In eigener Sache

Sieben Jahre Batman-Projekt

fledermauskasten-berlin.jpg

Batman in Berlin (Foto: Lukas Gedziorowski)

Jedes Mal zur Jahresmitte bin ich selbst erstaunt: Und wieder ein Jahr vorbei, in dem ich dieses Blog betreibe. Nun sind es schon sieben Jahre, die ich Batman widme. Jede Woche mindestens ein Beitrag über einen Comic, oft auch mehr.  Ich gebe zu: Es macht nicht immer Spaß, wenn mich Lektüre frustriert – was leider häufig vorkommt. Aber dafür macht das Schreiben darüber umso mehr Freude.

Über 1400 Beiträge sind mittlerweile zusammengekommen. Jedes Jahr lohnt es sich weniger, ans Aufhören zu denken. Trotzdem frage ich mich immer wieder: Wie lange halte ich noch durch? Sagen wir mal noch mindestens drei Jahre, dann haben wir eine schöne runde Zahl. Aber ich weiß, dass dann wieder ein Batman-Jubiläumsjahr ansteht und auch danach die unendliche Geschichte weitergehen wird – und ich bin einfach zu neugierig zu sehen, was sich die Autoren und Zeichner alles einfallen lassen.

Und wenn mich die Gegenwart mit dem Überangebot an Batman nervt, tauche ich immer wieder gerne in die Vergangenheit ein, die bunten, skurrilen und schrillen Geschichten der ersten 40 Batman-Jahre. Da gibt es noch viel zu entdecken und zu lernen. Was ich hier betreibe, sind also „Batman-Studies“. Vielleicht sollte ich ein Buch darüber schreiben. Mal sehen.

Danke an alle Leserinnen und Leser, danke an alle, die mich finanziell unterstützen, diese Seite zu betreiben. Dieses Blog ist werbefrei, ich mache keine Gefälligkeitsrezensionen, bekomme kein Geld für Links und keine Rezensionsexemplare, sondern kaufe meine Comics selbst. Ich verdiene hier keinen Cent und bin froh, wenn ich zumindest meine Kosten decken kann. Letztes Jahr hat das geklappt. Wäre schön, wenn es wieder klappen könnte.

Wonder Woman, Aquaman, Green Arrow

Für den Rest des Jahres habe ich noch einiges vor: Abgesehen von Neuerscheinungen wie Earth One Vol. 3, White Knight Presents Harley Quinn und The World möchte ich noch einige Batman-Miniserien aus den Nullerjahren besprechen, vielleicht noch die Storyline Hush Returns.

Außerdem: Wonder Woman wird 80 Jahre alt, auch Aquaman und Green Arrow. Zu dem Anlass möchte ich mir die ersten Auftritte dieser drei Figuren ansehen und auch ein paar Team-ups mit Batman (in The Brave and the Bold).

Zum Schluss ein Geständnis: Manchmal gehe ich mit Marvel fremd. Daher habe ich Lust bekommen, mich meinem Marvel-Liebling Daredevil in einem neuen Blog zu widmen – dem Daredevil-Projekt. Angefagen habe ich am Anfang, bei Stan Lee. Es geht aber auch um neuere Comics. Bis zum 60-jährigen Daredevil-Jubiläum (2024) will ich das Meiste gelesen und besprochen haben. Schaut mal rein.


Unterstütze das Batman-Projekt

1,00 €

Der Batman-Jahresrückblick 2020

Auch Batman und Robin halten zwei Meter Sicherheitsabstand. (DC Comics)

Was für ein Jahr … Man kann das eigentlich jedes Jahr schreiben – und jedes Mal mit einem Ausrufezeichen. Ich beende den Satz lieber mit drei bedeutungsschwangeren Auslassungspunkten. Die drei verhängnisvollen Silben, für die sie stehen, könnt ihr euch denken: Corona. Auch der Comicmarkt war davon betroffen, Erscheinungstermine wurden verschoben, der Handel hat Einbußen erlitten.

DC baute seine Digital First-Serien aus, daraus ging die Anthologieserie Batman: Gotham Nights hervor, die leider nicht all zu viele Blüten bot, sondern viel Durchschnittsware für eine Klolektüre.

