Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Superman gegen Flash: Das zweite Rennen

Titel: The Race to the End of the Universe

Autor/Zeichner: E. Nelson Bridwell/Ross Andru

Erschienen: 1967 (The Flash #175), Paperback 2005 (Superman vs Flash), dt. Panini 2006


Das erste Rennen endete mit einem Unentschieden. Jetzt wollen wir es aber wirklich wissen: Wer ist schneller: Superman oder Flash? Auf dem Cover sieht es schlecht aus für den roten Blitz, aber das will ja nichts heißen. Doch zunächst: Wie kommt es überhaupt zum zweiten Rennen? Das geschieht nicht freiwillig.

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Riddler bestraft die Bösen

Titel: Detective Comics Vol. 4: Riddle Me This

Autorin/Zeichner: Mariko Tamaki/Ivan Reis u.a.

Erschienen: 2022 (Detective Comics #1059-1061), Hardcover 2023


Die Richterin Caroline Donovan entdeckt bei sich im Büro eine Bombe mit Fernzünder. Sie kommt mit dem Schrecken davon, Batman holt die Bombe raus. Daraufhin nimmt Bruce Wayne Anteil an ihr, besucht sie im Krankenhaus – bald darauf datet er sie. Aber wer weiß, wie so was in der Regel läuft, weiß, dass es nicht von Dauer sein wird.

Bald darauf findet Batman die Schuldige – und sie stellt sich ihm ganz ohne Gegenwehr. Dann bricht ein tödliches grünes Gas in der Bank of Gotham aus. Der Tatverdächtige bringt sich daraufhin um. Dahinter steckt der Riddler, der neuerdings eine eigene Livesendung hat. Es folgen weitere Straftaten, die von Unschuldigen begangen werden. Doch die sind nur scheinbar unschuldig …

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Superman gegen Flash: Das erste Rennen

Titel: Superman’s Race With the Flash!

Autor/Zeichner: Jim Shooter/Curt Swan

Erschienen: 1967 (Superman #199), Paperback 2005 (Superman vs Flash), dt. Panini 2006


Wer ist eigentlich schneller: Superman oder Flash? Eine schwierige Frage. Einerseits: Niemand rennt schneller als der rote Blitz, das ist sein Alleinstellungsmerkmal. Andererseits: Superman kann alles am besten, auch wenn er gar nicht rennen muss, denn er fliegt meistens. Aber muss er denn in allem der Beste sein? Kann zumindest nicht ein Kollege ihm in einer Sache überlegen sein?

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Failsafe: Batman muss sterben!

Titel: Failsafe

Autor/Zeichner: Chip Zdarsky/Jorge Jimenez

Erschienen: 2022 (Batman #125-130), Hardcover 2023 (Batman Vol. 1)


Der Pinguin macht Jagd auf die Reichen. Also eigentlich nur die, die nichts für ihre Millionen getan haben als zu erben. (Er hält sich selbst für einen Selfmademan.) Bruce Wayne ist kein Ziel, denn er ist ja seit einer Weile mittellos, aber als Batman fühlt er sich dann doch verpflichtet, dem Geldadel zu helfen, denn Reich oder nicht: Mord wird nicht geduldet. Schließlich landet der Pinguin im Krankenhaus, vergiftet sich selbst und lässt es so aussehen, als ob Batman ihn ermordet hätte.

Kurz darauf taucht ein Roboter mit spitzen Ohren auf, um Batman umzubringen. Sein Name: Failsafe, eine Erfindung, die Batman Einhalt gebieten soll, für den Fall, er schlägt über die Stränge. (In dem Fall: Er tötet scheinbar.) Gebaut hat ihn der Batman von Zur-En-Arrh, Batmans mentales Notfallprogramm aus dem Unterbewusstsein. Das Notfallprogramm hat also ein eigenes Notfallprogramm – ein Paranoiker wie Batman geht also stets auf Nummer extrasicher. Allerdings hat er dem Killer-Roboter, der alle Tricks beherrscht, weder kritisches Bewusstsein noch Detektivgespür noch höhere Moral eingebaut, denn Failsafe urteilt nur auf Verdacht hin und errrichtet in Gotham eine Schreckensherrschaft.

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Batman trifft den ersten Flash

Titel: Batman & The Flash: American Samuroids

Autor/Zeichner: Mark Waid/Jerry Ordway

Erschienen: 2008 (The Brave and the Bold #13)


Batman und Barry Allen (Flash II) – das haben wir jetzt rauf und runter gehabt. Aber mit dem ersten Flash, Jay Garrick, hatte Batman bisher kaum was zu tun gehabt. Zwar sind beide Golden-Age-Veteranen, aber anfangs noch in verschiedenen Verlagen (Detectice Comics und All American Publications) und Jays Abenteuer wurden 1951 eingestellt, bevor er 1956 von Barry Allen ersetzt wurde. Außerdem waren Crossover im Golden Age (zumindest bei DC) nicht üblich. Erst 2008 wurde das nachgeholt, in einer Neuauflage der Team-up-Serie The Brave and the Bold.

