Detective Comics

Der Batman aus der Hölle

Titel: Dark Genesis/Death of Innocents/Bitter Victory

Autor/Zeichner: John Ostrander/Flint Henry, Mike McKone

Erschienen: 1990 (Detective Comics #622-624), Paperback 2022 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 6)


Der Teufel bereut seine Sünden und will Wiedergutmachung leisten. Gott versagt ihm zwar, auf der Erde zu wandeln, doch er lässt sich auf einen Kompromiss ein: Satan darf sich einen Menschen als Avatar wählen, durch den er Gutes auf Erden wirkt. Die Wahl fällt auf eine verlorene Seele, die auf Sinnsuche durch den Himalaya streift: Simon Petrarch, ein ehemaliger Spion und Söldner. In einem Kloster lässt er sich auf einen Teufelspakt ein und wird zu Batman, einer dämonischen Gestalt mit Flügelcape und langen spitzen Ohren …

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Pinguin entführt Killer-Falken

DC Comics

Titel: Eyrie

Autor/Zeichner: Joey Cavalieri/Klaus Janson

Erschienen: 1986 (Detective Comics #568), Paperback 2018 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 1)


Hitchcock lässt grüßen: Während Darkseids Hassprediger Gordon Godfrey die Menschen in Gotham gegen Superhelden aufhetzt und sie dazu ermuntert, ihre Leben selbst in die Hand zu nehmen, greifen riesige Falken die Leute an. Batman und Robin sind zur Stelle, um das Schlimmste zu verhindern. Es handelt sich um genetisch manipulierte Tiere, die der Pinguin als Geiseln genommen hat, um einen arabischen Scheich zu erpressen.

Warum aber sind die so aggressiv? Egal. Anscheinend sind sie ausgebüchst, als der Pinguin sie entführen wollte. Obwohl Batman den Schurken schnell findet und seine Komplizen zusammenschlägt, kann der Pinguin den Wissenschaftler, der die Falken gezüchtet hat, als Geisel nehmen und entkommen.

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Batman und Etrigan: Kampf der Dämonen

DC Comics

Titel: Tulpa (Monster Maker/Night Moves/When Demons Clash)

Autor/Zeichner: Alan Grant/Norm Breyfogle

Erschienen: 1989 (Detective Comics #601-603), Hardcover 2015 (Legends of the Dark Knight: Norm Breyfogle Vol. 1), Paperback 2021 (Batman: The Dark Knight Detective Vol. 4)


„Can’t they understand — Magic’s never good! Demons never help! They only destroy –“ (Jason Blood)

Batman steht gerade an einer roten Ampel, da fordert ihn ein Ferrari-Fahrer zum Wettrennen auf. Batman mag nicht, der Ferrari braust davon, Batman rast dann doch hinterher, um Schlimmeres zu verhindern, wie etwa dass das andere Auto in einen Bus rast. Doch dann zerfällt der Mann im Ferrari zu Staub. Nur das Geld in seiner Tasche bleibt übrig.

Dieses Geld braucht der junge Tenzin. Sein Vater hat sich mal Geld von Kredithaien geliehen und das doppelte zurückgezahlt, aber sie wollen immer noch 5000 Dollar vom Sohn. Um die Kohle aufzutreiben, erschafft der Exil-Tibeter Doppelgänger, sogenannte Tulpas, die für ihn Reiche berauben. Der nächste bricht in Wayne Manor ein, Alfred kommt zu schaden, der Doppelgänger kehrt mit leeren Händen zurück. Da ist ihm Batman schon auf der Spur – dank eines Trackers.

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Batman und Robin als Roboter

DC Comics

Der Fortschritt schreitet unaufhaltsam voran – mit all seinen Vor- und Nachteilen. Die Technik soll uns das Leben erleichtern, heißt es, und in einigen Fällen erleichtert sie uns sogar vom Leben. Schon immer war die Angst da, dass Maschinen uns Jobs kosten – und bisher hat sich das zwar bestätigt, es wurden aber auch immer neue, andere Jobs geschaffen. Aber was ist mit der sich rasant entwickelnden künstlichen Intelligenz? Macht sich der Mensch mit ihr überflüssig?

