The Animated Series

Catwoman in Batman: The Animated Series

Catwoman mit Isis (Warner Bros.)

In Batman: The Animated Series ist Catwoman mehr als nur eine Diebin. Eigentlich ist sie nicht einmal eine Schurkin, sondern vielmehr eine tragische Tierschützerin. In der ersten Doppelfolge (The Cat and the Claw I-II, S01E15-16) geht es ihr darum, ein Naturschutzgebiet für Berglöwen zu erhalten. Das Stehlen ist für sie nur Mittel zum guten Zweck.

Gleich zu Beginn erwischt Batman sie zwar bei einem Einbruch, aber sie entkommt. Batman rettet ihre dressierte Katze Isis vor einem Lastwagen. Bei ihrer zweiten Begegnung gibt es dafür zwar den ersten Kuss, aber Batman bleibt ein Prinzipienreiter: Catwoman soll sich der Polizei stellen – so will es das Gesetz. Catwoman ist nicht begeistert und entkommt wieder.

Red Claw

Batman wiederum jagt die Terroristin Red Claw. Sie will in Gotham die Pest loslassen. Weil Red Claw auch dem Katzengehege im Wege steht, werden Catwoman und Batman zu Verbündeten. Doch auch emotional besteht sofort eine Anziehung zwischen den beiden.

Catwoman küsst Batman

Catwoman bedankt sich bei Batman

Als sich Bruce Wayne und Selina Kyle begegnen, ist sie jedoch nicht interessiert … Bruce lässt sich für Abendessen für wohltätige Zwecke versteigern. Selina überbietet alle anderen mit 10.000 Dollar, aber ihr geht es nur um den Tierschutz. Selina hat hier übrigens – im Gegensatz zu den Comics – blonde Haare.

Catwomans Versteck

Zu Beginn der nächsten Episode, Cat Scratch Fever (S01E36), muss Selina Kyle sich vor Gericht verantworten. Wegen ihres Einsatzes gegen Red Claw bekommt sie nur fünf Jahre auf Bewährung. Dafür darf sie nie wieder in das Katzenkostüm steigen. Als sie aber sieht, dass der böse Unternehmer Roland Daggett Katzen und Hunde mit einer neuen Seuche infiziert, um hinterher ein Heilmittel an die Stadt zu verkaufen, wird sie wieder rückfällig.

Selina und Batman

Selinas eigene Katze, Isis, infiziert ihre Besitzerin. Selina muss daraufhin von Batman gerettet werden. Beste Stelle: Batman befühlt (durch seinen Handschuh) Selinas Stirn und sagt: „Du bist ja ganz heiß.“ Selina: „Endlich merkst du’s.“ Starke Gegner hat Batman hier nicht, nur einen Hund und zwei Handlanger mit Maschinengewehr. Brenzlig wird es allerdings im Finale, wenn Batman durch einen zugefrorenen See schwimmen muss.

Selina Kyle als Katzenfrau

Catwoman pausiert eine Weile. In Tyger, Tyger (S01E42) spielt nur Selina Kyle eine Rolle. Die wird von einem verrückten Wissenschaftler entführt, der sich aus der DNA von Menschen und Tieren Monster herstellt, darunter einen Katzenmenschen (Tygrus) und einen Gorillamenschen. Selina wird zur wahren Katzenfrau. Batman muss das rückgängig machen, bevor es endgültig ist. Dabei duelliert er sich mit Tygrus. Der Katzenmensch will zwar Selina dazu überreden, so zu werden wie er, aber so weit geht ihre Katzennatur dann doch nicht.

In den folgenden zwei Episoden (Catwalk, S02E09) wird Catwoman vom Bauchredner/Scarface manipuliert und darf sich mit der Hilfe von Batgirl an Roland Daggett rächen (Batgirl Returns S02E20). Catwoman will sich beinahe zum Töten hinreißen lassen. Doch eine sehr große Wandlung macht sie in der dritten Staffel durch (The New Batman Adventures). Wie alle Charaktere bekommt auch sie ein neues Design: Selina Kyle trägt nicht mehr lange blonde, sondern kurze schwarze Haare, als Catwoman ist sie nicht mehr grau-schwarz, sondern minimalistisch schwarz mit weißen Augen und weißem Gesicht.