In den Comics selbst ging es wie gewohnt weiter. Viren spielen bei Batman immer wieder eine Rolle (siehe Contagion und DCeased), aber sonst passierte, was immer passierte – und das ist das Problem. Nicht, dass Batman sofort die Coronakrise kommentieren muss. Ein wenig Eskapismus in trüben Tagen tut auch mal ganz gut. Aber das Meiste, was an Output kam, war schwach. Nun kann man mit Sturgeons Gesetz sagen, das ist ein Gemeinplatz, 90 Prozent von allem ist immer Mist. Aber vielleicht sollte man dabei ansetzen, weniger herauszubringen.

Wir leiden unter einer Batman-Überdosis. Alle zwei Wochen erscheinen die beiden Hauptserien Batman und Detective Comics (also je 24 Ausgaben im Jahr). Dazu gibt es die monatlichen Serien Batman/Superman, Batman Beyond und Batman and the Outsiders (mittlerweile eingestellt). Dazu noch Gotham Nights, die zuerst wöchentlich, dann nach einer Pause alle zwei Wochen erscheint. (Außerdem kommt Batman noch in Justice League vor.) Insgesamt also hat man über 100 Hefte bzw. Einzelausgaben im Jahr – und da sind noch nicht die Miniserien, Specials und Neuauflagen berücksichtigt.

So sehr sich die fortlaufenden Serien mit schockierenden Wendungen und welterschütternden Spektakeln überbieten – das Meiste davon bleibt routinierte Durchschnittsware. Es gibt kaum Entwicklung. Zwar gibt es immer wieder weltbewegende Ereignisse, aber trotzdem bleiben die großen Innovationen aus. Daher: Weniger wäre mehr. Vor allem mehr Qualität. Und tatsächlich hat Batman-Autor James Tynion IV (Their Dark Designs) auf Twitter angekündigt, dass die Serie ab März wieder monatlich erscheinen soll. Ob das auch für Detective Comics gilt, ist noch unklar, aber wahrscheinlich.

Batgirl, Azrael, Joker by Sean Murphy

Cover zu Curse of the White Knight (DC Comics)

Trotzdem denke ich, dass in abgeschlossenen Miniserien und Specials das meiste Potenzial steckt. Denn das Beste, was ich in diesem Jahr lesen durfte, waren Storys außerhalb der fortlaufenden Serien: an erster Stelle Sean Murphys Fortsetzung von Batman: White Knight, Batman: Curse of the White Knight. Batmans Kampf mit Azrael war keineswegs ein Aufguss von Knightfall, sondern ein Ansatz, der an Radikalität kaum zu überbieten ist. An solchen Storys nimmt man als Leser wirklich Anteil. Leichte Kost hingegen war Batman: Universe von Brian Michael Bendis und Nick Derrington – das war einfach nur schön, etwas quatschig, hat aber Spaß gemacht, und zwar so richtig.

DC Comics

Gleich dahinter zu nennen ist Jeff Lemires verstörende Horrorstory Joker: Killer Smile. Hier hat vor allem Zeichner Andrea Sorrentino mal wieder ein kleines Meisterwerk geschaffen. Das lang erwartete Three Jokers von Geoff Johns und Jason Fabok hat bei mir eher gemischte Gefühle hinterlassen. Unterhaltsam ist der Dreiteiler auf jeden Fall, dazu großartig inszeniert. Aber bei all den Erwartungen, die davor aufgebaut wurden, ist das Ergebnis enttäuschend belanglos.

Und damit kommen wir zum zweiten Problem: Es gibt zu viel Joker. Und das liegt nicht nur am 80-jährigen Jubiläum in diesem Jahr, zu dem ein ordentliches Special herauskam. Alle DC Black Label-Batman-Serien haben einen starken Joker-Bezug, auch in der Hauptserie tobte mal wieder ein groß angelegter Joker War (Besprechung folgt nächstes Jahr). Ohne Joker geht es nicht. Aber dieser Verkaufsmagnet läuft sich tot. Es wird immer schwieriger, noch etwas Neues über diesen Schurken zu sagen. Vor allem, weil in letzter Zeit auch der Film uns zwei geniale Varianten geliefert hat.

Aber DC wird solche Appelle sicher nicht hören, solange die Kassen weiter klingeln. Batman ist vor allem Big Business. Und es läuft wie geschmiert. Deshalb wird es ab März auch eine monatliche Joker-Solo-Serie geben – wie schon in den 70ern.

