Robin

Jokers Schlag unter die Gürtellinie

Jokers Gürtel kommt bei Frauen gut an.

Titel: The Joker is Wild/Batman is Riled (dt. Die Demaskierung)

Drehbuch: Robert Dozier

Erschienen: 1966 (Batman S01E05-06)


„Sometimes I think people expect too much of us, Batman. (…) We’re only human. We only have so much to give.“ (Robin)

Wer hätte das gedacht, dass der Joker einmal Baseball spielt? Dank der modernen Rehabilitationsmethoden im Knast von Gotham ist es möglich: Der Joker wirft Bälle – und der Batter erwischt keinen einzigen. Als er doch mal trifft, explodiert der Ball und hinter einer Rauchwolke wird der Joker von einer Plattform mit riesiger Sprungfeder aus den Knastmauern befreit. Er hinterlässt eine mysteriöse Büste … Ein Hinweis?

Ratlose Polizei: Jokers Büste

Aber warum sollte der Joker einen Hinweis hinterlassen?, fragt Commissioner Gordon. Batman liefert die tiefenpsychologische Antwort: Es geschehe unfreiwillig. Schurken prahlen gerne und geben so etwas über sich preis. Gut für Batman und Robin, denn so können sie wild drauflos knobeln und sich in das nächste Abenteuer stürzen.

Joker mit Ebenbild

Der Hinweis führt sie in ein Museum, wo die größten Komiker als Statuen ausgestellt werden. Der Joker könnte sich rächen, weil er nicht darunter ist. Als sie doch eine Statue von ihm finden, bricht daraus der leibhaftige Clown Prince of Crime hervor und macht sich daran, Juwelen zu stehlen. Als das Dynamische Duo dazwischenkommt, haut Joker ab.

Robin untersucht Jokers Puppe

Als nächstes kracht eine Clowns-Puppe ins Fenster des Commissioners. Niemand macht sich die Mühe, mal aus dem Fenster zu schauen, wer sie geworfen haben könnte. Niemand ruft: Haltet den Sachbeschädiger! Bruce Wayne, der gerade zufällig dabei ist, fragt, ob er die Puppe als Andenken mitnehmen könne. Klar, warum nicht? Und schon wandert das Beweisstück in Privatbesitz. (Kein Wunder, dass die Polizei vom Gotham nichts taugt.)

Joker als Pagliacci

Doch das ist nur der Beginn einer Verbrechensserie in Gotham, die Batman und Robin zur Verzweiflung treibt. Wir sehen Joker als Sänger in einer Pagliacci-Oper, beinahe wird Batman demaskiert, wir sehen ihn eine Nachrichtensendung kapern, er tauscht Batmans Gürtel gegen einen eigenen, aus dem Luftschlangen springen – das geht zu weit, für Batman ein Schlag unter die Gürtellinie. Schließlich, bei einer Bootstaufe, geht der Joker sogar noch weiter. Er nimmt Batman und Robin gefangen und will sie öffentlich hinrichten lassen (an einer Demaskierung scheint er das Interesse verloren zu haben). Doch da überraschen ihn die Helden mit einem Trick …

Der Joker, dargestellt von einem unrasierten Cesar Romero, ist – wie der Riddler – ein Clown, der so ziemlich alles irre komisch findet und seiner Laune stets lauten Ausdruck verleiht. Aber das Gelächter ist nicht ansteckend, denn seine humorbefreiten Helfer verziehen keine Miene. Batman und Robin haben ohnehin nichts zu lachen. Sie fühlen sich machtlos und unter großen Druck gesetzt – auch öffentlich. Ein kleiner Junge betet für sie. Sie haben es bitter nötig …

Moral dieser Episode: Musik ist wichtig, die universelle Sprache, die die Hoffnung auf Weltfrieden nährt, sagt Bruce zu Dick. Alle Menschen werden Brüder. Halleluja – das motiviert den untalentierten Dick zum Weiterüben auf dem Klavier, auch wenn es Bruce in den Ohren wehtut.

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Batman heiratet Batwoman

DC Comics

Titel: The Marriage of Batman and Batwoman

Autor/Zeichner: Bill Finger/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1959 (Batman #122)


„A wife’s place is in the home!“ (Batman)

Bruce Wayne geht auf ein Date mit Kathy Kane, alias Batwoman. Robin bleibt allein zu Haus. Er ist eifersüchtig. Und macht sich Sorgen. Was wäre wohl, wenn Batman und Batwoman verheiratet wären? In Wayne Manor sagt Bruce noch, Heiraten käme für ihn nicht in Frage, weil er sonst Gefahr laufen würde, aufzufliegen. Das wäre das Ende von Batman. Doch als er später am Abend nach Hause kommt, sind die beiden verheiratet.

