Film

Adam West trifft William Shatner

 

Adam West wird voraussichtlich in diesem Herbst in seiner letzten Rolle zu hören sein: Batman vs. Two-Face wird der Animationsfilm heißen, die Fortsetzung von Return of the Caped Crusaders. , der wiederum auf der Batman-TV-Serie der 60er basiert. Der erste Trailer offenbart eine alternative Entstehungsgeschichte des Schurken, der von William Shatner gesprochen wird. Hier ist Hugo Strange verantwortlich für die Wandlung von Harvey Dent. Auch andere die üblichen Verdächtigen wie der Joker werden wieder mit dabei sein.

Two-Face kam übrigens nie in der alten Batman-Serie vor, ebenso wenig klassische Schurken wie Hugo Strange, Scarecrow oder Poison Ivy. Der Grund liegt auf der Hand: Die Figur dürfte wohl zu düster und zu komplex für die bunte Spaß-Serie gewesen sein.

Ein langer Trailer für Justice League

„You Can’t Save the World Alone“, lautet das neue Motto des Justice League-Films, der im November in die Kinos kommen soll. Man kann die Welt nicht allein retten. Also versuchen es die fünf Superhelden gemeinsam: Batman, Wonder Woman, Flash, Aquaman und Cyborg. Auf der San Diego Comic Con wurde nun ein neuer, vier Minuten langer Trailer vorgestellt, der noch mehr zeigt: mehr Action, mehr Sprüche, den Schurken und eine Andeutung. Superman kehrt zurück.

Weitere Erkenntnisse zum DC Extended Universe von der Comic-Con:

  • Suicide Squad 2 kommt.
  • Es wird einen Justice League Dark-Film geben.
  • Der Flash-Film wird Flashpoint heißen und auch auf dem gleichnamigen Comic-Event basieren.
  • Es wird einen Batgirl-Film von Joss Whedon geben.
  • Es wird einen Wonder Woman 2-Film geben.
  • Schon vor der Comic-Con verkündete The Batman-Regisseur Matt Reeves, dass er ein neues Drehbuch schreiben wird, statt das von Ben Affleck zu verwenden. Wann der Film kommt, ist noch unklar.

Gotham by Gaslight wird animiert

DC Comics

Gotham by Gaslight, die Geschichte über Batman und Jack the Ripper, wird als Animationsfilm adaptiert. Das geht aus der Blu-ray-Hülle des Zeichentrickfilms Batman and Harley Quinn hervor, der im August bzw. September veröffentlicht wird. Dort ist unter den Extras ein „Sneak Peek“ aufgeführt, also eine Vorschau auf den nächsten DC Animationsfilm. Gotham by Gaslight von Mike Mignola (1989) gilt als erste Elseworlds-Story, auch wenn das Label dafür zunächst noch nicht verwendet worden ist, sondern erst zwei Jahre später für Holy Terror. Ebenfalls 1991 kam die Fortsetzung, Master of the Future, heraus, die allerdings mit dem ersten Teil nicht mithalten kann. Auf nerdist.com wird spekuliert, ob für den Film beide Comics als Vorlage dienen werden, um auf die nötige Länge zu kommen.

Batman: Gotham by Gaslight wird damit die erste Elseworlds-Verfilmung sein, wenn man davon absieht, dass The Dark Knight Returns auch nicht im regulären DC-Universum spielt. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, aber wahrscheinlich sind Ende 2017 oder Anfang 2018.

Ein Prequel und Sequel zu „Batman and Harley Quinn“

DC Comics

Zum Animationsfilm Batman and Harley Quinn, der am 15. August in den USA erscheint (am 7. September in Deutschland) wird es zwei begleitende Comic-Serien geben. DC hat ein fünfteiliges Prequel angekündigt, Harley Quinn and Batman, in dem erzählt wird, wie Quinn vom Sidekick des Jokers zur eigenständigen Heldin wird. Für die Mini-Serie werden Autor Ty Templeton und Zeichner Rick Burchett wieder zusammenkommen, die bereits die Batman Adventures gemacht haben, die Comics zu Batman: The Animated Series. Die neue Comic-Serie wird am 31. Juli beginnen und zweiwöchentlich erscheinen, zunächst nur in digitaler Form.