Robin I-V von Andy Kubert und Brad Anderson (DC Comics)

Doch in diesem Jahr wurde nicht nur der Joker 80 Jahre alt, sondern auch Robin und Catwoman. Auch sie bekamen 100-seitige Specials mit Kurzgeschichten gewidmet, die waren allerdings eher enttäuschend. Viel lieber habe ich klassische Storys von Robins ersten Solo-Abenteuern in der Serie Star Spangled Comics gelesen.

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache: Für das Batman-Projekt war es ein gutes Jahr. Die Abrufzahlen sind wieder stark angestiegen und ich habe die Marke von insgesamt 1300 Beiträgen überschritten (seit 2014). Weitere Übersichtslisten sind hinzugekommen. Anfang des Jahres habe ich die Werbung von der Seite geschafft und dafür euch die Möglichkeit gegeben, mich bei der Finanzierung der Seite zu unterstützen. Das hat geklappt. Die Kosten sind wieder drin. Dafür danke ich allen Unterstützern.

Es stecken seit sechseinhalb Jahren unzählige Stunden Arbeit in diesem Blog und ich leiste sie gerne, weil es mir große Freude bereitet, Neues über Batman herauszufinden und meine Eindrücke mit euch zu teilen (auch wenn das Lesen der Comics nicht immer Spaß macht). Schön, dass ihr dabei seid und mich motiviert, immer weiterzumachen. Deshalb noch einmal: Danke, danke, danke!

Ich wünsche euch frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr!

Nominiere das Batman-Projekt für den Buchblog Award 2020!

 

Buchblog-Award 2020

In diesem Jahr werden wieder die Buchblog Awards verliehen. Seit 2017 zeichnen NetGalley und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Blogs aus, die sich mit Büchern beschäftigen. Bis zum 8. September könnt ihr noch eure Favoriten nomieren, die Anzahl der Nominierungen entscheidet über die 20 Finalisten, im Oktober – zur Frankfurter Buchmesse – kürt eine Jury die Gewinner.

Welchen Blog ihr nominieren sollt? Ein bescheidener Vorschlag: das Batman-Projekt. Seit über sechs Jahren schreibe ich hier Kritiken und News zum Dunklen Ritter, biete Neulingen und Fans Orientierung in Sachen Batman-Comics, -Filme und TV-Serien. Über 1300 Beiträge sind entstanden, darunter auch viele Übersichtslisten mit Batman-Storys und auch zur über 80-jährigen Batman-Geschichte. Im deutschsprachigen Raum gibt es – so weit ich weiß – nichts Vergleichbares.

Falls ihr diese Arbeit ideell unterstützen wollt, würde ich mich über eine Nominierung zum Buchblog Award freuen. Denkt dran: Je mehr mitmachen, desto besser die Chancen. Vielen Dank.

Sechs Jahre Batman-Projekt

Batman und Robin in der Kostenfalle. (Warner Bros.)

Batman ist ein weites Feld. Vor sechs Jahren kam es mir endlos vor. Dann habe ich beschlossen, das Feld zu beackern und um all das zu dokumentieren, was ich las und sah, habe ich das Batman-Projekt gegründet. Seitdem sind über 1200 Beiträge entstanden: über Comics, TV-Serien, Filme. Mittlerweile ist das Batman-Projekt im deutschsprachigen Raum nicht nur das umfangreichste Blog zu dem Thema, sondern auch ein oft aufgesuchter Leitfaden, der auf dem unübersichtlichen Feld Batman Orientierung bietet.

Die Zugriffszahlen steigen jedes Jahr. Auf diesen Erfolg bin ich stolz – und vor allem dankbar: Danke an alle Leser, danke für das großartige Feedback, das ich ständig bekomme. Das ist ein großer Ansporn, jedes Jahr wieder viele weitere Stunden dafür aufzuwenden.

Eine Neuerung als Wagnis

Anfang des Jahres habe ich die Werbung von dieser Seite verbannt. Zum einen, weil man im Netz mehr als genug davon sieht, zum anderen weil sie diesem Blog nicht gut steht. Es war ein Wagnis, denn leider kostet das Geld. 96 Euro berechnet WordPress für dieses Abo im Jahr, das sind 8 Euro im Monat, inklusive Speicher und Domain. Dahinter stand die Hoffnung, dass sich die Kosten durch die User von selbst decken werden.

