Comic

Absolute Batman Vol. 1: The Zoo

Titel: Scott Snyder/Nick Dragotta

Erschienen: 2024 (Absolute Batman #1-6), Hardcover/Paperback 2025; dt. Panini 2025 (Band 1 enthält nur #1-3)


Kann man Batman nach über 80 Jahren noch neu erfinden? Alle paar Jahre wird es versucht, um die Figur interessant zu halten. Geoff Johns und Gary Frank gelang das 2012 mit Batman: Earth One, doch es erschienen nur drei Bände in neun Jahren. (Die anfangs ambitionierte Reihe hob nie wirklich ab, auch Superman und Wonder Woman bekamen nicht mehr Ausgaben.) Scott Snyder und Greg Capullo haben mit The New 52 Batman rebootet, ohne dass es sich je wirklich so anfühlte, auch wenn sie mit Zero Year allzu verkrampft versucht haben, ein neues Batman: Year One zu schaffen, aber sich zu sehr am Vorbild abgearbeitet haben.

Nun macht DC erneut den Versuch, ganz neu zu beginnen und zwar in einem neuen Universum, das nach eigenen Regeln funktioniert und diesmal jeden großen Superhelden neu definiert: das Absolute-Universe. Und bei Batman darf wieder Autor Scott Snyder dran. Diesmal stellt er alles auf den Kopf.

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Superman gegen Shazam: Teil 2

DC Comics

Die Serie DC Comics Presents (gestartet im goldenen Superman-Jahr 1978) war einzig und allein dazu da, Superman mit anderen Helden zusammen zu bringen. 1981 (#33-34) traf er wieder auf Captain Marvel (auf dem Cover „Shazam!“ genannt). Dabei kam es zum Rollentausch: Superman trägt plötzlich das rot-weiß-gelbe Kostüm, während auf der Parallelerde Earth-S Captain Marvel im blau-rot-gelben Kostüm Gauner bekämpft. Und nicht nur das: Die beiden haben auch die Kräfte des jeweils anderen, also muss Superman ohne Röntgen- und Hitzeblick auskommen, während Shazam sich über ein Upgrade freuen darf.

Superman reist über den Rock of Eternity in die Parallelwelt und die Irration ist schnell geklärt: Wenn so seltsame Dinge ohne Erklärung passieren, kann nur einer verantwortlich sein: Mr. Mxyzptlk, der Kobold aus der fünften Dimension. Doch der hat diesmal Hilfe von Mister Mind, dem bösen Wurm und Erzfeind von Captain Marvel und der macht gemeinsame Sache mit King Kull, der sich immer noch an der Menschheit dafür rächen will, dass diese einst sein Volk ausgelöscht hat.

Als wäre das Ganze nicht schon albern genug, treffen die Helden noch auf Hoppy, the Marvel Bunny und den Rest der Marvel Family.

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Legends of the Dark Knight: Darker Than Death

DC Comics

Deutscher Titel: Dunkler als der Tod

Autor/Zeichner: Bruce Jones/Ariel Olivetti

Erschienen: 2006 (Batman: Legends of the Dark Knight #207-211), dt. Panini 2007 (Batman Sonderband #12)


Stromausfall in Gotham. Nicht, dass es für die Story wichtig wäre. Es deutet nur das Leitmotiv an: Es geht düster zu, düsterer als der Tod … Bruce Wayne wird von einem gewissen Charles Billingsworth eingeladen, um die Verlobung seines Sohnes Conrad mit Jane Rutledge zu feiern. Dabei lernt Bruce Janes Schwester Lilith kennen und bandelt sofort mit ihr an. Am nächsten Morgen ist Jane verschwunden – entführt. Dann bekommt Lilith einen abgetrennten Finger per Post mit der Forderung nach einer Million Dollar Lösegeld. Und dann verschwindet auch noch Miriam, die Tochter des Butlers von Billingsworth.

Batman durchforstet die Unterwelt: Zunächst beim Pinguin, der führt ihn zu Greasy Lee, einem extrem fettleibigen Sumo-Ringer, der eine Fettspur hinter sich herzieht, und dann kämpft er noch gegen eine Tiki-Tänzerin mit einer Vorliebe für Giftschlangen. Währenddessen gerät auch Lilith in Gefahr …

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Superman gegen Shazam: Teil 1

Shazam #1 & Superman #276, 1974 (DC Comics)

Superman und Shazam (der erste Captain Marvel) haben eine lange gemeinsame Geschichte, die so alt ist wie die Helden selbst. Zunächst bekämpfte man sich am Zeitungsstand, dann vor Gericht, bevor es dann endlich zum Duell im Comic kam – aber das dauerte einige Jahre.

