Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Batman vs. Robin: Sohn gegen Vater

Titel: Batman vs. Robin – Road to War/Batman vs. Robin

Autor/Zeichner: Mark Waid/Mahmud Asrar u.a.

Erschienen: 2022-2023 (Teen Titans #43-44, Teen Titans Annual #2, Detective Comics #1032-1034, Batman #106; Batman vs. Robin #1-5), Sammelbände 2022/2023


„You’re my son and I love you, but sometimes I truly don’t like you.“ (Batman)

Seit Robin (Damian Wayne) dabei zusehen musste, wie Bane Alfred ermordete (City of Bane), ist er nicht mehr derselbe. Er macht sich Vorwürfe, er ist verbittert und er sieht nicht mehr ein, warum Mord keine Lösung sein soll. Zuerst bringt den Schurken  Brother Blood um, dann will er sich an KGBeast rächen, weil dieser fast Nightwing getötet hat. Damit bringt er nicht nur die Unterwelt und die Teen Titans gegen sich auf, sondern auch Batman. (Deathstroke mischt auch mit.)

Doch Damian gibt sich uneinsichtig, widersetzt sich dem Vater mit Gewalt, wirft ihm vor, versagt zu haben, und schmeißt als Robin hin. Kurz darauf trägt er wieder das R-Symbol auf der Brust. Mutter Talia wirbt um ihn, aber das geht ihm dann wiederum zu weit. Stattdessen befreit er lieber den Teufel Nezha, der daraufhin von Damian Besitz ergreift.

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Killer Croc in Knightfall

Waylon Jones alias Killer Croc ist in den 90ern ein anderer. Nachdem er als Möchtegern-Unterweltboss gescheitert ist, lebt mit Obdachlosen in der Kanalisation bzw. einem stillgelegten Atombunker und stiehlt Delikatessen, damit es sich auch mal die Armen gut gehen lassen können. Außerdem hat er Albträume, zurück in Arkham zu sein, wo er mit Stromstößen malträtiert wird – darunter von einem dämonischen Batman (Requiem for a Killer, Batman #471, 1991).

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Gotham Adventures: Ein Comic für die Fans

DC Comics

Titel: Just Another Day

Autor/Zeichner: Ty Templeton/Rick Burchett

Erschienen: 1998 (Gotham Adventures #3)


„That guy’s nuts. He’s got Batman on the brain.“

Ich gebe zu: Batman: The Animated Series mag großartig sein, aber noch mehr mag ich die Nachfolgeserie The New Batman Adventures, die in derselben Continuity spielt (und daher als letzte Staffel anzusehen ist), aber sich im Design unterscheidet. Ich liebe dieses Design. Es ist kantiger und schlichter, aber dadurch noch mehr aufs Wesentliche reduziert. Batman ohne das gelbe Oval auf der Brust, Bruce Wayne trägt keinen braunen, sondern einen schwarzen Anzug, Batgirl ist schwarz statt grau, Robin hat sein Grün verloren, einige Schurkendesigns übertreffen die Originalentwürfe (wie etwa Scarecrow) – und viele der Storys sind ebenfalls großartig (z.B. Over the Edge).

Ein Jammer, dass davon nur eine Staffel produziert wurde (stattdessen haben wir Batman Beyond bekommen), aber dafür gab es die begleitende Comicserie Gotham Adventures, die es auf stolze 60 Ausgaben brachte – fast so viel wie die beiden Vorgängerserien Batman Adventures bzw. Batman & Robin Adventures zusammen. Kein Wunder, denn es waren einige schöne Storys dabei, die Batman für alle Altersstufen auf den Punkt brachten.

Batman-Family im Einsatz. (DC Comics)

In der Premierenausgabe setzte der Vater eines Joker-Opfers ein Kopfgeld auf den Schurken aus, sodass Batman und Co. ihn vor mordlüstigen Bürgern bewahren mussten. In der dritten Ausgabe dann dieses geniale Cover: Batman und Grey Ghost als Actionfiguren, inklusive Zubehör, Gaspistole und Greifhaken (Achtung: Erstickungsgefahr für Kinder unter drei Jahren!), das 32-seitige Comicheft wird nur als Beilage angekündigt, aber es ist so viel mehr als das.

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Beyond the White Knight: Batmans Rückkehr zu sich selbst

Titel: Batman: Beyond the White Knight (dt. Die Zukunft des Weißen Ritters)

Autor/Zeichner: Sean Murphy

Erschienen: 2022-2023 (Beyond the White Knight #1-8, White Knight Presents: Red Hood #1-2), Hardcover 2023, dt. Panini 2023


Was bisher geschah (SPOILER für Curse of the White Knight): Harley Quinn hat den Joker getötet, Jean-Paul Valley alias Azrael hat alle Schurken umgebracht, Batman hat ihn besiegt, sich dann als Bruce Wayne der Öffentlichkeit gestellt und ist im Gefängnis gelandet. Sein Vermögen hat er zuvor zum Wohl der Stadt gespendet.

