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Coverwahn #15

Dark Knight III – The Master Race ist jüngst mit Müh und Not bei Teil 4, also der Hälfte angekommen. Jetzt wird es für uns mal wieder Zeit für eine Bilderschau. Die Motive der nächsten Variant Cover sind alles andere als kreativ, aber dennoch beeindruckend. Rafael Albuquerque hat ein sehr dynamisches Duo hinbekommen, Jim Lee ein starkes Porträt vom Joker mit Lippenstift hinter Maschendrahtzaun. Richtig episch sind die Gemälde von Gabriele Dell’Otto, die den Kampf zwischen Batman und Superman aus The Dark Knight Returns reinszenieren. Auch wenn wir das schon gefühlte 100-mal gesehen haben, so definitiv noch nicht. Diese Bilder könnten in der Sixitinischen Kapelle hängen. Ein Cover von Book 3 sei hier nachgetragen: Wonder Woman in einer der legendären TDKR-Posen von Batman – und in sehr feinen Farben.

Über Paul Popes Supergirl möchte ich eigentlich kein Wort verlieren. Mit seinem Stil kann ich nichts anfangen.

Previews auf Detective Comics – vor und nach Rebirth

Die Traditionsserie Detective Comics neigt sich nun zum zweiten Mal dem Ende zu. Die Zählung von The New 52 wird mit der Nummer 52 aufgegeben. Nach dem DC Rebirth-Event kehrt der Verlag zu seiner alten Zählung zurück. Das wird zwar einige unbedarfte Leser verwirren, aber DC knüpft damit an seine Tradition an und kehrt so auch symbolisch zurück zu seinen Ursprüngen.

Nachdem DC die ersten Seiten von Batman #51 (der letzten Ausgabe von Snyder & Capullo) präsentiert hat, bringt nun Newsarama eine Vorschau auf einige Seiten des ersten Hefts nach Rebirth: Detective Comics #934. Zu sehen sind einige eindrucksvolle Zeichnungen von Eddy Barrows, der Batmans Begegnungen mit Azrael und Batwoman inszeniert. In der Story von Autor James Tynion IV (Batman Eternal, Batman & Robin Eternal) werden auch weitere Mitglieder der Batman-Familie wie Spoiler, Red Robin and Cassandra Cain gegen Clayface antreten. Comicvine zeigt eine Preview von Detective Comics #52. In diesem Heft von Peter J. Tomasi und Fernando Pasarin ist James Gordon noch der amtierende Batman (vgl. Superheavy/Superschwer).

Bye, Batman! Snyder und Capullo verabschieden sich

Batman #51 (DC Comics)

Batman #51 (DC Comics)

In den USA ist gerade Batman #51 erschienen – die vorerst letzte Ausgabe von dem gefeierten Kreativteam Scott Snyder und Greg Capullo. Im Interview mit DC Comics erzählen die beiden, inwiefern ihre letzte gemeinsame Story ein Abschied von Gotham und ein „Brief an die Fans“ ist, wie sie ihre Arbeit an Batman empfunden haben und wie es danach weitergehen soll. (Außerdem gibt es eine Vorschau auf ein paar tolle Seiten samt prächtiger Bathöhle und einem schnittigen Batmobil.) Eine sehr sentimentale Angelegenheit – wenn auch kein Grund zur Trauer. Denn wenn DC im Sommer mit seinem Event DC Rebirth auch seine Batman-Serien neu startet, wird Snyder mit einer eigenen Serie, All-Star Batman, der Fledermaus treu bleiben. Capullo zeichnet ein Geheimprojekt für Mark Millar. Beide schließen aber nicht aus, wieder zusammen zu arbeiten. Vielleicht sogar an Batman.

