Rupert Thorne

Überdosis schützt vor Rückenleiden

Fällt immer mit der Tür ins Haus: Bane.

Titel: Bane

Drehbuch: Mitch Brian

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series, S02E10)


„Er hat meinen Wagen ruiniert, Alfred. So etwas regelt man unter Freunden am besten persönlich.“ (Batman)

Ein Jahr nach dem Knightfall, als Bane Batmans Rückgrat gebrochen hat, tauchte der Schurke schon in der Zeichentrickserie Batman: The Animated Series auf. Allerdings in einer entschärften Variante und ohne weitgehende Folgen für Batman.

Ein Fall für die Vollkasko.

Bane ist hier ein Auftragskiller, der für den Gangsterboss Rupert Thorne Batman ermorden soll. Preis: fünf Millionen Dollar in Diamanten. Zunächst nimmt er sich (wie im Comic) Killer Croc vor, um zu Batman zu gelangen. Croc landet mit gebrochenem Arm und Bein im Knast. Statt daraufhin Batman anzugreifen, zerlegt Bane zunächst eigenhändig das Batmobil. Es muss ja noch spannend bleiben.

Frankensteins Supersoldat: Banes Erschaffung.

Batman findet heraus, dass Bane aus einem Gefängnis für Lebenslängliche (Pena Dura) ausgebrochen ist, wo an ihm ein Serum für Supersoldaten ausprobiert worden war.

Kann nicht gesund sein: Bane auf Droge.

Der Zweite, der mit Bane konfrontiert wird, ist Robin. Der Sidekick schlägt sich zwar zunächst ganz gut, wird aber schließlich von Bane entführt. Batman verfolgt ihn auf ein Schiff von Thorne, wo es endlich zum Zweikampf kommt. Die Bewegungen erinnern sehr an einen Wrestling-Kampf, was bei Banes Aufmachung natürlich naheliegt. Batman schießt ihn über Bord, aber der kehrt zurück.

Batman hat Rücken.

Bane ist der überlegenere Kämpfer, aber Batman weigert sich, aufzugeben. Schließlich kommt es zu der Variation der ikonischen Szene, in der Bane Batman übers Knie legt. Aber bevor Batmans Rücken Schaden nehmen kann, überlädt der Held die Venom-Zufuhr und Bane erleidet eine Überdosis. Alles noch mal gut gegangen.

Finger weg von Drogen …

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Two-Face unterm Messer

Harvey Dent soll operiert werden

Titel: Second Chance (dt. Sein schlimmster Feind)

Story/Drehbuch: Paul Dini, Michael Reeves/Gerry Conway

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series, S02E15)


Two-Face ist auf dem Weg der Besserung. Harvey Dent hat seine böse Seite im Griff, jetzt soll er auch eine plastische Chirurgie bekommen. Bruce Wayne zahlt. Doch kaum liegt Harvey unterm Messer, kommen Typen mit Maschinengewehren in den OP und entführen ihn. Batman und Robin verfolgen die Entführer und finden zwei Spuren: Die eine führt zu Rupert Thorne, die andere zum Pinguin. Aber wer ist der Auftraggeber?

Two-Face mit Münze

Die deprimierende Antwort: Harvey Dents schlimmster Feind. Batman zieht allein los, um ihn zu fassen, Robin soll zuhause bleiben, denn es wird persönlich. Batman gerät in Gefangenschaft, Two-Face wirft eine Münze, die auf der Kante stehen bleibt. Immer wieder. Ein alter Trick, den wir schon aus den Comics kennen: Batman hat die Münze ausgetauscht.

Münze auf der Kante

Am Ende kommt es zu einer dramatischen Entscheidung: Two-Face hängt am Abgrund, Batman hält ihn an einer Hand fest, in der anderen hält Two-Face seine falsche Münze fest. Doch Überleben heißt nur Rückkehr nach Arkham. Armer Harvey. Manche wollen einfach nicht gesund werden.

Second Chance ist eine gelungene und tragische Fortsetzung des Zweiteilers Two-Face. Zusammen bilden sie eine Art Trilogie, die man auch als einen Film schauen kann. Die Episode zeigt drastisch die Hoffnungslosigkeit dieser gescheiterten Existenz.

