Zu Batman gehört ein Robin. Der erste wurde Nightwing, der zweite starb und wurde als Red Hood wiederbelebt, der dritte wurde Red Robin, der vierte starb, wurde wiederbelebt und macht jetzt sein eigenes Ding. Zwischendrin gab es noch das ein oder andere Mädchen. Nicht nur als Robin, sondern auch als Batgirl, Huntress, Spoiler, Orphan etc. Im Zero Year wurde ein neuer Charakter eingeführt: Duke Thomas, ein Jugendlicher, dessen Eltern später unter den Folgen des Joker-Gifts leiden, hat sich zunächst im Team We Are Robin versucht. Batman hat ihn als Sidekick ausgebildet, er bekam ein gelbes Kostüm, aber noch keinen Namen. Von Robin wollte Batman nicht sprechen, sondern „etwas Neues“ ausprobieren. Duke blieb zunächst in der Bathöhle, in All-Star Batman durfte er Batman auch im Feld gegen Two-Face helfen.
Jetzt ist es raus: Duke Thomas wird als The Signal Gothams Beschützer am Tag sein. Eine dreiteilige Mini-Serie namens Batman and The Signal startet am 8. November 2017. Geschrieben wird sie von Tony Patrick und Scott Snyder, gezeichnet von Cully Hamner.
„I have done nothing to deserve this punishment. I’m an innocent man. One of the few true innocents in this city.“ (Mister Freeze)
Mister Freeze läuft Amok in Gotham: Mit seiner Frostkanone schießt er wild um sich, um das Böse aus der Stadt auszumerzen, die er für die Hölle hält. Selbst Robin wird vereist. Dass Batman dagegen vorgeht und dabei gegen Eisbären und einen Seeleoparden kämpft, ist nur die Rahmenhandlung. Der Kern der Story sind die Rückblenden, die Mister Freeze eine tragische Vorgeschichte geben, die von der Version in The Animated Series inspiriert ist.
Victor Fries hat schon als Kind gerne Tiere in Eiswürfel eingefroren, um ihre Schönheit zu bewahren. Seine Eltern fanden das gar nicht lustig und steckten ihn in ein Heim. Der Junge wurde ein Leben lang gemobbt, bis er an der Uni die Liebe seines Lebens fand: Nora. Die beiden verliebten sich, heirateten, eine Weile war alles gut, bis Nora unheilbar krank wurde. Victor suchte sich einen neuen Job bei Gothcorp, um die Rechnungen fürs Krankenhaus bezahlen zu können. Als die Lage verzweifelt schien, legte er sie auf Eis – in einen Kryo-Schlaf. Doch weil das Projekt gestrichen wurde, gab es Ärger, als Victor sich wehrte, wurde er mit der Flüssigkeit kontaminiert, die ihn so wärmeempfindlich machte.
Im Kälteanzug wurde Fries zu Freeze und beging Rache mit der Frostkanone. Nachdem Batman ihn aufhielt, schwor er, sich auch an ihm zu rächen: „I will find whatever you treasure most … and destroy it in front of your eyes …“ Das Opfer wurde schließlich Robin.
Eine ähnliche Prämisse hat auch die BTAS-Folge Cold Comfort (ebenfalls von 1997), in der ein verbitterter Mister Freeze Amok läuft, um den Menschen wegzunehmen, woran ihr Herz am meisten hängt. Hier sieht sich der Schurke sogar wegen seiner Opferrolle als Unschuldiger, der im Recht ist, über andere zu richten. Eine interessante Entwicklung. Zum ersten Mal kann man den Charakter auch in der Haupt-Continuity der Comics ernst nehmen. Ein Umstand, der jedoch von der Darstellung von Mister Freeze im Film Batman & Robin (1997) wieder zunichte gemacht wurde.
(Bemerkenswert, dass dieses Comic (neben One-shots zu Bane, Batgirl und Poison Ivy) den Film mitbewerben sollte. Die Enttäuschung dürfte nach dieser Lektüre groß gewesen sein, wie sehr Comic und Film sich unterschieden.)
Adam West wird voraussichtlich in diesem Herbst in seiner letzten Rolle zu hören sein: Batman vs. Two-Face wird der Animationsfilm heißen, die Fortsetzung von Return of the Caped Crusaders. , der wiederum auf der Batman-TV-Serie der 60er basiert. Der erste Trailer offenbart eine alternative Entstehungsgeschichte des Schurken, der von William Shatner gesprochen wird. Hier ist Hugo Strange verantwortlich für die Wandlung von Harvey Dent. Auch andere die üblichen Verdächtigen wie der Joker werden wieder mit dabei sein.
Two-Face kam übrigens nie in der alten Batman-Serie vor, ebenso wenig klassische Schurken wie Hugo Strange, Scarecrow oder Poison Ivy. Der Grund liegt auf der Hand: Die Figur dürfte wohl zu düster und zu komplex für die bunte Spaß-Serie gewesen sein.