Bisherige Storylines von Snyder und Capullo waren: der neue Batman-Origin Zero Year (dt. Jahr Null), Court of Owls/City of Owls (dt. Rat der Eulen/Stadt der Eulen) und das Joker-Epos Death of the Family/Endgame (dt. Tod der Familie/Todesspiel). Alle diese Geschichten haben Maßstäbe für nachfolgende Künstler und Autoren gesetzt. In Deutschland läuft gerade ihre letzte Storyline – Superheavy/Superschwer – zu Ende. In den USA ist der erste Teil als Paperback erschienen. Teil 2 soll im September kommen.

Ein Trailer zu Batman: The Killing Joke

Die Film-Adaption von The Killing Joke feiert am 28. Juli in den USA Premiere und soll am 4. August in Deutschland auf Blu-ray erscheinen. Bei Amazon bekommt man eine Joker-Figur dazu. Hier schon mal ein Vorgeschmack mit dem ersten offiziellen Trailer. Eine Art Making-of gibt es hier.

Ben Affleck dreht den nächsten Batman-Film

Zack Snyder/Warner Bros

Zack Snyder/Warner Bros

Eine Nachricht, die längst keine mehr ist: Ben Affleck dreht den nächsten Batman-Film. Schon lange hält sich das Gerücht, nun ist es offiziell. Affleck ist nicht nur Hauptdarsteller und Regisseur, er schreibt auch das Drehbuch mit DC-Autor Geoff Johns, der unter anderem schon den alternativen Origin Batman Earth One verfasst hat. Und es soll – was sonst – richtig „cool“ sein. Naja, das sollte auch Batman v Superman bereits sein und das Ergebnis war eine Enttäuschung. Allerdings ist das Projekt bei „Batfleck“ gut aufgehoben. Seine bisherigen Filme (Gone Baby Gone, The Town und Argo) waren ziemlich gelungen und kamen bei der Kritik gut an, als Drehbuchautor hat er schon zwei Oscars eingesackt (Good Will Hunting, Argo) und schließlich überzeugte auch seine Darstellung als Bruce Wayne/Batman in Dawn of Justice.

Was fehlt, sind noch ein offizieller Titel, der Schurke bzw. die Schurken und ein Starttermin. Im Zeitplan des DC Extended Universe sind noch zwei Filme unbetitelt, sie sollen jeweils im Herbst 2018 und 2019 erscheinen. Möglicherweise wird Batman einen dieser Plätze belegen, der andere ist möglicherweise für eine Suicide Squad-Fortsetzung vorgesehen, sollte der erste Film Erfolg haben, der bei uns am 18. August 2016 in die Kinos kommt. Auch Batman wird dabei sein – und erneut auf den Joker treffen (hier der Suicide-Squad-Blitz-Trailer). Danach sehen wir Ben Affleck in der Rolle noch in den beiden Justice League-Filmen, die wieder Zack Snyder inszeniert (erscheinen November 2017/Juni 2019) – und hoffentlich nicht vergeigt.

Sollte der Plan realisiert werden, dann spielte Affleck insgesamt fünfmal Batman – und damit häufiger als jeder seiner Vorgänger.

„We’re the bad guys“: Ein neuer Suicide Squad Trailer

Mehr Joker, mehr Batman, mehr Krawall und Remmidemmi. Der neue Sucide Squad Trailer bietet viele ungesehene Filmschnipsel, unterlegt von einem weiteren Glamrock-Schlager, diesmal „Ballroom Blitz“ von The Sweet (das erste Lied, das man im Trailer hört, ist „You Don’t Own Me“ von Grace). Am Anfang wird der Zweck der Truppe begründet: Es gibt sie für den Fall, dass jemand wie Superman einmal durchdreht. Nach dem Debakel von Batman v Superman: Dawn of Justice wird die Suicide Squad die Eingreiftruppe, um zu retten, was von diesem zerstörten DC-Filmuniversum noch übrig ist. Dass es mit einem solchen Film gelingt, ist aber durchaus zweifelhaft.