Captain Marvel erschien zunächst 1940 als rote, verzauberte Variante zu Superman im Konkurrenzverlag Fawcett. Dort war der „Big Red Cheese“ so erfolgreich, dass er – mit mehreren Parallelserien – sogar Superman toppte. DC (damals National) ließ sich das nicht gefallen und verklagte Fawcett wegen Urheberrechtsverletzung. Vielleicht hätte Zeichner C.C. Beck auf dem Cover von Whiz Comics #2 (eine erste Ausgabe, die nur zu Werbezwecken gedruckt wurde, ist nicht erhalten) den neuen Helden kein Auto werfen lassen sollen, wie Superman auf Action Comics #1.

DC Comics

Der Streit zog sich hin, bis Fawcett 1953 aufgab, da sich der Kampf nicht mehr lohnte – die Comicverkäufe ließen nach. Man einigte sich außergerichtlich auf angeblich 400.000 US-Dollar und stellte Captain Marvel ein.

Captain Marvel kommt zu DC

Der „Big Red Cheese“ verschwand für lange Zeit, bis sich 1972 Stan Lee den Namen schnappte, um bei seinem Verlag Marvel einen neuen „Captain Marvel“ zu erschaffen, der mit dem alten nichts gemeinsam hatte. Ein Jahr später belebte DC den ersten Captain Marvel wieder und gab ihm eine eigene Serie, die den Titel „Shazam!“ trug, weil aus rechtlichen Gründen der Name Captain Marvel nur bei Marvel-Comics auf dem Cover stehen darf.

Obwohl auf dem Titelbild von Shazam! #1 (gezeichnet von C.C. Beck) auch Superman zu sehen ist, wie er den DC-Lesern der 70er die alte Figur wieder vorstellt, taucht der Mann aus Stahl im Heft selbst nicht auf. Die erste Begegnung der Helden in einer Story ließ auf sich warten. Und als es dann kam, geschah es auf seltsame Weise. Statt den Captain/Shazam ins DC-Universum zu integrieren, verbannte man ihn zunächst nur auf die Parallelwelt Earth-S. Das erste Treffen mit Superman war ein inoffizielles.

Zunächst teaserte DC es nur an, indem die Redaktion die Leser fragte, wen sie besser fanden: Superman oder Captain Marvel. Die Reaktionen folgten prompt, 1974 druckte man in Superman #278 sogar eine ganze „Battle Page“ mit Leserbriefen ab, die linke Spalte für Superman-Fans, die rechte für Captain-Marvel-Befürworter. Die einen machen Shazam runter als billige Kopie für Kinder mit schwachen Storys, andere loben gerade den Eskapismus und als Fantasie in Reinform, ohne – wie Superman – pseudo-wissenschaftlich zu sein. Shazam traue den Lesern Intelligenz zu, statt diese zu beleidigen, fand ein Leser.

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Crazy Quilt: Der Meister der Farben

DC Comics

„Crazy Quilt never fails!“

Crazy Quilt wird seinem Namen gerecht. Er gehört zu den buntesten und verrücktesten Schurken von DC – und der mit dem grässlichsten Modegeschmack, wie man an seinem Kostüm mit lauter bunten Flicken unschwer erkennen kann.

Geschaffen wurde er von Jack Kirby und erschien erstmals 1946 in Boy Commandos #15. Es handelt sich um einen Maler und Anführer einer Verbrecherbande, seinen wahren Namen erfahren wir nicht. Nachdem er von einem anderen Gauner angeschossen wurde, verlor er das Augenlicht. Ein Arzt konnte es nach einer Operation immerhin wieder so herstellen, dass der Patient nur noch grelle Farben sehen konnte. So wurde er zum bunten Schurken Crazy Quilt, dessen Handlanger die auszuraubenden Ziele bunt anmalen mussten.

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Die ersten Batman-„Graphic Novels“: Romanhafte Heftlänge

Wie hat das eigentlich angefangen, mit den „Graphic Novels“ bei Batman? 1987 mit Son of the Demon? Oder 1988 mit The Killing Joke? Alan Moore nennt diesen One-shot in seinem Typoskript jedenfalls so, wenn es auch auf dem Cover nirgends so bezeichnet wird. Man spricht im Fachjargon eher von „One-shots“, also für sich stehende Comichefte, die (in diesen Fällen) länger sind als die üblichen, die monatlich erscheinen.

Eine „Graphic Novel“ zu definieren, ist wohl genauso schwierig wie einen Roman.(Warum eigentlich „die“, wenn es der Roman ist?) Wikipedia bezeichnet sie als „Comics im Buchformat“. Damit wären aber Sammelbände von mehreren Comicstrips oder Comicheften bereits ebenfalls Graphic Novels, während andere Comics von vornherein als solche erscheinen, weil sie nicht zuvor serialisiert herauskamen, wobei es auch Serien von Graphic Novels geben kann es bleibt kompliziert. Oft meint man mit dem Begriff für sich stehende, abgeschlossene Geschichten in einem längeren Format als ein übliches Heft. Aber das ist auch nicht einheitlich geregelt. Es geht also mehr um Umfang und Erscheinungsform, nicht um eine Gattung oder einen bestimmten Inhalt. Dabei sollte es anfangs genau darum gehen: Graphic Novels waren „Comics für (anspruchsvolle) Erwachsene“.

