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The Who singen Batman

The Who veröffentlichten ihre Version der Batman-Theme auf der EP Ready Steady Who (1966). Auf der CD-Version ihres zweiten Albums A Quick One wurde der Song als Bonus-Track aufgenommen.

The Marketts singen Batman

Die Marketts (ursprünglich Mar-Kets genannt) brachten 1966, inspiriert von der TV-Serie mit Adam West, ein ganzes Batman-Album mit Instrumentals heraus: zwölf Stücke mit Titeln wie Bat Cave, Bat Signal, Batmobile, The Bat und Bat Cape, aber auch Titel, die den Erzschurken Joker, Pinguin, Riddler und Catwoman gewidmet sind. Das Auftaktstück ist aber „Batman Theme“, eine Adaption von Neal Heftis TV-Serien-Titelmelodie. Mit der Single kamen die Marketts sogar auf Platz 17 der US-Charts (Billboard Hot 100).

The Marketts: The Batman Theme (Plattencover)

The Marketts: The Batman Theme (Plattencover)

The Standells singen Batman

Heute gibt’s mal wieder was auf die Ohren: Die Batman-Serie der 60er mit Adam West hat auch in der Popmusik Spuren hinterlassen. Neal Heftis Main Theme, mit ihrer eingängigen Melodie und ihrem Ein-Wort-Text, wurde bereits früh oft gecovert. Hier eine Version der Standells.

Zeitverschwendung in der Zukunft

DC Comics

DC Comics

Titel: Batman Beyond Vol. 2 – City of Yesterday

Autor/Zeichner: Dan Jurgens/Bernard Chang

Erschienen: 2015-2016 (Batman Beyond #7-11), Paperback 2016; dt. Panini 2016 (Paperback)


„Batman is dead.“

Während Flüchtlinge von außerhalb nach Gotham strömen, aber nicht reingelassen werden, zieht Matt McGinnis mit Green Lanterns Arm in das zerstörte Metropolis. Batman (Tim Drake) fliegt hinterher, kämpft gegen Splicer (Halb-Mensch-Halb-Tier-Mutanten) und eine fremdgesteuerte Justice League, die wider Erwarten doch lebt.

End of story.

Nach einem vielversprechenden Auftakt im ersten Band (Brave New Worlds) bleibt die Fortsetzung banal und belanglos. Batman Beyond fühlt sich an wie eine Party, zu der man so sehr zu spät kommt, dass schon aufgeräumt wird. Acht Bände dieser Comics habe ich bereits gelesen und besprochen – oder vielmehr habe ich mich durchgekämpft. Und nachdem ich auch dem Neustart zwei Chancen gegeben habe, ist es beschlossen: Batman Beyond ist für mich erledigt. Auch wenn nächstes Mal Terry McGinnis zurückkehrt – es könnte mir nichts egaler sein. Genug Zeit in der Zukunft verschwendet.

Justice League Action: Drei neue Videos

Am 27. November startet die neue Zeichentrickserie Justice League Action auf Cartoon Network. Die ersten Trailer zeigten bereits, dass es sich um eine sehr kindgerechte Serie handeln wird. Die drei neuen Clips bestätigen den Eindruck. Batman und Joker werden erneut von Kevin Conroy und Mark Hamill gesprochen, den Veteranen von Batman: The Animated Series.

Prassen mit Blüten

DC Comics

DC Comics

Titel: The Joker’s Millions

Autor/Zeichner: David Vern Reed/Dick Sprang

Erschienen: 1952 (Detective Comics #180), Paperback 2014 (The Joker: A Celebration of 75 Years)


„Ah, how the mighty have fallen!“ (Joker)

Auf einen Schlag wird der Joker reich – und das ganz legal. Bei der Testamentseröffnung des Gangsters Barlowe bekommt der Joker dessen Vermögen vererbt. Der Clown ist überrascht, weil Barlowe ihn einst gehasst hat. Aber die Freude über den unverhofften Reichtum überwiegt die Skepsis, also prasst der Joker drauflos. Seine größte Freude dabei: er muss nicht mehr rauben, um an Geld zu kommen.

