Detective Comics

Die Comicserie „Detective Comics“ erscheint seit 1937. In Ausgabe 27 hatte Batman 1939 seinen ersten Auftritt. Anfangs handelte es sich noch um eine Anthologieserie, die sich Batman mit anderen Helden teilte.

Detective Comics: 80 Years of Batman

DC Comics

Da ist er nun, der große Jubiläumsband: Detective Comics: 80 Years of Batman. Doch wenn man das edle Buch aufschlägt, folgt gleich die Enttäuschung: DC Comics hat sich mal wieder nicht getraut. Eigentlich sollte eine Story aus der ersten Ausgabe erscheinen. Dafür hätte sich der erste Auftritt von Slam Bradley angeboten: „The Streets of Chinatown“. Aber offenbar war das dem Verlag zu heikel, wie darin Chinesen dargestellt werden. Statt selbstkritisches Geschichtsbewusstsein zu beweisen, zensiert sich DC mal wieder selbst und liefert stattdesen nur eine harmlose, willkürlich ausgewälte spätere Slam-Bradley-Story (die aus #27).

Es passt zum Trend: DC hat zuletzt nicht nur die erste Ausgabe von Batman: Damned nachträglich zensiert, in der Batmans Penis zu sehen war, auch hat man sich nicht getraut, den Jesus-Comic Second Coming zu drucken, der bereits angekündigt war. Man beugte sich lieber den christlichen Protesten. So steht es also um die Kunstfreiheit in den USA. Freiheit ja, aber nicht um jeden Preis. Für diesen Band bedeutet das eine verpasste Chance zu zeigen, wie die Serie begann.

Der Jubiläumsband bietet ansonsten viele historische Ausgaben mit ersten Auftritten, vor allem von Batman, Robin, Batwoman, Batgirl, Bat-Mite und einiger Schurken. Dazu zählen auch kleine Perlen wie „There is No Hope in Crime Alley!“ (#457, 1976), „To Kill a Legend“ (#500, 1981) und „The Night of Thanks, But No Thanks!“ (#567, 1986): Batman trifft auf Leslie Thompkins, versucht den Mord an seinen Eltern zu verhindern und hat in einer Nacht einfach nur Pech. Diese Storys waren lange vergriffen oder nur digital verfügbar.

Ansonsten wirkt der Band wie eine halbe Sache – buchstäblich. Zum einen, weil die Premieren des ersten Clayface sowie des Pinguin fehlen (obwohl er zuerst – abgesehen von Zeitungs-Strips – in Detective Comics vorkam). Zum anderen weil zu den ersten Auftritten von Two-Face, Riddler und Man-Bat die jeweiligen Fortsetzungen nicht enthalten sind, die die Storys jeweils abschließen. Es wirkt, als würde DC hier nur eine Art Chronistenpflicht erfüllen, aber an Leser, die an Geschichten interessiert sind, richtet sie sich nicht – außer natürlich sie kaufen sich die Bände, in denen man den Rest nachlesen kann. Hier kann man bloß erste Eindrücke gewinnen. Das ist schon bei den Batman Arkham-Anthologien negativ aufgefallen.

Aus den Jubiläumsausgaben #500 und von Detective Comics #27 (2013) sind nur Teile abgedruckt, während man interessante Hefte wie #387, #572 und #627 außer acht gelassen hat.

Das kann nicht nur Platzgründe haben, denn dafür ist anderes Füllmaterial enthalten: Die Deadshot-Story wirkt herausgerissen aus dem Kontext der größeren Storyline Strange Apparitions. (Außerdem war sie schon in Batman: A Celebration of 75 Years enthalten.) Der nervige Bat-Mite bekommt gleich zwei Geschichten, wobei die zweite bloß einen kurzen Besuch des Kobolds in der DC-Redaktion zeigt – und das klingt witziger als es ist. Detective Comics #742 ist völlig entbehrlich, bis auf einen (fragwürdigen) neuen Look hat sie nicht viel zu bieten. Hier wollte man wohl einfach nur eine beliebige Geschichte aus neuerer Zeit abbilden, nachdem man schon die 90er völlig außer acht gelassen hat.

Trotz der vielen Worte, die in Einführungen und Essays verloren werden, fehlt eine Erklärung für die Auswahl dieser Comics. Vor allem für die Geschichten anderer Helden, die in Detective Comics auftauchten, hätte man sich kurze Begleittexte gewünscht, die die Hintergründe dieser Charaktere erläutern.

Das Buch beginnt mit dem Crimson Avenger, eine Art Shadow-Verschnitt, ein maskierter Rächer mit Hut und Pistolen. In gewisser Weise stellt er auch einen Vorläufer von Batman dar. Kurios wirkt Air Wave, ein Superheld, der Funkwellen aller Art aus metallishen Gegentänden empfangen und übertragen kann, und der mit Rollschuhen auf Hochleitungen fährt. Die Boy Commandos von Joe Simon und Jack Kirby (Captain America) sind eine Gruppe von Kindern, die im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis kämpfen – ein sehr zweifelhaftes Konzept.