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One Bad Day: Ra’s al Ghul rettet die Welt

DC Comics

Titel: Batman: One Bad Day – Ra’s al Ghul

Autor/Zeichner: Tom Taylor/Ivan Reis

Erschienen: 2023 (One-shot)


Ra’s al Ghul ist der Schurke der Stunde. Es gibt keinen von Batmans Gegnern, der die drängendsten Probleme dieser Welt so radikal angeht. Er ist daher auch kein richtiger Schurke, sondern eine Art Antiheld: Er tötet, aber für einen guten Zweck, das Überleben des Ökosystems Erde. Während sich in der Realität Leute über harmlose „Klimakleber“ aufregen, macht Ra’s Nägel mit Köpfen. Das ist kein Aktivismus mehr, das ist eine Rettungsmission. Was nicht heißt, dass seine Methoden gutzuheißen sind, aber es steckt eine Brisanz darin, der man sich nicht entziehen kann.

Ra’s al Ghul hat schon vor über 50 Jahren die Welt retten wollen. Damals wollte er noch die Menschheit dezimieren. Da das mehrmals nicht geklappt hat, hat er sich weiterentwickelt. Statt Völkermord ist es nur noch Serienmord: Er will die 27 größten Umweltsünder eliminieren, um sie durch Menschen zu ersetzen, die ihre Firmen umweltfreundlich führen. Alles ist perfekt geplant und wird auch elegant und fast spurlos durchgeführt, aber eben nur fast. Denn die ganzen Todesfälle von Firmenchefs und Milliardären fallen ziemlich auf, sodass Batman dem Einhalt zu gebieten versucht.

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Batman und Flash tauschen Schurken

Titel: Batman & the Flash: Trade Heroes and Win

Autor/Zeichner: Mike W. Barr/Carmine Infantino

Erschienen: 1983 (The Brave and the Bold #194), Hardcover 2021 (Batman in The Brave and the Bold Omnibus Vol. 2)


Zwei drittklassige Versagerschurken werden auf eine karibische Insel eingeladen: Doctor Double X und Rainbow Raider. Ersterer hat zweimal gegen Batman verloren (1958 und 1963), letzterer gegen Flash (1980 und 1981). Nun will ihnen eine junge Frau namens Andrea Wye (angeblich Professorin) weismachen, das habe alles mit einem falschen Mindset zu tun gehabt. Erst das negative Denken, das bereits vom Scheitern ausging, habe zum Scheitern geführt. Professorin Wye hat eine Methode entwickelt, wie man diese Einstellung überwindet und sein wahres Potenzial freisetzt: „Be all the person you can be!“, lautet der Titel ihres Buches. Und so trichtert sie den beiden Losern ein, dass sie endlich an sich glauben sollen.

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Lonely City: Die Katze ist aus dem Sack

Titel: Catwoman: Lonely City

Autor/Zeichner: Cliff Chiang

Erschienen: 2021-2022 (Miniserie #1-4), Hardcover 2022; dt. Panini 2022 (2 Bde.)


Nach einem Joker-Massaker in der „Fool’s Night“ sind viele Menschen in Gotham gestorben, darunter auch Batman. Selina Kyle (Catwoman) kam ins Gefängnis. Zehn Jahre später wird sie freigelassen. Sie ist mittellos und sucht Arbeit. Doch Gotham macht es ihr nicht leicht. Bürgermeister Harvey Dent (Two-Face) führt einen harten Polizeistaat mit einer Null-Toleranz-Politik gegenüber dem Verbrechen und Vigilanten, Polizisten mit Batman-Helmen gängeln die Bürger wegen Nichtigkeiten, und rassistisch ist das System auch. Arme Menschen werden vertrieben, während für die Reichen teurer Wohnraum gebaut wird. Barbara Gordon tritt bei der Wahl als Dents Gegenkandidatin an, um die Stadt wieder humaner zu machen.

Die alte Selina, die nicht mehr die Fitteste ist, schart Verbündete um sich wie Killer Croc und Edward Nygma (Riddler) und Poison Ivy, um in die schwer bewachte und geschützte Bathöhle einzubrechen und ein letztes Geheimnis zu lüften, nämlich Batmans letzte Worte: Wer oder was ist Orpheus?

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Captain Marvel gegen die Erderwärmung

Titel: Captain Marvel Battles the World

Autor/Zeichner: Otto Binder/C.C. Beck

Erschienen: 1953 (Captain Marvel Adventures #148), enthalten in Shazam!: A Celebration of 75 Years (2015)


Die Erde leidet unter der Erdölförderung. (DC Comics)

Vor 70 Jahren erschien eine kleine, harmlose Comicstory mit einer verrückten Idee: Captain Marvel (heute „Shazam“) kämpft gegen die Welt. Gemeint ist: der Planet Erde, der hier eine eigene Persönlichkeit erhält und seine Geschichte erzählt. Die Erde wird geplagt von den Menschen, die nach Öl bohren und ihr damit weh tun, denn die ganzen Löcher dringen in ihre Haut. Der Planet rächt sich, indem er die Wolken verschwinden lässt. Dadurch scheint ungehindert die Sonne und sorgt für eine unerträgliche Hitzewelle und Dürre.