Die neue Catwoman mit Nightwing

In You Scratch My Back (S03E05) hilft sie Nightwing gegen einen Schmuggler-Ring. Aber Nightwing, der gerade dabei ist, sich von Batman zu emanzipieren, will keine Hilfe. Erst recht nicht von ihr. Wie so oft muss Catwoman sich rechtfertigen, geläutert zu sein. Tatsächlich sind die beiden ein gutes Team, sie tricksen sogar Batman aus, der ihnen ständig folgt. Am Ende stellt sich aber Selina als die Schurkin heraus. Sie hat Nightwing nur benutzt, um an einen Smaragd heranzukommen. Doch Nightwing hat das bereits kommen sehen …

Selina Kyle spielt mit ihren Katzen

Selina Kyle spielt mit ihren Katzen

Von der Tierschützerin mit dem guten Herzen ist nichts mehr übrig. Selina Kyle ist die Femme fatale, die auch nicht davor zurückschreckt, sich an Nightwing heranzumachen. Sie drückt ihm einen Kuss auf – aber das gefällt ihm gar nicht. Nightwing kann noch so unabhängig tun, er wird immer im Geiste Batmans unterwegs sein. Zwischen Batman und Selina geht es übrigens nur noch sehr eisig zu. Die Liebe scheint verflogen …

Catwoman küsst Nightwing

Catwoman küsst Nightwing

Wie es dazu kam, erfährt man in der Comic-Story „Claws“ (Gotham Adventures #4, enthalten in Catwoman: A Celebration of 80 Years). Catwoman befreit einige Katzen aus einem Labor, das illegale Tierversuche für Kosmetika durchführt. Dann entführt sie die Chefin der Firma und zerkratzt ihr zur Strafe das Gesicht. Für Batman geht das zu weit, es kommt zum Bruch, Selina kann ihm danach nicht mehr in die Augen sehen. Sie legt sich ein neues Kostüm zu – und färbt sich nicht mehr die Haare blond, weil für das Mittel Katzen leiden mussten. So kehrt sie zurück zu ihrem natürlichen Schwarz – und zum Verbrechen.

DC Comics

>> Liste der Batman: The Animated Series-Episoden

>> Liste der Catwoman-Comics

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Im Bann der Puppe

Scarface und Bauchredner

Titel: Read My Lips/Catwalk/Double Talk (dt. Der Bauchredner/Katzenjammer/Dem Bösen verfallen)

Erschienen: 1993/1995/1997 (Batman: The Animated Series S01E64, S02E09, The New Batman Adventures S01E04)


Eine dreiköpfige Bande raubt ein Wettbüro bei einem Boxwettkampf aus. Sie geht geschickt vor, alles ist gut geplant. Die Beute laden sie bei ihrem Boss ab: Scarface, ein neuer Gauner in der Stadt. Comicleser kennen ihn schon, aber für die Zuschauer von Batman: The Animated Series bleibt es spannend. Man sieht ihn zunächst nur von hinten. Arnold Wesker steht neben ihm. Erst nach acht Minuten der Episode („Read My Lips“), als Wesker Scarface wecken soll, wird klar, dass es sich um eine Handpuppe handelt und Wesker der Bauchredner und damit eigentlicher Schurke ist.

Scarface und Bauchredner

Als Batman ihm einen Besuch abstattet, erfährt er, dass Wesker eine gespaltene Persönlichkeit hat. Beide scheinen nicht voneinander zu wissen. Batman verwanzt Wesker. Doch dann wird er in eine Falle gelockt. Der Bauchredner gehorcht seiner Puppe. Batman schafft es, Wesker mit eigenen Bauchrednerkünsten (hat er beim Magier Zatarra gelernt) zu verwirren, indem er so tut, als würde Scarface sprechen. Am Ende wird die Puppe von einem Handlanger „erschossen“.

Wesker landet in Arkham. Die Ärzte sagen, er spreche auf die Behandlung an. Doch in der Holzwerkstatt arbeitet Wesker bereits an einer neuen Puppe. Das letzte Bild zeigt, wie er mit einem Messer eine Narbe in den Kopf schneidet.

Catwoman mit Scarface

In der zweiten Staffel trifft Scarface auf Catwoman („Catwalk“). Diese hat die Karriere als Verbrecherin aufgegeben. Als Scarface ihr jedoch einen Plan für einen Juwelenraub anbietet, kann sie nicht widerstehen. Denn Scarface verspricht ihr auch die Gelegenheit, sich einer Familie zu rächen, die Tiere ausgerottet hat.

