Autor: Lukas

Beruflich Online-Redakteur, privat Comic-Blogger.

Batman gegen Deadpool: Teil 2

DC Comics/Marvel

Titel: Batman/Deadpool

Autor/Zeichner: Grant Morrison/Dan Mora u.a.

Erschienen: 2025 (One-shot)


„The plot need not be the best possible“, liest man auf einem Graffiti auf Seite 6 – und das scheint hier der Anspruch zu sein, denn es handelt sich um ein Batman/Deadpool-Crossover. Solche Events haben selten eine ausgefeilte Geschichte zu erzählen, sie sollen bloß Spaß machen. Und so ist es auch hier, nur dass Grant Morrison stattdessen voll auf die Meta-Ebene setzt. Und wohl deshalb lautet sein zweiter Hinweis an uns: „Play attention“ (!).

Es beginnt mit den zwei personifizierten Universen (wie schon in JLA/Avengers), die sich antanzen und einander näher kommen. Eins führt zum anderen, heißt es. Später landen sie gemeinsam im Bett, was anscheinend nicht so gut ausgeht. Sie will ihn daraufhin online bewerten, was ihn empört, weil es ihm verfrüht erscheint. So viel zur Rahmenhandlung.

Die eigentliche Story: Batman besucht den Sportsmaster (Victor Gover), der bei einem Einsatz seine Frau verloren hat. Kurz darauf ist Batman in Griechenland und redet zu irgendwem irgendwas von irgendeinem Ding, das die Realität verändern kann. Als er einen fremden Batarang sieht, nähert sich ihm eine weiße Hand von hinten. (Die beiden Universen küssen sich.) Und auf der nächsten Seite ist Batman plötzlich durchlöchert von Pfeilen wie der Heilige Sebastian, während Deadpool ihn über einen Golfplatz trägt.

Was zur Hölle ist hier los?

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Weihnachten mit Superman: Teil 1

DC Comics

Titel: Superman’s Christmas Adventure

Autor/Zeichner: Jerry Siegel/Jack Burnley

Erschienen: 1940 (One-shot), Reprint 1972 (Limited Collectors‘ Edition #C-43: Christmas With the Super-Heroes), Paperback 2000 (DC Universe Christmas)


Die Vorweihnachtszeit! Auch für Journalisten eine schwierige Zeit, denn sie müssen sich alle Jahre wieder neue Storys zu abgedroschenen Themen ausdenken. Perry White verdonnert Clark Kent und Lois Lane dazu, sich das Weihnachtsgeschäft anzuschauen. Während die einen wie die Verrückten kaufen, können sich arme Eltern wie die von Billy Connelly gar keine Geschenke leisten.

Da kommt Clark auf die Idee: Die Leser des Daily Planet sollen alte Spielsachen spenden, die Reporter sollen sie reparieren und an die armen Kinder verteilen. Perry ist begeistert und auch Santa Claus gefällt das. Und wer hätte gedacht, dass Reporter handwerklich so geschickt sind und nichts Besseres zu tun haben?

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King Tut will Kleopatra heiraten

Titel: King Tut’s Coup/Batman’s Waterloo (dt. Großer König vom Nil)

Drehbuch/Story: Stanley Ralph Ross/Leo Townsend & Pauline Townsend

Erschienen: 1967 (Batman S02E53-54)


Professor King Tut trägt einen verstärkten Hut, um sich vor herabfallenden Blumentöpfen zu schützen – leider nicht immer. (Warner Bros.)

Der Yale-Professor der Ägyptologie mit der sonderbaren Eigenheit, unter Gedächtnisschwund und Persönlichkeitsstörung zu leiden, hat noch immer keinen Namen, aber dafür sehen wir ihn einmal in zivil, ein bescheidener Mann, doch leider vom Pech verfolgt. Kaum fällt ihm ein Blumentopf auf den Schädel, hält er sich wieder für einen Pharao und mutiert zum Tunichtgut King Tut.

Bruce Wayne als Cäsar, Lisa Carlson als Kleopatra (Warner Bros.)

Sein Plan diesmal: Er will Kleopatra heiraten! Er verwechselt die Pharaonin jedoch mit der Millionärstochter Lisa Carson, die bei einem ägyptischen Ball als Kleopatra auftreten und von Bruce Wayne als Julius Cäsar begleitet wird. Die Tatsache, dass Tutenchamun aus dem 14. Jahrhundert vor Christus stammt und Kleopatra (VII.) aus dem ersten Jahrhundert vor Christus, scheint keine Rolle zu spielen. Der Professor für Ägyptologie scheint diesmal besonders verwirrt zu sein.

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Routine für den besten Detektiv der Welt

Cover von Andy Kubert (DC Comics)

Titel: Work That’s Never Done (dt. Es endet nie)

Autor/Zeichner: James Patrick/Steve Scott

Erschienen: 2010 (Batman Confidential #49), dt. Panini 2012 (Batman Monster Edition #5)


Batman fängt einen Polizeinotruf ab und findet in einer Privatwohnung zwei Tote: einen Mann und eine Frau, erschossen mit einer Schrotflinte. Er findet heraus, dass ein Kind verschwunden ist – nur wohin? Er folgt der Spur in den Keller, findet einen Fingerabdruck, der führt ihn zu einer Adresse, wo ein frustrierter Killer das entführte Mädchen bedroht.