Im Oktober werden wöchentlich unter dem Titel Batman and Harley Quinn sieben Ausgaben hinzukommen, die sich an den Film anschließen. Dafür werden verschiedene Autoren und Zeichner verantwortlich sein. Im Sommer 2018 sollen alle zwölf Comics als Paperback gedruckt erscheinen.

Batman Adam West bei den Simpsons

Nach dem Tod von Adam West, dem Hauptdarsteller der Batman-Serie und des Spielfilms aus den 60ern, greift die Nostalgie um sich. Bei den Simpsons hatte West schon früh: Zum ersten Mal in „Mr. Plow“ (Staffel 4, Episode 9, 1992), als Homer und Bart ihn auf einer Automobilmesse treffen, doch auch danach gab es Referenzen auf die alte Batman-Serie.

In „Large Marge“ (Staffel 14, 2002) treten Batman und Robin in einer Szene gegen Krusty den Clown an. In „Radioactive Man“ (Staffel 7, 1995) wird eine Szene aus einer 70er-Jahre-TV-Serie gezeigt, in der der Superheld gegen eine Truppe Pfadfinder kämpft – eine Parodie auf die 60er-Serie.

Ein weißer Ritter in Los Angeles

Jaden Smith, der Sohn von Schauspieler und Teilzeitrapper Will Smith, macht es gerne wie der Papa. Neben seiner Schauspielerei (die, wie man in After Earth sehen konnte, noch ausbaufähig ist) ist er auch als Musiker tätig. In seinem neuesten Musikvideo „Batman“ verbindet er beides – und dazu noch seine Leidenschaft für Superhelden. Als weißer Batman gekleidet läuft er durch Los Angeles, rappt „Batman, Batman, Batman“ und liefert sich unmotivierte Schaukämpfe mit dem Dunklen Ritter und Superman, auch Spider-Man springt durchs Bild. Leider sind alle bis auf Jaden Smith verpixelt, was wahrscheinlich rechtliche Gründe hat. Was ist von diesem irritierenden Schauspiel zu halten, das sich irgendwo zwischen nachdenklicher Kunst und billig produziertem Trash bewegt? Wir nehmen es einfach mal kommentarlos zur Kenntnis. Die Beurteilung der Rapkünste überlasse ich lieber den Experten.

Wonder Woman: Es geschehen noch Wunder

Warner Bros.

Titel: Wonder Woman

Regie/Drehbuch/Story: Patty Jenkins/Allan Heinberg/Zack Snyder, Jason Fuchs

Erschienen: 2017


Nichts war mehr zu erwarten aus DCs verkorkstem Filmuniversum, das nach dem blassen, deprimierend-grauen wie ermüdenden Man of Steel, dem öden bis lächerlichen Batman v Superman und dem geradezu peinlich-belanglosem Suicide Squad. Zu viel gewollt und nichts gekonnt. Und während sich schon Justice League ankündigt, einfach so weiterzumachen wie bisher, schiebt DC noch einen Film dazwischen, der etwas nachholt, was eigentlich früher hätte passieren sollen: die Vorgeschichte zu Wonder Woman. Und siehe da, Überraschung: es ist alles gut gegangen.

Wonder Woman erinnert im Prinzip an Marvels Captain America: The First Avenger. Der eine spielt im Zweiten, der andere im Ersten Weltkrieg. Eine Superheldenstory mit Nostalgiefaktor also. Doch von der Funktion her ist der Film eigentlich DCs Iron Man, mit dem Marvel 2008 sein Cinematic Universe gestartet hat: Endlich gibt es auch in DCs Filmuniversum eine Figur, die als Sympathieträgerin taugt und auch die nötige Tiefe bekommt. Schon in Batman v Superman war Wonder Woman (Gal Gadot) die einzig positive und interessante Gestalt. Jetzt ist sie nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern fest als eigenständige Heldin etabliert.

Und was für eine. Bezaubernd und unschuldig, gebildet, aber etwas naiv, tapfer und voller edler Motive zieht sie in die Welt hinaus, um den ultimativen Krieg zu bekämpfen, weil sie davon ausgeht, dass der Kriegsgott Ares Zwietracht in den Herzen der Menschen sät, damit sie sich gegenseitig auslöschen. Aber vielleicht, so gibt ihr Kampfgefährte Steve Trevor zu bedenken, sind die Menschen auch bloß von sich aus schlecht. Ja, sind sie, sagt Diana am Ende, aber eben nicht nur. Die perfekte Message.