Scarface legt Catwoman allerdings herein. Ihm geht es nicht um die Juwelen, sondern um die ausgestopften Tiere. Die sind selten und damit auch teuer auf dem Schwarzmarkt. Beim Finale in einem Holzlager wird die Puppe von einer Kreissäge in Stücke gerissen. Selina bekennt sich am Ende zu ihrer Rolle – sie kann nicht aus ihrer Haut. Und so geht es natürlich auch dem Bauchredner.

Der neue Scarface

Allerdings: In der dritten Staffel („Double Talk“, The New Batman Adventures) besteht Grund zur Hoffnung. Arnold Wesker wird aus Arkham entlassen. Er gilt als geheilt. Kaum beginnt er ein neues Leben und einen neuen Job bei Wayne Enterprises, scheint Scarface von selbst zurückzukehren. Wesker hört dessen Stimme und Batman kann ihn sogar laufen sehen. Es stellt sich die Frage, ob die Puppe über ein Eigenleben verfügt. Und falls ja: Kann Wesker sich ihm widersetzen?

Arnold Wesker

Schon bei seinem zweiten Auftritt wirkt Scarface anders: Die Puppe hat viel mehr Mimik als beim ersten Mal. In der dritten Staffel sieht sie zwar anders aus (was auch für jede andere Figur der Serie gilt), aber hinter ihrer Lebendigkeit steckt nur ein Trick. Scarfaces alte Komplizen wollen den Bauchredner zurückholen. Batman und Batgirl helfen Wesker dabei, sich der Stimme in seinem Kopf zu widersetzen. Wesker erschießt Scarface selbst und wieder landet die Puppe im Schredder.

Scarfaces Ende

Was der animierten Scarface-Version fehlt, ist jegliche Vorgeschichte. Wir erfahren nichts über Weskers Vorleben oder wie die Puppe entstanden ist. Dafür bekommt er im dritten Teil viel Charaktertiefe als armer, einsamer von Ängsten geplagter Mann. Immerhin ist ihm ein optimistisches Ende gegönnt.

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Batgirl trifft Catwoman

Batgirl und Catwoman (Warner Bros.)

Titel: Batgirl Returns (dt. Batgirls Rückkehr)

Drehbuch: Michael Reaves, Brynne Stephens

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series S02E20)


Wenn Batman nicht in der Stadt ist, müssen die Mädels ran: Als eine Katzenstatue gestohlen wird, macht sich Batgirl auf die Suche – und trifft dabei (so ein Zufall) Catwoman. Natürlich ist die Katzendiebin sofort die Hauptverdächtige, doch die beteuert, unschuldig zu sein. Batgirl glaubt ihr und die beiden machen sich auf die Suche nach dem wahren Täter. Sie treffen auf einen alten Bekannten: Roland Daggett. Mit ihm hat Catwoman noch eine alte Rechnung offen …

Batgirls Rückkehr kann leider nicht mit dem furiosen Auftakt der Figur mithalten, allzu formelhaft verläuft die Story, inklusive der altbekannten Moral: Wir dürfen nicht töten, sonst sind wir nicht besser als die Verbrecher. Geschenkt. Trotzdem macht es Spaß, die beiden starken Frauenfiguren gemeinsam losziehen und auch gegeneinander kämpfen zu sehen. Batgirl ist in The Animated Series ein besonders liebenswerter Charakter.

Für Batman sogar sehr liebenswert. Am Anfang sehen wir, wie Batgirl ihn vor Joker, Two-Face und Pinguin rettet und er sich mit einem Kuss revanchieren will – aber das ist leider nur eine Traumsequenz …

>> Liste der Batman: The Animated Series-Episoden

Selbst ist die Frau

Barbara wird Batgirl.

Titel: Shadow of the Bat I-II (dt. In Batmans Schatten)

Drehbuch: Brynne Stephens

Erschienen: 1993 (Batman: The Animated Series S01E57-58)


„Für einen mehr ist immer noch Platz.“ (Bruce Wayne)

Commissioner Gordon wird wegen Verdachts auf Bestechlichkeit verhaftet. Seine Tochter Barbara will Batman dafür gewinnen, sich für ihn öffentlich einzusetzen. Als der nicht bei einer Kundgebung auftauchen will, steigt sie ins Kostüm und gibt sich (mit Schulterpolstern) als Batman aus. Sie verhindert einen Anschlag. Nachdem Batman in Gefangenschaft gerät, wird Barbara zu Batgirl.

