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Batman-Zeichner Tim Sale ist tot

Batman: Haunted Knight, The Long Halloween, Dark Victory (DC Comics)

Der Zeichner Tim Sale ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das teilt seine Familie auf Twitter mit. Sale ist einer der bedeutendsten und prägendsten Batman-Zeichner, am bekanntesten für seine Zusammenarbeit mit Jeph Loeb an den Klassikern Haunted Knight, The Long Halloween, Dark Victory sowie Catwoman: When in Rome. Sein letztes Batman-Werk war eine kurze Fortsetzung dieser Saga: The Long Halloween Special (2021).

Sale hatte einen sehr düsteren Stil, der von vielen harten Schatten und starken Hell-Dunkel-Kontrasten geprägt war. Zugleich hatten seine Figuren, vor allem die Schurken, etwas surreal Überzeichnetes: hagere lange Gliedmaßen, riesige Zähne (Joker), extravagante Hüte (Scarecrow). Sein Batman hatte lange spitze Ohren und einen riesigen wallenden Umhang – eine wahrhafte Kreatur der Nacht.

Superman For All Seasons & Kryptonite (DC Comics)

Mit Loeb arbeitete er auch an dem Vierteiler Superman For All Seasons (1998) zusammen, der das genaue Gegenteil seiner Baman-Comics war: ruhig, nachdenklich und in viel Licht und malerische Farben getaucht. Später illustrierte er Kryptonite (2007-2008) von Darwyn Cooke.

Seine Zusammenarbeit mit Loeb begann er 1991 mit der Miniserie Challengers of the Unknown, in der er Jack Kirbys Heldenteam aus den 50ern neu interpretierte. Für Marvel machten Loeb und Sale die Miniserie Wolverine & Gambit (1995) sowie die grandiose „Farben-Reihe“ Daredevil: Yellow (2001-2002), Spider-Man: Blue (2003-2004), Hulk: Gray (2003-2004) und Captain America: White (2008-2015). Diese vier Miniserien gehören neben seinen Batman-Comics zu seinem Hauptwerk.

Außerdem zeichnete Tim Sale auch Grendel und Deathblow.

Batman-Variants von Tim Sale (DC Comics)

Batman blieb Sale aber über die Jahre treu – mit Kurzgeschichten, aber auch als Cover-Zeichner für die Serien Detective Comics und Batman. Einige Storys sind im Band Tales of the Batman: Tim Sale (2007) versammelt. Mit Sale stirbt nach Neal Adams in diesem Jahr eine weitere Legende des Dunklen Ritters.

Mehr von Tim Sale:

The Dark Knight Returns: Ein Cover wird versteigert

Es ist wohl das Batman-Cover schlechthin. Nach den ikonischen Covern des Golden Age wie Detective Comics #27 und Batman #1 ist es das Cover von The Dark Knight Returns #1, das jeder Comicfan kennt. Genauso wie den Comic selbst. So revolutionär der Vierteiler von Frank Miller von 1986 war, so auch dieses Titelbild: eine schwarze Silhouette eines springenden Batman vor einem Blitz, der sich von oben nach unten zieht, ein aufflackerndes Dunkelblau am Nachthimmel – Minimalismus pur, reduziert auf den maximalen Effekt.

Am 16. Juni 2022 wird das Originalgemälde von Frank Miller und Lynn Varley bei Heritage Auctions versteigert, zusammen mit anderen Originalwerken von Miller. Schon jetzt liegt der Preis bei über einer Million US-Dollar. Wer auch immer den Zuschlag kriegt, wird im Besitz eines Stückes Comicgeschichte sein. Eigentlich gehört so etwas ins Museum, damit es alle sehen können.

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Black Adam: Der erste Trailer

Nach Shazam bekommt auch Erzschurke Black Adam einen eigenen Film. Dwayne Johnson spielt den Antihelden, der vor 5000 Jahren seine Kräfte von ägyptischen Göttern verliehen bekam und vor Mord nicht zurückschreckt. Außerdem sehen wir weitere Superhelden: Pierce Brosnan als Doctor Fate (das Pendant zu Marvels Doctor Strange), Hawkman, Atom Smasher und Cyclone – allesamt Mitglieder der Justice Society of America (JSA), der Vorläuferin der Justice League aus dem Golden Age.

