Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Batman und die Maske des Todes

DC Comics

Titel: Deathmask (dt. Die Maske des Todes/Totenmaske)

Autor/Zeichner: Archie Goodwin/Jim Aparo

Erschienen: 1973 (Detective Comics #437), Hardcover (Tales of the Batman: Archie Goodwin); dt. Ehapa 1975 (Superman #19), Panini 2015 (Batman Collection: Jim Aparo 4)


Im Gotham Museum wird eine antike Maske aus Mittelamerika ausgestellt, die des Todesgottes Matuchima. Natürlich liegt ein angeblicher Fluch auf dem Ding. Und natürlich versuchen ein paar Einbrecher, das Ding zu klauen – und zwar schon vor der Ausstellungseröffnung. Batman verhindert das und die offizielle Feier kann beginnen. Natürlich sind wie (und warum auch) immer Bruce Wayne und Commissioner Gordon zugegen.

Judd Thaxton, der Assistent des Direktors Marcus Wingate, eröffnet die Schau und streitet sich hinterher mit dem Archäologen Austin Spires. Dieser ist neidisch, weil er die Maske entdeckt hat, aber Wingate zum Direktor ernannt worden ist. Da erscheint Matuchima in der Ausstellungshalle und fängt an, um sich zu schlagen. Batman schreitet ein und wird im Kampf besiegt, der Mann mit der Maske flieht. Am Ende ist einer der Einbrecher tot und auch Direktor Wingate, gestorben an einem Herzinfarkt.

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Legends of the Dark Knight: Urban Legend/Full Circle

DC Comics

Autoren/Zeichner: Bill Willingham/Tom Fowler; A.J. Liebermann/Greg Scott

Erschienen: 2003/2004 (Legends of the Dark Knight #168/179)


Eines Nachts stürzt Batman von einem Hochhaus, schlägt unterwegs gegen jede spitze Ecke und fällt auf harten Stein. Eigentlich müsste er so was von tot sein, aber wie durch ein Wunder überlebt er den Sturz, wenn auch stark lädiert. Er weiß nicht mehr, wie es dazu kam und auch sonst nichts mehr über sich. Zwei Zeugen helfen ihm, sie vermuten eine Gang dahinter, bringen ihn zu einem Taxi, wollen ihm eine Pistole zur Selbstverteidigung mitgeben, doch Batman lehnt ab – ohne recht zu wissen, warum.

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Batman und Superman beim Wild-West-Duell

DC Comics

Titel: Showdown at Gotham City

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Rich Buckler, Dick Giordano

Erschienen: 1980 (World’s Finest #261)


Der Pinguin ist auf Bewährung raus, tritt live im Fernsehen auf und stellt der Öffentlichkeit einen Mann vor, der der echte Western-Outlaw Butch Cassidy sein soll. Dieser sei nicht etwa 1908 gestorben, sondern sei in einer mexikanischen Höhle eingeschlafen und von einem sonderbaren Gas konserviert worden. Als wäre die Story nicht schon unglaubwürdig genug, springt Batman von einem Kamerakran und überführt den Pinguin als Betrüger.

Da taucht ein Cowboy auf einem fliegenden Pferd auf, fängt Batman mit dem Lasso ein und haut mit Pinguin und „Butch“ ab. – Muss ich noch weitererzählen? Die Story stammt nicht aus dem Jahr 1956, sondern aus dem Jahr 1980, als man den schieren Unsinn längst hinter sich gelassen hatte. Oder zumindest wird das oft so behauptet.

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Batman und die Bankräuber

Cover von Neal Adams (DC Comics)

Titel: Night of the Stalker (dt. Nacht der Vergeltung)

Autor/Plot/Zeichner: Steve Englehart/Vin Amendola/Sal Amendola (auch Plot)

Erschienen: 1974 (Detective Comics #439), Paperback 2005 (Batman: The Greatest Stories Ever Told Vol. 1), Hardcover 2020 (Tales of the Batman: Steve Englehart); dt. Ehapa 1974 (Superman #10)


Steve Engleharts erste Batman-Story ist in einer Zeit erschienen, als die Comic-Serien sich so schwach verkauften, dass sie nur alle zwei Wochen herauskamen. Doch die Geschichte gilt als eine der besten, die je erzählt wurden, weshalb sie mal in einer Anthologie neu aufgelegt wurde. Allerdings ist sie nicht allein Engleharts Verdienst.

