Film

Superman im Abgrund

Vor 30 Jahren erschien der vierte und letzte Superman-Film mit Christopher Reeve: Die Welt am Abgrund, im Original The Quest for Peace. Ein so übles Machwerk, so billig und lieblos, dass man sich manchmal daran erinnern muss, um nicht in Versuchung zu geraten, seine Zeit noch einmal damit zu verschwenden. Dafür gibt es die Honest Trailers.

Fun Fact: Ursprünglich war ein fünfter Teil geplant, aber der wurde nie umgesetzt, weil schon der vierte floppte (wie schon der dritte). Erst zwanzig Jahre später kam wieder ein Superman-Film in die Kinos: Superman Returns, dessen einziges Verdienst darin besteht, Teil drei und vier ignoriert zu haben.

>> Honest Trailer zum ersten Superman-Film

Finger weg von Harley Quinn!

Klappe zu, Harley!

Titel: Batman and Harley Quinn

Regie/Drehbuch: Sam Liu/Bruce Timm, Jim Krieg

Erschienen: 2017 (Direct-to-Video)


Diese Harley Quinn-Mode nervt langsam. Nicht nur in den Comics, auch in Batman-Filmen ist der ehemalige Joker-Sidekick mittlerweile gefühlt omnipräsent: Nach Suicide Squad sollen noch mindestens drei weitere Spielfilme mit ihr folgen. Auch der nächste Batman-Tag soll ganz im Zeichen von Harley Quinn stehen. Jetzt hat sie auch einen Animationsfilm bekommen. Und wenn man den gesehen hat, kann man nur hoffen, dass diese Mode bald vorbei ist.

Der Plot: Um die Welt vor ihrer Zerstörung zu retten, will Poison Ivy alle Menschen in Pflanzenwesen verwandeln. Dabei wird sie unterstützt von Jason Woodrue, dem Floronic Man. Um sie zu finden und aufzuhalten, konsultieren Batman und Nightwing Ivys alte Bekannte: Harley Quinn. Die hat das Dasein als Schurkin aufgegeben und muss sich nun als Kellnerin mit Grabschern rumschlagen. Für das Dynamische Duo schlüpft sie aber noch einmal in ihre alte Rolle …

Nightwing und Harley beim Vorspiel.

Obwohl der Zeichenstil The Animated Series entspricht, fühlt sich Batman and Harley Quinn nicht so an wie aus diesem Universum. Abgesehen von der krassen Gewalt, der derben Sprache, den Furz- und Kotzwitzen gibt es auch viel Sex. Vor allem eine Szene, in der sich Harley Quinn über Nightwing hermacht – und er es mit sich machen lässt. Das allein fällt zwar aus dem Rahmen, aber ist noch zu verschmerzen, wären da nicht unnötige Sexismen, die so gar nicht zu einem Film passen, in dem sich die Titelheldin gegen sexuelle Übergriffe wehrt.

#Aufschrei: Harley von hinten.

Aber das ist nur das geringste Problem mit dem Film. Eine lahme Story, platte Witze und eine routiniert-fade Inszenierung lassen alles vermissen, was den Reiz von The Animated Series (und den Film Mask of the Phantasm) ausgemacht hat. Das einzige, worin sich noch Liebe zur Animation zeigt, ist der cartoonhafte Vorspann.

Bei Harley Quinn hat Batman das Nachsehen: Bild aus dem Vorspann.

Was den Rest angeht, kann man sich fragen: Was ist in den vergangenen Jahren aus der Animationskunst geworden? Es gibt sie noch, aber leider nicht mehr für Batman. Für den Heimkinomarkt lässt man billig produzierte Zeichentrickfilme herstellen, die den Namen Animation gar nicht verdienen, weil ihnen jegliche Seele fehlt. Steife Figuren in sterilen Kulissen, dazu eine scheußlich-künstliche Musik, die nur wie ein toter Abklatsch eines Orchester klingt. Batman and Harley Quinn ist nicht der erste Film, der so gemacht ist, aber einer der schlechtesten dieser Machart. Vom Geist der Animated Series ist hier kaum noch etwas übrig.

Unnötige Gesangseinlage.