Noch in der gleichen Nacht müssen Batman und Robin zu einem Einsatz. Da Kathy als einzige nicht Bescheid weiß, findet Bruce eine Ausrede, bzw. lügt seine Ehefrau an. Doch die kommt kurz darauf im Batwoman-Kostüm hinterher. In Wayne Manor gibt’s dann erstmal eine Rüge vom Ehemann: Batman offenbart sich als Bruce und sagt ihr, eine Ehefrau habe zu Hause zu bleiben. Sie widerspricht: „A wife’s place is with her husband!“ Als Batman ihr dann von der Gefahr erzählt, dass sie seine Geheimidentität aufs Spiel setzt, sieht sie es ein. Um ganz sicherzugehen, versteckt Bruce ihr Kostüm.

So viel zum Thema Vertrauen unter Eheleuten. Aber schon beim nächsten Einsatz wird es gebrochen. Kathy kann’s nicht lassen, also schlüpft sie in eines von Batmans Kostümen. Weil aber die Maske nicht dicht sitzt, fällt sie in einem ungünstigen Moment von ihrem Gesicht, die Gauner erkennen sie und ziehen ihre Schlüsse. Das wars! Das ist das Ende von Batman! Doch … es war alles nur Dicks Traum. Aber was ist, wenn er eines Tages wahr werden würde?

Nicht auszuhalten, wenn eine Frau den Helden um seine Heldenrolle bringen würde, um sein Hobby, das ihn mit Dick Grayson eint … Willkommen in der US-Gesellschaft der 50er.

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Pinguins perfider Plan

Pinguin heckt was aus. (Bilder: Warner Bros.)

Titel: Fine Feathered Finks/The Penguin’s a Jinx

Drehbuch: Lorenzo Semple Jr.

Erschienen: 1966 (Batman S01E03-04)


„I have great faith in our prison system.“ (Batman)

Da verstehe einer mal das US-Rechtssystem: Kurz vor seiner Entlassung aus dem Knast heckt der Pinguin wieder was aus, eine Überwachungskamera hält das Ganze fest, und trotzdem kommt er frei. Es spielt nicht einmal eine Rolle, dass er die Kamera zerstört, bevor er den ganzen Plan verrät. Der Plan bleibt undurchsichtig: Zunächst lässt er Gratis-Regenschirme verteilen, die im Juweliergeschäft Chaos stiften, doch bis auf die zivile Ordnung kommt dabei nichts abhanden. Denn der Pinguin hat eine viel tückischere Idee: Er macht Batman unwissentlich zu einem Komplizen. Indem Batman versucht, Pinguins nächsten Coup zu deduzieren, liefert er damit erst den Plan dafür.

Die Vernunft könnte sich jetzt fragen, welchen Sinn das Verbrechen macht, wenn Batman und Robin da erst recht vorbereitet auftauchen. Oder sie könnte fragen, warum man nicht einfach die Polizei in Pinguins Schirmfabrik vorbeischickt, spätestens nachdem Bruce Wayne dort fast bei lebendigem Leibe verbrannt worden wäre. Oder warum Bruce nicht gleich vom Fließband rollt, das in den Ofen führt, sondern dafür ein explodierendes Feuerzeug braucht. Oder warum trägt der Pinguin eine schwarze Augenmaske, wenn er Verbrechen begeht? Aber wir sind hier nicht im Reich der Vernunft. Hier herrscht nur der sinnfreie Spieltrieb.

Batman, Robin und der Batbrella

Der Pinguin belauscht das Dynamische Duo dank eines verwanzten Regenschirms, der in der Bathöhle untersucht wird. Batman und Robin sinnieren über einen bunten Schirm: Grün könnte für Geld oder Smaragde stehen. Aber was ist mit den anderen Farben? Könnten die für Juwelen stehen? Oder sogar für einen juwelenbesetzten Meteoriten? Aber nein: Ein Blick in die Museumspläne verrät, dass der Ort einbruchssicher ist. Also zurück zum „Bat-brella“. Der Hinweis muss in den Farben liegen. Schön seien sie, sagt Robin, „like a beautiful dawn“. Da fällt Batman etwas ein: Die schöne Schauspielerin Dawn Robbins ist gerade in der Stadt (als Bruce Wayne weiß man sowas), spielt im Film „The Mockingbird„, produziert von Ward Eagle und wohnt im Pelican Arms Hotel. Einzig möglicher Schluss: Der Pinguin will sie entführen!