Mal wieder die Sache mit dem ewigen Leben dank Eis. Mal wieder der Helm. Mal wieder ein Kühlschrank. Mal wieder Poesie.
Mister Freeze verspricht drei alten Menschen, ihr Leben einfrieren zu können, bis die Wissenschaft den Tod besiegt hat. Doch seine Motive sind nicht edel: In Wahrheit schert er sich nicht um ihr Wohlergehen, sondern will nur an ihr Geld. Die drei kennen Freeze’s kriminelle Vergangenheit und trauen ihm nicht. Daraufhin besucht er einen nach dem anderen von ihnen mit der Frostkanone. Als ob es nicht schon reichen würde, dass er Eisberge als Spuren hinterlässt, hat sich Freeze jetzt auch Visitenkarten zugelegt, auf denen „0°“ (null Grad) steht – soll wohl besonders cool sein.
Batman und Robin kommen dem Mörder auf die Spur (wie schnell das immer gehen kann, wenn Schurken so dick auftragen), Batman zerschlägt im Kampf wieder Freezes Helm und setzt ihn in einen Kühlschrank. Ist ihm nicht kalt genug. Aber ein Verlierer muss nehmen was kommt. Dem Schurken ist einfach nicht zu helfen, wenn er nicht aus seinen Fehlern lernt und endlich in bruchsicheres Glas investiert.
(Autor Doug Moench bringt wieder seine Vorliebe fürs Dichten ein, indem er die zwei Handlanger, die Ice und Cube heißen, miteinander reimen lässt. Soll wohl ein Comic Relief sein, nervt aber unglaublich.)
Nachdem Mr. Freeze’s genialer Racheplan an Gotham nicht geklappt hat, kommt jetzt die Rache an Batman. Das geschieht jedoch ziemlich zufällig. Zufall eins: Eine Laserkanone wird geschaffen, mit der man präzise durch alles schneiden kann. Zufall zwei: Mister Freeze büchst aus dem Knast aus. Da er aus Arkam dortin verlegt wurde, um sich wieder besser in die Gesellschaft eingliedern zu können, die aber keine Kältezelle einrichten konnten, wird er im Kühlraum der Küche aufbewahrt. Trotzdem steckt er aber in seinem Kühlanzug. Das soll verstehen wer will. Jedenfalls nutzt er eine Lebensmittellieferung aus, um abzuhauen.
Er bricht im Laser-Labor ein, Batman folgt ihm, Freeze nimmt ihn gefangen und fängt an, ihn mit dem Laser zu zerhacken. Wie es sich für sadistische Schurken gehört, die ihre Rache eiskalt auskosten wollen, fängt er erstmal klein an: mit einem Spitzohr, dann mit dem Gürtel. Zufall drei: ein Batarang fällt heraus. Zufall vier: Batman fängt ihn und wirft ihn aus dem Handgelenk so, dass (Zufall fünf) ein großer Eiszapfen getroffen wird, dieser herunterfällt (Zufall sechs) und dann auch noch irgendeine wichtige Leitung trifft, die einen Kurzschluss verursacht (Zufall sieben). Alles explodiert, Freeze’s Helm geht (wieder) zu Bruch, Batman rettet ihn mit der Eiskanone vor den Flammen.
Dumm gelaufen, aber das Glück ist eben auf Batmans Seite. Und Mister Freeze bleibt einfach ein Versager.
Mister Freeze ist frustriert. Seine Verbrecherkarriere war bisher ziemlich erfolglos. Im Grunde ist er – trotz des Namenswechsels – immer der gleiche Mister Zero geblieben, eine Null. Da halfen auch weder Branchen- noch Stilwechsel. Jetzt will er nur noch Rache. Und die serviert man bekanntlich – Achtung Kalauer! – am besten eiskalt. Gotham City soll eingefroren werden. Weil ihm die Fantasie offenbar nicht genug ist, engagiert er erstmal einen Zeichner, der das Vorhaben erstmal auf Papier inszenieren soll, bevor es in die Tat umgesetzt wird. Da Mister Freeze zwar eine große Eiskanone gebaut hat, die aber immer noch nicht groß genug ist für sein Projekt, nutzt er die Waffe zunächst einmal für einen spektakulären Bankraub. Batman und Robin (Jason Todd) kommen vorbei, folgen der Eisspur und verhindern Schlimmeres, retten zwei Jungfern in Nöten und Batman bekommt einen Kuss als Belohnung.
Eigentlich ziemlich unspektakulär. Freeze legt eine ziemlich erbärmliche Performance hin. Damit man das gleiche nicht über Autor Doug Moench sagen kann, hat er sich die Mühe gemacht, das kurze Abenteuer mit einem Gedicht auszuschmücken, in das die banale Handlung gebettet ist. Das Profane im Kleid des Poetischen – das ist etwas albern und rettet diesen Charakter nicht vor der Unglückseligkeit.
(Das Cover, das Robin im Eis zeigt, hat nichts direkt mit der Geschichte zu tun, deutet aber an, dass Bruce Wayne das Sorgerecht für Jason Todd verlieren wird, aber das ist eine andere Geschichte.)