Wer die letzte Episode unserer Joker-Reihe gelesen hat, wird sich wundern: In den 40ern hatte der Joker bereits einen riesigen Geldspeicher, gefüllt mit Geld und Juwelen, und er raubte nur zum Spaß. Hier fängt er offenbar wieder von vorn an, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Der Joker ist also wieder sorglos. Aber zu früh gefreut: bald erkennt er, dass das meiste Geld und die meisten Juwelen gefälscht sind – Barlowe hat ihn reingelegt! Als dann auch noch das Finanzamt vorbeikommt und die Erbschaftssteuer kassieren will (zwei Mio), steckt der Clown Prince of Crime in einer Zwickmühle: Auch wenn er Batman nicht fürchtet, mit dem Finanzamt legt man sich besser nicht an. Aber den Irrtum zugeben will er auch nicht, da er sich nicht zum Gespött der Unterwelt machen will. Also begeht der Joker Verbrechen, allerdings möglichst unauffällige, die sich nicht mit ihm in Verbindung bringen lassen. Das nützt nix, denn wie der Zufall es will, erkennt Batman doch immer wieder die Handschrift des Jokers.

Der Joker leidet: einerseits kann er bei seinen Aktionen nicht den Künstler spielen, andererseits ist er dazu genötigt, auch wenn Batman die Masche durchschaut. Das Katz- und Maus-Spiel gipfelt im Zoo: der Joker sperrt Batman in einem Fledermauskäfig ein – zusammen mit Affen, die wie der Joker geschminkt sind. Aber Batman bleibt auch hier Herr der Lage.

Joker’s Millions wurde 1998 verfilmt. In der dritten Staffel der Animated Series (The New Batman Adventures, Episode 7) ist der Plot im Wesentlichen gleich, allerdings wird Joker unterstützt von Harley Quinn und dem Pinguin, während Batman mit Batgirl (statt Robin) zusammenarbeitet.

Mehr zum Thema:

Alles muss man selber machen

Eingeschlafen vor Langeweile. (Warner Bros.)

Batman und Robin: Eingeschlafen vor Langeweile. (Warner Bros.)

Titel: Batman – Return of the Caped Crusaders

Drehbuch: Michael Jelenic, James Tucker

Erschienen: 2016 (Direct-to-Video)


„It is imperative we follow the rules.“ (Batman)

Adam West lebt. Noch. Mit 88 ist er zwar zu alt, um wieder ins Batman-Kostüm zu steigen, aber dafür gibt es jetzt einen Zeichentrickfilm mit ihm, da reicht seine Stimme. Allerdings ist sie schon sehr brüchig; man hört, dass Batman nicht mehr der Jüngste ist. Und das ist nicht das einzige Problem mit Batman – Return of the Caped Crusaders.

Warum gibt es diesen Film, der auf der Fernsehserie aus den 60ern basiert? Ganz unvermittelt kommt er nicht. DC hat bereits im Jahr 2013 eine Comicserie mit dem Titel Batman ’66 gestartet, die es mittlerweile auf 30 Ausgaben sowie drei Mini-Serien gebracht hat. Der Film ist die animierte Variante davon. Und auf den ersten Blick scheint alles da zu sein: der knallbunte Look, die absurden Situationen, die flachen Kalauer („There’s a bat moon on the rise“), die bemühten Alliterationen („the plan of planetary proliferation was prevented“). Was fehlt, ist aber der trashige Charme, der die Serie und den Film der 60er ausgemacht hat. Es macht einen großen Unterschied, ob man die Schauspieler in billigen Kostümen und Kulissen in einer Parodie herumhampeln sieht, oder nur gezeichnete Versionen davon. Der Animationsfilm wirkt zu sauber, zu glatt, zu steril – und vor allem ist er steif und fade. Der Animation fehlt die Seele. Das Gefühl hatte man schon bei The Killing Joke.

Warner Bros.

Warner Bros.

So schaut man gelangweilt diesem albernen Nostalgie-Trip eine Weile zu und fragt sich warum, wenn man all das schon gesehen hat. Okay, Adam West war bis dato noch nie im Weltall gewesen. Die Sache mit der Batrakete ist neu – und dann auch noch eine Raumstation, die aussieht wie der Kreml, ganz nett. Und ich gebe zu, dass mir auch die Szene gefallen hat, als die beiden schwerelos an der Wand der Raumstation entlanglaufen – und es ohne Seil so viel leichter geht und Batman wieder moralisiert „there are consequences doing things the easy way“. Ein kleines Schmunzeln.