Der Plot ist einfach: Batman wird Zeuge eines Banküberfalls. Die Räuber erschießen unbeteiligte Zivilisten, eine Mutter und ihren Ehemann, der Sohn muss das mitansehen. Das weckt bei Batman natürlich traumatische Erinnerungen. Er schnappt sich einen der drei Räuber, nachdem dieser einen Wachmann angeschossen hat, und jagt dann den drei anderen hinterher, indem er aufs Dach des Fluchtautos springt.

Außerhalb der Stadt kommt es zum Showdown. Als die Räuber ihn bemerken, halten sie an und versuchen, ihn zu erschießen. Dann wollen sie wieder im Auto zu fliehen, doch Batman hat die Schlüssel herausgezogen und wirft sie weg. Einer stürzt sich auf ihn und der Held fällt mit ihm über den Abgrund, rettet ihn aber. Der zweite prügelt sich mit Batman im Wasser und ertränkt ihn scheinbar – doch zu früh gefreut … Der dritte verliert die Nerven, bevor er auf Batman schießen kann und geschlagen werden muss. Da kommt auch schon die Polizei.

Wieder zu Hause, im Penthouse des Wayne Foundation Buildings, muss Bruce Wayne beim Anblick des Porträts seiner Eltern weinen: „… he is that boy again.“

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Die Rache des Calendar Man

DC Comics

Titel: All the Deadly Days

Autor/Zeichner: Chuck Dixon/Joe Staton, Graham Nolan, Bill Sienkiewicz u.a.

Erschienen: 2000 (Batman 80-Page Giant #3)


„It’s the crime of the new century.“ (Calendar Man)

Im Jahr 2000 widmete sich ein ganzer 80-Page Giant dem Calendar Man (Julian Day). Er enthält zwar nur 70 Comicseiten, aber trotzdem wurde diesem Schurken wohl noch nie so viel Platz eingeräumt. Das Besondere: Jedes der sieben Kapitel wurde von einem anderen Zeichner inszeniert, darunter auch Bill Sienkiewicz, der sonst nur allein acht Seiten für Batman Black and White gezeichnet hat, sonst meist aber als Tuscher auftrat.

Die Geschichte beginnt ganz klassisch, wie eine Golden oder Silver Age Story, mit einem Raubzug auf einer Zeitausstellung, der Calendar Man trägt allerdings sein rot-weißes Kostüm aus den 80ern, seine Handlanger sind nach Monaten gekleidet. Batman und Robin halten ihn auf mit einer riesigen Kuckucksuhr, Julian Day wird zur Haft verurteilt und flippt aus, als er erfährt, dass er frühestens im März 2000 auf Bewährung rauskommt – denn das heißt, er verpasst den Jahrtausendwechsel!

ACHTUNG: SPOILER!

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Legends of the Dark Knight: Colossus

DC Comics

Autor/Zeichner: Mike Baron/Bill Reinhold

Erschienen: 2002 (Legends of the Dark Knight #154-155)


In Gotham soll ein neues Hochhaus, das „Civic Center“, errichtet werden, ursprünglich entworfen vom visionären Architekten Randall Innes Hockstead. Viermal wurde es bereits versucht, nun will es der Bauherr Humboldt Crane erneut versuchen. Auch Bruce Wayne wirbt dafür auf einer Gala. Doch Crane wird vorgeworfen, bei früheren Projekten gegen die Bauordnung verstoßen zu haben. Bei der Gala gehen plötzlich die Lichter aus und Crane wird von einem Unbekannten ermordet. Der Mörder will den Bau des Civic Centers verhindern. Bald darauf stirbt auch die Witwe von Hockstead.