Beautiful Dawn …

Batman hat natürlich einen Lageplan im Bat-Computer, auf dem er sieht, wie man da am besten einbricht. Gesagt, getan. Was nun, die Polizei verständigen?, fragt Robin. Nein, er habe mit dem Pinguin noch eine Rechnung offen, sagt Batman und kümmert sich selbst darum. Doch trotz der Batzooka glückt die Entführung dank Magneten, mit denen Batman und Robin festgehalten werden. Wieder könnte man beim Pinguin vorbeischauen und ihn einfach verhaften. Aber dann gäbe es kein Finale in Wayne Manor, wo Batman und Robin in Ritterrüstungen warten …

Batzooka im Einsatz

Trotz allem Schwachsinn enthält die Folge auch ein wenig Sozialkritik: Die schöne Dawn, die gerade für das Funboy Magazine fotografiert wird, fühlt sich nicht nur gelangweilt, sondern mehr wie eine Ware denn als ein Mensch behandelt. Als sie auf Batman trifft, den sie nicht kennt, will sie ihn zunächst in ihre Welt hineinziehen: „Could you use some publicity?“ – „Forget it!“, sagt ihr Manager. „Batman never lends himself to commercial enterprises.“ In der deutschen Synchronisation heißt es: „Batman gibt sich niemals kommerziellen Abenteuern hin.“ In den Untertiteln: „Batman lässt sich niemals kommerzialisieren.“ Doch in jeder Fassung schweigt Batman dazu. Wir wissen es besser. Und die Batmania, die die Serie auslöste, beweist das Gegenteil.

Pinguin betäubt Ritter

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Batwoman: Die Waffen einer Frau

DC Comics

Titel: The Batwoman

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1956 (Detective Comics #233), Paperback 2020 (Batman in the Fifties), Hardcover 2022 (Batman: The Silver Age Omnibus Vol. 1)


„A girl saving you? It’s ridiculous!“ (Robin)

Wer hätte das gedacht: In Gotham City gibt es ein Gesetz, das besagt, niemand dürfe ein Batman-Kostüm tragen. Gemeint ist wohl niemand anders als das Original. Und dann taucht plötzlich eine Frau auf, die eins trägt. Batman und Robin wissen gar nicht, wie ihnen geschieht. Sie wissen nur: Das geht gar nicht!

Batwoman ist in Wahrheit Kathy Kane, eine ehemalige Zirkusakrobatin und Batman-Fangirl, die von ihrem Onkel einen Haufen Geld geerbt hat und jetzt ihrem Vorbild nacheifert. Als Batwoman trägt sie ein schwarz-gelbes Kostüm mit rotem Cape und roter Maske, sie fährt Motorrad und statt eines Gürtels trägt sie eine Handtasche mit Hilfsmitteln.

Ihre Waffen sind die einer Frau: Puderdose, ein Flakon mit Tränengas, einen Handspiegel, ein Haarnetz, Armreife als Handschellen usw. Dank eines schicken Motorrads schafft sie es auch trotz High-Heels Batman und Robin zuvorzukommen, ja sogar Batman das Leben zu retten.

Trotzdem: Da das Ego der beiden Herren gekränkt ist, wollen sie sie stoppen. Wenn die Frau bisher erfolgreich war, dann nur weil sie Glück hatte, findet Batman. Er müsse sie unbedingt vor weiteren Gefahren bewahren. Mit anderen Worten: Wir müssen wieder den Status quo des Patriarchats wieder herstellen.

Doch Batwoman droht: Wenn Batman sie auffliegen lässt, lässt sie ihn auffliegen. Batman geht das Risiko ein. Schließlich kommt es zu einer Verfolgungsjagd in einem Nachtclub (Thema: Weltall), bei der Batman und Batwoman miteinander konkurrieren und sich gegenseitig retten. Batwoman bekommt Gelegenheit, Batman zu demaskieren, aber verzichtet darauf. Zu dritt nehmen sie später eine Bande hoch und belehren einen Gauner, der die Frau nicht für voll nimmt, eines Besseren.

Das Dynamische Duo findet heraus, dass Batwoman Kathy Kane ist, suchen sie in ihrer Höhle auf und überzeugen sie aufzuhören. Wenn Batman und Robin sie finden konnten, dann auch andere. Dass das Gleiche auch für die beiden zählt, spielt keine Rolle. Obwohl Kathy ebenfalls die beiden enttarnen könnte, gibt sie klein bei und beendet ihre Karriere als Batwoman. Natürlich nur fürs Erste – denn sie wird noch ein paar Jahre weitermachen.

Alibi-Frau und Comics-Code

Batwoman wurde eingeführt, als Batman und Robin im Verdacht standen, schwul zu sein. Der Psychiater Fredric Wertham behauptete in seinem Buch Seduction of the Innocent, dass Comics Kinder verderben würden. Daraufhin wurde nicht nur der Comics Code eingeführt, mit dem die Verlage sicherstellten, dass die Storys moralisch einwandfrei waren. Im Fall von Batman wollten die Verleger das unliebsame Gerücht zerstreuen, indem sie eine neue Frauenfigur an der Seite von Batman schufen. (Dass Batman bereits was mit Catwoman am laufen hatte, spielte keine Rolle mehr: Sie war seit zwei Jahren nicht mehr aufgetaucht und sollte noch für weitere zehn Jahre verschwinden.)

