Terry McGinnis ist zurück. In der neuen Batman Beyond-Comic-Serie (DC Rebirth) ist der Batman der Zukunft wieder der alte, nachdem Tim Drake zwischenzeitlich übernommen hatte. DC nimmt das zum Anlass, in Nostalgie zu schwelgen und die besten Momente der Beyond-Episoden Revue passieren zu lassen.
Abgesehen davon, dass die Ausschnitte in dem Video viel zu lang sind: mit den meisten Punkten der Liste kann ich gut leben – allein die Folgen mit dem Eierbaby und dem Hund, naja … Zu den Highlights zählen aber die Episoden, die auch ich schon hier vorgestellt habe:
So eine Fertigmahlzeit erscheint uns heute als Armutszeugnis: liebloses Essen für Einsame und Faule – und eine Umweltsünde obendrein. In den USA der 50er war das TV Dinner ein Ausdruck des modernen Lebens – vor dem Fernseher. Im neuen Animationsfilm Batman: Return of the Caped Crusaders, einer Adaption der 66er Serie, wird ein überdimensiones TV Dinner zur Todesfalle für Batman und Robin. Es wird wohl nicht der einzige ironische Seitenhieb auf den Zeitgeist der 60er sein.
In diesem Video sieht man nicht nur einige neue Ausschnitte aus dem Films, es sprechen auch die Macher über die Hintergründe und Entstehung des Werks, das am 11. Oktober digital und am 1. November auf Blu-ray erscheint. Ob die gezeichnete Version wohl den trashigen Charme der Serie einfangen wird? Hoffentlich wird das Ganze nicht bloß ein fades Instant-Mahl.
Bevor die erste Episode von Batman: The Animated Series produziert wurde, schufen Bruce Timm und Eric Radomski einen zweiminütigen Kurzfilm, um Warner Bros. zu präsentieren, wie die Serie aussehen sollte. The Dark Knight’s First Night (1990) erzählt, wie Batman auf dem Dach eines Hauses drei Juwelendiebe überrascht und vermöbelt, bis die Polizei mit Commissioner Gordon eintrifft. Weil die Tonspur verloren ist, hat man für den DVD-Bonus die Musik des späteren Vorspanns drübergelegt.
Der Stil erinnert noch sehr stark an die gummihaften Bewegungen der Tiny Toon Adventures, an denen Timm zuvor gearbeitet hat. Leicht albern wirkt es, wie Batman den Kugeln ausweicht, als wäre er Flash. Aber der Zeichenstil ist schon sehr nah dran an dem, was einmal die Serie ausmachen wird. Und im Grunde kann man in dem Pilotfilmchen den Prototyp zum legendären Vorspann sehen, der für mich zumindest der Inbegriff von Batman ist.
IGN.com hat einen neuen Trailer zum nächsten Animationsfilm Batman: Return of the Caped Crusaders veröffentlicht. Der Film setzt die Batman-TV-Serie der 60er Jahre fort, die damaligen Darsteller Adam West und Burt Ward sprechen hier die Hauptrollen. Im Trailer sehen wir, wie sich die klassischen Schurken Joker, Pinguin, Riddler und Catwoman vereinen, um das Dynamische Duo auszuschalten. „Holy unholy alliance!“, sagt Robin dazu. Dabei soll das Abenteuer sogar ins Weltall führen. Wie üblich ist Batman hier kein Vigilant, der über dem Gesetz steht und nach Gutdünken Leute verdrischt, sondern ein lupenreiner Spießer, der nicht einmal bei Rot über die Straße geht.
Das Drehbuch stammt von Michael Jelenic (Teen Titans Go!) and James Tucker (Justice League vs. Teen Titans), Regie führt Rick Morales (LEGO DC Comics Super Heroes – Justice League: Cosmic Clash).
Der Film erscheint am 11. Oktober digital in den USA und am 1. November auf Blu-ray.
Eine verdrängte Nachricht wird Wirklichkeit: Adam West und Burt Ward kehren zurück in ihre Paraderollen als Batman und Robin. Ja, genau: die lächerlichen Versionen aus der TV-Serie der 60er Jahre und aus dem dazugehörigen Film. Im neuen Film, Batman: Return of the Caped Crusaders, werden sie allerdings nur zu hören sein: zu sehen sind sie bloß als animierte Figuren.