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Santa Claus und der stille Ritter

DC Comics

Titel: Batman/Santa Claus: Silent Knight Returns

Autor/Zeichner: Jeff Parker/Lukas Ketner, Michele Bandini

Erschienen: 2024 (Miniserie #1-5)


Im ägyptischen Tal der Könige taucht eine beseelte Ritterrüstung auf, die Menschen ihrer Lebensenergie beraubt und tötet. Die Justice League (Batman, Robin, Superman, Green Lantern etc.) scheitert dabei, diesen „Silent Knight“ zu bannen, und wird selbst gebannt. Robin kann entkommen und bittet Zatanna um Hilfe. Weil gerade ein Weihnachtsbaum bei ihr steht, hört ein Unbeteiligter den Ruf: Klaus, genannt Santa, der Weihnachtsmann höchstselbst. Er erklärt: Ein paar der Monster aus dem ersten Teil sind entkommen und dienen dem Silent Knight, was man an dem Mal erkennt, das er allen in die Schulter brennt. Bald darauf erbaut er sich ein Schloss aus Menschenleben …

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Neu 2025: „Batman: Hush 2“ alias „H2SH“

Cover von Jim Lee zu Batman #158 & 159. DC Comics

Der Mann mit der Bandagenmaske ist wieder da: Jeph Loeb und Jim Lee setzen ihren modernen Klassiker Hush (2003) fort. Die sechsteilige Storyline beginnt am 26. März 2025 mit Batman #158 und endet im August mit Batman #163. Der Titel „Hush 2“ mutet seltsam an, denn in den letzten 20 Jahren ist viel mit Thomas Elliot passiert. Es ist also schwerlich der zweite Teil der langen Saga, die ehrlicherweise seitdem kaum Highlights hatte. Noch seltsamer erscheint der offizielle Titel „H2SH“, was fast nach der chemischen Formel für Schwefelwasserstoff klingt. Doch wer weiß, ob darin nicht eine Bedeutung liegt – immerhin handelt es sich um ein giftiges Gas …

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Eine Welt ohne den Joker

DC Comics

Titel: DC’s Batman Smells, Robin Laid an Egg

Autoren/Zeichner: diverse

Erschienen: 2024 (One-shot)


Batman stinkt also und Robin hat ein Ei gelegt. Wie konnte es dazu kommen? Zu lange Patrouillien ohne Dusche? Ist Robin zum Vogel mutiert? Und was hat Poison Ivy damit zu tun? Wir erfahren es leider nicht, was auf dem Cover von DCs diesjähriger Weihnachtsanthologie zu sehen ist, denn der Titel ist natürlich der „Jingle Bells“-Variation vom Joker entnommen, die er in der klassischen Batman-TAS-Episode „Christmas With the Joker“ singt.

Stattdessen sehen wir, wie der Joker am Leben verzweifelt und sich wünscht, er wäre nie geboren. Da taucht Robin als Engel ohne Flügel auf, um ihm eine Welt ohne Joker zu zeigen und ihm den Lebenswillen wiederzugeben. Die Story spielt auf den Weihnachtsklassiker „It’s A Wonderful Life“ (dt. Ist das Leben nicht schön?) an, die Adaption kommt allerdings nicht ans Original heran, weil sie schon daran hinkt, dass eine Welt ohne Joker zweifellos eine bessere wäre – allerdings auch eine öde, jedenfalls für den Clown.

Geschmacklos wird es vor allem, wenn der Tod von Bruce Waynes Eltern veralbert wird. Joe Chill, ein Eisverkäufer im Winter, fällt zufällig ein Revolver in die Hände, der die beiden Waynes erschießt, und er findet Gefallen am Mord. Großer Blödsinn, und nicht mal besonders witzig.

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Batman undercover als Santa Claus

DC Comics

Titel: Secret Santa

Autor/Zeichner: Alan Burnett, Paul Dini/Ty Templeton

Erschienen: 2020 (Batman: The Adventures Continue #8), Paperback 2021 (Season One)


Nach einem vereitelten Bombenanschlag auf Gotham wird der Bauchredner Arnold Wesker verhört, wo der Rest des Sprengstoffs ist, doch der behauptet, es nicht zu wissen. Seine Puppe Scarface habe es ihm nicht gesagt. Arnold kommt nach Arkham und bereits nach Monaten wieder frei – dank einer Blitztherapie. Die Psychiatrie scheint große Fortschritte zu machen. Doch natürlich wird er in der Freiheit wieder von Scarface heimgesucht.

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