Film

Batman gegen Superman

Erste Bilder gibt es zwar, aber ein Teaser-Trailer zu Batman v Superman lässt noch auf sich warten. Einer war zwar auf der Comic Con zu sehen, aber bis auf ein paar verwackelte Aufnahmen aus einem Kinosaal wurde davon nichts auf YouTube veröffentlicht. Die Macher von „How It Should Have Ended“ (HISHE) haben sich ihre eigenen Gedanken gemacht, um die Lücke zu schließen. In einem Video sitzen Batman und Superman im „Super Café“ und diskutieren, wie der neue Film mit ihnen beiden heißen soll und wer wen im Kampf besiegen wird. In einem weiteren gibt es ein alternatives Ende des ersten Comic Con-Teasers.

Because I’m Batman!

Keine Frage: Christopher Nolan hat mit seiner Dark Knight-Trilogie die besten Batman-Filme gemacht. Allerdings sind sie nicht perfekt, jeder von ihnen hat ein paar Schwachstellen. Zu den klügsten und witzigsten Experten, die solche Schwachstellen erkennen und bloßstellen, gehören die Leute von „How It Should Have Ended“ (HISHE). In kurzem Animationsfilmen zeigen sie alternative Enden bekannter Filme – und entlarven damit, wo Drehbuchautoren es mit der Logik nicht genau nehmen. Versaut es einem das Sehvergnügen? Ein wenig, denn man schaut die Filme danach viel kritischer. Allerdings entschädigen die Clips mit ihrem Unterhaltungswert. Dass The Dark Knight Rises der schwächste Film der Trilogie ist, zeigt sich darin, dass sich HISHE dafür die meisten (und lustigsten) alternative Enden ausgedacht hat. Die beste Rechtfertigung einiger Szenen liefert der Held in HISHE selbst: „Because I’m Batman!“ Damit lässt sich fast alles erklären …

Batman mit Laserschwert

Batman kämpft gegen Darth Vader? Dieser ziemlich professionell gemachte Fan-Film macht das Unmögliche wahr: Todesstern, Raumgleiter, Laserschwerter und Explosionen. Der feuchte Traum eines jeden Nerds. Schwachsinnig, aber unterhaltsam.

Cool, cooler, Freeze

Warner Bros.

Warner Bros.

Titel: Batman & Mr. Freeze: SubZero (dt. Eiszeit)

Regie/Drehbuch: Boyd Kirkland/Boyd Kirkland, Randy Rogel

Erschienen: 1998 (Direct-to-video)


„Come on, people! A guy in a weird suit with two polar bears can’t be too hard to spot!“ (James Gordon)

Mister Freeze in „Heart of Ice“

Victor Fries ist wohl einer der tragischsten Charaktere im Batman-Universum. Eigentlich will er nur seine kranke Frau vor dem Tod bewahren – und wird dabei zu einem emotionslosen, rücksichtslosen Killer. Wenn Liebe wahnsinnig macht … Die Geschichte von Mr. Freeze könnte man im Animated-Universum zu einem zweieinhalbstündigen Film zusammenfassen. Vier Serien-Episoden und der Langfilm SubZero gehören eng zusammen, daher werden sie auch zusammen besprochen.

Heart of Ice (S01E14) ist eine herausragende Folge. Der Emmy-Gewinner (geschrieben von Paul Dini) beginnt bereits ungewöhnlich. Nicht mit einer typischen Actionszene, sondern mit Mr. Freeze, der eine Schneekugel mit einer Tänzerin-Figur festhält und sich dabei an seine „geliebte Nora“ erinnert. Später geht es um Rache an GothCorp, weil der Chef der Firma Nora umgebracht und Victor in einen Eisklotz verwandelt hat. Batman löst den Fall mit Hühnersuppe, dem besten Mittel gegen Erkältung. Am Ende sehen wir einen todtraurigen Victor in seiner Tiefkühlzelle in Arkham sitzen. Offenbar hat er sich trotz seines Wahnsinns noch die Menschlichkeit bewahrt.