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Gespaltene Persönlichkeit

Titel: Two-Face: Part 1 & 2 (dt. Der Mann mit den zwei Gesichtern)

Story/Drehbuch: Alan Burnett/Randy Rogel

Erschienen: 1992 (Batman The Animated Series S01E10-11)


„Je strahlender das Bild, desto dunkler das Negativ.“ (Rupert Thorne)

Es beginnt mit einem Alptraum: Staatsanwalt Harvey Dent wird von seinem bösen Ich gejagt. Schon da hat es eine Vorliebe zum Münzwurf. Doch auch in der Realität dringt die dunkle Seite an die Oberfläche. Dent ist gestresst, steckt mitten im Wahlkampf und als er dann noch hört, dass die Bande von Rupert Thorne nach ihrer Festnahme wieder freigelassen wird, rastet er aus. Dent sucht sich Hilfe bei einer Psychiaterin, da zeigt sich erst recht, was für eine gespaltene Persönlichkeit er ist: sein böses Ich steht für die aufgestaute Wut seit Dents Kindheit. Thorne bekommt Wind von der Therapie und versucht, den Staatsanwalt damit zu erpressen.

Harvey beim Psychiater.

Als Batman hinzukommt, kämpfen die beiden Freunde zunächst zusammen gegen die Gangster, doch dann kommt es zu einem Unfall: bei einer Explosion von Chemikalien wird Dents Gesicht entstellt. Nach einer Operation hat die dunkle Seite gesiegt. Aus dem Staatsanwalt wird ein Vigilant, der Rache an Thorne nimmt. Harvey Dent wird Two-Face, mit schwarz-weiß geteiltem Anzug und einer doppelköpfigen Münze.

Der Ort des Unfalls.

Die Macher der Animationsserie verändern Two-Faces Entstehungsgeschichte stark, aber nicht so, dass das Wesen davon berührt wäre. Im Gegenteil: dadurch, dass Harvey Dent von Anfang an psychische Probleme hat, machen sie ihn glaubwürdiger – und auch mitleiderregender. Dent ist bloß ein kranker Mann, der hart vom Schicksal getroffen wird und sein Leben deshalb fortan ebendiesem überlässt. Die tragische Geschichte eines gescheiterten Mannes. Als ihn auch noch seine Verlobte unabsichtlich verrät, weil sie von Thornes Leuten getäuscht wird, zerbricht auch die Beziehung. Als wäre das noch nicht genug, wird die Tragödie noch zusätzlich dadurch aufgeladen, dass Batman sich persönlich mitverantwortlich für Harvey fühlt – immerhin ist er ein langjähriger Freund.

Nach dem Unfall.

Die Doppelfolge Two-Face ist ein Paradebeispiel dafür, wie erwachsen und ernst die Serie oftmals ist – auch was die Inszenierung angeht. Harveys Ausbrüche werden einige Male drastisch dargestellt, mit verzerrten Gesichtern und schaurigen Szenen. Das alles macht die Episode zu einer der besten. Sie reiht sich ein in die Tragödien von Clayface und Mr. Freeze.

Two-Face ist fertig.

> Liste der Two-Face-Comics

> Liste der The Animated Series-Episoden

Trotz Frauenquote keine Führungsposition

Warner Bros.

Warner Bros.

Titel: Batman: Mystery of the Batwoman (dt. Rätsel um Batwoman)

Regie/Autor: Curt Geda/Michael Reaves, Alan Burnett

Erschienen: 2003 (Direct-to-video)


 „Herrje, was kommt denn als nächstes? Ein Bat-Hund?“ (Harvey Bullock)

Ursprünglich hat sich Bob Kane Batwoman ausgedacht, um den Vorwurf auszuräumen, Batman und Robin seien ein schwules Pärchen. Das war 1956, zwei Jahre nachdem Fredric Wertham diese steile These aufgestellt hat. Später schlossen sich auch Batgirl, Bat-Mite und Bat-Hound der Familie an. 1964 war dann für eine Weile Schluss mit dem Quatsch, doch irgendwann kamen sie alle in der einen oder anderen Form wieder. Auch Batwoman – als Lesbe und sogar mit einer eigenen Serie.

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