Mr. Hydro, der Wasserschurke

DC Comics

Titel: The Water Crimes of Mr. Hydro

Autor/Zeichner: Bill Finger/Bob Kane, Lew Sayre Schwartz

Erschienen: 1952 (Batman #74), Hardcover 2020 (Golden Age Omnibus Vol. 8)


Darf ich vorstellen: Tim Flagg, Häftling, Wasserträger für das Baseballteam im Knast. Zu gerne würde er mitmachen beim nächsten Ausbruchsversuch, er wolle helfen, er habe Grips, sagt er, aber da kriegt er nur seinen Wassereimer über den Kopf und gesagt: Du warst schon immer nur ein „Water-Boy“ und das ist alles, wozu du je gut warst. Man lacht ihn aus. Die Schmach sitzt tief. Da beschließt er, es allen zu zeigen und aus der Not eine Tugend zu machen. „I’ll show ‚em what can be done with water!“

Also lässt er den Wasserturm an der Knastmauer umknicken und sich mit dem Wasserfall in die Freiheit spülen, dann wird er zum Superschurken Hydro, samt blauem Helm und gelbem Anzug – fast sieht er aus wie ein Taucher (wenn der Mund nicht freiläge). Und wider Erwarten ist er damit zunächst sehr erfolgreich. Während er einen Banksafe mit „schwerem Wasser“ knackt, halten seine Komplizen Batman und Robin mit einem Wasserschlauch auf. Später entkommt er, indem er aus dem siebten Stock in ein Planschbecken springt. (Batman will hinterher, aber der Schurke zersticht es.) Hydro will dann einen Damm sprengen, dann stößt er eine Frau in einen Fluss und lässt fast ein paar Wasserballett-Tänzerinnen ertrinken, um von seinem nächsten Raubzug abzulenken.

Batman und Robin können jedes Mal das Schlimmste verhindern, aber Hydro kommt davon. Er reitet auf einer echten Erfolgswelle. Keiner kann ihm das Wasser reichen. (Sorry dafür, konnte ich mir nicht verkneifen.) Er hat sogar ein Geheimversteck mit unzähligen Springbrunnen, aus denen sehr buntes Wasser geschossen kommt. Nur seine Handlanger tragen ganz normale Anzüge – dafür hat das Budget wohl nicht gereicht.

Batcave in Gefahr

Nächster Plan: Hydro spürt die Bathöhle auf und will sie in die Luft jagen, denn aus irgendeinem Grund hat sich herumgesprochen, dass ein unterirdischer Fluss hindurchführt. Leider lässt dann Hydro beim Gang durch die Höhlen die Bombe fallen und sie geht zu früh los, was ein Flut lostritt und die Aufmerksamkeit der Helden weckt, aber den Schurken wie durch ein Wunder unversehrt lässt.

Doch auch da hat Batman vorgesorgt: Eine Art eiserner Vorhang geht runter und schützt die Batcave vor dem Wasser. Dann noch schnell ein Felsen weggehebelt und schon fließt es wieder ab. Da spielt es auch keine Rolle, dass Hydro Batman auf den Kopf geschlagen hat.

Aber jetzt weiß doch Hydro, wo die Batcave liegt? Nein, er hat sich nämlich in den Höhlen verirrt, und wenn man ihn mit seinem Taucheranzug rausführt, wird er auch den Rückweg nicht finden. Daraufhin wird die Batcave vom verräterischen Fluss abgeschnitten.

Und Mr. Hydro? Den sehen wir nie wieder.

>> Batman 1950-1959


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