Derzeit werden noch weitere Szenen nachgedreht. Zunächst hieß es, um den Film spaßiger zu machen („more fun“), jetzt ist die Rede von Action, was natürlich auch Spaß bedeuten kann …

„A crazy Two-Face story“

All-Star Batman von Sean Murphy (DC Comics)

All-Star Batman von Sean Murphy (DC Comics)

„Big, crazy stuff“ verspricht Autor Scott Snyder seinen Fans. In seiner im August startenden Serie All-Star Batman versammelt er nicht nur Schurken wie Two-Face, Mr. Freeze, Pinguin, Poison Ivy und Catwoman, sondern auch seine Lieblingszeichner wie Sean Murphy, Jock und John Romita Jr. In einem Interview, das er mit Romita auf dccomics.com gibt, verspricht Snyder: „we’re doing something you’ve never seen in Batman before.“ Große Worte, aber der Superstar hat bisher seine Leser kaum enttäuscht.

In den ersten fünf Ausgaben, die von John Romita Jr. gezeichnet werden, soll es eine „a crazy Two-Face story“geben. Snyder beschreibt sie als eine Art Road Movie:

„I wanted to do a sort of grindhouse Death Race, Fugitive, Running Man, Defiant Ones, out-of-control story. Batman is completely out of his element, desperate to get Two-Face somewhere upstate, and just about every assassin in the DCU is hunting them at the same time. It’s really, really fun.“

John Romita Jr. vergleicht es mit dem frühen Sylvester-Stallone-Film Nighthawks und dem Ausbruchs-Klassiker Flucht in Ketten (The Defiant Ones).

Snyder erklärt auch, wie sich seine Serie von den klassischen Titeln unterscheiden wird, die in der Initiative DC Rebirth neu gestartet und besetzt werden: Tom King soll in Batman klassische Action in Gotham gegen Schurken bieten, James Tynion IV widmet sich in Detective Comics den jüngeren Helden, die von Batman und Batwoman ausgebildet werden. Für jeden Geschmack soll etwas dabei sein: „There’s a Bat book for everybody right now.“

Bei Comixology gibt es nähere Informationen zu den ersten Rebirth-Titeln, die man dort auch vorbestellen kann. Im Batman Rebirth-Special (32 Seiten) soll es um den Calendar Man gehen, in Detective Comics und Batman sollen neue Schurken auftreten.

Erste Filmbilder aus The Killing Joke

The Killing Joke ist neben Frank Millers Epen das wichtigste Batman-Comic der 80er. Nach The Dark Knight Returns und Year One bekommt nun auch der Klassiker von Alan Moore und Brian Bolland eine Adaption als Animationsfilm. Im Juli 2016 soll er bei der San Diego Comic Con Premiere feiern. Jetzt gibt es erste Bilder daraus: In einem Video, das halb Trailer und halb Making-of ist, erklären die Macher wie Bruce Timm, welche Herausforderungen bei der Verfilmung zu bewältigen waren und wie man die Geschichte um Batgirl erweitert hat. Ein verständlicher Schritt, da in der Story Barbara Gordon vom Joker angeschossen wird und damit ihre Karriere als Superheldin endet. Außerdem sieht man die Synchronsprecher, die schon bei The Animated Series der 90er dabei waren, wieder bei der Arbeit: Kevin Conroy als Batman und Mark Hamill als Joker. Ein guter Grund, sich die Originalversion anzusehen.

Klar wird, dass die Filmbilder nicht an die Kraft von Brian Bollands ausdrucksstarkem Stil heranreichen – und wohl auch nicht heranreichen können. Für die Animation sind Vereinfachungen nötig, dadurch geht aber viel von dem Reiz des Comics verloren. Die Macher beteuern aber, dass inhaltlich keine Kompromisse gemacht werden sollen und der Film so drastisch sein soll wie seine Vorlage. Also wieder ein Batman-Zeichentrickfilm, der nichts für Kinder sein dürfte.