Und zum Schluss, wenn man sich durch 75 Minuten durchgequält hat, kommt der absolute Tiefpunkt. Nachdem Batman in dieser Harley-Show ohnehin nicht viel zu tun hat, außer genervt dreinzuschauen und sich der Lächerlichkeit preiszugeben, fällt er mit Nightwing am Ende völlig aus der Rolle. Zum Fremdschämen.

Alle lieben Harley: WTF?

Wie DC mit seinen Filmen sein Comicerbe ruiniert

Warner Bros.

Ein Joker-Film, der die Vorgeschichte erzählt, aber ohne Jared Leto und ohne Bezug zum DC Extended Universe, ein Joker-und-Harley Quinn-Film, Gotham City Sirens und irgendwann einmal auch noch The Batman, Batgirl, Nightwing und Suicide Squad 2. Das ist in etwa der Stand der Dinge, was die geplanten Verfilmungen von DC-Comics angeht. Manches konkret, manches vage. Und dann sind da noch die anderen Superheldenfilme: Justice League, Shazam, Wonder Woman 2, Aquaman, Flashpoint, Cyborg, Green Lantern Corps usw.

Da kommt viel auf uns zu. Sehr viel. (Ganz zu schweigen von den Marvel-Filmen.) Das freut die Fans. Einerseits. Andererseits: mich besorgen diese Pläne. Denn abgesehen von der schieren Masse, mit der man Gefahr läuft, das Publikum zu übersättigen, wirkt es so, als hätten die Verantwortlichen nicht wirklich einen Plan. Während Marvel sein Filmuniversum weiter erfolgreich ausbaut, probiert man bei DC wild herum – mit durchaus gemischten Resultaten.

Nach der Neugeburt von Superman in Man of Steel hat man ihn in Batman v Superman wieder beerdigt, dabei nicht nur einen neuen Batman und Wonder Woman eingeführt, sondern auch drei weitere Helden (Aquaman, Flash, Cyborg). Man wollte offenbar keine Zeit mehr verschwenden und möglichst schnell zu Marvel aufholen. Das Ergebnis war ein unausgegorenes (und langweiliges) Machwerk. Suicide Squad war der Versuch, das Gleiche mit Schurken zu versuchen, noch ehe die Helden etabliert waren, was ebenfalls in die Hose ging. Davon ließ sich Warner aber nicht beeindrucken, sondern nur vom Einspielergebnis, und kündigte sofort eine Fortsetzung an. Und weil Harley Quinn gerade in Mode ist, soll sie auch in Gotham City Sirens mit Catwoman und Poison Ivy auftreten.

Erst mit Wonder Woman hatte man das Gefühl, dass die Produzenten den richtigen Ton gefunden haben, um eine interessante Geschichte zu erzählen. Man beschränkte sich auf die Titelheldin – und das reichte vollkommen aus. Warum nicht gleich so? Das war der erste von vier DC-Filmen, der eine gesunde Grundlage für den Rest des Filmuniversums bilden konnte, das von Anfang an kränkelte. Aber so scheint es leider nicht weiterzugehen.

Ben Affleck als Batman (Warner Bros.)

Der nächste Batman-Solo-Film hatte allerlei Startschwierigkeiten: Zuerst sollte Ben Affleck für Regie und Drehbuch verantwortlich sein, der Gegner Deathstroke wurde angekündigt, dann wurde er durch den Regisseur Matt Reeves ersetzt, der sein eigenes Drehbuch mitbringt. Einen Starttermin gibt es noch nicht, es zieht sich hin. Statt sich darauf zu konzentrieren, die Haupthelden einzuführen, werden bereits Filme über Sidekicks wie Batgirl und Nightwing angekündigt – obwohl es nicht einmal einen Robin gegeben hat (jedenfalls war von dem nur ein Kostüm in einer Vitrine zu sehen). Man gewinnt den Eindruck, dass hier wieder versucht wird, das Pferd von hinten aufzuzäumen.

Bloß keine Zeit verlieren, scheint das Motto zu lauten. Denn man hat zu lange geschlafen. So gut und wichtig Christopher Nolans Dark-Knight-Trilogie gewesen ist, man hat ein hermetisches Universum geschaffen, das nach drei Filmen abgeschlossen war und daher keine Grundlage für mehr bilden konnte. Während Marvel seit 2008 sein Cinematic Universe aufgebaut und erweitert hat, hat DC Zeit verschwendet, auch weil nebenher nicht viel passiert ist, außer ein mieser Superman Returns und ein noch mieserer Green Lantern – beides nicht fortsetzungswürdig.