US-Kinostart ist der 21. Oktober 2022. Die Shazam-Fortsetzung Fury of the Gods soll bereits am 21. Dezember starten. Laut Regisseur David F. Sandberg soll Black Adam darin nicht vorkommen.

Lee Bermejos Cover als Story: „Batman: Dear Detective“

DC Comics

Der Italiener Lee Bermejo ist einer der ganz großen Batman-Zeichner. Seine Bilder haben eine einzigartige Stimmung, irgendwo zwischen Noir, Pulp und Traum. Zusammen mit Brian Azzarallo hat er Batman/Deathblow: After the Fire (2003) inszeniert, wobei das Beste daran seine hyperrealistischen Zeichnungen waren, 2008 folge der brutale Joker, schließlich Batman: Damned (2018-2019) für DCs Black Label, was vor allem wegen der Darstellung von Nacktheit und DCs Selbstzensur für Aufregung sorgte. Im Jahr 2011 hat Bermejo in Noel Dickens Weihnachtsgeschichte sehr stimmungsvoll für Batman neu interpretiert und dieser Band darf als moderner Klassiker gelten.

Immer wieder wird Bermejo auch als Cover-Zeichner eingesetzt, wie etwa bei Hush Returns. Nun bringt DC eine Reihe davon, die in Detective Comics als Variant erschienen sind, im Prestige-Format heraus: Batman: Dear Detective. Das Besondere an diesem „Art Book“: Bermejo hat dazu eine Geschichte geschrieben, die er mit diesen Covern erzählt. Passieren soll das in Form von Briefen an Batman, die zwischen den Bildern stehen. Versprochen wird eine „compelling noir tale“, die ins Herz des Dunklen Ritters dringt.

Damit soll es mehr sein, als einfach nur der Versuch, mit recyceltem Material noch mal Kohle abzugreifen (eine beliebte Verkaufsmasche), denn nach eigenen Angaben hatte Bermejo die Idee dazu schon, als er mit den Variants für Detective anfing, daher sind die Cover bereits als eine Geschichte angelegt gewesen, die nun für das Buch ausgebaut wurde, wie Bermejo IGN erklärt.

Batman: Dear Detective #1 soll am 6. September 2022 erscheinen, 56 Seiten umfassen und 7,99 US-Dollar kosten.


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Detective Comics #27 als „Facsimile Edition“

DC Comics

Batmans erster Auftritt in Detective Comics #27 wurde schon oft nachgedruckt, doch bisher nur zweinmal in seinem gesamten Kontext, nämlich 1974 in der Reihe Famous First Edition (in der auch Batman #1 erschien) und dann nochmal 2000 in der Millennium Edition. Nun hat DC angekündigt, das gesamte Heft mit allen 64 Seiten erneut nachzudrucken – zusammen mit den Storys mit Speed Saunders, Buck Marshall, the Crimson Avenger und Slam Bradley sowie den Original-Anzeigen.

Das Heft, das am 23. August 2022 erscheinen soll, nennt sich Facsimile Edition, doch den ersten Unterschied zum Original kann man schon am Cover erkennen: Da hat DC den damaligen Heftpreis von 10 Cent wegretuschiert, um satte 6,99 US-Dollar für dieses uralte Material zu verlangen. (Zum Vergleich: 10 Cent von 1939 sind heute etwa 2 Dollar wert.) Aber immer noch billiger, als sich eine Originalausgabe zu kaufen – dafür können 1,5 Millionen Dollar fällig werden.

Doch anscheinend lohnt sich die Masche. Bisher sind folgende Batman-Hefte in dieser Reihe erschienen:

>> Batman 1939-1949

„The Killing Joke“ für Riddler & Co: „Batman: One Bad Day“

DC Comics

Im Jahr von The Batman hat der Riddler Konjunktur: Für Oktober ist Paul Danos Sechsteiler Riddler: Year One angekündigt, derzeit erscheint Tom Kings Miniserie Killing Time, in der der Riddler mit Catwoman und Pinguin auftritt. Nun hat DC einen One-Shot von Tom King angekündigt: Batman: One Bad Day. Der Titel spielt an auf ein Zitat aus The Killing Joke (1988) von Alan Moore und Brian Bolland, in dem der Origin des Jokers nacherzählt wird. Nun soll also der Riddler sein „Killing Joke“ bekommen, auf 64 Seiten, gezeichnet von Mitch Gerads, mit dem King bereits an Batman und Mister Miracle gearbeitet hat.