Zurück zu alten Gewohnheiten

Titlecard zu „Deep Freeze“

In Deep Freeze (S02E19) wird der Schurke von einem anderen Wahnsinnigen, Grant Walker, entführt, der sich ebenfalls der Prozedur unterziehen will, die Victor unterkühlt, weil sie ihn auch nahezu unterblich macht. Und nicht nur das: Der Milliardär hat eine utopische Stadt aufgebaut, in der er eine Gesellschaft von Auserwählten retten will, nachdem er den Rest der Welt mit einer Eiskanone eingefroren hat. Das geht selbst für Mr. Freeze zu weit, doch er muss mitspielen, weil Walker dessen Frau vor dem Tod bewahrt und – diesmal tatsächlich in einer Art Schneekugel – „eingelegt“ hat. Aber zum Glück gibt’s Unterstützung von Batman und Robin … (Und ganz nebenbei ein Wiedersehen mit Bat-Mite, Krypto und der Superkatze!)

Zum Schluss ist Freeze mit seiner Frau im Eis eingeschlossen. Das Endzeit-Szenario schießt etwas übers Ziel hinaus, aber vernachlässigt nicht seinen Hauptcharakter. Aber von Autor Paul Dini ist man solche Qualität gewohnt.

Eingeschlossen im Eis: Nora und Vicotr Fries.

Hier schließt SubZero („Eiszeit“) an, der zweite Langfilm des Animated Universe. Victor Fries hängt mit einem Inuit-Jungen am Nordpol rum und hält seine Nora gut gekühlt, in der Hoffnung sie einmal heilen zu können. Doch dann bricht ein U-Boot zufällig in die Höhle, der Kühltank zerbricht und Fries muss mal wieder zu alten schlechten Gewohnheiten zurückkehren. Nachdem er die U-Boot-Mannschaft eingefroren hat, zwingt er einen Arzt, ihm bei der Heilung seiner Frau zu helfen, dann entführt er Barbara Gordon, damit sie ihm als Organspenderin dient. Während Batman und Robin (der übrigens was mit Barbara am laufen hat) Freeze nachjagen, weiß sich das Batgirl in zivil zu helfen. Es kommt zum Showdown auf einer stillgelegten Bohrinsel.

Der Film setzt die Tragödie um Fries und seiner Frau konsequent fort. Dabei gelingt es ihm, ein gutes Gleichgewicht zwischen Drama und Action zu schaffen. Ärgerlich sind nur die computergenerierten Sequenzen, die mit dem gezeichneten Stil brechen.

Ewig dem Eis verhaftet

Der neue Freeze – mit Komplizinnen.

In der letzten Staffel der Serie (wegen des veränderten Designs neu benannt in The New Batman Adventures) sehen wir, was mit Fries und Nora passiert (Cold Comfort, S01E03). Während sie gesund wird und ihren Arzt heiratet, verfällt Freeze endgültig der Verbitterung und dem Wahnsinn. Er zieht nur noch durch die Gegend, um mit seiner Eiskanone den Menschen das wegzunehmen, was sie am meisten lieben. Auch Bruce Wayne bleibt nicht verschont. Ein schlechter Verlierer, dieser Mr. Freeze. Aber wenn von einem nur noch der Kopf übrig ist, bekommt man vielleicht eine andere Sicht auf die Dinge … Durch das neue Design wirkt der Schurke jedenfalls … ähem … noch viel cooler.

Spider-Freeze

Ein letztes Wiedersehen mit Fries gibt es in Batman Beyond (Batman of the Future). In Meltdown (S01E07) bekommt er von Wayne-Powers einen neuen Körper verpasst und damit auch seine Neigung zur Kälte ausgetrieben. Doch wie man sich denken kann, ist das Glück nicht von Dauer. Wieder einmal wird er für sinistre Zwecke missbraucht. Freeze legt sich einen Anzug zu, in dem er noch furchteinflößender aussieht, doch er bleibt eine mitleiderregende Figur. Die Tragik besteht darin, dass er es gut meint – und dabei vom rechten Weg abgebracht wird, weil ihm das Gute einfach nicht vergönnt ist. Schlecht für ihn, gut für den Zuschauer.