Dann gibt es noch den ersten Auftritt des Abenteurers Roy Raymond, der in Südamerika ein Tal entdeckt, indem man schnell alt wird. Interessant sind hier die detaillierten Zeichnungen, die im Vergleich zeigen, wie cartoonhaft Batman damals noch gezeichnet war – und noch bis in die 60er blieb. Das lag an Bob Kanes Stil, der von anderen Zeichnern kopiert wurde. Der Origin von Pow Wow Smith, einem Indianer-Detektiv, ist ziemlich lahm, und nicht viel interessanter liest sich der Origin des Martian Manhunter, denn die wenigen Seiten bieten nicht mehr als einen Auftakt für spätere Storys. Einer wie der Elongated Man wäre spannender gewesen – auch wenn er nicht seinen ersten Auftritt in der Serie hatte, hatte er doch lange die Zweitstory.

Der Manhunter von Archie Goodwin ist gleich zweimal vertreten: Mit einer Einzelstory, die ihn einführt, und einem Team-up mit Batman. Im Grunde sind die beiden zwei Gleichgesinnte, außer dass Manhunter tötet und ein uncooles Kostüm trägt. Über den neuen Helden erfährt man sonst nicht viel, dafür ist die Handlung actionreich und interessant gelayoutet.

Als Extra enthält der Band einige Skizzen (Breakdowns) von Lew Sayre Schwartz für Detective Comics #200, sowie fünf Seiten aus einem Storyfragment, das 2012 begonnen, aber nie beendet wurde. Das ist nur ein schwacher Trost, wenn man bedenkt, dass 80 Years of Action Comics die Sensation einer bis dato unveröffentlichten Superman-Story enthielt.

Es stellt sich die Frage, an wen sich dieser Band richtet. Alte Fans dürften das Meiste hiervon kennen und besitzen, neue Fans könnten neugierig gemacht werden. Manch anderen Helden sind vielleicht aus historischen Gründen interessant, aber auch zurecht vergessen worden. Es hätte die meisten nicht gebraucht. Aber da DC seine angekündigte Neuauflage der Detective Comics Before Batman wieder gecancelt hat, wollte man wenigstens hier etwas mehr als Batman zeigen. Außerdem hatte man das auch schon 2018 mit Action Comics so gemacht.

Empfehlenswert ist der Band für alle, die sich einen Überblick über die ersten Auftritte verschaffen wollen, auch wenn Joker, Catwoman und Pinguin fehlen. Fortgeschrittene können sich an den weniger bekannten Geschichten erfreuen. Ob es den Preis rechtfertigt, sei dahingestellt. Es bleibt der Gesamteindruck, dass man hier inkosequent war und man mehr aus diesem Buch hätte machen können.

Die gesamte Übersicht über die vollständigen Storys:

  1. The Crimson Avenger: „Block Buster“ (#20)
  2. Batman: The Case of the Chemical Syndicate (#27, 1939)
  3. Slam Bradley: „The Murderer on Vacation“ (#27, 1939)
  4. Batman and „Robin the Boy Wonder“ (#38, 1940)
  5. Air Wave: „Case of the Missing Evidence“ (#60)
  6. Boy Commandos: „The Commandos Are Coming“ (#64)
  7. Batman: „The Crimes of Two-Face“ (#66)
  8. Batman: „The Riddler“ (#140)
  9. Pow-Wow Smith: „The Origin of Pow-Wow Smith“ (#151)
  10. Roy Raymond: „The Land of Lost Years“ (#153, 1949)
  11. Martian Manhunter: „The Strange Experiment of Dr. Erdel“ (#225, 1955)
  12. Batman: „The Batwoman“ (#233, 1956)
  13. Batman: „… Meets Bat-Mite“ (#267, 1959)
  14. Batman: The Challenge of Clay-Face (#298, 1961)
  15. Batman: „The Mystery of the Menacing Mask!“ (#327, 1964)
  16. Batman: „The Million Dollar Debut of Batgirl!“ (#359, 1967)
  17. Batman: „Challenge of the Man-Bat!“ (#400, 1970)
  18. Manhunter: „The Himalayan Incident“ (#437, 1973)
  19. Batman & Manhunter: Gotterdammerung (#443, 1974)
  20. Batman: „There is No Hope in Crime Alley“ (#457, 1976)
  21. Batman: „The Deadshot Ricochet“ (#474, 1977)
  22. Bat-Mite: „Bat-Mite’s New York Adventure“ (#482, 1979)
  23. Batman: „To Kill a Legend“ (#500, 1981)
  24. Batman: „The Night of Thanks, But No Thanks!“ (#567, 1986)
  25. Batman: „The Honored Dead“ (#742, 2000)
  26. Detective Comics #27 (The New 52, 2014)