Man merkt der Story an, dass Batwoman für eine Frau in den 50ern ziemlich emanzipiert ist, aber immer noch möglichst in Schranken gehalten werden soll. Sie ist nur ein Abklatsch von Batman, ihre Gadgets sind sexistische Klischees und trotzdem hat sie ihren eigenen Kopf und lässt sich (zumindest anfangs) nichts von Batman sagen. Batman geht als der Überlegenere aus der Geschichte hervor. Doch das ist erst der Anfang. Die Zeit der Männer-WG in Wayne Manor ist vorbei. Batwoman steht am Beginn der Batman-Familie …

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Riddler reitet Batman rein

Titel: Hi Diddle Riddle/Smack in the Middle (dt. Rätselhafter Rätselkönig)

Drehbuch: Lorenzo Semple Jr.

Erschienen: 1966 (Batman S01E01-02)


„I shouldn’t wish to attract attention.“ (Batman)

Auf der Weltausstellung in Gotham wird im Moldawischen Pavillon ein Anschlag verübt: Beim Anschneiden einer Torte explodiert sie und gibt ein Rätsel frei. Die Polizei ist ratlos, versucht es nicht einmal, wahrscheinlich haben die Gesetzeshüter Angst, weil ihnen die Sache zu heikel ist. Dahinter steckt nämlich der Riddler. Commissioner Gordon greift sofort zum roten Telefon, das unter einer Glasglocke steht. Am anderen Ende geht Alfred ran und sagt Bruce Wayne Bescheid. Der stürzt sich daraufhin mit seinem Mündel Dick Grayson ins Abenteuer.

Das rote Telefon unter einer Käseglocke.

Ein versteckter Schalter in einer Shakespeare-Büste, eine Bücherwand offenbart zwei Stangen, die abwärts führen. Unten kommen sie verkleidet als Batman und Robin in der Bathöhle an, weiter geht es im atombetriebenen Batmobil zum Polizeihauptquartier. Nachdem sie das erste Rätsel gelöst haben, fahren sie zur Peale Kunstgallerie. Statt da die Treppe zu nehmen, klettern sie eine Wand hoch, schneiden ein Fenstergitter mit einem winzigen Laserstrahl auf, doch statt es auf die Straße zu werfen und Menschenleben zu gefährden, hängen sie es an einen Bathaken.

Bruce wälzt Bücher

Doch der Riddler legt sie rein: Was aussieht wie ein Überfall, ist nur ein Trick, um Batman verklagen zu können. Auf eine Million Dollar. Bruce Wayne studiert jedes Gesetzbuch aus seines Vaters Bibliothek, aber er sieht keinen anderen Ausweg, als sich zu stellen. Dass niemand seine wahre Identität kennt, dass er deswegen eine Maske trägt, scheint ihm nicht einzufallen. Aber Batman ist hier kein Vigilant, er erhebt sich nicht über dem Gesetz, sondern spielt nach den Regeln, (selbst das Batmobil hat ein Nummernschild, fragt sich nur, auf wen es registriert ist), er übernimmt Verantwortung, stellt sich seiner Pflicht – auch wenn es das Ende von Batman bedeutet.

Bloß keine Aufmerksamkeit erregen, Batman!

Doch zum Verfahren kommt es nicht, die Handlung nimmt eine unerwartete Wendung. Der Riddler lockt Batman in eine Falle. In einem Club bestellt sich Batman einen frisch gepressten Orangensaft und lässt sich auf einen Batusi mit einer unbekannten Schönen namens Molly ein. Nach ein paar Takten fällt er um – wegen Drogen im Saft. Robin sieht sich das Geschehen auf einem Monitor Batmobil an, weil er als Minderjähriger nicht in den Club gelassen wurde. Woher die Überwachungskameras kommen, bleibt ein Rätsel. Bevor Robin zu Hilfe eilen kann, entführt ihn der Riddler. Nur das Batmobil widersetzt sich seiner Zerstörung mit einem Feuerwerk und Feuerlöschern.

Batman rockt den Batusi

Im Geheimversteck fertigt der Riddler eine Maske an, indem er einen Abdruck von Robins Gesicht macht (seltsamerweise ohne dabei Robins Maske abzunehmen), die schöne Molly zieht sie sich über und will Batman täuschen – aber da hat sie sich getäuscht. Kaum ist sie mit Batman in der Bathöhle, richtet sie eine Waffe auf ihn, da hat Batman das Spiel längst durchschaut. Molly stirbt einen sinnlosen Tod im Atomreaktor der Höhle.

