Batman

Neue Comics: „Batman: City of Madness“

Im Oktober startet eine neue Miniserie, in der Autor und Zeichner Christian Ward (Aquaman Andromeda) Batman ins Genre des „cosmic horror“ befördert. In City of Madness geht es um ein Gotham, das unterhalb von Gotham existiert, ein lebendiger Albtraum, bevölkert von dunklen Abbildern, die sich von Angst und Hass ernähren. Dann öffnet sich das Portal zu dieser düsteren Region und ein böser Dunkler Ritter entkommt, der einen Robin nach seinem Bilde formen will. Batman muss mit dem Rat der Eulen (Court of Owls) zusammenarbeiten, um diesen und noch andere noch bösere Superschurken aufzuhalten.

Was irgendwie an Dark Nights: Metal (2017/2018) sowie Knight Terrors erinnert, nennt Christian Ward seinen Liebesbrief an Batman und eine Pseudo-Fortsetzung von Grant Morrisons und Dave McKeans Arkham Asylum: Serious House on Serious Earth sowie eine Hommage an Batman: Gothic. Die Cover zeigen einen Batman im Chtulhu-Look sowie Tentakeln – es darf also auch in Richtung H.P. Lovecraft gehen.

Der Dreiteiler erscheint in Prestige-Format mit je 48 Seiten unter DCs Black Label.

DC Comics

Darüber hinaus hat DC auf der San Diego Comic-Con noch ein Crossover mit Monstern angekündigt: Justice League vs. Godzilla vs. Kong. Der Titel dürfte selbsterklärend sein. Autor dieses Siebenteilers ist Brian Buccellato (The FlashInjusticeDetective Comics), die Zeichnungen stammen von Christian Duce (Batman/Fortnite: Zero Point). Am 17. Oktober soll das erste Heft erscheinen.

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Killer Croc in Batman: The Animated Series

Killer Croc gehörte nie zu den großen Schurken, durfte aber in Batman: The Animated Series schon mal mit ihnen an einem Pokertisch sitzen: Joker, Two-Face, Pinguin und Poison Ivy tauschen mit ihm Geschichten aus, wie sie beinahe Batman umgebracht haben. Crocs Story gehört zu den, sagen wir mal, weniger spektakulären, was aber das Vergnügen an der Episode nicht mindert – „Almost Got ’Im“ (Fast erwischt) gehört zu den besten der Serie. Aber wer sie kennt, weiß auch, dass dieser Auftritt eigentlich nicht zählt …

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Batman und Flash jagen einen Hacker

DC Comics

Titel: Recognized, in Flashes, and with Glory

Autor/Zeichner: Scott Peterson/Tim Levins

Erschienen: 2000 (Gotham Adventures #25)


Flash, der Angeber. Und Hummeln im Hintern hat er auch. Kann nicht mal für das Cover stillstehen, wodurch er neben Batman gleich dutzendfach zu sehen ist … Unangekündigt taucht er in Gotham auf und verhindert einen Raubüberfall auf der Straße. Kaum ist er da, ist die Pistole des Räubers weg, doch damit hat er auch eine Polizei-Aktion gestört, wie ihn Batman belehrt.

Eigentlich ist Flash nur in dessen Revier gekommen, weil in Central City jemand seit Monaten Hackerangriffe verübt – der Ursprung scheint in Gotham zu liegen. Auch hier hat es schon Stromausfälle in Schulen gegeben. Dann fahren die U-Bahnen falsch. Batman und Flash müssen Leute retten. Flash bringt jeden Fahrgast einzeln raus, Batman fragt: Warum nicht einfach die Notbremse ziehen? Wäre schneller und sicherer.

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„Superman: Space Age“: Hoffnung in der Apokalypse

Titel: Superman: Space Age

Autor/Zeichner: Mark Russell/Michael Allred

Erschienen: 2022-2023 (Miniserie #1-3), Hardcover 2023; dt. Panini 2023


„Hope is the lie we make come true.“

Es ist mal wieder Zeit für Superman. Warum? Hin und wieder erscheint ein Comic, der mich dem Urvater aller Superhelden noch mal eine Chance geben lässt. Vielleicht ist ja noch nicht alles über ihn gesagt. Und hin und wieder erscheint etwas, das der Aufmerksamkeit wert ist. Superman: Space Age ist als beste Miniserie für den Eisner Award nominiert. Also schauen wir uns das mal an.

Die Geschichte spielt vor allem zwischen den Jahren 1963 und 1985. Zwischen Kennedys Tod und der Crisis on Infite Earths. Zu Beginn entdeckt der junge Clark Kent seine Kräfte und seine Herkunft, er kommt nach Metropolis und beginnt seine Karriere – tausendmal gesehen, geschenkt. Doch auch wenn hier Lex Luthor und Brainiac auftauchen, dies ist keine gewöhnliche Superman-Story.