Bislang hielt sich die Bereitschaft allerdings in Grenzen. Gerade einmal ein Drittel der Kosten sind gedeckt. (Leider kommt auch nicht alles Geld bei mir an: Von einem Euro Soli zieht Paypal Gebühren ab, bei einem Euro sind es 37 Cent, bei zehn Euro 60 Cent.) Ich möchte betonen: Hier geht es nicht darum, Profit zu machen. Ich verdiene hiermit keinen Cent. Meine gesamte Arbeit ist Ehrenamt. Es wäre aber schön, nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Falls ihr gut findet, was ich hier mache und in den Jahren aufgebaut habe, würde ich mich über eure Unterstützung freuen.

Es bedankt sich vorab

Lukas


Unterstütze das Batman-Projekt

Ein Unkostenbeitrag zum Blogbetrieb.

€1,00

Fünf Jahre Batman-Projekt

Batman von Chris Samnee

Batman von Chris Samnee

Dieses Blog habe ich gegründet, als Batman 75 Jahre alt wurde. Jetzt ist er 80 – und das Batman-Projekt ist immer noch da. Über 1000 Artikel habe ich in dieser Zeit geschrieben und dabei einen Großteil von Batmans Geschichte abgedeckt, vor allem die letzten 34 Jahre.

Wie ist das passiert? Anfangs wollte ich nur die wichtigsten Batman-Comics lesen und empfehlen. Aber woher weiß man, was am wichtigsten ist, wenn man nicht alles kennt?

Mittlerweile ist daraus eine Leidenschaft geworden: Ich lese alles. Von 1939 bis heute. Oft genug bereue ich es, weil natürlich nicht alles gut ist. Im Grunde sogar das Wenigste. Aber es lohnt sich immer wieder, mich durch all das durchzukämpfen, um immer neue Perlen zu finden. Meine anfängliche Abneigung gegen die albernen Comics der 50er und 60er hat sich zur Liebe gewandelt, auch von der TV-Serie mit Adam West bin ich ein Fan – auch wenn ich immer noch nicht alles genieße.

Na ja, vor einigem mache ich immer noch Halt: Wenn Batman auf die Turtles trifft, sträubt sich immer noch alles in mir dagegen. Aber vielleicht ändert sich auch das. Das Faszinierende an Batman ist, dass ich nach fünf Jahren immer noch nicht fertig mit ihm bin. Immer wieder entdecke ich Neues, Kurioses und Geniales, vor allem da, wo ich es nicht erwartet habe.

Worauf ich mich als nächstes freue:

  • Batman: Damned
  • Last Knight on Earth
  • The Batman Who Laughs
  • Creature of the Night
  • Batman: Universe
  • Batman: Curse of the White Knight

Außerdem wird es im Oktober einen Joker-Film mit Joaquin Phoenix geben und bald auch einen neuen Batman-Film mit Robert Pattinson … Es bleibt also viel zu lesen und viel zu schauen.

Wie lange ich das noch machen werde? Ich will es nicht versprechen. Seit Jahren denke ich darüber nach, kürzer zu treten, aber es gelingt mir einfach nicht. Oder besser gesagt: Ich will nicht. Es macht einfach zu viel Spaß.

Ich danke allen Lesern!

Der Batman-Jahresrückblick 2018

DC Comics

Das vergangene Jahr war für das Batman-Projekt das bisher erfolgreichste. Jedes Jahr konnte ich meine Zugriffszahlen steigern und immer wieder bekomme ich tolle Nachrichten mit Lob von Lesern, die mich motivieren, weiterzumachen. Ich danke euch für eure Treue und hoffe, dass ihr mir auch im nächsten Jahr erhalten bleibt.

Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen von 80 Jahren Superman. Fast jede Woche habe ich dem Vater aller Superhelden, ohne den es Batman nicht gäbe, mindestens einen Artikel gewidmet. Auch wenn nicht alles Gold war, war es für mich eine interessante Lese-Erfahrung. Superman ist ein schwieriger Charakter, aber die Geschichte zeigt, dass es trotzdem möglich ist, spannende Geschichten über ihn zu erzählen.

Zu Beginn des Jahres habe ich es endlich geschafft, Knightfall zu lesen. Leider habe ich mich damit etwas zu sehr beeilt, denn kurz darauf kam das gesamte Epos in einer neuen Paperback-Edition heraus. Aber ich wollte es nicht länger vor mich hinschieben. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, auch wenn ein so großes Werk nicht durchgehend großartig sein kann.