Batgirl und Robin.

Der Schurke, der hinter allem steckt, ist Two-Face. Er arbeitet mit Gil Mason zusammen, dem stellvertretenden Commissioner – er will Gordon aus dem Weg schaffen, um Karriere zu machen. Mit vereinten Kräften kann das Dynamische Trio alles wieder richten.

Batgirls erster Auftritt.

Barbara Gordon bekommt einen starken Auftritt. Nachdem sie bereits in Heart of Steel in der Serie eingeführt wurde, darf sie hier richtig aufblühen. Sie ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt, selbst mitanpackt und Courage zeigt. Dass ihr anfangs nicht alles gelingt, dass sie sich noch ziemlich ungeschickt anstellt, macht sie nur noch sympathischer. Denn schließlich hat sie da Erfolg, wo Batman scheitert.

Matches Malone und Two-Face.

Weitere Höhepunkte: Batman tritt als Matches Malone auf und am Ende wird Two-Face von einer riesigen Silberdollar erdrückt. Und dann ist da noch die fantastische Batgirl-Theme, die diesen Charakter perfekt einfängt – und im Ohr bleibt. Das alles macht Shadow of the Bat zu einer der besten Episoden.

Barbara als Batman.

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Batman: The Animated Series ab Oktober auf Blu-ray

Warner Bros.

Am 16. Oktober 2018 ist es endlich soweit: Batman: The Animated Series erscheint auf Blu-ray – zumindest in den USA. Alle 109 Episoden der 90er-Jahre-Serie (drei Staffeln, also auch The New Batman Adventures) werden auf zehn Discs in HD verfügbar sein, dazu die beiden Filme Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom) und SubZero (dt. Eiszeit), die bereits auch einzeln auf Blu-ray erschienen sind (allerdings nicht in Deutschland).

Warner Bros.

Als Extras gibt es zwölf Audiokommentare und 24 Featurettes, wie etwa die 60-minütige Doku Heart of the Batman. Außerdem werden die Blu-rays mit einem Art-Book und drei Funko-Figuren aufgewertet Der Preis beträgt derzeit 113 US-Dollar. Für 25 Dollar mehr kann man sich eine Ausgabe mit einem von zwei passenden T-Shirts kaufen. Weitere Details auf blu-ray.com und im WBShop.

Von dieser Deluxe Limited Edition erscheinen 30.000 Stück. Wer eine haben will, sollte sich beeilen. Oder einfach auf die deutsche Ausgabe warten – falls es je eine geben wird. Denn eine Ankündigung für den deutschen Markt lässt auf sich warten. Hier kann man sich die Serie nur (für viel Geld) im Amazon-Stream ansehen, allerdings nicht in der optimierten Fassung.

Batman, der Terminator

Batman mit Verkabelungsproblemen.

Titel: His Silicon Soul (dt. Seelen aus Silizium)

Drehbuch: Marty Isenberg, Robert N. Skir

Erschienen: 1992 (Batman: The Animated Series S01E62)


Als Einbrecher ein Lager für Elektroteile aufsuchen, bricht plötzlich Batman aus einer Kiste aus und überführt sie. Doch etwas stimmt nicht mit ihm: Es stellt sich heraus, dass er ein Roboter ist. Das überrascht ihn selbst. Er kommt nach Wayne Manor, er erinnert sich an seine Eltern, an Alfred, aber als Alfred die Kabel aus dessen Brust hängen sieht, ist er schockiert.

Robo-Batman erkennt seinen Vater.

Nachdem der Roboter-Batman weg ist, taucht der echte Batman auf. Seine Vermutung: der falsche Batman ist ein Duplikat aus Karl Rossums HARDAC-Fabrik – allerdings müsste sie vor Monaten zerstört sein. Rossum hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen und pflanzt jetzt Gemüse an. Als sich herausstellt, dass der böse Computer HARDAC im künstlichen Batman fortbesteht und immer noch alle Menschen durch Roboter ersetzen will, kommt es zum Unvermeidlichen: Batman kämpft gegen den Roboter-Batman.