>> Mehr Batman-Anthologien

Batman als Alien

Titel: The Alien Batman/The Eight Wonder of Space

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton, Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1958/1961 (Detective Comics #251/Batman #140)


In Gotham wird eine nicht genehmigte Landung registriert. Commissioner Gordon und Vicki Vale fahren hin und was sie sehen, können sie nicht glauben: Zwei Aliens fliegen mit einem Ufo weg – und eines der Aliens trägt ein Batman-Kostüm! Jetzt könnte man sagen: Eines der Aliens ist ein Batman-Fan, fliegt zu einem Maskenball oder die ganze Sache ist ein Schwindel. Stattdessen schöpfen Gordon und Vale einen bösen Verdacht: Könnte Batman ein feindseliges Alien sein?

Gordon stellt das Dynamische Duo zur Rede. Batman streitet alles ab. Seine Maske ablegen kann er nicht, sonst würde er seine Identität preisgeben, aber eine Untersuchung beim Arzt ergibt, dass sein Blut tatsächlich nicht von dieser Welt stammt.

Daraufhin beginnen die Spekulationen. Seine einstigen Freunde sehen seine frühreren Heldentaten in einem anderen Licht: Wie konnte Batman einen Arbeiter vor Hochspannung retten? Hat er vielleicht übermenschliche Kräfte? Kann er Gedanken lesen? Hat er sogar telekinetische Kräfte? Ist er unverwundbar? Und waren seine hanebüchenen Erklärungen für all das vielleicht doch nur Lügen? Auch die Menschen von Gotham sind verunsichert. Die besorgten Bürger befürchten finstere Machenschaften.

Während Polizei, Presse und Pöbel mit wilden Spekulationen beschäftigt sind, versuchen Batman und Robin mit guter alter Detektivarbeit den Fall zu lösen. Und tatsächlich ist die ganze Sache nur ein Trick gewesen, um Batmans Ruf zu schaden. Batman revanchiert sich, indem er vor den Gaunern so tut, als wäre er tatsächlich ein Alien mit spitzen Ohren und Fühlern.

Batman als Fake-Alien

Die Episode hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Erstens weil sie zeigt, wie schnell das Vetrauen in Batman verloren gehen kann, zweitens, wie paranoid und fremdenfeindlich die Menschen sein können. Darin wirkt noch die McCarthy-Ära der 50er nach. Denn man kann sich fragen: Selbst wenn Batman ein Alien wäre – was wäre daran so schlimm? Superman ist auch eins, aber daran stört sich niemand. Wahrscheinlich, weil Superman wie ein Mensch aussieht …

Drei Jahre später werden Batman und Robin tatsächlich in Aliens verwandelt. Während sie mit ihrem Batplane durch die Gegend düsen, bringt sie ein außerirdischer Energiestrahl auf einen anderen Planeten, wo sie sich (wegen der Atmosphäre) in grüne Männchen mit langen grünen Gesichtern und Fühlern verwandeln.

Gordon glaubt den beiden mal wieder nicht: „You’re lying!“ Er und Batwoman halten die Aliens für Betrüger. Batman kann die beiden überzeugen, indem er etwas über sie sagt, was nur er wissen kann. Aber ihre Verwandlung hat auch etwas Gutes: Als Aliens können Batman und Robin mit ihren telekinetischen Kräften die Yellow Sweater Gang aufhalten.

Batman als Alien

Nur was machen sie als Bruce Wayne und Dick Grayson? Bruce ist mit Kathy verabredet … Da hat Bruce eine Idee: Sie gehen zu einem Maskenball und er tut so, als würde er sich als Alien-Batman verkleiden. Doch Kathy findet das gar nicht witzig und knallt ihm die Tür vor der Nase zu. (Natürlich kommt sie nicht auf den naheliegenden Schluss.) Bruce‘ Plan geht auf.

Auch als Alien-Crimefighters haben die beiden weniger Glück: Da sie ihre Kräfte noch nicht im Griff haben, lassen sie die Gangster entwischen, als sie sie aufspüren, lassen sie sich gefangennehmen. Und als dann auch noch ihr Alien-Erscheinung von selbst schwindet, drohen sie aufzufliegen. Aber natürlich geht in letzter Minute alles wieder gut.

Aber das ist noch längst nicht die letzte verrückte Verwandlung, die Batman in den 60ern erleben darf. Es kommt noch viel dicker …

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Batman und Robin als Mumien

DC Comics

Titel: The Mummy Crime-Fighters

Autor/Zeichner: Dave Wood/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1963 (Detective Comics #320)


Bruce Wayne und Dick Grayson fahren durch die Gegend, als sie zufällig sehen, wie eine außerirdische Raumkapsel neben ihnen abstürzt. An Bord entdecken sie neben einem kaputten Roboter-Piloten eine seltsame grüne Scheibe, die vor ihren Augen explodiert. Danach sind ihre Haut und ihre Haare grün gefärbt. Der Doktor sagt zwar: Es besteht keine Gefahr. Doch als Batman und Robin können sie sich so nicht blicken lassen, weil sie sonst auffliegen könnten.