Mr Freeze in Batman Beyond (Episode „Meltdown“)

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Die Geburt der Fledermaus aus dem Geist toter Eltern

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Titel: Batman: Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom)

Regie/Drehbuch: Eric Radomski, Bruce Timm/Alan Burnett, Paul Dini, Martin Pasko, Michael Reaves

Erschienen: 1993


„I didn’t count on being happy.“ (Bruce Wayne)

Bevor man mit The Animated Series beginnt, sollte man sich den Kinofilm Mask of the Phantasm schauen. Hier wird die Entstehung von Batman nachgetragen, eine Art Year One des Animated Universe. In Rückblenden sehen wir Bruce Wayne beim Training und als maskierter Vigilant gegen Verbrecher antreten – allerdings noch ohne richtiges Kostüm. Die Eingebung dazu kommt ihm nicht durch die Fledermaus, die durch sein Fenster bricht, sondern durch einen Fledermausschwarm, der aus einer Höhle geflogen kommt, als Bruce gerade mit seiner Freundin kuschelt. Womit wir schon bei der Rahmenhandlung wären.

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Angriff der Langeweile

Warner Home Video

Warner Home Video

Titel: Batman: Assault on Arkham

Regie/Drehbuch: Jay Oliva, Alan Spaulding/Heath Corson

Erschienen: 2014


Bei dem Erfolg der Arkham-Games lag es nahe, einen darauf basierenden Film zu machen. Anders ist nicht zu erklären, warum es Assault on Arkham gibt. Denn eine leitende Idee hat der Animationsfilm nicht. Die Story ist simpel: Sechs Superschurken (darunter Harley Quinn und Deadshot) werden dazu verdonnert, in Arkham einzubrechen, um den Stab des Riddlers zu klauen. Darin soll sich irgendein geheimes Dokument befinden. Also zieht die Gruppe, die sich im Original Suicide Squad nennt (und im Deutschen „Himmelfahrtskommando“), los und tut wie geheißen. Natürlich läuft dabei einiges schief …

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Zwei Kurze zum Geburtstag

Das Batman-Jubiläumsjahr geht zuneige und es wurde viel geboten: Eine dicke Ausgabe von Detective Comics #27, die wöchentliche Serie Batman Eternal (Rezensionen folgen), einen neuen Batman-Origin in epischer Breite namens Zero Year sowie zwei neue animierte Spielfilme (Son of Batman, Assault on Arkham). Zum 75. Geburtstag hat Warner Bros. den Fans auch zwei Kurzfilme spendiert. Der eine, von Altmeister Bruce Timm in Schwarzweiß inszeniert, greift die Urgeschichte von Dr. Strange und den Monster Men auf. Der andere stammt von Darwyn Cooke und zeigt einen Kampf von Batman Beyond-Terry McGinnis gegen Robo-Batmen im Retro-Style. Bei beiden Clips handelt es sich um schöne Liebeserklärungen an die Fledermaus, die wieder Lust auf die animierten Originalserien machen.

The Dark Knight Rises: Batman im Ruhestand

Warner Bros.

Warner Bros.

Titel: The Dark Knight Rises

Regie/Drehbuch: Christopher Nolan/Christopher Nolan, Jonathan Nolan

Erschienen: 2012


 „A hero can be anyone. Even a man doing something as simple and reassuring as putting a coat around a young boy’s shoulders to let him know that the world hadn’t ended.“ (Batman)

Keine  Frage: Man muss Christopher Nolan dankbar sein. Mit seiner Batman-Trilogie hat er das Superhelden-Genre mit neuerfunden. Durch ihn wurde der maskierte Rächer endlich glaubwürdig: Seine Motivation, sein Kostüm, seine Hilfsmittel – alles ist so plausibel gemacht, wie es eben möglich ist. War der erste Teil ein gelungener Auftakt mit kleineren Schwächen, wurden im zweiten Teil alle Register gezogen. Vor allem die Figur des Jokers beherrschte den Film. Es war klar, dass dieser Film schwer zu überbieten sein würde.