Wie es schon bei Batman Begins und Iron Man vorgemacht wurde, lässt sich die Story viel Zeit, bis Wonder Woman in ihrer endgültigen Gestalt in Erscheinung tritt. Wir sehen Kindheit, Jugend und Ausbildung auf Themyscira, die Paradiesinsel wird ausführlich samt Mythologie eingeführt, die Beziehung zu Steve Trevor wird langsam aufgebaut, ohne eine Romanze zu überstürzen, die Grauen des Ersten Weltkriegs werden glaubhaft gemacht, auch wenn eine historische Gestalt wie General Ludendorff zum superbösen Oberschurken stilisiert wird und eine Mad Scientist zur Seite gestellt bekommt, die ebensogut in ein KZ der Nazis gepasst hätte. Und fürs Ende hat man sich sogar eine überraschende Wendung ausgedacht.

Der Film macht alles besser als seine drei Vorgänger: er lebt von einer glaubhaften Inszenierung, viel Humor und einer gelungenen Besetzung, die die Figuren mit Leben füllt. Die Kampfszenen, in denen Wonder Woman sich mit Schwert, Schild, Armbändern und Lasso austoben darf, sind phänomenal geworden, auch wenn der Einsatz von Slow Motion und Bullet Time etwas übertrieben wurde – das wird wohl dem Einfluss des Produzenten Zack Snyder geschuldet sein. Man will offenbar doch einem gewissen Stil treu bleiben, auch wenn Wonder Woman trotz seines ernsten Themas eine viel positivere Grundeinstellung und Stimmung hat. Der einstige Strahlemann Superman kann sich davon einiges abgucken.

DC hat damit ganz nebenbei auch überhaupt zum ersten Mal einer Superheldin einen sehenswerten Kinofilm gewidmet. Damit wurde eine unschätzbare Pionierarbeit geleistet; zum ersten Mal ist DC Marvel einen Schritt voraus. Denn wenn das Publikum allmählich müde wird, bloß Supertypen zu sehen, dann wird es Zeit für Superfrauen. Das ist der frische Wind, den das Genre braucht. Es ist höchste Zeit.

Zusammen mit dem anarchischen Deadpool (2016) und dem melancholischen Logan (2017) gehört Wonder Woman zu den wichtigsten drei Superheldenfilmen der letzten Jahre. Von DC haben wir so eine Qualität seit The Dark Knight nicht mehr gesehen – und das ist leider schon fast ein Jahrzehnt her. Aber jetzt können wir festhalten: Ja, es geschehen noch Wunder.

Adam West ist tot

Adam West ist im Alter von 88 Jahren an Leukämie gestorben.

Der Batman-Darsteller der TV-Serie der 60er (und des Kinofilms) hat zuletzt wieder seine Paraderolle im Animationsfilm Return of the Caped Crusaders (2016) gespielt. Sein letzter Film wird die Fortsetzung Batman vs. Two-Face sein, der dieses Jahr erscheinen soll. William Shatner wird darin den Bösewicht sprechen.

Dass West auch als Sänger aktiv war, kann man hier nachhören.

https://twitter.com/f_francavilla/status/873565078620164096

Die Philosophie hinter dem Joker

Wer oder was ist der Joker? Ein Spieler? Ein Nihilist? Das Böse schlechthin? Dieses Video des YouTube-Kanals Wisecrack geht der Frage philosophisch auf den Grund.

Batman and Harley Quinn: Der erste Trailer

Batman and Harley Quinn, der nächste Animationsfilm im Stil der Animated Series, soll in Deutschland am 7. September 2017 erscheinen. (In den USA schon am 15. August in digitaler Form, am 29. August als DVD und Blu-ray.) Der erste Trailer verrät, worum es geht: Poison Ivy will die Menschheit vernichten, Batman und Nightwing bitten Harley Quinn um Hilfe, die sich aus dem Schurkendasein zurückgezogen hat.

Warner Bros.

In diesem Featurette erzählen die Macher von der Entstehung des Films:

(Dieser Artikel wurde am 1.6.2017 aktualisiert.)