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Killer Croc trifft Swamp Thing

Titel: Killer Croc: Fast Train to the Wet Dark/Swamp Things

Autor/Zeichner: Doug Moench/Kelley Jones

Erschienen: 1995 (Batman #521-522), Hardcover 2014 (Batman by Doug Moench & Kelley Jones Vol. 1); dt. Dino 1997 (Batman Special #1)


Waylon Jones von Kelley Jones – was kann schöner sein, als der Meister des Horrors, der ein Monster zeichnet? Und tatsächlich wird Killer Croc hier ein Stück weit mehr zum Monster. Nicht bloß ein Mann mit einem Hautproblem, sondern ein halbes Reptil. Wie ein Tier stürzt er sich in Arkham auf sein Essen.

Da wächst ein sonderbares Kraut aus dem Boden, spuckt einen Pilz aus, Waylon verschlingt ihn und hört plötzlich eine Stimme, die ihn nach Hause ruft – ins „dunkle Nass“. Daraufhin bricht er aus Arkham aus, um es zu suchen. Weder Gitterstäbe noch Elektroschocks halten ihn auf, dieses Monster hat Hulk-Qualitäten. Auf seiner Flucht zerlegt er ein Auto.

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Neu zum Batman-Tag 2023: „Gargoyle of Gotham“

Am 16. September 2023 ist mal wieder das, was DC zum „Batman Day“ erklärt hat. Nichts, was Fans wirklich kümmern muss, für die natürlich jeder Tag ein (potenzieller) Batman-Tag ist, aber in diesem Jahr gibt es – neben etlichen Special Editions bekannter Comics – auch eine bemerkenswerte Neuerscheinung: die erste Ausgabe der Miniserie Gargoyle of Gotham von Rafael Grampá. Der Brasilianer ist uns Batman-Lesern vor allem als Zeichner von Dark Knight Returns: The Golden Child bekannt, nun schreibt und zeichnet er einen Vierteiler für DCs Black Label.

Die Story: Nachdem Batman seine Identität als Bruce Wayne aufgibt, treibt ein Serienmörder in Gotham sein Unwesen. Zunächst erscheinen die Opfer willkürlich gewählt, doch dann stellt sich heraus, dass sie nicht nur untereinander sondern auch mit Batman zusammenhängen. Der Held trifft auf eine neue Schurkenriege und muss sich mit der Natur des Bösen auseinandersetzen – auch dem Bösen in sich selbst.

Gargoyle of Gotham soll parallel im Zweimonatsrhythmus in Nordamerika, Brasilen, Spanien, Italien und auch Deutschland erscheinen. Jede Ausgabe soll 48 Seiten umfassen und 6,99 US-Dollar kosten. Daneben soll es eine „Noir“-Version in Schwarzweiß geben. Variant Cover werden von Jim Lee, David Finch, Frank Miller und Paul Pope stammen.

>> Batman bei DC Black Label

Batman vs. Robin: Sohn gegen Vater

Titel: Batman vs. Robin – Road to War/Batman vs. Robin

Autor/Zeichner: Mark Waid/Mahmud Asrar u.a.

Erschienen: 2022-2023 (Teen Titans #43-44, Teen Titans Annual #2, Detective Comics #1032-1034, Batman #106; Batman vs. Robin #1-5), Sammelbände 2022/2023


„You’re my son and I love you, but sometimes I truly don’t like you.“ (Batman)

Seit Robin (Damian Wayne) dabei zusehen musste, wie Bane Alfred ermordete (City of Bane), ist er nicht mehr derselbe. Er macht sich Vorwürfe, er ist verbittert und er sieht nicht mehr ein, warum Mord keine Lösung sein soll. Zuerst bringt den Schurken  Brother Blood um, dann will er sich an KGBeast rächen, weil dieser fast Nightwing getötet hat. Damit bringt er nicht nur die Unterwelt und die Teen Titans gegen sich auf, sondern auch Batman. (Deathstroke mischt auch mit.)

Doch Damian gibt sich uneinsichtig, widersetzt sich dem Vater mit Gewalt, wirft ihm vor, versagt zu haben, und schmeißt als Robin hin. Kurz darauf trägt er wieder das R-Symbol auf der Brust. Mutter Talia wirbt um ihn, aber das geht ihm dann wiederum zu weit. Stattdessen befreit er lieber den Teufel Nezha, der daraufhin von Damian Besitz ergreift.