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Joker in „The Dark Knight“: Spielkamerad ohne Regeln

The Dark Knight

Titel: The Dark Knight

Regie/Drehbuch: Christopher Nolan/Jonathan Nolan, Christopher Nolan

Erschienen: 2008


„I believe whatever doesn’t kill you, simply makes you … stranger.“ (Joker)

In keiner Filmszene hat man Batman je verzweifelter gesehen, als in diesem Verhörzimmer. Er schlägt den Joker, schreit ihn an, er foltert ihn, er droht ihm sogar, seine einzige Regel zu brechen, um herauszubekommen, wohin der Joker Harvey Dent und Rachel Dawes bringen ließ – aber es nützt nichts. „You have nothing, nothing to threaten me with!“, sagt der Joker belustigt. „Nothing to do with all your strength!“ Schließlich verrät der Gegenspieler Batman die Adressen, als Akt der Gnade. Es ist gerade noch rechtzeitig – jedenfalls für eine der Figuren.

„You complete me“

Die Handlung von The Dark Knight ist ein perfides Spiel. Vielleicht das perfideste, das der Joker je gespielt hat. Denn es gibt keine Regeln, es gibt keinen Plan, der Joker hat so viele Steine ins Rollen gebracht, dass Batman gar nicht hinterherkommt, jedem einzelnen nachzujagen, ja sogar unter der Lawine unterzugehen droht. Das Problem daran ist, dass die Schuld auf Batman ruht. Er wird verantwortlich gemacht, dass der Joker Menschen tötet, dass es einen Joker überhaupt gibt. Der Schurke setzt sich selbst als Gegenstück zum Helden, sie bedingen sich gegenseitig: „I don’t, I don’t want to kill you!“, beteuert der Joker. „What would I do without you? Go back to ripping off mob dealers? No, no, NO! No. You… you… complete me.“ Später bekräftigt er das, indem er sich und Batman als Spielkameraden darstellt: „I won’t kill you because you’re just too much fun. I think you and I are destined to do this forever.“

Dennoch geht es bei diesem Spiel um mehr als bloß Spaß. Dem Joker will einen Kontrapunkt setzen, indem er das System aus Moral und Gesetz einerseits und Geld und Korruption andererseits in Frage stellt. „It’s not about money … its about sending a message.“ Der Joker verbrennt einen Berg voller Geld, er geht mit gutem Beispiel voran, er nimmt die Rolle eines Lehrers ein. Nicht von ungefähr stellt er sich – wie in einem Klassenzimmer – an den Kopf des Tisches bei der Gangster-Versammlung, nicht von ungefähr flieht er zwei Mal in einem Schulbus. Seine Lehre:

„You see, their morals, their code, it’s a bad joke. Dropped at the first sign of trouble. They’re only as good as the world allows them to be. I’ll show you. When the chips are down, these … these civilized people, they’ll eat each other. See, I’m not a monster. I’m just ahead of the curve.“

Der Joker ist seiner Zeit voraus, er ist die Kehrseite der Gesellschaft, die Fratze der Anarchie. In Bezug auf Harvey Dent, den er als Instrument des Wahnsinns missbraucht, macht er deutlich, wie einfach diese Seite in anderen hervorzubringen ist: „You see, madness, as you know, is like gravity. All it takes is a little push!“ Der Joker macht nur wenig, er lässt machen. Er nimmt sich die Schwachen, die Armen und die Verrückten vor, um sie zu Mördern oder Mittätern zu instrumentalisieren. Er vertauscht die Rollen von Opfern und Tätern, Polizisten und Schurken. Damit zeigt er Batman, wie leicht die Welt zugrunde gehen kann, die dieser sich zu retten bemüht.