Gerads schreibt auf Twitter, dies sei sein „genuine long-time dream book“, King habe ein perfektes Skript abgeliefert. Und er verspricht: „The Riddler is TERRIFYING.“ Auf dem ersten Bild erinnert der Riddler an R.E.M.-Sänger Michael Stipe. Die Schwarzweiß-Optik verspricht einen düsteren Comic. Und offenbar soll es blutig zur Sache gehen: Der Riddler tötet wahllos Menschen. Im August wissen wir mehr.

DC Comics

Doch das ist nur der Anfang: Laut DC soll der Riddler nur der erste in einer Reihe von One-Shots unter dem Titel Batman: One Bad Day sein. Sieben weitere Titel sollen sich den großen Schurken widmen:

  • Two-Face: Mariko Tamaki, Javier Fernandez & Jordie Bellaire (September)
  • The Penguin: John Ridley, Giuseppe Camuncoli, Cam Smith & Arif Prianto (Oktober)
  • Mr. Freeze: Gerry Duggan, Matteo Scalera & Dave Stewart (November)
  • Catwoman: G. Willow Wilson, Jamie McKelvie & Tamra Bonvillain (Dezember)
  • Bane: Joshua Williamson, Howard Porter & Tomeu Morey (Januar 2023)
  • Clayface: Collin Kelly & Jackson Lanzing, Xermanico & Romulo Fajardo Jr. (Februar 2023)
  • Ra’s al Ghul: Tom Taylor & Ivan Reis (März 2023)

Die Reihe steht damit in der Tradition von Serien wie Joker’s Asylum (2008-2010) sowie den Schurken-One-Shots zu Forever Evil, schon in den 90ern gab es vereinzelt One-Shots, die sich den jeweiligen Schurken aus den Filmen widmeten, aber in der Continuity der Comics standen.

>> Gotham City Villains


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George Pérez ist tot

Ikonisches Cover von George Pérez: Auszug aus Crisis on Infinite Earths #7. (DC Comics)

Comic-Autor George Pérez ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Das teilt seine Familie auf Twitter mit. Pérez, dessen Eltern aus Puerto Rico stammen, war für seinen klaren, detailreichen und ausdrucksstarken Stil sowie für seine überbordenden Wimmelbilder bekannt, die voller Charaktere stecken.

Er hat in den 70ern als Zeichner bei Marvel angefangen, wo er unter anderem für die Avengers verantwortlich war. In den 80ern zeichnete er für die DC die sehr erfolgreiche Serie The New Teen Titans, machte dafür mit Autor Marv Wolfman Dick Grayson zu Nightwing, bevor die beiden 1985 mit dem Zwölfteiler Crisis on Infinite Earths das gesamte DC-Universum versammelte, um es neu zu ordnen. Es war das erste Crossover-Event dieser Art und begründete eine Tradition von „Krisen“.

Nach einem erfolgreichen Reboot für Wonder Woman, bei der Pérez von 1987 bis 1992 als Autor und Zeichner tätig war, zeichnete er für Marvel einen Teil des Events Infinity Gauntlet, das als Klassiker gilt und später Marvels Avengers: Infinity War/Endgame inspirierte.

2003-2004 führte er mit JLA/Avengers die Helden von DC und Marvel zusammen und vollendete damit ein abgebrochenes Projekt aus den 80er-Jahren.

Pérez übernahm auch eine Zeit lang Superman, für Batman zeichnete er jedoch nur einige Seiten in Batman #400 sowie einige Cover.

Nach Neal Adams stirbt mit Pérez eine weitere Comic-Legende in diesem Jahr. Am 22. Mai soll eine öffentliche Trauerfeier für ihn stattfinden.

Neal Adams ist tot

Batman by Neal Adams (DC Comics)

Im vergangenen Jahr feierte er noch seinen 80. Geburtstag, nun ist Batman-Zeichner und -Autor Neal Adams gestorben. Laut Hollywood Reporter starb er an Komplikationen nach einer Blutvergiftung.