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Superman gegen Doomsday: Runde drei

DC Comics

Titel: The Doomsday Wars

Autor/Zeichner, Tusche: Dan Jurgens, Norm Rapmund

Erschienen: 1998 (Miniserie #1-3), Paperback 2016 (Superman: Doomsday)


Doomsday ist zwar eigentlich erledigt, seit er von Superman und Waverider ans Ende von Zeit und Raum verbannt worden ist (siehe Superman/Doomsday: Hunter/Prey), aber bekanntlich ist in Superheldencomics nichts für immer und Doomsday ist einfach ein zu guter Schurke, als dass man ihn nie wiedersehen dürfte, also kehrt er schon bald für einen weiteren Dreiteiler zurück.

Wie das? Dank der Zero Hour. Für alle, die sich nicht erinnern: Da wurde die Zeit gründlich durcheinander gebracht und so konnte Brainiac davon profitieren, indem er Doomsday zurückholte und seinen eigenen Geist in das Monster übertragen ließ. Nun müssen Superman und die JLA gegen einen Doomsday kämpfen, der auch schlauer ist als alles zusammen. Jedenfalls theoretisch. Erstmals darf also eine echte Justice League gegen den Schurken antreten, nachdem damals nur eine Riege von B-Ligisten von Doomsday mühelos plattgemacht worden ist (Booster Gold, Blue Beetle, Guy Gardner etc.). Doch die A-Ligisten werden ebenfalls mühelos plattgemacht.

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Batman gegen Gentleman Ghost

DC Comics

Titel: The Ghost Who Haunted Batman/Never Give Up the Ghost

Autor/Zeichner: Len Wein/Irv Novick

Erschienen: 1979/1980 (Batman #310/319), Hardcover 2014 (Tales of the Batman: Len Wein)


Gentleman Ghost ist ursprünglich ein Gegner von Hawkman. Seinen ersten Auftritt hatte er in Flash Comics #88 (1947), damals noch als „The Ghost“: JamesJimCraddock ist ein Juwelendieb, der sich nur als Geist mit Zylinder und Monokel ausgibt. Ende der 70er, als Len Wein einige Golden-Age-Schurken aus der Mottenkiste holte, plagte Craddock auch Batman – und das wurde ein Paradestück der Klischees.

Gleich zu Beginn erwischt unser Held die Bande des Schurken dabei, als sie ein Museum plündern wollen. Craddock schießt mit einer Kugel auf ihn, die aber, statt ihn zu verletzen, auf mysteriöse Weise in der Luft hängen bleibt und sich als Magnesiumfackel erweist, die explodiert und Batman blendet, sodass die Gauner türmen können.

Noch dazu ist Alfred verschwunden. Batman verkleidet sich selbst als Butler (der dem ersten Alfred ähnelt), um undercover zu ermitteln. Als er in sein Apartment zurückkehrt, sieht er, wie Gentleman Ghost und seine Bande seine antiken Möbel mopsen wollen, während Alfred zusieht. Batman versucht, den Anführer mit einem Batarang Lasso einzufangen, doch er scheitert daran, dass der angebliche Geist keine Handgelenke hat. Und als Batman ihn mit bloßen Händen ergreifen will, hält ihn ein plötzlich aufziehender kalter Wind davon ab. Schließlich schlägt Alfred den Helden von hinten nieder. Der Butler nennt Craddock seinen neuen Meister. Aber warum? Und wozu braucht ein Geist Möbel?

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Batman, Superman und Metamorpho in World’s Finest

DC Comics

Im Jahr 1973 bekam Metamorpho Back-up-Storys in World’s Finest Comics (ab #218), nachdem er 1972 für einige Ausgaben in Action Comics aufgetreten war. Eine Ausgabe zuvor wurde er in der Serie mit den Titelhelden eingeführt. In „Heroes With Dirty Hands“ (World’s Finest #217, 1973) mutiert der Element Man zu einem Hybrid aus Superman, Batman und Metamorpho. Wie das?

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Batman und Metamorpho in The Brave and the Bold

DC Comics

Batman und Metamorpho sind ein sehr ungleiches Paar: Der Mann, der sich in ziemlich jedes Element in jeder Form verwandeln kann, hat ziemlich wenig mit dem Dunklen Ritter gemeinsam. Dennoch kam es zu mehreren Begegnungen. Der auch „Element Man“ (Rex Mason) genannte Superheld wurde erst 1965 in The Brave and the Bold #57 eingeführt, erfunden von Bob Haney und Ramona Fradon. Bereits ein Jahr später, in Ausgabe #68 (1966) traf er erstmals auf Batman. Als müsste sich dieser seinem Partner anpassen, macht Batman hier ebenfalls eine wilde Metamorphose mit chemischen Superkräften durch.

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