Terminator-Batman mit Schwert.

Wie schon in der herausragenden Doppelfolge Heart of Steel spielt auch diese Episode mit dem Horror von künstlichen Lebensformen. Diesmal wird Batman zu einer Art Terminator mit roten Augen, der sich sein menschlich wirkendes Gesicht nur wie eine Gummimaske über den stählernen Schädel stülpt. Am Ende ist er nur noch halbgesichtig unterwegs. Doch er ist nicht nur ein Monster, sondern ein Wesen mit einem eigenen Bewusstsein und Gefühlen. So kommt es dazu, dass Batman sich am Ende fragt, ob diese Maschine nicht vielleicht doch eine Seele hatte …

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Der Bulle und das Spitzohr

Bullock im Visier

Titel: A Bullet for Bullock (Zahltag)

Drehbuch: Michael Reaves

Erschienen: 1995 (Batman: The Animated Series S02E02)


Jemand versucht, Harvey Bullock umzubringen. Nachdem mehrere Attentate auf ihn gescheitert sind, bittet er Batman um Hilfe – widerwillig, denn er hält bekanntlich nicht viel von dem „Spitzohr“. Batman sieht sich die Liste der Verbrecher an, die es auf Bullock abgesehen haben könnten. Es kommt zum Showdown gegen einen Drogenhändler, Batman und Bullock bilden ein gutes Team, ein ungewöhnliches dynamisches Duo. Aber am Ende ist der Übeltäter einer, mit dem man als allerletztes gerechnet hätte.

Bullock, der Detective, der laut Alfred aussieht wie ein ungemachtes Bett, wird hier seinem Ruf überaus gerecht. Wir erfahren, dass er in einem Drecksloch mit Kakerlaken wohnt und dieses auch noch mehr herunterkommen lässt. Bullock ist der Donut-essende Grobian, der zwar Batman nicht ausstehen kann, aber der selbst nicht immer nach den Regeln spielt. Allerdings ist er eine ehrliche Seele, die ihren Beruf sehr ernst nimmt. Damit ist er eigentlich vom gleichen Schlag wie Batman, auch wenn es ihm an Grazie fehlt.

Die Folge (die übrigens auf Detective Comics #651 von 1992 basiert) vereint alle guten Eigenschaften, die die Serie ausmachen: glaubhafte, lebensnahe und sympathische Charaktere, eine gute Chemie zwischen den Helden und eine interessante Story. Ganz besonders fällt die Musik auf, die ungewöhnlicherweise im Jazz-Stil gehalten ist und eine wunderbare Variation des Batman-Themas bietet. Für so eine Liebe zur Animation muss man heute schon ins Kino gehen.

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Überdosis schützt vor Rückenleiden

Fällt immer mit der Tür ins Haus: Bane.

Titel: Bane

Drehbuch: Mitch Brian

Erschienen: 1994 (Batman: The Animated Series, S02E10)


„Er hat meinen Wagen ruiniert, Alfred. So etwas regelt man unter Freunden am besten persönlich.“ (Batman)

Ein Jahr nach dem Knightfall, als Bane Batmans Rückgrat gebrochen hat, tauchte der Schurke schon in der Zeichentrickserie Batman: The Animated Series auf. Allerdings in einer entschärften Variante und ohne weitgehende Folgen für Batman.

Ein Fall für die Vollkasko.

Bane ist hier ein Auftragskiller, der für den Gangsterboss Rupert Thorne Batman ermorden soll. Preis: fünf Millionen Dollar in Diamanten. Zunächst nimmt er sich (wie im Comic) Killer Croc vor, um zu Batman zu gelangen. Croc landet mit gebrochenem Arm und Bein im Knast. Statt daraufhin Batman anzugreifen, zerlegt Bane zunächst eigenhändig das Batmobil. Es muss ja noch spannend bleiben.

Frankensteins Supersoldat: Banes Erschaffung.

Batman findet heraus, dass Bane aus einem Gefängnis für Lebenslängliche (Pena Dura) ausgebrochen ist, wo an ihm ein Serum für Supersoldaten ausprobiert worden war.

Kann nicht gesund sein: Bane auf Droge.