Sie versuchen es mit Make-up. Doch das hält nicht. Bruce schlägt Masken vor, die das Gesicht verdecken. Aber da Dick als Robin mit nackten Armen und Beinen rumläuft, würde auch das nichts bringen. Die einfachste Lösung wäre hier natürlich ein neuer Style: lange Ärmel und anständige Hosen. Allerdings ist die einfachste Lösung selten die spaßigste. Deshalb denken sich die beiden was Kreativeres aus.

Als Batman und Robin tun sie so, als wären sie gefährlich verstrahlt und leuchten sich gelb an, dann wickeln sie sich in Verbände und bekämpfen im Mumien-Look das Verbrechen. So soll es aussehen, als würden sie andere vor der Strahlung schützen. Bei einer Mission kann Robin die Täuschung sogar als Bluff gegen die Gangster verwenden.

Alles gut also? Nihct ganz: Super-Reporterin Vicky Vale ist skeptisch und glaubt, einen Beweis für ihre langgehegte Vermutung zu haben, dass Batman und Robin Bruce und Dick sind. Die täuschen sie dann mit ihren grünen Gesichtern, faulen Ausreden und Make-up. Vicky fällt drauf rein – und das Problem mit der Farbe löst sich von selbst.

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Batman wird Negativ

DC Comics

Titel: The Negative Batman

Zeichner: Sheldon Moldoff

Erschienen: 1960 (Detective Comics #284)


Batman hatte in den 50ern die kuriosesten Kostüme. Nach dem bunten Rainbow-Batman war Anfang der 60er aber Schwarz-weiß angesagt. Zuerst als Zebra. Und dann als Negativ. Das kam so: Im Gotham verschwinden plötzlich Banken und tauchen wieder aus dem Nichts auf – allerdings ohne Geld. Dahinter steckt die Gang des ehemaligen Wissenschaftlers Hal Durgin, der ein besonderes Gerät gebaut hat: eine Kamera, die das Funktionsprinzip von Kameras wörtlich nimmt. Mit ihr kann man Dinge verkleinern und im Gehäuse festhalten.

Batman und Robin finden die Gauner schnell und hier könnte die Story vorbei sein, wenn Durgin nicht Batman mit der Kamera erwischen würde. Unser Held wird zwar nicht verkleinert eingesperrt, aber in ein wandelndes Negativ in Schwarz-weiß verwandelt. Aber der neue Look ist nicht das Problem: Batman fühlt sich auch nich schwach – und er reagiert (wie ein echtes Negativ) empfindlich auf Licht. Batman wird also notgedrungen zu einem Helden der Nacht, der im Schatten agieren muss.

Was heute normal für Batman ist, war aber im bunten Silver Age undenkbar. Ein Negativ-Batman ist damals wörtlich zu nehmen. Die Wissenschaft weiß leider keinen Rat. Wenn das so bleibt, wird Batman sterben. Es sieht düster für ihn aus. Dann lässt er sich auch noch vom Schurken gefangen nehmen. Doch dann stellt sich raus: Alles nur ein Trick. Batman hat seinen Roboter in ein Schwarz-weißes Kostüm gesteckt und wurde hinter den Kulissen durch den Kamera-Einsatz geheilt.

Am Ende kann sich Batman wieder normal ablichten lassen – sogar im Blitzlichtgewitter. Hurra, die Farbe ist wieder da!

Zwei Jahre später (World’s Finest #126) gab es dann auch einen Negative Superman …

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Batman mit Zebrastreifen

DC Comics

Titel: The Zebra Batman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1960 (Detective Comics #275)


Ein neuer Schurke treibt in Gotham sein Unwesen: der Zebra-Man, ein schwarz-weiß gestreifter Mann, der mit elektromagnetischen Kräften schwere Gegenstände anziehen, kontrollieren und von sich stoßen kann. Reguliert wird das Ganze mit einem Gürtel.

Der Zebra-Man stiehlt Kunstwerke, hebt einen versunkenen Frachter vom Meeresgrund, aber für Batman und Robin ist er nicht zu fassen. Doch dank guter alter Detektivarbeit (die gute alte Schlammprobe im Labor!) spüren sie den Tunichtgut in seinem Geheimversteck auf. Und dort wird Batman zufällig ebenfalls mit der Strahlung aufgeladen – inklusive Zebrastreifen. Batman wirkt auf alles und jeden fortan abstoßend, sodass der Zebra-Man wieder entkommt.