Dann nimmt die Handlung sogar eine interessante Wendung: Batman wird (dank eines Wundermittels von Catwoman) langsam böse. Er benutzt einen gezackten Schlagring, er sagt so einen Killer-Satz wie „this is an operation table and I am the surgeon“ (ein Zitat aus The Dark Knight Returns) und wenn Gordon mit ihm spricht, verschwindet er plötzlich im Nichts, was in der heilen Welt der 60er noch gar nicht typisch für den sonst höflichen Batman ist. Der Caped Crusader wird zum Dark Knight – ja mehr noch, er übernimmt die Stadt. Dank eines Reproduktionsstrahls vermehrt er sich selbst, ersetzt die Polizei, die Justiz und den Bürgermeister, sogar andere Jobs. Batman weiß: Wenn du willst, dass es richtig läuft, muss man es selbst machen. Und der moderne Batman macht am liebsten alles selbst.

Dieses Spiel mit Anachronismen, die die Autoren in den Film reinbringen, macht ihn dann doch guckbar. Es bleibt ein kindischer Film und kein besonders sehenswerter, aber wer ein Fan der Vorlage ist, könnte auch hier seinen Spaß haben. Dann lohnt sich sogar der Abspann, denn da sieht man Batman eine ausführliche Version des Batusi tanzen.

P.S.: Für 2017 ist bereits eine Fortsetzung angekündigt, mit William Shatner als Two-Face. Das Besondere daran: Two-Face kam nie in der Serie vor.

Best of Batman Beyond

Terry McGinnis ist zurück. In der neuen Batman Beyond-Comic-Serie (DC Rebirth) ist der Batman der Zukunft wieder der alte, nachdem Tim Drake zwischenzeitlich übernommen hatte. DC nimmt das zum Anlass, in Nostalgie zu schwelgen und die besten Momente der Beyond-Episoden Revue passieren zu lassen.

Abgesehen davon, dass die Ausschnitte in dem Video viel zu lang sind: mit den meisten Punkten der Liste kann ich gut leben – allein die Folgen mit dem Eierbaby und dem Hund, naja … Zu den Highlights zählen aber die Episoden, die auch ich schon hier vorgestellt habe:

Auch interessant sind die Justice League Unlimited-Episoden „The Once and Future Thing“ und „Epilogue„.

Tod durch TV Dinner

So eine Fertigmahlzeit erscheint uns heute als Armutszeugnis: liebloses Essen für Einsame und Faule – und eine Umweltsünde obendrein. In den USA der 50er war das TV Dinner ein Ausdruck des modernen Lebens – vor dem Fernseher. Im neuen Animationsfilm Batman: Return of the Caped Crusaders, einer Adaption der 66er Serie, wird ein überdimensiones TV Dinner zur Todesfalle für Batman und Robin. Es wird wohl nicht der einzige ironische Seitenhieb auf den Zeitgeist der 60er sein.

In diesem Video sieht man nicht nur einige neue Ausschnitte aus dem Films, es sprechen auch die Macher über die Hintergründe und Entstehung des Werks, das am 11. Oktober digital und am 1. November auf Blu-ray erscheint. Ob die gezeichnete Version wohl den trashigen Charme der Serie einfangen wird? Hoffentlich wird das Ganze nicht bloß ein fades Instant-Mahl.

Batman TAS: Wie alles begann

Bevor die erste Episode von Batman: The Animated Series produziert wurde, schufen Bruce Timm und Eric Radomski einen zweiminütigen Kurzfilm, um Warner Bros. zu präsentieren, wie die Serie aussehen sollte. The Dark Knight’s First Night (1990) erzählt, wie Batman auf dem Dach eines Hauses drei Juwelendiebe überrascht und vermöbelt, bis die Polizei mit Commissioner Gordon eintrifft. Weil die Tonspur verloren ist, hat man für den DVD-Bonus die Musik des späteren Vorspanns drübergelegt.

Der Stil erinnert noch sehr stark an die gummihaften Bewegungen der Tiny Toon Adventures, an denen Timm zuvor gearbeitet hat. Leicht albern wirkt es, wie Batman den Kugeln ausweicht, als wäre er Flash. Aber der Zeichenstil ist schon sehr nah dran an dem, was einmal die Serie ausmachen wird. Und im Grunde kann man in dem Pilotfilmchen den Prototyp zum legendären Vorspann sehen, der für mich zumindest der Inbegriff von Batman ist.