Auch Batman beschäftigt diese Frage, und das bereits im Jahr 1952. Der Dunkle Ritter war schon immer angewiesen auf Technik. Um nicht zu sagen: ein Technik-Freak. Ohne Gadgets kein Batman. Sein Batmobil ist stets auf dem neuesten Stand, wenn nicht gar der Zeit voraus, ganz zu schweigen vom Batplane und anderen fantastischen Erfindungen. Doch 1952 (Batman #70) führt die Polizei einen „Robot Cop“ ein, der äußerlich kaum von einem Menschen zu unterscheiden ist, aber dafür fast alles besser kann, vor allem ist er unverwundbar.

Erfunden hat ihn ein gewisser Mr. Weir, der ihn aus der Ferne steuert. Er bietet den Androiden Commissioner Gordon an und der lässt ihn daraufhin im Wettkampf mit Batman testen. Batman ist zwar schneller, auch mit dem Batmobil, aber der Roboter bewährt sich beim Kampf gegen Ganoven und wird bald zum Polizisten erklärt. Gemeinsam mit Batman zieht er los und bildet mit ihm ein gutes Team. (Robin ist verletzt.) Seine einzige Schwäche: Magnetismus.

Doch schon bald hat er Batman den Rang abgelaufen. Die Zeitungen titeln: „Is Batman’s usefulness at an end?“ Und tatsächlich muss unser Held feststellen, dass Commissioner Gordon bereits das Batsignal einmotten lässt. Batman soll sich künftig nur noch im Archiv nützlich machen. Trostpreis: eigene Sekretärin. Aber Batman als Bürohengst? Abgelöst von einer Maschine? Die Demütigung könnte kaum größer sein!

Doch dann stellt sich bei einem Einsatz heraus, dass der Roboter noch eine Schwachstelle hat: In der Nähe von Röntgenstrahlen setzt er aus. Eine Bleiverkleidung würde ihn zu schwerfällig machen, also ist das Experiment beendet. „It will take more than a machine to replace Batman — I found that out!“, sagt Gordon, der alte Heuchler. Ein Reporter bekräftigt: „Tonight Batman proved in another way that metal can’t replace flesh and blood.“

Doch das ist erst der Anfang …

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Gotham Nocturne: Auftakt einer großen Oper

Titel: Detective Comics Vol 1: Gotham Nocturne – Overture

Autor/Zeichner: Ram V, Simon Spurrier/Rafael Albuquerque, Dani

Erschienen: 2022 (Detective Comics #1062-1065), Hardcover 2023


Bei einem Routine-Einsatz gegen Schmuggler trifft Batman auf den Gangster Bruno Maroni, Neffe von Sal Maroni, dieser aber mutiert, als er sonderbare Töne hört, zu einer Art Monster-Zombie. Da taucht Talia al Ghul auf, erledigt den Gegner und warnt ihren Geliebten, dass „sie“ kommen und er nicht vorbereitet sei. Leider vergisst sie, ihm zu sagen, wer diese Leute sind und wie man sich auf „sie“ vorbereitet.

Also muss Batman mal wieder alles selbst herausfinden. Aber nicht von ungefähr heißt diese Serie Detective Comics! Bruce Wayne fängt an bei sich selbst, ihm geht’s nicht besonders gut, er war schon mal fitter und er merkt allmählich, dass er älter wird. Außerdem wird er heimgesucht vom Fledermausdämon Barbatos, der ihn mit den alten Ängsten und Selbstzweifeln konfrontiert. Dann untersucht er eine sonderbare antike Kiste, die eine unerhörte Melodie spielt.