Die Erde wehrt sich mit Hitze gegen die Menschen. (DC Comics)

Auch Billy Batson gerät ziemlich ins Schwitzen, verwandelt sich in Captain Marvel, um einen Hydranten kaputtzutreten und die Menschen auf der Straße abzukühlen. Ein Schraubenschlüssel hätte es auch getan, aber irgendwie muss man seine Superkräfte dienstbar machen. Doch diese punktuelle Lösung reicht natürlich nicht. „Holy Moley!“, sagt sich Cap. „This is the opposite of the ice age earth had long ago! This is a horrible heat age!“

Ein Comic zur Klimakrise

Und plötzlich scheint die Geschichte nicht mehr im Jahr 1953 zu spielen, sondern 2023, denn genau das ist es, was derzeit schleichend passiert. Während die Menschen Öl, Kohle und Gas verbrennen, heizt sich das Klima auf, wir steuern auf eine globale Katastrophe zu, die unsere Lebensgrundlage zerstört. Wir haben es mit einem übermächtigen „Gegner“ zu tun, mit dem man nicht verhandeln kann – allerdings ein Gegner, der es eigentlich gut mit uns meint. Also kämpfen wir eigentlich gegen uns selbst.

Dafür hat man Superkräfte: Captain Marvel sorgt für Abkühlung. (DC Comics)

Captain Marvel kommt noch nicht auf die Idee, dass die Ursache beim Menschen liegt. Erdöl ist in den 50ern noch unverdächtig und Symbol des wachsenden Wohlstands. Doch auch er sieht, dass er diesen scheinbaren Gegner nicht wie einen Schurken behandeln und einfach kaputtprügeln kann. Also versucht er sich darin, das Wetter zu beeinflussen. Er holt einen Asteroiden aus dem All und erschafft aus dem Eis Wolken. Die Hitzewelle ist vorüber. Die Erde rächt sich, indem sie Eisberge gegeneinander knallen lässt, dadurch entstehen Vibrationen, die Häuser zum Einsturz bringen. Captain Marvel steckt ein Kissen zwischen die Eisberge – Problem gelöst. Dann fährt die Erde das schwerste Geschütz auf: Sie löst Südamerika aus ihren Angeln und versucht, den Kontinent gegen Nordamerika prallen zu lassen. Unser Held kann auch das mit Muskelkraft verhindern.

Captain Marvel Battles the World

DC Comics

Schließlich rast ein riesiger Komet auf die Erde zu. Cap besorgt sich einen Klumpen Plutonium und lässt mit dieser improvisierten Atombombe den Kometen explodieren, bevor er aufschlagen kann. Der Mond redet der Erde daraufhin ins Gewissen: Schämst du dich nicht? Sie könne froh um die Menschen sein. Er selbst beneide sie darum. Ja, sagt die Erde. Immerhin seien sie unterhaltsam zu beobachten.

Die Erde ist schließlich in doppelter Hinsicht befriedet. Sie lässt die Menschen munter weiter nach Öl bohren … Doch am Ende regt der Planet sich auf, weil Billy ihn öffentlich „Mother Earth“ nennt. Das bringt ihn am meisten zum Kochen, weil er sich offenbar für einen Mann hält. Damit kriegt die Story sogar noch einen Spin in Richtung Genderdebatte – zeitgemäßer kann ein Comic aus dem Golden Age kaum sein.

>> Shazam/Captain-Marvel-Comics

Batman und Flash tanzen in der Disco des Todes

Titel: Batman & The Flash: Disco of Death

Autor/Zeichner: Bob Haney/Jim Aparo

Erschienen: 1979 (The Brave and the Bold #151), erschienen in Batman: The Brave and the Bold: The Bronze Age Omnibus Vol. 2


Zwei junge Frauen sind auf unerklärte Weise gestorben, nachdem sie die Disco verlassen haben. Batman bestellt Barry Allen und seine Frau Iris West nach Gotham ein. Sie schmeißen sich in Schale und mischen sich unters Tanzvolk im Stardust. Bruce Wayne trägt nicht nur einen stilechten weißen Anzug mit Schlaghose, sondern macht auch auf dem Dancefloor einen auf John Travolta, während so passender- wie makabererweise „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees aus den Lautsprechern plärrt.

Im Volk tummeln sich auch einige kurios kostümierte Gestalten, darunter einer, der wie das Phantom der Oper aussieht und dann stellt sich heraus, dass die Frau, mit der er getanzt hat, kurz darauf ins Koma fällt. Und tatsächlich verfolgt die schaurige Gestalt das Ziel, Frauen in den Tod zu tanzen.

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