Seit fünf Jahren versucht DC, diesen Vorsprung aufzuholen. Aber statt das zu imitieren, was Marvel erfolgreich macht, wird auf Gedeih und Verderb versucht, schnell Anschluss zu finden, was zulasten von Charakteren und Story geht. Außerdem haftet den Filmen die Schwere der Dark Knight-Trilogie an, was den Stoffen nicht gut tut. Man of Steel war bereits ein Film, dem es an Farbe, Optimismus und Humor mangelte – eine Fehlentscheidung für einen Charakter, der in strahlenden Primärfarben herumläuft und Hoffnung und Zuversicht ausstrahlen sollte. Und ähnlich düster und humorbefreit ging es weiter, was sich auch mit den Nachdrehs zu Suicide Squad nicht geändert hat.

Parallel dazu gibt es noch die DC-TV-Serien: Arrow, Flash, Supergirl etc. einerseits, Gotham und Krypton andererseits. Alles auf Ramsch-Niveau, aber es funktioniert – so wie einst Smallville zehn Staffeln lang funktioniert hat, obwohl das niemand gebraucht hat. Die Geschichten haben jedoch nichts mit den Filmen zu tun. Marvel macht es klüger: Die Serien Agents of SHIELD, Agent Carter und die Netflix-Serien sind Teil des Cinematic Universe. Zu dumm, dass DC wegen seiner seltsamen Hauspolitik einen neuen Flash für die Filme etablieren musste, zuerst in Batman v Superman, bald in Justice League. Weil man in der Serie aber schon die Entstehung des Helden gezeigt hat, wird wohl deshalb der erste Flash-Film auch nicht einfach „The Flash“ heißen, sondern Flashpoint, was weniger nach einem ersten als nach einem zehnten Teil klingt. Und das könnte das DCEU für das Multiversum öffnen, noch bevor das eigentliche Universum etabliert ist.

Heath Ledger hat als Joker Maßstäbe gesetzt. (Warner Bros.)

Dass DC nun tatsächlich diese neue Filiale im Kino aufmacht, zeigt auch der Plan für den Joker-Origin-Film außerhalb des DCEU. Die Nachricht wird von Kritikern gemischt aufgefasst: Einerseits soll Martin Scorsese den Film produzieren, andererseits soll Todd Phillips Regie führen, der Typ, der die Hangover-Trilogie zu verantworten hat und sich auch sonst kaum mit Ruhm bekleckert hat.

Manche sehen in dem Konzept eine Chance, neue Geschichten zu erzählen, die für sich stehen können. Ich sehe aber zwei Gefahren: Schon die Jared Leto-Version hat bereits das Bild des Jokers, das man mit Heath Ledger aufgebaut hat, beschädtigt. Ein Joker mit Hintergrundgeschichte würde es völlig ruinieren. Ein solcher Joker ist nicht halb so spannend wie ein Niemand ohne Vergangenheit. Außerdem darf man nicht vergessen, dass bereits Tim Burton in seinem ersten Batman-Film eine Vorgeschichte des Jokers schon erzählt hat, Stichwort: Jack Napier. Ganz zu schweigen von The Killing Joke und der dazugehörigen Zeichentrick-Adaption. Aber brauchen wir das noch einmal? Die Geschichte vom armen Gauner, der von Batman in den Chemietank geworfen wird? Prequels sind sehr in Mode, weil sie die Neugier der Zuschauer befriedigen, aber – seien wir ehrlich – es gibt nichts Langweiligeres als die Lösung für ein Rätsel.

Zum anderen läuft man mit einer Geschichte außerhalb des regulären Universums Gefahr, den normalen Kinozuschauer zu verwirren und damit zu verprellen. Es ist schon jetzt kompliziert genug, den Überblick zu behalten zwischen den verschiedenen Marvel-Universen (Avengers, X-Men, Fantastic Four, Spider-Man). Ein DC-Multiversum klingt zu sehr nach Fanservice für Nerds als für den normalen Kinogänger. Schon mit den Traumsequenzen in Batman v Superman (Stichwort: Batman im Ledermantel gegen Superman und Paradämonen) hat kaum jemand etwas anfangen können.