Weil Batman aber keinen Gürtel hat, mit dem sich seine neuen Kräfte beherrschen ließen, malt er sich eine düstere Zukunft aus: Er wird nie wieder essen können! Er wird Chaos verusachen! Und wenn er als Bruce Wayne auftritt, werden alle wissen, dass er Batman ist! Dass er sich nie wieder einer Frau wird nähern können (oder andersrum) scheint ihm seltsamerweise keine Sorgen zu bereiten … Ein Held hat eben klare Prioritäten.

So zieht ein verzweifelter Zebra-Batman durch die Gegend und stellt sich auf sein Dasein als Außenseiter ein, da bringt ihn ein Magnet auf einem Schrottplatz auf eine Idee. Mittels eines Tricks kann er den Schurken besiegen und sich mit dessen Gürtel wieder „neutralisieren“.

Der Zebra-Batman gehört zu den schrägsten Kostümen, die Batman im Silver Age tragen durfte. Mittlerweile gibt es ihn auch als Funko-Pop-Figur …

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Regenbogen schützt vor Outing

DC Comics

Titel: The Rainbow Batman

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Detective Comics #241), Paperback 2009 (The Black Casebook)


„They’ll find no pot of gold at the end of this rainbow … only prison!“ (Batman)

Batman war im Silver Age keine düstere Figur, keine Gestalt der Nacht. Im Silver Age ging es eskapistisch und bunt zu. Diese Geschichte ist ein Paradebeispiel dafür: Batman wird zu einem Paradiesvogel. Manche mögen ihn sogar als Schwulen-Ikone deuten.

Als Dick Grayson ein Mädchen vor einem Fluchtwagen rettet, verletzt er sich den Arm. Im Wagen saßen Diebe, die eine wertvolle Fernsehkamera gestohlen haben. Batman stürzt sich in den Fall – mit vollem Einsatz. Weil er nicht weiß, wo sie als nächstes zuschlagen werden, besucht er mit Robin Veranstaltungen, die im Fernsehen übertragen werden. Doch Batman trägt einmal ein rotes Kostüm, dann ein blaues, ein gelbes, ein grünes, dann sogar ein weißes mit einer Zielscheibe auf der Brust und am Ende läuft er rum wie ein Regenbogen.

Was soll das Theater? Ihm sei sein altes Kostüm langweilig geworden, sagt er. Naja, seien wir ehrlich: Da er meist nur bei Tag herumläuft, ist die Farbe seines Fledermauskostüms auch egal. Batman trägt längst kein Schwarz mehr, sondern ein freundliches Blau. Aber der wahre Grund ist dieser: Batman wollte bloß die Aufmerksamkeit auf sich lenken, damit niemand bemerkt, dass Robin einen verletzten Arm hat und damit als Dick Grayson auffliegt. (Robin zu Hause zu lassen war keine Option, weil er ihn als Zeugen brauchte.) Fredric Wertham, der Batman und Robin als Schwulen-WG deutete, würde vielleicht sagen: Der Regenbogen-Batman will nicht, dass sich sein Gefährte in der Öffentlichkeit outet. Aber das ist vielleicht etwas überinterpretiert …

Die Geschichte wurde adaptiert in Batman: The Brave and The Bold (S02E19 „Emperor Joker“, 2010). Da kämpfen Batman und Robin gegen Firefly, der verschiedenfarbige Strahlen abfeuert – Batmans Kostüm soll ihn davor schützen. Außerdem kommt darin die Rainbow Creature aus Batman #134 (1960) vor, die die Helden in zweidimensionale Wesen verwandelt.

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Batmen aller Länder, vereinigt euch!

Titel: The Batman of England/The Batmen of All Nations/The Club of Heroes

Autor/Zeichner: Bill Finger, Edmond Hamilton/Dick Sprang, Sheldon Moldoff

Erschienen: 1950, 1955, 1957 (Batman #62, Detective Comics #215, World’s Finest #89)


Batman macht Schule. Bereits 1950 lernen die Leser, dass es auch in England einen Batman gibt – oder zumindest zwei andere kostümierte Helden, der sich Batman und Robin zum Vorbild genommen haben. The Knight & the Squire kleiden sich wie Ritter aus dem Mittelalter: In Rüstung und mit Umhängen, fahren sie auf Motorrädern, die aussehen wie Pferde, und dabei tragen sie Lanzen. Offenbar entsprach das dem Bild von Europa, das man damals in den USA hatte …

Dahinter stecken Lord Wordenshire und sein Sohn Cyril, die zusammen in einer alten Burg in der Nähe eines Dorfes wohnen. In London hätten die beiden zwar mehr zu tun, aber aufregend genug wird es trotzdem noch.  Zwei Pub-Räuber überwältigen sie, indem sie den Tank im Fluchtauto durchstechen.