Ein Teaser-Trailer gibt einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Klar: es wird absurd. In dem Video (exklusiv von Entertainment Weekly) liegen Batman und Robin auf einem riesigen Kantinen-Tablett und werden in einen riesigen Ofen befördert. Batman befreit sich und verkündet das Erscheinen des neuen Films: am 11. Oktober digital und am 1. November 2016 auf Blu-ray. Das kann ja heiter werden …
Batman Beyond (dt. Batman of the Future) hat als Zeichentrickserie einen so großen Eindruck hinterlassen, dass nach drei Staffel nicht nur ein Film folgte (Batman Beyond – Return of the Joker), sondern auch mehrere Comic-Serien. Mittlerweile ist der Zukunfts-Batman sogar in den Kanon eingegangen. Leider waren von der Zeichentrickserie bisher nur die erste Staffel und der Film in deutscher Fassung auf DVD zu haben. Nachdem Amazon die Batman – The Animated Series online gestellt hat, gibt es jetzt auch Batman of the Future als Download. Alle drei Staffeln, 52 Folgen. Auch diese Serie ist nicht im Prime-Paket enthalten, sondern muss für 2,49 Euro pro Episode oder 16,99 Euro gekauft werden. Außerdem ist sie bloß in SD-Qualität verfügbar. Eine DVD- oder Blu-ray-Veröffentlichung ist bisher nicht angekündigt.
Batman kommt wieder gezeichnet ins Fernsehen – und er ist nicht allein: Justice League Action, wird die Serie heißen. Mit dabei sein werden Superman, Wonder Woman, Booster Gold, Firestorm und noch zig weitere Helden. Klassische Schurken wie Lex Luthor, Joker und Mongul werden zu den Gegnern gehören. Als Sprecher wurden unter anderem Kevin Conroy (Batman) und Mark Hamill (Joker) verpflichtet, die schon bei Batman The Animated Series dabei waren. Die Serie wird, wie das im gleichen Stil gezeichnete Teen Titans Go, bei Cartoon Network laufen. Ein Starttermin steht noch nicht fest.
DC Comics
Nachtrag am 23. Juli: Hier noch ein Video zu den Hintergründen.
Von Batman gibt es so gut wie alles auf DVD oder sogar Blu-ray, zuletzt sogar die 66er-Serie mit Adam West. Aber eine Komplett-Box von Batman: The Animated Series wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Die Staffeln kann man nur einzeln als Import mit englischer Tonspur kaufen, eine deutsche Fassung fehlt.
Nun hat Amazon alle Folgen der legendären Zeichentrickserie der 90er digital verfügbar gemacht – nicht nur Batman, sondern auch das Superman-Pendant. Für die üblichen 2,49 Euro pro Folge oder 24,99 Euro pro Staffel. Bei vier Staffeln kommt man da auf stolze 100 Euro – ohne Originalversion wohlgemerkt. Auch wenn jetzt manche in Jubel ausbrechen – das ist dreist teuer für eine mehr als 20 Jahre alte Serie.
Sparfüchse werden noch warten müssen, bis die Serien im Prime-Abo enthalten sind, wie es für Justice League Unlimited bereits der Fall ist. Und wer sich lieber Silberscheibchen ins Regal steht, der wird sich ohnehin noch eine Weile gedulden müssen.
Erschienen: 1998 (The New Batman Adventures S01E11)
„Oh baby, you’re the best! The ultimate thrill! The final stunt! Me and you! Yeah! Yeah! Yeeeah!“ (Roxy Rocket)
Heute möchte ich euch eine meiner Lieblingsepisoden von Batman TAS vorstellen. Seltsam, dass ich nicht schon früher darauf gekommen bin, aber jetzt ist wohl die Zeit reif dafür. Die Rede ist von einer Folge aus der dritten Staffel, die ohnehin genial ist, allein schon visuell, wegen ihres kantigeren Stils, aber auch wegen einiger ausgefeilter Storys (z.B. Over the Edge). In der Folge „The Ultimate Thrill“ bekommt Batman es mit einer neuen Schurkin zu tun, der Diebin Roxy Rocket, einer ehemaligen Stuntfrau. Und wie so oft ist die rothaarige Schurkin nicht irgendeine Frau, sondern eine mit Feuer, deren Charme man nur schwer widerstehen kann. (Ihren ersten Auftritt hatte sie in Batman Adventures Annual #1, 1994.)
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Das Feuer ist wörtlich gemeint: Denn sie reitet, wie der Name schon sagt, auf einer Rakete. Klingt albern? Mag sein. Aber der Verstand setzt hier schnell aus und weicht der reinen Freude am Zuschauen. Denn Roxy ist nicht nur fit im Raketenflug, sondern auch eine gewitzte Person, die Batman immer wieder abhängt und mit einem lockeren Spruch dumm dastehen lässt. Es ist eine Lust, diese pfiffige und rasante Episode zu sehen.