Joker als Niemand

Von daher ist es auch egal, wer der Joker wirklich ist und wie er zu dem geworden ist, der er ist. Es ist vielleicht eine der besten Ideen dieses Films, ihn zu einem Mysterium, einem unergründlichen Phänomen zu machen. Seine Geschichten über seine Narben sind ebenso beliebig wie wahrscheinlich erlogen. Er ist die perfekte Verkörperung des Nihilisten – ein buchstäblicher Niemand. Nur aus einer solchen Position heraus kann er so handeln, wie er es tut. Wer nichts hat – auch keine Identität – kann nichts verlieren. Und das macht ihn so angsteinflößend. Gegen so jemanden kommt niemand an, nicht mal der Outlaw Batman. Dieser kämpft, weil er sehr viel zu verlieren hat, weil er nicht noch mehr verlieren möchte. Er will, dass sein Kampf aufhört und er überflüssig wird, weil die Bewohner Gothams selbst Zivilcourage zeigen. Batman soll nur mit gutem Beispiel vorangehen. Der Joker korrumpiert das Vorhaben. Nicht als einfacher Gangster – sondern als unberechenbare Instanz.

Mit der Inszenierung des Joker geht Christopher Nolan zurück zu den Ursprüngen der Figur. Schon in der ersten Story von 1940 verbreitet der Joker vor allem Angst, indem er Morde ankündigt und sie dann auf eine Weise ausführt, mit der niemand gerechnet hat. Schon damals war der Joker seinen Verfolgern einen Schritt voraus. Sein immerwährendes, falsches Grinsen bildet die Häme ab, mit der er seine Gegner vorführt. Und Nolan profitiert von der Erkenntnis aus Grant Morrisons Arkham Asylum, dass der Joker nicht verrückt ist. Nein, Nolans Joker wirkt zwar irre – in Wirklichkeit hat er aber den größten Durchblick in dieser Geschichte.

Hans Zimmers Main Theme („Why so serious?“), eine verstörende Anti-Musik, die aus einer verzerrten und ins Unterträgliche gesteigerte Note besteht, ist für den Charakter ebenso wichtig wie Heath Ledgers Darstellung und die bewusst schlampige Maske, die auch ein Zerrbild aller früheren (Film-)Joker ist. Zusammen mit einer atemlosen Handlungsabfolge und reichlich bildgewaltiger Action im IMAX-Format hat Christopher Nolan seinem grandiosen Batman Begins noch einen draufgesetzt. Von da an konnte es leider nur noch bergab gehen …

>> Batman-Filme und -Serien


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Batman Begins: Abgrund der Furcht

Batman Begins

Titel: Batman Begins

Regie/Drehbuch: Christopher Nolan/Christopher Nolan, David S. Goyer

Erschienen: 2005


 „Warum Fledermäuse, Master Wayne?“ – „Weil sie mir Angst machen. Und meine Feinde sollen meine Angst teilen.“

Ein Sturz in die Tiefe ändert alles. Fledermäuse fallen einem stillgelegten Brunnen über den jungen Bruce Wayne her. Fortan sind sie seine Dämonen, die ihn plagen, Symbole seiner Angst. Diese Angst ist es, die ihn aus der Vorstellung der Operette „Die Fledermaus“ treibt und seine Eltern einem Räuber zum Opfer fallen lässt. Diese Angst wird zum Schuldgefühl, das ihn rastlos werden lässt, umtreibt und in der Welt verloren gehen lässt.

Die Geschichte von Batman als Sturz in den Abgrund der Angst zu erzählen, liegt nahe. Geradezu organisch entwickeln Regisseur Christopher Nolan und Drehbuchautor David S. Goyer diese Geschichte aus diesem Schlüsselerlebnis heraus. Das Thema Angst zieht sich wie ein roter Faden konsequent durch den ganzen Film: Die Fledermäuse, Batman als ihre Menschwerdung und Angstfigur, das Halluzinogen aus dem blauen Mohn, Scarecrow als Schurke und Meister der Angst.

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Das Motiv funktioniert so gut, weil es kaum ein stärkeres gibt. Identifikation ist einfach, weil jeder Angst kennt und es wie bei jeder Heldenreise im Grunde darum geht, sie zu überwinden. So ist auch der eigentlich absurde, weil wirklichkeitsfremde Vorgang, in einem Fledermauskostüm Verbrecher zu bekämpfen, nachvollziehbar, weil folgerichtig. Man muss jemand, etwas anderes werden, ein Symbol, um über sich selbst hinaus zu wachsen.

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