Als dann Batman und Robin einer Gang folgen, die einen alten Nazi-Schatz in England ausbuddeln will, treffen sie zufällig auf Knight & Squire, aber die beiden stellen sich mit ihren Lanzen so unbeholfen an, dass sie die Gauner entkommen lassen. Die beiden müssen noch viel lernen, sagt Batman, also teilt man sich zur Nachhilfestunde in Zweiergruppen auf: Batman und Squire ziehen nach Stonehenge, Robin und Knight folgen der Spur in ein historisches Museum. Aber auch später verpatzen die beiden Stümper ihre Einsätze. Zwar machen die Engländer beim Finale auf der Burg alles wieder gut, aber dann muss ihnen das Dynamische Duo mit einer Maskerade dabei helfen, ihre Geheimidentitäten nicht preiszugeben.

Am Ende versichert der Earl, es gebe nur einen wahren Batman und Robin. Fünf Jahre später tauchen vier andere Nachahmer auf: der Musketeer aus Frankreich, der Legionary aus Italien, der Gaucho in Argentinien und der Ranger aus Australien. Batman lädt sie alle nach Gotham ein, um ihnen Nachhilfe zu geben. Dabei sehen wir auch Knight & Squire wieder, die sich mittlerweile praktischere Kostüme zugelegt haben, verschwunden sind die klobigen Rüstungen, die Gesichter liegen frei, leider aber hantieren sie immer noch mit Lanzen und fahren auf motorisierten Pferden, während Gaucho und Ranger tatsächlich reiten.

Wie dem auch sei: Während alle neue Tricks vom Original lernen, nutzt die Bande um den Gangster Cardine die Chance, um Verbrechen zu begehen. Diesmal ist es Batman, der sich nicht sehr geschickt anstellt. Während des Einsatzes stirbt er sogar bei einer Explosion. Als aber die restlichen „Batmen“ Cardine hinterherjagen, erweist sich der Legionary als Schurke – und Batman springt im rechten Augenblick quicklebendig hervor, um den Fall aufzuklären. Und wieder herrscht die Einsicht: Es gibt nur einen echten Batman.

In World’s Finest treffen die Batmen aller Länder wieder auf ihr Vorbild – und auf Superman. John Mayhew lässt sie alle nach Metropolis rufen. Der reiche Philanthrop hat den Helden zu Ehren für viel Geld einen Club of Heroes errichtet, samt aufwendiger Innendekoration. Jetzt muss nur noch ein Vorsitzender gewählt werden – der, der die größte Heldentat vollbringt. Aber keiner hat so richtig Lust auf den Job: Superman schlägt Batman vor, Batman schlägt Superman vor, die anderen sind für einen der beiden (und sie spielen hier auch kaum eine Rolle).

Doch Superman kommt nicht zum Zuge. Er bekommt unerklärte Schwächeanfälle, die ihn ohnmächtig werden lassen. Dann taucht ein neuer Held namens Lightning-Man auf, um das Schlimmste zu verhindern. Am Ende stellt sich heraus: Ein Brocken Kryptonit in der Erdumlaufbahn hat Superman ausgeknockt und ihn in Momenten geistiger Umnachtung die Identität von Lightning Man annehmen lassen. In ebendiesem Zustand war Superman in der Lage, sich aus einer Gardine ein neues Kostüm zu schneidern – und so wird Superman dank seiner Taten zum Vorsitzenden des Clubs.

Was dieser Club eigentlich soll, um den niemand gebeten hat, und wer dieser Mayhew ist und was er will, danach fragt niemand. Außer Grant Morrison. 50 Jahre später hat sich der Autor von diesen Geschichten zu seinen Storylines The Black Glove und Batman Incorporated inspirieren lassen. Die neuen Versionen von Knight and Squire bekamen 2010 ihre eigene sechsteilige Mini-Serie.

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Wie Tim Drake zu Robin wurde

DC Comics

Titel: Robin Vol. 1: Reborn

Autor/Zeichner: Chuck Dixon, Alan Grant/Norm Breyfogle, Tom Lyle

Erschienen: 1990 (Detective Comics #618-621, Batman #455-457, Robin #1-5), Paperback 2015


„I’m not sure I have what it takes. I’m not street tough.“ (Tim Drake)

Tim Drake hat bereits in A Lonely Place of Dying (genauer: Batman #442, 1989) das Robin-Kostüm getragen. Allerdings noch ohne Batmans Segen. Bis es offiziell wird, muss er noch ein Jahr warten. Wie es dazu kommt, davon erzählt die erste Hälfte des ersten Robin-Paperbacks Reborn.