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Killer Croc in Knightfall

Waylon Jones alias Killer Croc ist in den 90ern ein anderer. Nachdem er als Möchtegern-Unterweltboss gescheitert ist, lebt mit Obdachlosen in der Kanalisation bzw. einem stillgelegten Atombunker und stiehlt Delikatessen, damit es sich auch mal die Armen gut gehen lassen können. Außerdem hat er Albträume, zurück in Arkham zu sein, wo er mit Stromstößen malträtiert wird – darunter von einem dämonischen Batman (Requiem for a Killer, Batman #471, 1991).

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Gotham Adventures: Ein Comic für die Fans

DC Comics

Titel: Just Another Day

Autor/Zeichner: Ty Templeton/Rick Burchett

Erschienen: 1998 (Gotham Adventures #3)


„That guy’s nuts. He’s got Batman on the brain.“

Ich gebe zu: Batman: The Animated Series mag großartig sein, aber noch mehr mag ich die Nachfolgeserie The New Batman Adventures, die in derselben Continuity spielt (und daher als letzte Staffel anzusehen ist), aber sich im Design unterscheidet. Ich liebe dieses Design. Es ist kantiger und schlichter, aber dadurch noch mehr aufs Wesentliche reduziert. Batman ohne das gelbe Oval auf der Brust, Bruce Wayne trägt keinen braunen, sondern einen schwarzen Anzug, Batgirl ist schwarz statt grau, Robin hat sein Grün verloren, einige Schurkendesigns übertreffen die Originalentwürfe (wie etwa Scarecrow) – und viele der Storys sind ebenfalls großartig (z.B. Over the Edge).

Ein Jammer, dass davon nur eine Staffel produziert wurde (stattdessen haben wir Batman Beyond bekommen), aber dafür gab es die begleitende Comicserie Gotham Adventures, die es auf stolze 60 Ausgaben brachte – fast so viel wie die beiden Vorgängerserien Batman Adventures bzw. Batman & Robin Adventures zusammen. Kein Wunder, denn es waren einige schöne Storys dabei, die Batman für alle Altersstufen auf den Punkt brachten.

Batman-Family im Einsatz. (DC Comics)

In der Premierenausgabe setzte der Vater eines Joker-Opfers ein Kopfgeld auf den Schurken aus, sodass Batman und Co. ihn vor mordlüstigen Bürgern bewahren mussten. In der dritten Ausgabe dann dieses geniale Cover: Batman und Grey Ghost als Actionfiguren, inklusive Zubehör, Gaspistole und Greifhaken (Achtung: Erstickungsgefahr für Kinder unter drei Jahren!), das 32-seitige Comicheft wird nur als Beilage angekündigt, aber es ist so viel mehr als das.

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Beyond the White Knight: Batmans Rückkehr zu sich selbst

Titel: Batman: Beyond the White Knight (dt. Die Zukunft des Weißen Ritters)

Autor/Zeichner: Sean Murphy

Erschienen: 2022-2023 (Beyond the White Knight #1-8, White Knight Presents: Red Hood #1-2), Hardcover 2023, dt. Panini 2023


Was bisher geschah (SPOILER für Curse of the White Knight): Harley Quinn hat den Joker getötet, Jean-Paul Valley alias Azrael hat alle Schurken umgebracht, Batman hat ihn besiegt, sich dann als Bruce Wayne der Öffentlichkeit gestellt und ist im Gefängnis gelandet. Sein Vermögen hat er zuvor zum Wohl der Stadt gespendet.

Was nun geschieht: Zwölf Jahre später sitzt Bruce Wayne immer noch im Knast und war in der Zeit so sehr mit sich selbst beschäftigt (lesend, reflektierend, meditierend), dass er gar nicht mitgekriegt hat, was draußen vor sich ging – und das ist einiges. Nachdem er mithilft, einen Gefängnisaufstand zu beruhigen und Aufseher Jason Todd rettet, bringt ihn erstmal Duke Thomas (der für die GTO arbeitet) auf Stand.

Derek Powers hat Wayne Enterprises übernommen, stellt Waffen her und hat Gotham in einen Polizeistaat verwandelt, in dem nun eine Armee von Batman-Cops (GTO) für Sicherheit sorgt. Und dann lässt Powers auch noch Terry McGinnis den Batman-Beyond-Anzug klauen. Das ist alles zu viel für Bruce: Kurzerhand bricht er aus, um Powers aufzuhalten. Doch weigert er sich, als Batman zurückzukehren. Batman ist für ihn gestorben. Doch ganz ohne geht es nicht. Und auch nicht allein. Also schart er Harley Quinn und den Rest der Batman-Family um sich – und dann taucht auch noch plötzlich der tote Joker auf …

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