Arkhams Vorfahren

Parallel dazu tauchen in Gothams die Orghams auf, eine Familie, von der die Arkhams abstammen. Sie beanspruchen das Land, auf dem Gotham City steht, ganz besonders das Gelände mit der Ruine von Arkham Asylum. Sie setzen zunächst den geheilten Harvey Dent wieder als Two-Face ein, damit er für sie die Unterwelt regiert. Doch dann taucht Talias League of Assassins auf, die offenbar eine Rechnung mit den Orghams offen hat …

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Riddler bestraft die Bösen

Titel: Detective Comics Vol. 4: Riddle Me This

Autorin/Zeichner: Mariko Tamaki/Ivan Reis u.a.

Erschienen: 2022 (Detective Comics #1059-1061), Hardcover 2023


Die Richterin Caroline Donovan entdeckt bei sich im Büro eine Bombe mit Fernzünder. Sie kommt mit dem Schrecken davon, Batman holt die Bombe raus. Daraufhin nimmt Bruce Wayne Anteil an ihr, besucht sie im Krankenhaus – bald darauf datet er sie. Aber wer weiß, wie so was in der Regel läuft, weiß, dass es nicht von Dauer sein wird.

Bald darauf findet Batman die Schuldige – und sie stellt sich ihm ganz ohne Gegenwehr. Dann bricht ein tödliches grünes Gas in der Bank of Gotham aus. Der Tatverdächtige bringt sich daraufhin um. Dahinter steckt der Riddler, der neuerdings eine eigene Livesendung hat. Es folgen weitere Straftaten, die von Unschuldigen begangen werden. Doch die sind nur scheinbar unschuldig …

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Batman und der Henker

Titel: The Man With a License to Kill

Autor/Zeichner: unbekannt/Dick Sprang

Erschienen: 1953 (Detective Comics #191), erschienen in Batman: The Golden Age Ombibus Vol. 8


Batman tötet bekanntlich nicht. Zumindest seit 1940 nicht mehr. Und in den kinderfreundlichen 50ern ist Mord in Batman-Comics auch sehr selten geworden. Selbst der ursprüngliche Killer-Clown ist ein zahmer Joker geworden. Batmans Fälle drehen sich meist nur um Diebe und Räuber. Daher ist ein Titel, der einen Mann mit Lizenz zum Töten verspricht, auch bemerkenswert, und die Story ist für die damaligen Verhältnisse tatsächlich von verstörender Brutalität.

Die Geschichte geht so: Ein Gauner bricht aus dem Knast aus. Nun wird er gesucht, tot oder lebendig, dafür gibt es 10.000 Dollar Belohnung. Das lässt sich ein Maskierter in Mönchs- bzw. Henkerskutte nicht zweimal sagen, er zieht mit seiner Knarre los, findet den Flüchtigen und knallt ihn eiskalt ab. Ein völlig legaler Mord – der sich sehr für ihn lohnt. Daher hat er als „Executioner“ ein Geschäftsmodell daraus gemacht. Er bringt Batman, Robin und Commissioner Gordon in sein Geheimversteck (verbindet ihnen vorher die Augen) und prahlt mit einer Wall of Fame mit seinen Steckbriefen.

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Das Dynamische Trio mit Mysteryman

Titel: The Dynamic Trio

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1957 (Detective Comics #245), Hardcover 2022 (Batman: The Silver Age Omnibus Vol. 1)


Menschenschmuggler in Gotham! Flüchtige Verbrecher werden außer Landes gebracht! Aber wie? Und wer steckt dahinter? Offenbar ein schwerer Fall. So schwer, dass Batman und Robin, die versiertesten Verbrechensbekämpfer der Welt, nicht allein damit fertig werden und sich zum ersten Mal (na ja, fast) genötigt sehen, Hilfe zu suchen! Doch wen bitten sie? Superman? Oder etwa Batwoman? Nein, so verzweifelt ist das Dynamische Duo noch nicht, eine Frau zu fragen. (Die Frau muss sich den beiden stets aufdrängen, um helfen zu dürfen.) Stattdessen fragen sie den allerbesten: Mysteryman!