Was nun geschieht: Zwölf Jahre später sitzt Bruce Wayne immer noch im Knast und war in der Zeit so sehr mit sich selbst beschäftigt (lesend, reflektierend, meditierend), dass er gar nicht mitgekriegt hat, was draußen vor sich ging – und das ist einiges. Nachdem er mithilft, einen Gefängnisaufstand zu beruhigen und Aufseher Jason Todd rettet, bringt ihn erstmal Duke Thomas (der für die GTO arbeitet) auf Stand.

Derek Powers hat Wayne Enterprises übernommen, stellt Waffen her und hat Gotham in einen Polizeistaat verwandelt, in dem nun eine Armee von Batman-Cops (GTO) für Sicherheit sorgt. Und dann lässt Powers auch noch Terry McGinnis den Batman-Beyond-Anzug klauen. Das ist alles zu viel für Bruce: Kurzerhand bricht er aus, um Powers aufzuhalten. Doch weigert er sich, als Batman zurückzukehren. Batman ist für ihn gestorben. Doch ganz ohne geht es nicht. Und auch nicht allein. Also schart er Harley Quinn und den Rest der Batman-Family um sich – und dann taucht auch noch plötzlich der tote Joker auf …

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Neun Jahre Batman-Projekt

Dieses Jahr stand bisher ganz im Zeichen von Flash. Zu Vorbereitung auf den Kinofilm habe ich mir die früheren Begegnungen mit Batman und die Rennen mit Superman angesehen. Ab Juli widme ich mich ausführlich Killer Croc, der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert. Auch Swamp Thing und seine Begegnungen mit Batman wird ein Thema sein.

Als Neuigkeiten erwarten uns im Sommer die Miniserien Beyond the White Knight, Batman vs. Robin von Mark Waid und The Knight (dt. Die Reise) von Chip Zdarsky sowie die Fortsetzung seines Batman-Runs (The Bat-Man of Gotham), Ram V beginnt mit seinem Detective Comics: Gotham Nocturne. Die Cover sehen schon mal sehr vielversprechend aus.

DC Comics

Im September gibt es wieder die volle Breitseite Joker: Marc Silvestris Miniserie Batman/Joker: Deadly Duo, The Man Who Stopped Laughing Vol. 1 sowie den Manga One Operation Joker (begleitet vom Manga Justice Buster).

Im Herbst folgen zwei erste Jahre: Paul Danos Riddler: Year One und Tom Kings Gotham City: Year One. Außerdem erwarten uns ein Neustart von Batman Incorporated sowie der zweite Teil von Dark Knights of Steel. Besprechungen folgen.

Ansonsten habe ich auf dieser Seite mittlerweile die größten und wichtigsten Batman-Storylines sowie die allermeisten One-Shots und Miniserien besprochen. Weitere Perlen aus der langen Backlist soll noch in diesem Jahr folgen. (Im Herbst gibt’s was Passendes zu Halloween.) Dieses Blog zählt bereits über 1700 Beiträge und über 70 Seiten mit Listen. Ein paar Artikel müssten noch drin sein, dann bin ich zwar mit Batman noch lange nicht am Ende, aber vielleicht habe ich dann ja genug darüber gesagt. Also auf ins zehnte Jahr …

Vielen Dank an alle treuen und neuen Leser! Wenn ihr mögt, würde ich mich über einen kleinen Unkostenbeitrag freuen. Dann bleibt die Seite auch weiterhin werbefrei und es tut auch nich so weh, wenn sich sogar ChatGPT bei meinen Texten bedient, ohne dass ich dafür auch nur einen Cent sehe. Ihr wisst ja: Wenn jeder nur zwei Euro gäbe …

Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß mit der Fledermaus!

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Wrath: Die Rückkehr des Cop-Killers

DC Comics

Titel: The Wrath (dt. Dunkles Spiegelbild)

Autor/Zeichner: Tony Bedard/Rags Morales

Erschienen: 2008 (Batman Confidential #13-16), Paperback 2009, dt. Eaglemoss Collection 2021


Erinnern wir uns zurück an das Jahr 1984. Im Batman Special tauchte ein neuer Schurke namens Wrath auf, eine Art Anti-Batman, der sich für den Tod seiner Eltern rächte, indem er Polizisten ermordete. Damit trainierte er für sein Hauptziel: James Gordon, der damals als Anfänger Wraths Eltern in Notwehr erschoss. Der Schurke starb beim Kampf mit Batman. 24 Jahre später taucht er wieder auf, in der Serie Batman Confidential. Wieder hat er es auf Polizisten abgesehen, wieder verübt er Anschläge auf James Gordon. Aber wie hat Wrath einen Sturz und das Feuer überlebt? Oder handelt es sich etwa um einen Nachahmer?