Adams prägte in den 70ern gemeinsam mit Dennis O’Neil (der bereits 2020 starb) den modernen Batman und führte ihn zu seinen Wurzeln zurück. Batman wurde wieder düsterer und mysteriöser. Adams zeichnete ihn realistisch, muskulös und dynamisch. Außerdem war er mitverantwortlich für Schurken wie Man-Bat sowie Talia und Ra’s al Ghul sowie die Comebacks von Two-Face und Joker, nachdem diese für Jahre aus den Comics verschwunden waren.

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Neue Detective Comics und „White Knight: Red Hood“

DC Comics

Kaum wurde die erste Autorin für Detective Comics eingeführt, verabschiedet Mariko Tamaki sich auch schon wieder. Im Juli, mit Detective Comics #1062, übernimmt Autor Ram V (Catwoman, Swamp Thing, Justice League Dark) die älteste Batman-Serie zusammen mit Zeichner Rafael Albuquerque, der bereits mehrere Batman-Storys und Cover zeichnen durfte, darunter vor allem All-Star Batman Vol. 3 The First Ally. Zu seinen weiteren Werken zählen Huck und Prodigy von Mark Millar sowie sein selbstgeschriebenes Ei8ht.

DC Comics

Zum Auftakt verspricht DC eine „high Gothic story“: Gotham Nocturne. Es geht opernhaft zur Sache, Teil 1 trägt den Titel „Overture“. Es geht um eine seltsame Melodie, die Gotham plagt und ihre Bürger in „etwas anderes“ verwandelt, während Bruce Wayne sich mit eigenen Dämonen herumschlägt.

Außerdem wird es Back-up-Storys von Si Spurrier (John Constantine: Hellblazer, Suicide Squad: Blaze) und Dani (Arkham City: Order of the World) geben. Zunächst soll es um Jim Gordon als Privatdetektiv gehen.

Mariko Tamaki, die mit Detective Comics #1034 begann, ist für die große Storyline Batman: Shadows of the Bat: House of Gotham (#1047-1058) verantwortlich, die im März beendet wurde und im Dezember als Hardcover erscheinen soll.

Neues vom White Knight

DC Comics

Am 27. Juli erweitert Sean Murphy sein White-Knight-Universum mit Batman: White Knight Presents: Red Hood #1. Sean Murphy schreibt den Zweiteiler mit Clay McCormack (Bloody Hel), die Zeichnungen kommen von Simone Di Meo (Future State: Harley Quinn). Beleuchtet wird darin Jason Todds Vergangenheit als Robin, bevor er zu Red Hood wurde. Zuletzt tauchte er in Batman: White Knight Presents Harley Quinn auf, derzeit erscheint der Achtteiler Beyond the White Knight, in dem er ebenfalls eine wichtige Rolle spielen soll.

Neuer Podcast: „Batman Unburied“

Spotify/DC Comics

Nach den Batman Audio Adventures gibt es bald noch mehr Dunklen Ritter zum Hören: Am 3. Mai 2022 startet bei Spotify ein neuer Batman-Podcast: Batman Unburied, geschrieben von David S. Goyer, der bereits für die Drehbücher zu Batman Begins und Man of Steel verantwortlich war. Das Besondere: Die Abenteuer erscheinen nicht nur auf Englisch, sondern auch zeitgleich in neun anderen Sprachen, darunter auch auf Deutsch.

Die Geschichte verspricht mal wieder eine Reise in den Verstand von Bruce Wayne, der hier als forensischer Pathologe im Gotham Hospital arbeitet und seine eigenen Dämonen besiegen muss. Mit dabei ist unter anderem der Riddler.

Bruce Wayne wird im Amerikanischen gesprochen von Winston Duke (bekannt als M’Baku aus Black Panther) im Deutschen von dem Österreicher Murathan Muslu, der 2015 den österreichischen Filmpreis für den Film Risse im Beton erhielt.

Ich verstehe zwar nicht, worin der Reiz bestehen soll, eine Figur aus einem visuellen Medium in ein nicht-visuelles zu übertragen, doch warum man es tut, dürfte klar sein.

>> Zum Trailer zu Batman Unburied (Audio)