DC stiftet weiterhin Chaos. Der Masterplan besteht darin, keinen zu haben: Trial-and-Error scheint das Prinzip zu sein, wobei aus Fehlern nicht gelernt werden soll. Hauptsache, die Kasse stimmt. Gebt den Leuten Harley Quinn und Joker, dann gehen sie ins Kino, egal wie gut die Filme sind. Das ist nicht nur ein liebloser Umgang mit Fans, damit demontiert DC auch das Erbe seiner Comics.

Die Produzenten sollten sich besser darauf besinnen, die Hauptcharaktere zu etablieren, ansprechende Filme zu schaffen, die neue Akzente setzen, die sowohl für sich funktionieren als auch im Zusammenhang des Gesamtwerks stehen können. Wie mit Wonder Woman sollte man auch mit Batman, Flash, Aquaman und anderen Helden verfahren. Wen interessieren Batgirl und Nightwing, wenn man Batman haben kann?

Ein erster Blick auf Gotham by Gaslight

Batman gegen Jack the Ripper – mit dieser Story wurden einst die Elseworlds begründet, nächstes Jahr erscheint die Verfilmung in animierter Form: Gotham by Gaslight. Auf der Blu-ray zu „Batman and Harley Quinn“ ist eine Vorschau erschienen, ein Sneak Peek, in dem nicht Ausschnitte aus dem Film, sondern auch Aussagen der Macher gezeigt werden. Die Vorschau zeigt neben Batman auch Charaktere wie Hugo Strange, Selina Kyle und Poison Ivy (als Ivy, the Plant Lady). Außer, dass es ein sehr düsterer Film wird, scheint die ursprüngliche Comic-Geschichte auch erweitert worden zu sein. Der erste Eindruck ist sehr vielversprechend …

Adam West trifft William Shatner

 

Adam West wird voraussichtlich in diesem Herbst in seiner letzten Rolle zu hören sein: Batman vs. Two-Face wird der Animationsfilm heißen, die Fortsetzung von Return of the Caped Crusaders. , der wiederum auf der Batman-TV-Serie der 60er basiert. Der erste Trailer offenbart eine alternative Entstehungsgeschichte des Schurken, der von William Shatner gesprochen wird. Hier ist Hugo Strange verantwortlich für die Wandlung von Harvey Dent. Auch andere die üblichen Verdächtigen wie der Joker werden wieder mit dabei sein.

Two-Face kam übrigens nie in der alten Batman-Serie vor, ebenso wenig klassische Schurken wie Hugo Strange, Scarecrow oder Poison Ivy. Der Grund liegt auf der Hand: Die Figur dürfte wohl zu düster und zu komplex für die bunte Spaß-Serie gewesen sein.

Ein langer Trailer für Justice League

„You Can’t Save the World Alone“, lautet das neue Motto des Justice League-Films, der im November in die Kinos kommen soll. Man kann die Welt nicht allein retten. Also versuchen es die fünf Superhelden gemeinsam: Batman, Wonder Woman, Flash, Aquaman und Cyborg. Auf der San Diego Comic Con wurde nun ein neuer, vier Minuten langer Trailer vorgestellt, der noch mehr zeigt: mehr Action, mehr Sprüche, den Schurken und eine Andeutung. Superman kehrt zurück.

Weitere Erkenntnisse zum DC Extended Universe von der Comic-Con:

  • Suicide Squad 2 kommt.
  • Es wird einen Justice League Dark-Film geben.
  • Der Flash-Film wird Flashpoint heißen und auch auf dem gleichnamigen Comic-Event basieren.
  • Es wird einen Batgirl-Film von Joss Whedon geben.
  • Es wird einen Wonder Woman 2-Film geben.
  • Schon vor der Comic-Con verkündete The Batman-Regisseur Matt Reeves, dass er ein neues Drehbuch schreiben wird, statt das von Ben Affleck zu verwenden. Wann der Film kommt, ist noch unklar.

