-Kinostart ist der 21. Oktober 2022. Die Shazam-Fortsetzung Fury of the Gods soll bereits am 21. Dezember starten. Laut Regisseur David F. Sandberg soll Black Adam darin nicht vorkommen.

Lee Bermejos Cover als Story: „Batman: Dear Detective“

DC Comics

Der Italiener Lee Bermejo ist einer der ganz großen Batman-Zeichner. Seine Bilder haben eine einzigartige Stimmung, irgendwo zwischen Noir, Pulp und Traum. Zusammen mit Brian Azzarallo hat er Batman/Deathblow: After the Fire (2003) inszeniert, wobei das Beste daran seine hyperrealistischen Zeichnungen waren, 2008 folge der brutale Joker, schließlich Batman: Damned (2018-2019) für DCs Black Label, was vor allem wegen der Darstellung von Nacktheit und DCs Selbstzensur für Aufregung sorgte. Im Jahr 2011 hat Bermejo in Noel Dickens Weihnachtsgeschichte sehr stimmungsvoll für Batman neu interpretiert und dieser Band darf als moderner Klassiker gelten.

Immer wieder wird Bermejo auch als Cover-Zeichner eingesetzt, wie etwa bei Hush Returns. Nun bringt DC eine Reihe davon, die in Detective Comics als Variant erschienen sind, im Prestige-Format heraus: Batman: Dear Detective. Das Besondere an diesem „Art Book“: Bermejo hat dazu eine Geschichte geschrieben, die er mit diesen Covern erzählt. Passieren soll das in Form von Briefen an Batman, die zwischen den Bildern stehen. Versprochen wird eine „compelling noir tale“, die ins Herz des Dunklen Ritters dringt.

Damit soll es mehr sein, als einfach nur der Versuch, mit recyceltem Material noch mal Kohle abzugreifen (eine beliebte Verkaufsmasche), denn nach eigenen Angaben hatte Bermejo die Idee dazu schon, als er mit den Variants für Detective anfing, daher sind die Cover bereits als eine Geschichte angelegt gewesen, die nun für das Buch ausgebaut wurde, wie Bermejo IGN erklärt.

Batman: Dear Detective #1 soll am 6. September 2022 erscheinen, 56 Seiten umfassen und 7,99 US-Dollar kosten.


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Detective Comics #27 als „Facsimile Edition“

DC Comics

Batmans erster Auftritt in Detective Comics #27 wurde schon oft nachgedruckt, doch bisher nur zweinmal in seinem gesamten Kontext, nämlich 1974 in der Reihe Famous First Edition (in der auch Batman #1 erschien) und dann nochmal 2000 in der Millennium Edition. Nun hat DC angekündigt, das gesamte Heft mit allen 64 Seiten erneut nachzudrucken – zusammen mit den Storys mit Speed Saunders, Buck Marshall, the Crimson Avenger und Slam Bradley sowie den Original-Anzeigen.

Das Heft, das am 23. August 2022 erscheinen soll, nennt sich Facsimile Edition, doch den ersten Unterschied zum Original kann man schon am Cover erkennen: Da hat DC den damaligen Heftpreis von 10 Cent wegretuschiert, um satte 6,99 US-Dollar für dieses uralte Material zu verlangen. (Zum Vergleich: 10 Cent von 1939 sind heute etwa 2 Dollar wert.) Aber immer noch billiger, als sich eine Originalausgabe zu kaufen – dafür können 1,5 Millionen Dollar fällig werden.

Doch anscheinend lohnt sich die Masche. Bisher sind folgende Batman-Hefte in dieser Reihe erschienen:

>> Batman 1939-1949

„The Killing Joke“ für Riddler & Co: „Batman: One Bad Day“

DC Comics

Im Jahr von The Batman hat der Riddler Konjunktur: Für Oktober ist Paul Danos Sechsteiler Riddler: Year One angekündigt, derzeit erscheint Tom Kings Miniserie Killing Time, in der der Riddler mit Catwoman und Pinguin auftritt. Nun hat DC einen One-Shot von Tom King angekündigt: Batman: One Bad Day. Der Titel spielt an auf ein Zitat aus The Killing Joke (1988) von Alan Moore und Brian Bolland, in dem der Origin des Jokers nacherzählt wird. Nun soll also der Riddler sein „Killing Joke“ bekommen, auf 64 Seiten, gezeichnet von Mitch Gerads, mit dem King bereits an Batman und Mister Miracle gearbeitet hat.

Gerads schreibt auf Twitter, dies sei sein „genuine long-time dream book“, King habe ein perfektes Skript abgeliefert. Und er verspricht: „The Riddler is TERRIFYING.“ Auf dem ersten Bild erinnert der Riddler an R.E.M.-Sänger Michael Stipe. Die Schwarzweiß-Optik verspricht einen düsteren Comic. Und offenbar soll es blutig zur Sache gehen: Der Riddler tötet wahllos Menschen. Im August wissen wir mehr.

DC Comics

Doch das ist nur der Anfang: Laut DC soll der Riddler nur der erste in einer Reihe von One-Shots unter dem Titel Batman: One Bad Day sein. Sieben weitere Titel sollen sich den großen Schurken widmen:

  • Two-Face: Mariko Tamaki, Javier Fernandez & Jordie Bellaire (September)
  • The Penguin: John Ridley, Giuseppe Camuncoli, Cam Smith & Arif Prianto (Oktober)
  • Mr. Freeze: Gerry Duggan, Matteo Scalera & Dave Stewart (November)
  • Catwoman: G. Willow Wilson, Jamie McKelvie & Tamra Bonvillain (Dezember)
  • Bane: Joshua Williamson, Howard Porter & Tomeu Morey (Januar 2023)
  • Clayface: Collin Kelly & Jackson Lanzing, Xermanico & Romulo Fajardo Jr. (Februar 2023)
  • Ra’s al Ghul: Tom Taylor & Ivan Reis (März 2023)

Die Reihe steht damit in der Tradition von Serien wie Joker’s Asylum (2008-2010) sowie den Schurken-One-Shots zu Forever Evil, schon in den 90ern gab es vereinzelt One-Shots, die sich den jeweiligen Schurken aus den Filmen widmeten, aber in der Continuity der Comics standen.

>> Gotham City Villains


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