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Batman bekommt Konkurrenz

DC Comics

Titel: Orpheus Rising

Autor/Zeichner: Alex Simmons/Dwayne Turner

Erschienen: 2001 (Miniserie #1-5)


Gotham nach dem Niemandsland. Ein Cop-Killer macht die Stadt unsicher. Fünf Polizisten in zwei Wochen. Der neue Commissioner Akins ist unter Druck. Unter Verdacht stehen die Deacons, eine Straßengang, Batman vermutet einen russischen Gangster namens Rasputin, aber da ist auch ein neuer Vigilant, der die Unterwelt aufmischt.

Letzterer ist der titelgebende Orpheus (Gavin King), ein Mann mit Helm und lila Outfit, ein selbsterklärter Rächer, der für People of Color einsteht, denn von solchen Helden gibt es seiner Meinung nach zu wenige. Wie Batman ist er kampferprobt und geschickt, außerdem hat er ein paar technische Spielereien auf Lager. Da hat es selbst das Original schwer, ihn zu fassen. Nach zwei kurzen Konfrontationen verbündet man sich, um den Fall gemeinsam zu lösen …

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Filmkritik: „The Flash“

Zu Beginn regnet es Babys. Ein Krankenhaus stürzt ein, Chaos überall und Flash (Barry Allen) muss einen Haufen von Neugeborenen retten, die aus dem Fenster in die Tiefe fallen. Doch zunächst gilt es, den Körperakku aufzuladen, denn so ein Schnellrenner verbraucht extrem viele Kalorien, also wird erstmal gesnackt – Fast Food für den Fastest Man Alive. Bitte nicht zu Hause nachmachen (auch wenn man im Kino meist Popcorn und Eiskonfekt verdrückt), erst recht das nicht mit dem Baby in der Mikrowelle!

Aber die Szene gibt es nun mal, in aller Ausführlichkeit und wie immer in quälender Slow Motion. Einerseits eine extrem brenzlige Situation, andererseits extrem spannungsarm und nur aus auf billige Lacher. Ist ja auch ziemlich egal, da die Babys nur computeranimiert sind, was man nur allzu deutlich sieht. Aber ist das wirklich lustig?

Diese Szene steht symptomatisch für den ganzen Film. The Flash nimmt sich selbst nicht ernst, obwohl es eigentlich um etwas sehr Ernstes geht (Mord an Mutter verhindern, Vater aus den Knast holen, Welt retten), aber so ziemlich jede Szene muss mindestens einen Gag haben, der jegliches Drama untergräbt. Manchmal auch zwei oder drei. Und wären es doch zumindest gute Gags, aber nein, es sind meist nur gut gemeinte – das ist die schlechteste Sorte.

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Batmans Rennen mit Flash

Titel: Minute Mystery/Mirror, Mirror …

Autor/Zeichner: Sholly Fish/Robert Pope, Rick Burchett

Erschienen: 2010/2011 (Batman: The Brave and the Bold #15, All-New Batman: The Brave and the Bold #3)


Wir hatten jetzt alles: Batman und Flash, Flash und Superman, alle Rennen, mit Barry Allen, Wally West und Jay Garrick, sogar eins mit Superboy. Doch eins fehlt noch: Batmans Rennen mit dem Flash! Wie bitte? Wie soll das denn gehen? Wer sich noch an das Grimm’sche Märchen von Hase und Igel erinnert, der wird wissen, dass das sehr wohl geht. In der Serie Batman: The Brave and the Bold (dem Comic zur gleichnamigen Zeichentrickserie) läuft es so: Nachdem Flash Batman bei einer Zeitreise geholfen hat, kommen beide zu einem Tatort, ein Kristall wurde gestohlen. Wer steckt dahinter? Batman und Flash schließen eine Wette ab, wer den Fall zuerst löst.

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„Batman/Catwoman – Gotham War“: Schon wieder Krieg

Die Ankündigung von DC für das nächste Batman-Event (nach Knight Terrors) nehme ich mit einer seltsamen Gefühlsmischung zur Kenntnis: Batman/Catwoman – Gotham War wird es heißen. Einerseits bin ich gelangweilt bis abgestumpft, weil es nach dem Robin War, dem War of Jokes and Riddles, dem Joker War und dem Shadow War bloß ein weiterer „Krieg“ ist, andererseits ist da ein mulmiges Gefühl angesichts der Tatsache, dass in der Wirklichkeit vor der Haustür ein echter Krieg stattfindet (der bei weitem nicht der einzige ist!) – und diese Comic-Kabbelei zwischen Fledermaus und Katze sicher nichts damit zu tun hat.

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