Darüber hinaus habe ich mich – als Vorbereitung für das Hochzeits-Event – intensiv mit Catwoman und Batmans anderen Frauengeschichten beschäftigt. Bemerkenswert, wie das Heirats-Thema schon im Golden Age präsent war, noch bevor man sich genötigt sah, Batman vom Homosexualitäts-Verdacht zu befreien. (Heute regt man sich lieber über Batmans Penis auf.) Großen Spaß hatte ich an den frühesten Catwoman-Comics, die herrlich absurd sind. Ich habe meine Liebe zum Golden Age wiederentdeckt. Leider war das Ende meiner Serie nicht so toll wie erhofft.

Batman-Flop des Jahres

Batmans „Hochzeit“ mit Catwoman war für viele Fans eine große Enttäuschung. Auch für mich. Aber das liegt nicht daran, dass die Trauung nicht stattfand. Vielmehr ist für mich eine Blase geplatzt, die sich bereits 50 Ausgaben lang angebahnt hat. Tom King überzeugt nicht als Batman-Autor. Er hat einfach nichts Interessantes zu erzählen und selbst eine interessante Idee wie den Joker-Riddler-Krieg konnte er nicht adäquat umsetzen – das ist verschenktes Potenzial. Und mir graut bereits vor der Ankündigung, dass da noch mehr als 50 Ausgaben kommen werden, bis King mit seinem Plan für Batman durch ist. Die Luft ist längst raus.

Batman-Comic des Jahres

Keine Frage: Das größte Vergnügen hat mir in diesem Jahr Batman: White Knight bereitet. Sean Murphy hat ein Meisterwerk geschaffen, in dem er viele Bezüge zur Tradition herstellt, aber alles so gründlich durchmischt und viele neue eigene Akzente setzt, dass er andere moderne Batman-Comics weit hinter sich lässt. Nächstes Jahr soll die Fortsetzung kommen – und darauf darf man sich freuen. Auch nicht schlecht war der Abschluss von Dark Prince Charming und auch das an sich ermüdende, weil überbordende Event Dark Nights: Metal hatte seine Höhepunkte.

Film des Jahres

An der Filmfront tat sich leider nur wenig, was der Rede wert gewesen wäre. Gotham By Gaslight war es nicht und Batman Ninja erst recht nicht. Im Kino sah man aus dem DC-Universum Aquaman, aber der enttäuschte wie schon die Zack Snyder-Filme. Fürs nächstes Jahr bleibt nur zu hoffen, dass Shazam! das Niveau wieder heben wird.

Aber das eigentliche Hightlight ist Batman: The Animated Series auf Blu-ray. Leider nicht auf Deutsch. Und noch immer fehlt eine Ankündigung. Das ist – mit Verlaub – einfach nur erbärmlich. Auch die Blu-ray-Versionen zu Mask of the Phantasm und SubZero lassen auf sich warten.

Liebe Warner Bros., BTAS ist Kulturgut, genauso wie die Adam-West-Serie. Bitte lasst bald eine deutsche Version dieser Meisterwerke folgen!

Im Jahr 2019 feiern wir 80 Jahre Batman. Aber davon später mehr.

Zum Schluss würde ich noch gerne wissen: Was interessiert euch? Welche Artikel wünscht ihr euch im nächsten Jahr? Welche Themen findet ihr spannend und worauf könnt ihr verzichten? Auf eure Meinungen bin ich sehr gespannt.

Buchblog Award 2018

Buchblog Award 2018

Das Batman-Projekt informiert seit über vier Jahren Leser über Comics, Filme und TV-Serien zum Dunklen Ritter. Wenn euch mein Blog gefällt, könnt ihr ihn bis zum 31. August für den Buchblog Award 2018 nominieren. Er wird von NetGalley und des Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgeschrieben und auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Ins Finale kommen die Blogs, die am häufigsten nominiert wurden.

>> Zur Nominierung

Vier Jahre Batman-Projekt

Batman-Comic-Sammlung (Foto: Lukas Gedziorowski)

Ich will ja nicht prahlen, aber ein bisschen stolz macht es mich schon. Die meisten Blogs halten kein Jahr durch, aber mein bescheidenes Batman-Projekt gibt es schon seit vier Jahren. Vier Jahre – das sind über drei Regalmeter Comics und rund 760 Beiträge dazu. Ist es Liebe, ist es Sucht oder einfach die Tatsache, dass ein solches Projekt nie fertig sein kann und mich daher immerzu antreibt weiterzumachen?