Damit Robin komplett ist, braucht er aber nicht nur Training und ein Kostüm, sondern auch Drama, um nicht zu sagen: eine Tragödie. Die tritt ein, als der Voodoo-Priester Obeah Man seine Eltern nach Haiti entführen lässt. Obwohl Batman die Mühe nicht scheut, der Spur in die Karibik zu folgen, kann er nicht verhindern, dass [ACHTUNG: SPOILER!!!] ein Elternteil stirbt und der andere im Rollstuhl landet. Allerdings passiert diese Tragödie völlig unnötig und beiläufig, als das Schlimmste schon vorbei zu sein scheint …

Parallel dazu beweist sich Tim Drake erneut als Computer-Crack, indem er Anarky ausfindig macht und im Zweikampf besiegt. Doch zu Robin wird er erst, als kurz vor Weihnachten beliebige Menschen in Gotham Totenkopfmasken anziehen und Amok laufen. Dahinter steckt Scarecrow. Batman begibt sich in eine Todesfalle und Robin muss sich über Batmans Befehl hinwegsetzen, ihm nicht zu folgen. Das ist das eigentliche Initiationsritual. Batman erteilt Robin Hausarrest und Robin rettet ihm den Hintern, weil er ungehorsam ist. Eine alte Tradition.

Es sind typische Batman-Geschichten im Stil der Zeit. Solide erzählt und gezeichnet, mit ausreichend Platz (bzw. Zeit) für den Ausbau der Figurenkonflikte. Sie erfüllen ihren Zweck, aber sind nichts Besonderes, was im Gedächtnis bleibt. Das Beste ist daran, dass sie Robins Erscheinung bis zuletzt aufspart, das hält die Spannung aufrecht. Tim verdient sich seine Sporen ohne das Kostüm – und das macht ihn erst würdig, das Erbe als Robin III anzutreten.

Im zweiten Teil des Paperbacks ist die erste Robin-Mini-Serie enthalten. Tim Drake fliegt nach Paris, um sich von einem alten Meister in Kampfkunst ausbilden zu lassen. Doch schon nach drei Wochen wird er abgelenkt durch einen Vorfall: Über eine junge Frau gerät er an eine Straßengang, er wird zu Robin und entdeckt, dass dahinter ein Schurke namens Sir Edmund Dorrance steckt, der Hong Kong mit der Pest verseuchen will. Robins Ausbildung geht von Training direkt zum Praxistest des Ernstfalls über.

Robin verbündet sich mit Shiva und einem ehemaligen DEA-Agenten, die beide Rache an Dorrance nehmen wollen. Es beginnt eine Verfolgungsjagd um die halbe Welt, zwischendurch bekommt Robin in kleinen Trainingseinheiten von seinen Kollegen den Hintern versohlt. Robin wählt im Laufe der Reise Steinschleuder und Stab als seine Waffen und schwört explizit dem Töten ab.

Immer wieder beweist Tim jedoch, dass er vor allem genug Grips hat, um den Job zu erfüllen. Mit pfiffigen Tricks schafft er es, seine Gegner zu besiegen, während andere scheitern. Seine Ausbildung dauert zwar nur kurz, aber dafür sehen wir Tim beim Reifen zu. Er will sich beweisen, sich für würdig erweisen, aber immer wieder plagen ihn Selbstzweifel. Nur mit der Trauer scheint er es nicht so zu haben. Der Tod seiner Mutter scheint relativ schnell verkraftet zu sein. Vielleicht liegt es ja an der Robin-Therapie – die war schon immer gut dafür, über tragische Ereignisse hinwegzukommen.

Auch dieser zweite Teil macht den Band nicht wirklich zu einem Muss, vieles läuft nach Schema F, aber das immerhin kurzweilig. Wer sich für die Figur interessiert, macht hier nichts verkehrt, denn auch die durchgehend klaren Zeichnungen von Tom Lyle dürften niemanden verschrecken.

>> Liste der Robin-Comics

Immer die passende Garderobe

DC Comics

Titel: The Strange Costumes of Batman

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Dick Sprang

Erschienen: 1950 (Detective Comics #165)


Batman ist nicht Superman – er hat keine Superkräfte. Und trotzdem kann er alles. Seine Superkraft ist, reich zu sein, also über die Mittel zu verfügen, seine menschliche Unzulänglichkeit zu kompensieren. Also hat er nicht nur allerlei Gerätschaften und Zubehör, sondern auch einen passenden Anzug. Doch eigentlich nicht nur einen, sondern viele verschiedene Anzüge – für jeden Anlass einen.

Ein weißes Kostüm, um im Schnee unsichtbar zu werden, ein goldfarbenes, ein zusammenfaltbares aus Zellophan, einen Weltraumanzug und einen, der im Dunkeln leuchtet (um einen besonders abergläubigen Schurken zu ängstigen, das Gegenteil vom ursprünglichen Gedanken, sich wie eine Fledermaus zu kleiden, aber mit dem selben Zweck).