Am Ende schließt sich der Kreis auf der Weltausstellung: Die Moldawier stellen ihr berühmtes ausgestopftes Mammut vor, das mit Edelsteinen verstehen und mit Briefmarken gefüllt ist (warum Briefmarken?). An besondere Sicherheitsmaßnahmen denkt auch nach dem Attentat niemand. Nachdem der Riddler die Gesellschaft mit Lachgas ausgeschaltet hat, springen Batman und Robin mit Gasmasken aus dem Bauch des trojanischen Mammuts, vermöbeln alle Schurken und der Riddler verschwindet in einer Explosion. Da er nicht vor Gericht erscheint, wird die Anklage fallengelassen.

Das erste Batman-Abenteuer der Serie steigt ohne große Erklärungen ein. Batman ist längst etabliert und bekannt, sowohl von der Polizei als auch vom Volk. Wir erfahren, dass Bruce Waynes Eltern ermordet wurden, aber warum ein junger Mann ihn begleitet, bleibt genauso unerklärt wie was wie alte Frau, Aunt Harriet, in Wayne Manor soll, vor der sich die beiden fürchten müssen, aufzufliegen. Die Zuschauer haben Batman kaum kennengelernt, schon droht alles zerstört zu werden. Kaum ist Robin eingeführt, gibt es schon einen falschen Robin, der eigentlich eine Frau ist. Wenn man bedenkt, dass in den 50ern die Comic-Autoren Batwoman und Batgirl eingeführt haben, um Batman und Robin über den Verdacht erhaben zu machen, kein schwules Pärchen zu sein, wirkt dieses Crossdressing seltsam zweideutig …

Der geheime Star der ersten zwei Folgen ist jedoch der Batarang. Der fliegt in so kuriosen Bögen, dass er jegliche physikalischen Gesetze auszuschalten scheint. Er dürfte damit das Dingsymbol für den weiteren Verlauf der Serie darstellen. Es bleibt … bizarr.

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Die Batman-66-Formel

Eine unerhörte Begebenheit im Gotham City, dazu ein Hinweis, ein Rätsel. Dann Schnitt ins Büro von Commissioner Gordon: Wer könnte dahinterstecken? Meist eine rhetorische Frage, denn der Hinweis ist so deutlich wie eine Leuchtreklame. Dann noch eine rhetorische Frage: Wer traut sich, es mit dem Schurken aufzunehmen? Doch die Polizei von Gotham besteht nur aus Stümpern, Faulpelzen, Duckmäusern und Feiglingen, seine Leute schauen beschämt zu Boden. Also muss Gordon zu dem roten Telefon greifen, das er unter einer Glocke aufbewahrt, und Batman und Robin rufen.

Gordon, Polizei und Batphone.

Gordon weiß zwar nicht, wer dieser maskierte Vigilant und sein Helfer sind, aber er hat allen Grund, den beiden mehr zuzutrauen als seinen Leuten. Statt an die Arbeitsmoral der Beamten zu appellieren und ihre Fähigkeiten zu verbessern, verlässt er sich lieber auf die Vigilanten.

Das rote Telefon blinkt in Wayne Manor

Einen Knopfdruck leuchtet ein anderes rotes Telefon in Wayne Manor auf. Wie gut, dass zufällig Butler Alfred immer in der Nähe des Notrufs Staub wischt. Mit stoischer Gelassenheit geht er zum Telefon, nimmt ab, bittet mit gepflegtem britischen Akzent um einen Moment, holt mit der gleichen Ruhe seinen Herrn herbei.

Der beeilt sich, rennt mit seinem Mündel zum Telefon und greift zum Hörer. Doch eigentlich ist das alles unnötig, denn Bruce Wayne tut ohnehin immer dasselbe: Er zieht sich um und fährt zum Polizei-Hauptquartier. Vorher betätigt er einen geheimen Schalter in einer Shakespeare-Büste und hinter einem Bücherregal kommen zwei Stangen zum Vorschein, an denen Bruce Wayne und Dick Grayson hinunterrutschen und zu Batman und Robin werden.

Der Shakespeare-Schalter

Fertig kostümiert kommen sie in der Bathöhle an, schwingen sich ins Batmobil und brausen mit brennendem Auspuff zum Commissioner, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ein Hinweis führt zum Nächsten, bis die Schurken gefasst sind. Die Schlüsse der Deduktion sind zuverlässig weit hergeholt. Es braucht schon zwei Verrückte in bunten Kostümen und Strumpfhosen, um noch verrücktere Verbrecher zu fassen.