Apropos Lust: Es geht beim „letzten Kick“ um nichts anderes. Und das ist mehr als nur Subtext, es braucht wirklich nicht viel Fantasie, um sexuelle Erregung darin zu sehen. Wie sich Roxy in ihrem Todesmut jedes Mal einen abstöhnt, wenn sie durch die Luft fliegt, das ist schon fast nichts mehr für Kinder. Gerade im Finale, wenn sie mit Batman auf der Rakete sitzend auf eine Felswand zurast (und sich dabei sogar auszieht!), scheint sie buchstäblich einen Orgasmus zu erleben. (Man sollte sich allein die Tonspur anhören.)
Nicht ohne Grund reitet Roxy auf einem großen Phallussymbol und sagt solche Dinge wie: „Ich mag Männer mit Durchhaltevermögen.“ Sagen wir’s frei heraus: Es geht um eine Frau, die für eine Riesenerektion die Beine breit macht. Und wie geht Batman darauf ein? Ach, ihr kennt doch den alten Miesepeter …
P.S.: Selbst Co-Creator Bruce Timm hat zugegeben, dass „The Ultimate Thrill“ eine der frivolsten Episoden der Zeichentrickserie ist.
Batman kann alles. Und er hat auch schon alles gemacht. Gerade im Silver Age lautete die Devise „Anything Goes“ und die TV-Serie der 60er-Jahre (und der dazugehörige Film Batman hält die Welt in Atem) hat auf die Spitze getrieben: Batman für für jeden Quatsch zu haben. Sogar zum Tanzen. Natürlich konnte ein Batman-Tanz nicht ausgeführt werden, ohne dass er – wie alles andere in der Serie – ein Label bekam. Und so wurde aus dem populären Watusi ein „Batusi“.
Gleich in der ersten Folge, „Hi Riddle Diddle„, schwingt Adam West die Hüften. Und natürlich gleich mit einer Frau. Wie es dazu kommt? Durch die Erklärung wird es nicht sinnvoller: Der Riddler legt Batman und Robin herein. Statt mit seinen Rätseln ein Verbrechen anzukündigen, inszeniert er eine Situation, in der sich das Dynamische Duo blamiert. Daraufhin verklagt der Riddler die beiden. Obwohl Batman und Robin nichts zu befürchten haben, weil niemand ihre wahre Identität kennt, nimmt Bruce Wayne sich das sehr zu Herzen, wälzt juristische Fachliteratur und sieht keinen Ausweg, als vor Gericht zu erscheinen. Denn dieser Batman ist kein Outlaw, der macht, was er will – er ist streng gesetzestreu. Doch da kommt Robin auf den Trichter, dass die Vorladung ein Hinweis sein könnte. Der führt in den Nachtclub „What A Way to Go Go“.
An der Bar bestellt Batman erstmal einen großen Orangensaft – „Batman Special“ – (Robin hat keinen Zutritt, da minderjährig) und trifft auf eine Frau, die ihn nicht lange überreden muss, mit ihr zu tanzen. Kaum bittet sie ihn, kippt er seinen O-Saft auf ex und rockt den Tanzboden, wobei die Vibes eher durch die Arme und Hände gehen. Markenzeichen: mit den Fingern ein V machen und quer über die Augen ziehen. „You shake a pretty mean cape, Batman“, sagt die Tanzbiene, und selbst Robin groovt mit, während er den Batusi vom Batmobil aus per Liveschalte verfolgt. (Wo ist die Kamera? Egal.) Doch die Einlage endet abrupt, weil Batman zusammenbricht. Der Drink ist ihm nicht bekommen …
Eine weitere Gelegenheit, das Cape zu schwingen, bekommt Batman in „The Pharaoh’s in a Rut“ (S01E28). Zunächst scheint es so, als stünde der Held unter dem Einfluss des Schurken King Tut, als er ihn auffordert, zu seiner Belustigung zu tanzen. King Tut lässt „Bat Music“ auf einem goldenen Grammophon auflegen, Batman legt sich richtig ins Zeug, zeigt vollen Körpereinsatz, hopst wild herum und dann knallt es plötzlich („BIFF!!!“) – er beginnt, des Pharaos Schergen zu vermöbeln. Aus dem Tanz wird eine Schlägerei, aus der Schlägerei ein Schwertkampf („CLANK!“), Robin springt dazu und nach ein paar weiteren Faustschlägen liegen die Gegner am Boden. So geschickt, so elegant, so durchtrieben – Batman hat es mal wieder allen gezeigt.
Der Batusi machte Schule, er wurde zum Mode-Tanz – wenn man überhaupt von einem richtigen Tanz sprechen kann. Wer ihn ‚erfunden‘ hat, dazu gibt es verschiedene Versionen. Auch später, von Pulp Fiction (1994) bis zum Akte X-Revival (2016), wurde der Batusi gepflegt. Doch das nächste Mal, als Batman im Film einen Nachtclub aufmischte, sparte er sich das Vorspiel. In The Dark Knight (2008) war der Kampf der Tanz.