Diese Story ist all den Anzügen gewidmet – und es kommen noch mehr zum Einsatz. Eine Räuberbande um Dr. Robert Darcy beschäftigt das Dynamische Duo. Dabei erweist sich zunächst der feuerfeste Standard-Anzug als nützlich, dann der Wingsuit und ein Taucheranzug (ein ähnlicher kam schon mal gegen Two-Face vor). Batman zeigt dabei auch seine besondere Fähigkeit, immer den passenden Anzug für den jeweiligen Anlass zu tragen – ein bemerkenswerter Instinkt. Der verlässt ihn leider, als er in den Kofferraum der Gangster steigt. Die entdecken seine Spuren und schießen ein paar Löcher ins Heck des Wagens. Batman überlebt schwerverletzt, schuss-sicher war der Anzug wohl nicht …

Da der Held sich ausruhen muss, steigt Robin in den mysteriösesten aller Batsuits, den absoluten Notfallplan: einen Anzug, der ihn wie Batman aussehen lässt. Überzeugt sind die Diebe nicht: Sie halten ihn für Fake. Am Ende kann der falsche Batman ihnen mit einem Laster genug Angst einjagen, dass sie sich ergeben. Warum aber sind die Gauner misstrauisch geworden? Vielleicht weil auf dem Anzug statt einer Fledermaus ein schwarzer Vogel mit roter Brust zu sehen ist? An der Tarnung muss Batman noch arbeiten …

Aber diese Kostüm-Story ist nur die erste von vielen. In den nächsten Wochen werde ich einige der kuriosesten Outfits vorstellen, die Batman in den 50ern und 60ern getragen hat. Manche davon sind auch keine Anzüge, sondern ganz neue Batman-Inkarnationen.

>> Batman in den 50ern

Eingeholt von der Zeit: Batmans allererster Einsatz

Titel: Batman’s First Case

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1959 (Detective Comics #265)


„Easy Robin — I’ve killed time before — but I’m not going to let time kill me!“

Im Gotham City Park wird eine neue Uhr eingeweiht, getragen von einer Batman-Statue in Übergröße. Doch kaum ist das Tuch gelüftet, ist auf dem Ziffernblatt eine Drohung zu lesen: Um 3 Uhr soll Batman zerstört werden. Kurz darauf zerbricht die Statue und der Übeltäter offenbart sich: The Clock – ein alter Bekannter.

The Clock zerstört Batmans Uhrenstatue

Batman erinnert sich an seinen allerersten Fall: Als er sich gerade das Kostüm angezogen hatte, verfolgte er einen Dieb namens Kyle, ließ sich zweimal von ihm übertölpeln, bevor er ihn in einem Glaswerk mit einem Spiegel austrickste und zur Strecke brachte. Nun holt Batman die Vergangenheit ein, denn Kyle will sich als The Clock an ihm rächen. „Because Batman made me do time in prison!“

Die Verfolgung beginnt thematisch passend in einer Uhren-Manufaktur. Dort erweist sich The Clock als besonders perfide: Weil er weiß, dass Uhrwerke empfindlich auf Säure reagieren, bewirft er sie mit – Orangenschalen. Und dann klaut dieser Unmensch noch einen Sack voll Schrauben, bevor er abhaut. Auf Profit kommt es ihm offenbar nicht wirklich an.

Als Indiz lässt er seine Armbanduhr zurück. Batman untersucht das Ding unterm Mikroskop, entdeckt Mehlspuren und Robin zieht den richtigen Schluss, dass der Gauner sich in einer alten Mühle versteckt. (Naheliegender wäre, dass Kyle vorher Kuchen gebacken hat, aber sei’s drum. Es gehört nun mal dazu, dass irgendwelche Spuren von irgendwas immer eindeutig zum Geheimversteck des Schurken führen.)

In der Mühle knockt The Clock Batman und Robin mit Mehlsäcken aus und fesselt sie unter einer Zeitbombe. Sie befreien sich (dank dem gesprungenen Glas einer Uhr) und es kommt zum Showdown auf einem Riesenuhrwerk – ganz im Stil des Zeitgeistes.

Der Uhren-Schurke wird für Batman Anlass zu einer Zeitreise: Denn in dieser Ausgabe wird auf einer Seite erneut Batmans Entstehungsgeschichte nacherzählt. Danach wird Batman als Anfänger dargestellt, der zwar Fehler macht, aber schon die nötigen Fähigkeiten hat, um den gewieften Dieb zu fassen. So eskapistisch das Silver Age scheint, geschichtsvergessen ist es nicht, denn gerade in den 50ern erfahren wir immer mehr über Batmans Vergangenheit (z.B. dass sein Vater, Thomas Wayne, der erste Batman war und Bruce als Robin anfing).

Ein ähnlicher Schurke, der Clock King, taucht auch in der Batman ’66-Serie auf (S02E11-12), unter dem gleichen Namen gibt es auch einen in Batman: The Animated Series (S01E25), allerdings sind das ganz andere Geschichten, die ich bei anderer Gelegenheit erzählen will.

>> Batman in den 50ern