Batpoles

Der Schurke hat immer eine Reihe williger, uniformierter Komplizen. Mit denen findet spätestens im Finale eine Prügelei statt, die von eingeblendeten Interjektionen begleitet werden. Und es gibt immer eine attraktive Komplizin, die Batman und Robin irgendwie reinlegt oder gar verführt – und sich am Ende kampflos ergibt. Das Schöne ist wie schon im Garten Eden stets das verlockende Böse. Aber nicht unbedingt hoffnungslos. Batman ist unerschütterlich davon überzeugt, dass man Gauner rehabilitieren kann – auch wenn die Methoden der Justiz höchst fragwürdig sind. Der Knast ist lasch und die Richter noch lascher, sonst würden Joker, Riddler und Pinguin nicht alle paar Wochen freikommen.

Batman und Robin gehen die Wand hoch

Einmal pro Folge müssen Batman und Robin den Bat-Computer benutzen oder sonst irgendein (explizit beschriftetes) Bat-Gimmick, von dem vorher nie die Rede war. Bathöhle, Batgürtel und Batmobil sind wahre Schweizer Taschenmesser. Einmal pro Folge gehen Batman und Robin eine Wand hoch. Und genauso zuverlässig tappen sie in eine Todesfalle, aus der sie sich in letzter Sekunde irgendwie befreien können – wobei das Wie so nebensächlich ist wie das Warum für die meist aufwendige Falle. Zugegeben: Batman und Robin haben eigentlich mehr Glück als Verstand und sind damit eigentlich nicht besser als die Polizei von Gotham, aber sie triumphieren, weil sie es immerhin versuchen.

Was bedeutet das eigentlich?

Trotzdem tut Batman sehr schlau. Auch in zivil. Bruce lässt keine Gelegenheit aus, seinem Mündel Dick, dem jungen Heißsporn, jedes Mal eine wertvolle Lektion fürs Leben zu erteilen: in Musik, Kunst, Schach oder sonst irgendeiner Tugend. Und Dick sieht jeden Widerspruch sofort ein. Gleichzeitig verhalten sie sich äußerst untugendhaft, weil sie jedes Mal Dicks Tante Harriet Cooper anlügen, wenn sie sich als Batman und Robin aus dem Haus stehlen. Mal gehen sie angeblich angeln, dann Vögel beobachten. Die arme Frau ahnt nichts – und hat offenbar noch nie gefragt, was es mit dem roten Telefon auf sich hat.

Das Batmobil hat es immer eilig.

Das ist die Formel für die Fernsehserie Batman, die es zwischen 1966 und 1968 auf 120 Folgen und einen Kinofilm gebracht hat und damals eine wahre Batmania auslöste. Sie ist bunt, sie ist schrill, sie ist schräg. Sie adaptiert die Absurdität der Comics in die Welt der Menschen, und zwar so naiv und überzogen, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene ihren Spaß dran haben – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die einen nehmen’s ernst, die anderen lachen über die Parodie.

Adam West wurde das Image und die Rolle von Batman nie los, kurz vor seinem Tod hat er ihr noch seine Stimme für zwei Zeichentrickfilme geliehen (The Return of the Caped Crusaders, Batman vs. Two-Face). Bis heute erscheinen Comics im Stil von Batman ’66. Und auch Neal Heftis minimalistische wie eindringliche Batman-Main Theme ist unvergessen.

 

>> Batman 1966-1968

Ballern auf Batman

DC Comics

Titel: Outlaws (dt. Hetzjagd)

Autor/Zeichner: Doug Moench/Paul Gulacy

Erschienen: 2000 (Mini-Serie #1-3); dt. Panini 2002, Eaglemoss 2017 (DC Graphic Novel Collection)


„Er hat so viel Gutes getan. Aber hat Batman wirklich das Recht, wie ein Cop zu handeln?“ (Montoya)

Ein Politiker wird auf der Straße erschossen, Batman schnappt sich den Attentäter, aber schon bald ist klar, dass der Verdächtige nur ein Sündenbock ist. Gleichzeitig wird Batmans Medienpräsenz dazu genutzt, Stimmung gegen ihn zu machen. Eine Sondereinheit wird beauftragt, in Gotham auf Vigilantenjagd zu gehen. Und schon bald fliegen lautlos Hubschrauber durch die Skyline, die ohne Rücksicht auf Verluste wild herumballern. Nicht nur Batman ist gefährdet, auch Nightwing, Robin, Huntress und Batgirl. Commissioner Gordon hilft den Jägern nur widerwillig, denn er merkt, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht.