Der Zweite, der mit Bane konfrontiert wird, ist Robin. Der Sidekick schlägt sich zwar zunächst ganz gut, wird aber schließlich von Bane entführt. Batman verfolgt ihn auf ein Schiff von Thorne, wo es endlich zum Zweikampf kommt. Die Bewegungen erinnern sehr an einen Wrestling-Kampf, was bei Banes Aufmachung natürlich naheliegt. Batman schießt ihn über Bord, aber der kehrt zurück.

Batman hat Rücken.

Bane ist der überlegenere Kämpfer, aber Batman weigert sich, aufzugeben. Schließlich kommt es zu der Variation der ikonischen Szene, in der Bane Batman übers Knie legt. Aber bevor Batmans Rücken Schaden nehmen kann, überlädt der Held die Venom-Zufuhr und Bane erleidet eine Überdosis. Alles noch mal gut gegangen.

Finger weg von Drogen …

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SubZero und Batman Ninja auf Blu-ray

Der Animationsfilm Batman & Mr Freeze: SubZero (dt. Eiszeit) wird laut Warner Bros. am 27. März 2018 in den USA auf Blu-ray erscheinen. Der 1998 erschienene Film ist der zweite, der sich an Batman: The Animated Series anschließt. Der erste, Mask of the Phantasm (dt. Batman und das Phantom, 1993), ist im im vergangenen Jahr auf Blu-ray herausgekommen. Eine deutsche Veröffentlichtung beider Filme ist noch nicht angekündigt. Der dritte Film, Mystery of the Batwoman (dt. Rätsel um Batwoman), ist bereits seit Jahren auf Blu-ray verfügbar – allerdings nicht in einer deutschen Fassung.

Der 67-minütige SubZero wird als Bonus unter anderem auch die vier Mr. Freeze-Folgen aus der Serie bzw. aus dem Animated Universe enthalten: „Heart of Ice“, „Deep Freeze“, „Cold Comfort“, „Meltdown“ (Batman Beyond). Damit werden mehr als 80 Minuten geboten, die zusammen mit dem Film eine mehr als zweistündige Saga bilden. Allerdings sollen sie nur in „Standard-Auflösung“ scheinen, heißt es in der Produktbeschreibung. Das ist insofern bedauerlich, als dass in diesem Jahr, so jedenfalls die Ankündigung, die Animated Series ebenfalls auf Blu-ray erscheinen soll.

Außerdem gibt es einen Starttermin für den ersten DC-Anime: Batman Ninja soll am 8. Mai 2018 in die Läden kommen. Auch dieser Film wurde noch nicht für Deutschland angekündigt.

Justiz mit dem Holzhammer

Richter mit Hammer

Titel: Judgment Day (dt. Der Richter)

Drehbuch: Rich Fogel, Alan Burnett

Erschienen: 1999 (The New Batman Adventures S01E24)


„Ich bin das Gesetz.“ (Der Richter)

Die letzte Folge von Batman: The Animated Series (bzw. The New Batman Adventures, wie die dritte Staffel heißt) führt einen neuen Gegner ein: den Richter. Ein gesichtsloser Unbekannter mit weißer Perücke und schwarzer Robe, der andere Schurken zur Rechenschaft zieht. Der Pinguin bekommt das Schwert zu spüren, Killer Croc den Hammer, Two-Face wird zum Erstickungstod verurteilt. Zwei Mal kann Batman das Schlimmste verhindern.

Richter mit Schwert

Der Richter hat Batmans Talent, aus dem Nichts aufzutauchen (auch auf einem fahrenden Auto) und eben dorthin wieder zu verschwinden (auch von einem Brückenpfeiler aus), er bekommt das Wohlwollen eines Staatsanwalts, der die lasche Gesetzgebung kritisiert, aber konsequent ist der Vigilant nicht. Denn keiner der Verurteilten wird hingerichtet. Auch wenn Batman nicht eingreift: Der Pinguin landet nur im Krankenhaus, ähnlich glimpflich kommt der Riddler davon. Na gut, wir haben es immer noch mit einer Kinderserie zu tun. Und auch im Comic dürfen die Erzschurken nicht draufgehen – man braucht sie noch.

Die Auflösung liegt nahe, ist aber gelungen, denn hier wird ein tragischer Charakter konsequent weiterentwickelt. Da macht es auch nichts aus, dass das Richter-Konzept stark an das Phantom aus dem ersten BTAS-Film, Mask of the Phantasm, erinnert.

Two-Face in Arkham

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