In diesem Jahr habe ich dem gigantischen Epos Knightfall viele Stunden und 14 Artikel gewidmet habe. Einiges davon war sehr unterhaltsam, vieles davon leider eher öde. Außerdem bin ich in letzter Zeit viel mit Superman „fremdgegangen“, der Gute ist ja auch 80 Jahre alt geworden – das musste gefeiert werden. Es hat mir überwiegend große Freude bereitet, einige besonders frühe Comics zu lesen. Man kann sagen, ich bin ein großer Fan des Silver Age geworden. Und ich bin noch nicht fertig damit.

Batman-Comic-Sammlung (Foto: Lukas Gedziorowski)

Als nächstes steht das Event Dark Nights: Metal an. Dann feiert Batman Hochzeit mit Catwoman. Und ganz besonders freue ich mich auf die Miniserien White Knight und Creature of the Night. Von Juli an werde ich mich einem weiteren Projekt widmen: der Batman-TV-Serie aus den 60ern. Über den dazugehörigen Kinofilm habe ich bereits geschrieben, auch über die Musik der Serie und die beiden Zeichentrickfilme, in denen Adam West seine beiden letzten Auftritte als Batman hatte. Jetzt geht es um das Hauptwerk – ein herrlich schräges Fest des Absurden.

Nächstes Jahr wird Batman 80 Jahre alt. Bis dahin werden auf jeden Fall noch Artikel erscheinen, das Jubiläum lasse ich mir nicht nehmen. Die 1000. Ausgabe von Detective Comics naht, bestimmt wird es auch eine Reihe von Extras geben. Ich freue mich sehr darauf! Aber dann werde ich mit diesem Blog wohl kürzer treten. Wirklich. Ganz bestimmt. Es gibt ja noch andere schöne Dinge im Leben …

Vielen Dank an alle Leser für euer Interesse!

Supermans wahrer Ursprung

Fragmenteum

Carlsen Verlag

Superman ist in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden. Eine Erfolgsgeschichte, denn er war nur der erste, auf ihn folgten unzählige andere. Die Geschichte seiner Schöpfer ist weniger glorreich: Während der Verlag DC Comics (früher National) viel Geld mit dem Superhelden und seiner Gefolgschaft verdiente, verarmten der Autor Jerry Siegel und der Zeichner Joe Shuster, gerieten in Vergessenheit.

Während jeder weiß, wie Superman auf die Erde kam und wer er wirklich ist, blieben seine wahren Schöpfer vier Jahrzehnte lang im Schatten, sie wurden von anderen, wechselnden Autoren und Künstlern abgelöst. Aber Superman stammt nicht von Krypton, sondern aus Cleveland. Nun erzählen Julian Voloj und Thomas Campi diese Geschichte als Comic, aus der Perspektive des Künstlers: Joe Shuster: Vater der Superhelden (engl. The Artist behind Superman: The Joe Shuster Story).

Die Story beginnt im Jahr 1975 auf einer Parkbank. Da liegt Joe Shuster, er ist obdachlos, als er von…

Ursprünglichen Post anzeigen 582 weitere Wörter

Drei Jahre Batman-Projekt – wie geht’s weiter?

Foto: Lukas Gedziorowski

Drei Jahre Batman-Lektüre. Jede Woche ein Beitrag über ein Comic, einen Film oder eine Serienepisode, oft auch mehr. Über 550 Blogposts habe ich in dieser Zeit geschrieben. In diesen drei Jahren habe ich vor allem die letzten 30 Jahrzehnte Comicgeschichte abgedeckt, die wichtigsten und größten Storylines besprochen, allein das Riesen-Epos Knightfall fehlt noch, aber das soll bei Gelegenheit nachgeholt werden.

Natürlich ist noch längst nicht alles gelesen und damit auch noch längst nicht alles über Batman gesagt. Wird es auch nie. Aber wie lang will ich noch weitermachen? Bis Jahresende? Noch ein Jahr? Oder bis zum Jubiläumsjahr 2019, wenn Batman 80 wird? Es wäre ein runder Abschluss.

Auf jeden Fall wird es nicht immer so weitergehen können, zumindest nicht in der Häufigkeit. Daher werde ich demnächst etwas kürzer treten, den Rhythmus ändern und nur noch unregelmäßig etwas posten. Das nimmt mir den Druck und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass ich des Themas überdrüssig werde.

Ich danke allen Lesern, die mein Batman-Projekt bis hierhin begleitet haben. Ich hoffe, ich konnte viele von euch mit meinen Texten und Listen bereichern. Ich wünsche euch auch weiterhin viel Spaß beim Lesen und Entdecken.