Coverwahn #14

Ein Nachtrag zum irrsinnigen Variant Cover-Output: Die wenigen Themen-Cover zum Film Batman v Superman: Dawn of Justice, die ich zuvor vorgestellt habe, waren nur der Anfang. Hier kommt der Rest, aufgeteilt nach Motiven. Oben sehen wir klassische Kampfszenen. Auffällig ist, dass Superman stets in der überlegeneren Position ist, mal schwebt er über Batman, mal hat er tatsächlich im Duell die Oberhand. (Das ist nicht selbstverständlich, wie man an Greg Capullos sadistischem Variant für Dark Knight III sehen kann.)

In dieser Galerie nehmen die Motive stärker Bezug auf den Film: Das erste Cover zeigt die erste Begegnung nach der (ziemlich lahmen) Verfolgungsjagd mit dem Batmobil. Zwei Cover stellen Wonder Woman als Vermittlerin oder Schlichterin dar, in einem greift sie mit dem Schwert in den Kampf ein, wobei es so aussieht, als wollte sie Batman davon abhalten, Superman den Gnadenstoß zu verpassen. Auf dem letzten ist sie allein zu sehen, was in diesem Kontext ziemlich sinnfrei ist.

Die letzten drei Motive zitieren die Traumsequenz, in der Batman in einem dystopischen Szenario gegen die Allianz von Superman und Darkseid kämpft. Batman erscheint hier als Outlaw im Ledermantel mit Maschinengewehr. Im Film wirkt die Szene fehl am Platz: sie hat nichts mit der Handlung zu tun, stiftet Verwirrung und soll prophetisch auf die kommenden Justice League-Filme verweisen. Das gelingt nur holprig. So wie vieles andere in diesem Film. Aber die Cover können sich sehen lassen.

DC enthüllt Jokers wahre Identität

DK III #3 (Variant) (DC Comics)

DK III #3 (Variant, Greg Capullo) (DC Comics)

„If I’m going to have a past, I prefer it to be multiple choice!“

Der Satz aus The Killing Joke (Alan Moore/Brian Bolland) war schon immer maßgeblich für den Joker, wörtlich genommen von Heath Ledger im Film The Dark Knight. In Moores Klassiker bekommt der Joker zwar eine Vorgeschichte als gescheiterter Komiker und Gauner wider Willen angedichtet, aber keinen Namen.(Es handelt sich um eine Neuinterpretation von Jokers Origin als Red Hood aus Detective Comics #168, 1951. In Zero Year wird die Geschichte erneut variiert.)

Doch in Justice League #42 (in der Storyline Darkseid War) hat der Möbius-Stuhl Batman den wahren Namen seines Erzfeindes offenbart. Und am 25. Mai 2016, in Justice League #50, sollen auch die Leser erfahren, wer der Joker einst gewesen ist.

Die Enthüllung soll eine Überraschung sein. Doch schon die Ankündigung ist umstritten. Denn bisher gehörte es zum Mythos und zum Schauer des Schurken, dass er keine Identität hatte. Joker ist der Nihilist, der aus dem Nichts kam. In Tim Burtons ersten Batman-Film (1989) heißt der Joker zunächst Jack Napier (so auch in der Animationsserie von 1992-1995) – und stellt sich sogar als der Mörder von Bruce Waynes Eltern heraus. Eine kritisierte, aber von der Erzählökonomie gerechtfertigte Entscheidung. (Ähnlich war es in Batman Begins, wo Ra’s al Ghul zu Bruce Waynes Ausbilder wurde.)

Jedoch im Comic mit der Tradition zu brechen, ist ein Sakrileg. Zwar wird das Interesse enorm sein, aber mit Geheimnissen ist es so: Das Rätsel ist spannender als die Auflösung. Denn am Ende ist das Mysterium entzaubert. Es ist eine Enthüllung, die niemand braucht.

NACHTRAG 1: Weitere Hinweise zu Jokers Identität gibt es in DC Universe Rebirth #1.

NACHTRAG 2: Eine richtige Auflösung wird es im Dreiteiler Three Jokers geben.


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