„You Can’t Save the World Alone“, lautet das neue Motto des Justice League-Films, der im November in die Kinos kommen soll. Man kann die Welt nicht allein retten. Also versuchen es die fünf Superhelden gemeinsam: Batman, Wonder Woman, Flash, Aquaman und Cyborg. Auf der San Diego Comic Con wurde nun ein neuer, vier Minuten langer Trailer vorgestellt, der noch mehr zeigt: mehr Action, mehr Sprüche, den Schurken und eine Andeutung. Superman kehrt zurück.
— Justice League Movie (@justiceleaguewb) July 22, 2017
Weitere Erkenntnisse zum DC Extended Universe von der Comic-Con:
Suicide Squad 2 kommt.
Es wird einen Justice League Dark-Film geben.
Der Flash-Film wird Flashpointheißen und auch auf dem gleichnamigen Comic-Event basieren.
Es wird einen Batgirl-Film von Joss Whedon geben.
Es wird einen Wonder Woman 2-Film geben.
Schon vor der Comic-Con verkündete The Batman-Regisseur Matt Reeves, dass er ein neues Drehbuch schreiben wird, statt das von Ben Affleck zu verwenden. Wann der Film kommt, ist noch unklar.
Autor Grant Morrison wird seine Batman-Story Arkham Asylum: A Serious House on Serious Earth fortsetzen. Wie der Autor auf der San Diego Comic-Con angekündigt hat, soll der zweite Teil in der Zukunft spielen, die er einst in Batman #666 (2007, erschienen in Batman and Son) für Damian Wayne entworfen hat. Gezeichnet wird der 120 Seiten-Band von Chris Burnham, der bereits an Batman Incorporated (2010-2013) mit Morrison zusammengearbeitet hat. Ein Erscheinungstermin steht noch nicht fest. Arkham Asylum, 1989 erschienen, ist eines der ungewöhnlichsten und anspruchsvollsten Batman-Comics. Es ist weniger eine Story, als eine kritische Analyse von Batman, verstörend illustriert von Dave McKean.
Außerdem hat Morrison sein nächstes Werk vorgestellt: Den zweiten Teil von Wonder Woman: Earth One, das als Trilogie geplant ist.
Für alle, die gerne beim Comiclesen Musik hören oder sich dazu einstimmen wollen, hat Batman-Autor Scott Snyder eine Spotify-Playlist zu seinem Batman-Event „Dark Nights: Metal“ veröffentlicht. 61 Songs, vier Stunden Musik, von Hard Rock bis Heavy Metal. Mit dabei sind Klassiker wie Black Sabbath über Led Zeppelin, Jimi Hendrix, Queen und Metallica, aber auch zeitgenössische Bands wie The White Stripes und Queens of the Stone Age. Eine Ausnahme bildet ein Funk-Stück von Ike & Tina Turner. Für den bekennenden Elvis-Fan Snyder durfte auch der King nicht fehlen, von ihm ist „Suspicious Minds“ in der Liste.
Was das alles mit Batman zu tun hat, erfahren die Leser frühestens am 16. August, wenn „Dark Nights: Metal“ startet – an Elvis‘ 40. Todestag.
Nachdem seine Ansätze als Bankräuber und Kunstdieb gescheitert sind, hat Mister Freeze bei seinem dritten Versuch eine neue Mission: Ewige Jugend durch Frost. Er verspricht sie reichen Leuten, die lassen sich naiverweise von ihm einfrieren, aber weil ihre Hirne dabei Schaden erleiden, werden sie zu Eiszombies, die ihm willenlos dienen. Doch das ist nur Mittel zum Zweck: denn Freeze hat sein kaltes Herz für eine junge, schöne Frau erwärmt: Hildy. (Die steht aber gar nicht auf ihn, sondern benutzt ihn nur.)
Batman kommt dem Schurken auf die Spur und es kommt, wie es auch die Male davor gekommen ist: Er wird auf Eis gelegt. Batman wird also selbst zum Eiszombie! Wer jetzt enttäuscht ist, wie schlecht Batman – im Vergleich zu früher – vorbereitet ist, der irrt. Denn statt Streusand und einer integrierten Heizung hat er Make-up dabei, um sich weiß anzumalen, damit er wie ein Eiszombie aussieht und so Freeze täuschen kann. Fragt sich nur, wann und wie er das schafft – ganz zu schweigen davon, woher er von den Eiszombies weiß. Naja, im Zweifel gilt: weil er halt Batman ist …
Am Ende ist die Lösung ganz einfach: Ein Schlag gegen Freeze’s Helm, den er immer noch trägt, obwohl er schon beim ersten Auftritt als geheilt galt. Der ist nämlich nicht aus Panzerglas, wie seine Eiskammern. Egal: Schicker Anzug übrigens, der nicht nur besser den eiszapfenförmigen Körper betont, sondern in weiß-blau mehr der Eis-Ästhetik enspricht. Aber hilft alles nix, wenn man am falschen Ende spart …