Als Outlaws herauskam, war Doug Moench schon seit 17 Jahren Batman-Autor. Er hatte unzählige Serienhefte, Elseworlds und andere Comics geschrieben, eigentlich war er schon kein regulärer Autor mehr. An dieser Mini-Serie merkt man, dass der Routinier Batman auserzählt hatte. Die Idee ist nicht neu, um nicht zu sagen ein alter Hut (vgl. Year One) und es leuchtet nicht ein, warum Batman plötzlich als Vigilant in Frage gestellt wird. Es gibt keinen ernstzunehmenden Anlass. Und auch keine erhellenden Antworten darauf. Obwohl hier die ganze Batman-Familie involviert ist, mutet die Story geschichtsvergessen an, als hätte Batman nicht bereits eintausendmal Gotham vor irgendwelchen Irren gerettet. Batman erscheint hier wie ein Mythos, der erst jetzt von den Medien entdeckt wird.

Story ist nicht alles, aber der Comic hat auch sonst nichts zu bieten außer Standard-Situationen, lahme Dialoge und die Zeichnungen von Paul Gulacy, bei denen mal Anatomie, mal Physiognomie steif und entgleist wirken. Ein Werk, das man lesen, aber sich ebenso gut sparen kann.

Alfred Begins

DC Comics

Titel: Here Comes Alfred!

Autor/Zeichner: Don Cameron/Bob Kane

Erschienen: 1943 (Batman #16)


„We’ve found we can get along better without servants of any kind!“ (Robin)

Der treue Butler Alfred kam erst vergleichsweise spät zu Bruce Wayne. Zu spät, um genau zu sein. Denn der Brite hatte seinem Vater Jarvis schon vor zwei Jahren am Sterbebett versprochen, in den Dienst der Familie Wayne zu treten – sein Vater hatte einst Bruce Waynes Vater gedient. Doch der Krieg erschwerte die Reise in die USA. Als er dann endlich ankommt, wird er von drei Männern überfallen, Batman und Robin retten ihn.

Kurz darauf staunen Bruce und Dick, als Alfred bei ihnen vor der Tür steht: Alfred tritt seinen Dienst als Butler an. Doch Bruce kam in den letzten Jahren auch sehr gut ohne zurecht, er will gar keinen Butler, aber Alfred ist das egal – und Bruce lässt ihn gewähren. Ganz ohne Gehaltsverhandlung, Arbeitsvertrag oder Sozialversicherungsnummer. Alfred nennt nicht einmal seinen Nachnamen (der erst Jahre später Beagle lauten wird).

Batman #16 (1943): Alfred entdeckt die Bathöhle

Bruce hat andere Sorgen: Sein Problem ist nämlich, dass Alfred sich als Amateur-Detektiv betätigt, was natürlich eine Gefahr für das Alter Ego seines Herren darstellt. Und so kommt es auch: Als die drei Gauner vom Anfang in Wayne Manor einbrechen, hauen zwei ab, Batman und Robin verfolgen sie, einer bleibt zurück. Und als sich Alfred gegen ihn wehrt, fällt der Gauner gegen einen geheimen Schalter, der den Zugang zur Bathöhle öffnet. Es ist noch nicht die Trophäenhalle, sondern nur ein unterirdischer Hangar fürs Batplane. Aber Alfred schließt sehr scharf auf die wahre Identität von Batman und Robin.

Später rettet er die beiden aus einer misslichen Lage in einem Theater, er outet sich als passionierter Schauspieler und er eröffnet den beiden Herren, dass er um ihr geheimes Hobby weiß. Allerdings lässt er sie denken, er hätte es durch einen Scharfsinn herausgefunden und nicht durch bloßen Zufall.

Alfred wird zu einem wiederkehrenden Charakter, der immer mehr in den Vordergrund rückt und schließlich auch eigene Abenteuer bekommt. Anfangs ist er noch pummelig, aber auch das ändert sich bald, so dass er schnell die Form annimmt, die man heute am besten kennt.

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Poison Ivys erster Kuss

DC Comics

Titel: Beware of — Poison Ivy

Autor/Zeichner: Robert Kanigher/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1966 (Batman #181), Paperback 2017 (Batman Arkham: Poison Ivy)


„I hate to put such a beautiful doll behind bars!“ (Batman)

Wer ist die größte, die meistgesuchte Verbrecherin? Ist es Dragon Fly, Silken Spider oder Tiger Moth? Keine der drei, findet die junge Frau mit den roten Haaren und dem grünen Anzug, die plötzlich im Gotham Art Museum auftritt und große Töne spuckt: Sie selbst sei es, Poison Ivy. Sie behauptet, so gut zu sein, dass ihre Verbrechen nicht einmal auffallen. Den Beweis bleibt sie zunächst schuldig, fordert aber die drei genannten Schurkinnen heraus. Natürlich ist das eine Falle. Aber auch Batman und Bruce Wayne sind eingeladen, weil Ivy auf beide steht und sich erst im Direktvergleich für einen von beiden entscheiden will.