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Ein tierisches Trio: Fuchs, Hai und Geier

Detective Comics #253-321 (DC Comics)

Titel: The Fox, the Shark, and the Vulture/The Terrible Trio

Autor/Zeichner: Dave Wood/Sheldon Moldoff

Erschienen: 1958/1963 (Detective Comics #253, #321)


Batman und Robin sind eigentlich für jede Herausforderung gerüstet, egal ob auf dem Land, im Wasser oder in der Luft. Doch was ist, wenn eine Bande das ebenfalls ist? Beim Terrible Trio, das aus drei Erfindern mit Tiermasken (Fuchs, Hai und Geier) besteht, konzentriert sich jeder auf eines der Fachgebiete. Vulture plündert ein Museumsflugzeug im Flug (was es nicht alles gibt), Fox bohrt sich mit seinem Gefährt durch den Boden einer Bank. Batman und Robin jagen mit dem Batplane hinterher, doch dann entkommt die Bande ins Wasser, wo sie mit Sharks mechanischem Riesenaal davonkommen – dieser schlägt die Helden mit Elektroschocks in die Flucht. Mit einem Schwertfisch-U-Boot plündert die Bande auch ein Schiff.

Doch wo schlägt sie als nächstes zu? Batman hat es bald raus: Im Wasser, denn die drei Bereiche wechseln sich ab. Die drei bewohnen einen Leuchtturm, in dem jeder eine Etage für sich hat: oben der Geier, unten der Fuchs, ganz unten der Hai. Es gibt sogar eine Küche, doch nur der Hai hat ein Bett und einen Sessel. Offenbar müssen die anderen nicht schlafen (und die Toilette erledigt man offenbar draußen).

Also auf zur nächsten Mission: Mit einem „Pilot Fish“-U-Boot dockt man an einem Frachter an, um wertvolle Schätze und Mumien aus dem alten Ägypten zu stehlen. Doch dann erwachen die Mumien zum Leben: Es sind Batman und Robin! Ein fliegender Rochen wird mit dem Batarang abgewehrt, Kugeln, die aus einem Fuchskopf schießen, mit Granaten, schließlich wirft Batman einen Dartpfeil auf die Kontrolle des Leuchtturms und blendet die Gauner, damit sind sie überwältigt.

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Batman unter Wasser: Das Sub-Batmarine


Eine Fledermaus gehört nicht unter Wasser. Aber Batman ist bekanntlich für alles zu haben. Als Millionärserbe ist Bruce Wayne gut gerüstet für Land, Luft und auch die Tiefsee. Bereits 1949 (Detective Comics #147) legt er sich sein erstes U-Boot zu. Es heißt „Sub-Batmarine“, was seltsam erscheint, „Bat-Submarine“ wäre sinnvoller gewesen, da es sonst „Unter-Fledermaus-See(boot)“ bedeutete. Doch das nur als Sprachkritikasterei am Rande.

Das Batmobil kann auf dem Wasser fahren, doch leider nicht tauchen. (DC Comics)

Kommen wir zur Geschichte. Beim Einsatz gegen den Unterwasserpiraten Tiger Shark und seine Taucherbande zeigt sich: Das Batmobil lässt sich selbst von Wasser nicht aufhalten. Bei Bedarf schwimmt es dank Lufttanks auf das U-Boot der Schurken zu, doch spätestens wenn das U-Boot sinkt, ist Rückzug angesagt.

Die Helden bitten den Meereskundler Dr. Gaige (vom Voyager’s Club), ihnen beim Bau eines U-Boots zuhelfen. Mit verbundenen Augen bringen sie ihn in die Batcave, wo das Gefährt in Windeseile entworfen und zusammengebaut wird. (Nur fürs Protokoll: Ein Meereskundler bzw. Ozeanograf kennt sich mit dem Meer aus – er ist kein Maschinenbauer.)

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