Batman Begins

Abgrund der Furcht

Batman Begins

Titel: Batman Begins

Regie/Drehbuch: Christopher Nolan/Christopher Nolan, David S. Goyer

Erschienen: 2005


 „Warum Fledermäuse, Master Wayne?“ – „Weil sie mir Angst machen. Und meine Feinde sollen meine Angst teilen.“

Ein Sturz in die Tiefe ändert alles. Fledermäuse fallen einem stillgelegten Brunnen über den jungen Bruce Wayne her. Fortan sind sie seine Dämonen, die ihn plagen, Symbole seiner Angst. Diese Angst ist es, die ihn aus der Vorstellung der Operette „Die Fledermaus“ treibt und seine Eltern einem Räuber zum Opfer fallen lässt. Diese Angst wird zum Schuldgefühl, das ihn rastlos werden lässt, umtreibt und in der Welt verloren gehen lässt.

Die Geschichte von Batman als Sturz in den Abgrund der Angst zu erzählen, liegt nahe. Geradezu organisch entwickeln Regisseur Christopher Nolan und Drehbuchautor David S. Goyer diese Geschichte aus diesem Schlüsselerlebnis heraus. Das Thema Angst zieht sich wie ein roter Faden konsequent durch den ganzen Film: Die Fledermäuse, Batman als ihre Menschwerdung und Angstfigur, das Halluzinogen aus dem blauen Mohn, Scarecrow als Schurke und Meister der Angst.

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Das Motiv funktioniert so gut, weil es kaum ein stärkeres gibt. Identifikation ist einfach, weil jeder Angst kennt und es wie bei jeder Heldenreise im Grunde darum geht, sie zu überwinden. So ist auch der eigentlich absurde, weil wirklichkeitsfremde Vorgang, in einem Fledermauskostüm Verbrecher zu bekämpfen, nachvollziehbar, weil folgerichtig. Man muss jemand, etwas anderes werden, ein Symbol, um über sich selbst hinaus zu wachsen.

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