Als Batman und Robin mit ihren Fallschirmen vorbeikommen, ist bereits eine Schlägerei der drei Vebrecherbanden in vollem Gange. Die drei Anführerinnen erleiden einen Elektroschock, als sie sich gleichzeitig auf eine Krone stürzen, die ihnen Ivy überreicht.

Ivy versucht, Batman dazu zu überreden, sich ihr anzuschließen – mit einem Kuss. Robin durchschaut, dass Chemie im Spiel ist und reißt Batman los. Die Schöne ist jedoch davon überzeugt, dass sie auch ohne das Hilfsmittel bekommen hätte, was sie will. Und tatsächlich: Batman schwirrt danach ganz schön der Kopf.

Und da sie sich nicht besonders geschickt anstellt, wird sie auch schnell aufgehalten. Aber die Begegnung wirkt bei Batman nach. Er wirkt betört von der jungen Frau in Grün. Es wird klar, dass das nur der Anfang einer langen Beziehung sein kann.

Auffallend an diesem ersten Auftritt von Poison Ivy ist: Sie kommt aus dem Nichts. Es gibt keine Erklärung, warum sie Verbrechen begeht und warum sie ein Pflanzenkostüm trägt; mit Pflanzen hat sie nichts zu tun. Sie hat keinen Namen, nur ein Pseudonym. Typisch ist, dass es (nach Catwoman) wieder eine Frau ist, die Batman und Robin entzweit. Schon auf dem Cover wird sie als mögliche Ursache für einen Konflikt des Dynamischen Duos eingeführt, noch bevor man etwas über sie weiß.

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Traumwelt mit Tücken

DC Comics

Titel: For the Man Who Has Everything (dt. Das Geschenk)

Autor/Zeichner: Alan Moore/Dave Gibbons

Erschienen: 1985 (Superman Annual #11), Paperback 2009 (Whatever Happened to the Man of Tomorrow?), Hardcover 2013 (Superman: A Celebration of 75 Years); dt. Panini 2010 (Paperback: Was wurde aus dem Mann von morgen?)


„It’s all wrong.“ (Kal-El)

Was schenkt man einem, der alles hat? Diese Frage stellt sich zu Supermans Geburtstag. Batman, Robin und Wonder Woman kommen am 29. Februar in die Festung der Einsamkeit, doch als sie Superman auffinden, steht er unter dem Einfluss einer außerirdischen Pflanze, die ihn in eine Wunschwelt versetzt – ein Geschenk von Mongul.

Während Wonder Woman sich mit dem Eindringling anlegt, versucht Batman, das Gewächs von Supermans Brust zu holen. Derweil ist Superman in Gedanken auf Krypton. Der Planet ist nicht explodiert, wie von Jor-El vorhergesagt. Kal-El arbeitet als Geologe und hat eine Familie. Doch Autor Alan Moore wäre nicht er selbst, wenn selbst diese Welt perfekt wäre: Politische Unruhen spalten die Gesellschaft, die einen fordern die Freilassung aller Gefangenen aus der Phantomzone, ein Kult, der wohl nicht zufällig an den Ku-Klux-Klan erinnert, strebt eine Rückkehr zu alten Werten an. Seine Cousine Kara fällt einem Überfall zum Opfer.

Superman ahnt, dass diese Welt nicht richtig sein kann. Und das ist bemerkenswert, dass die Wunschwelt so defizitär ist, dass sie sich selbst zerlegt. Der zynische Subtext der Story besagt: Kryptons Explosion ist das kleinere Übel, denn die Welt wäre ohnehin dem Untergang geweiht – durch seine Bevölkerung.

For the Man Who Has Everything gilt als eine der besten Superman-Storys. Und tatsächlich ist sie auch zurecht ein Klassiker. Alan Moore mischt die Continuity mit einer Art dystopischen Imaginary Story, er lässt seine Figuren menschlich erscheinen, er zeigt Sinn für Humor und am Ende bietet er eine gelungene Wendung. Einzig die Tatsache, dass Batman sich so fahrlässig an die Pflanze heranwagt, ohne vorauszusehen, dass sie auch von ihm Besitz ergreift, lässt ihn etwas naiv erscheinen. Aber dafür hat man ja Robin …

Der Comic wurde 2004 in der zweiten Folge der Animations-Serie Justice League Unlimited adaptiert. Einiges wurde verändert: Robin fehlt, aber auch die politischen Unruhen auf Krypton. In der Episode sind es Erdbeben, die den Planeten erschüttern und schließlich zur Explosion bringen, die Jor-El einst vorausgesagt hat. Was Mongul am Ende träumt, wird nur angedeutet, nicht gezeigt, wahrscheinlich um die Geschichte kinderfreundlicher zu machen. Dafür gibt es aber eine schöne Idee: Batman schenkt Superman zjm Geburtstag einfach einen Umschlag mit Geld …

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