Gotham by Gaslight wird animiert

DC Comics

Gotham by Gaslight, die Geschichte über Batman und Jack the Ripper, wird als Animationsfilm adaptiert. Das geht aus der Blu-ray-Hülle des Zeichentrickfilms Batman and Harley Quinn hervor, der im August bzw. September veröffentlicht wird. Dort ist unter den Extras ein „Sneak Peek“ aufgeführt, also eine Vorschau auf den nächsten DC Animationsfilm. Gotham by Gaslight von Mike Mignola (1989) gilt als erste Elseworlds-Story, auch wenn das Label dafür zunächst noch nicht verwendet worden ist, sondern erst zwei Jahre später für Holy Terror. Ebenfalls 1991 kam die Fortsetzung, Master of the Future, heraus, die allerdings mit dem ersten Teil nicht mithalten kann. Auf nerdist.com wird spekuliert, ob für den Film beide Comics als Vorlage dienen werden, um auf die nötige Länge zu kommen.

Batman: Gotham by Gaslight wird damit die erste Elseworlds-Verfilmung sein, wenn man davon absieht, dass The Dark Knight Returns auch nicht im regulären DC-Universum spielt. Ein Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, aber wahrscheinlich sind Ende 2017 oder Anfang 2018.

Ein Prequel und Sequel zu „Batman and Harley Quinn“

DC Comics

Zum Animationsfilm Batman and Harley Quinn, der am 15. August in den USA erscheint (am 7. September in Deutschland) wird es zwei begleitende Comic-Serien geben. DC hat ein fünfteiliges Prequel angekündigt, Harley Quinn and Batman, in dem erzählt wird, wie Quinn vom Sidekick des Jokers zur eigenständigen Heldin wird. Für die Mini-Serie werden Autor Ty Templeton und Zeichner Rick Burchett wieder zusammenkommen, die bereits die Batman Adventures gemacht haben, die Comics zu Batman: The Animated Series. Die neue Comic-Serie wird am 31. Juli beginnen und zweiwöchentlich erscheinen, zunächst nur in digitaler Form.

Im Oktober werden wöchentlich unter dem Titel Batman and Harley Quinn sieben Ausgaben hinzukommen, die sich an den Film anschließen. Dafür werden verschiedene Autoren und Zeichner verantwortlich sein. Im Sommer 2018 sollen alle zwölf Comics als Paperback gedruckt erscheinen.

Batman Adam West bei den Simpsons

Nach dem Tod von Adam West, dem Hauptdarsteller der Batman-Serie und des Spielfilms aus den 60ern, greift die Nostalgie um sich. Bei den Simpsons hatte West schon früh: Zum ersten Mal in „Mr. Plow“ (Staffel 4, Episode 9, 1992), als Homer und Bart ihn auf einer Automobilmesse treffen, doch auch danach gab es Referenzen auf die alte Batman-Serie.

In „Large Marge“ (Staffel 14, 2002) treten Batman und Robin in einer Szene gegen Krusty den Clown an. In „Radioactive Man“ (Staffel 7, 1995) wird eine Szene aus einer 70er-Jahre-TV-Serie gezeigt, in der der Superheld gegen eine Truppe Pfadfinder kämpft – eine Parodie auf die 60er-Serie.

Ein weißer Ritter in Los Angeles

Jaden Smith, der Sohn von Schauspieler und Teilzeitrapper Will Smith, macht es gerne wie der Papa. Neben seiner Schauspielerei (die, wie man in After Earth sehen konnte, noch ausbaufähig ist) ist er auch als Musiker tätig. In seinem neuesten Musikvideo „Batman“ verbindet er beides – und dazu noch seine Leidenschaft für Superhelden. Als weißer Batman gekleidet läuft er durch Los Angeles, rappt „Batman, Batman, Batman“ und liefert sich unmotivierte Schaukämpfe mit dem Dunklen Ritter und Superman, auch Spider-Man springt durchs Bild. Leider sind alle bis auf Jaden Smith verpixelt, was wahrscheinlich rechtliche Gründe hat. Was ist von diesem irritierenden Schauspiel zu halten, das sich irgendwo zwischen nachdenklicher Kunst und billig produziertem Trash bewegt? Wir nehmen es einfach mal kommentarlos zur Kenntnis. Die Beurteilung der Rapkünste überlasse ich lieber den Experten.