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Batmans Zeitreisen: Frankenstein

DC Comics

Titel: The True Story of Frankenstein

Autor/Zeichner: Edmond Hamilton/Bob Kane

Erschienen: 1948 (Detective Comics #135), Hardcover 2018 (Batman: The Golden Age Omnibus Vol. 6)


Professor Carter Nichols findet ein Dokument, das behauptet, die Geschichte von Frankenstein sei wirklich passiert. Um das zu überprüfen, hypnotisiert er sich selbst mit dem Spiegel und reist zurück nach „Mitteleuropa“ vor 150 Jahren und findet sich trotz der vagen Ortsangabe zufällig genau vor Baron Frankensteins Schloss wieder. Man lässt ihn ohne Probleme hinein und die Experimente betrachten.

Ein großgewachsener Assistent namens Igor bedient die Kurbel einer Maschine, die elektrische Energie erzeugt, dabei überlädt sie und Igor bekommt einen Stromschlag, wodurch er ins Koma fällt. Nichols kann mit einer Adrenalinspritze (wo hat er die her?) den Körper wiederbeleben, aber nicht den Verstand. Der kommt später nach, sagt Nichols. Frankensteins Cousin, Graf Mettern, nutzt die Gelegenheit, aus Igor seinen willenlosen Sklaven zu machen. Er beauftragt ihn, Frankenstein zu töten. (Warum auch immer.)

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Superman als Tarzan

DC Comics/Dark Horse Comics

Titel: Superman/Tarzan: Sons of the Jungle

Autor/Zeichner: Chuck Dixon/Carlos Meglia

Erschienen: 2002 (Miniserie #1-3), Paperback 2016 (DC Comics/Dark Horse Comics: Superman)


Superman und Tarzan? Wie passt das denn zusammen? Mal wieder so ein bemühtes Crossover? Keineswegs. Die beiden haben einiges gemeinsam. Nicht nur, dass sie beide Pulp-Helden sind, sondern vor allem, dass sie Migranten sind, Fremde in ihrer jeweiligen Lebenswelt. Hier der Mann vom anderen Stern, da der englische Lord, der im afrikanischen Dschungel von Affen aufgezogen wird.

Statt aber die beiden zu konfrontieren und Superman künstlich zu schwächen, damit beide auf Augenhöhe kämpfen können, hat sich Autor Chuck Dixon etwas einfallen lassen: einen Rollentausch. Kal-Els Rakete landet im Dschungel und er wächst unter Affen auf, während Lord Greystoke in England großwird. Während der eine seine Kräfte entdeckt und nach seinem Ursprung sucht, ist der andere ein melancholischer Träumer, der sich in der Zivilisation unwohl fühlt und die Welt bereist, um seine wahre Heimat zu finden. Es kommt zur zwangsläufigen Begegnung und später zum Rollentausch.

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Riddler: Der ewige Rätselkönig

Titel: When is a Door.: The Secret Origin of The Riddler…/Riddle of the Jinxed Sphinx

Autor/Zeichner: Neil Gaiman, Doug Moench/Bem 89 (Bernie Mireault), Brian Stelfreeze

Erschienen: 1989/1995 (Secret Origins Special #1, The Batman Chronicles #3)


Ein Kamerateam interviewt Edward Nigma in seiner neuen Arbeitsstelle: im Finger Yard, einem Hof, in dem alte Werberequisiten im Großformat eingelagert sind, wie etwa die berühmte Riesenschreibmaschine und so weiter. Doch das Interview verläuft anders als erhofft: Der Riddler beantwortet jede Frage mit Gegenfragen, Multiple-Choice-Antworten und Rätselwitzen.

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Batman und Riddler gegen King Tut

Titel: King Tut’s Tomb (dt. Ein neuer Morgen)

Autor/Zeichner: Nunzio DeFilippis, Christina Weir/José Luis García-López, Kevin Nowlan

Erschienen: 2009 (Batman Confidential #26-28), Paperback 2010; dt. Panini 2010 (Batman Sonderband #24)


King Tut gehört zu den kuriosesten Schurken, die für die Batman-Serie der 60er geschaffen wurden: Es handelt sich um einen verrückter dicker Professor, der sich nach einem Schlag auf den Kopf für einen ägyptischen Pharao hält und Batman dazu bringt, noch einmal den Batusi zu tanzen. Die Figur passte hervorragend zum überdrehten Charme der Serie, war aber selbst für die Comics zu bescheuert und so ruhte der Pharao für über 40 Jahre, bis man ihn für Batman Confidential wieder aus dem Sarkophag holte.

Hier ist King Tut ein durchtrainierter schlanger Mann, der Tutanchamuns goldene Totenmaske trägt, brutal Leute ermordet und dabei Rätsel hinterlässt. Zum Glück ist immer jemand da, der sie auch hören und weitergeben kann. Bei Rätseln denkt Batman natürlich sofort an den Riddler, aber der sitzt in Arkham und beteuert seine Unschuld. Batma bittet um Hilfe, also wird Edward Nigma zu Batmans Sidekick.

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Batman unter King Tuts Fluch

Titel: The Spell of Tut/Tut’s Case is Shut (dt. Tut ruft – Batman rennt)

Drehbuch: Robert C. Dennis & Earl Barret

Erschienen: 1966 (Batman S02E07-08)


Heilige Hieroglyphen! King Tut ist wieder da! Der Professor (der noch immer keinen Namen hat) ist vom Katheder gestürzt und hat sich am Kopf verletzt und ist rückfällig geworden, nun hält er sich wieder für den ägyptischen Pharao. Diesmal hat er einen besonders tückischen Plan: Er lässt eine Bernsteinkette stehlen, in der eine ausgestorbene Skarabäus-Art konserviert ist (Holy Jurassic Park!), dann erweckt er die Käfer mit Strom wieder zum Leben (Holy Frankenstein!), extrahiert aus ihnen ein Gift und will damit die Bewohner von Gotham City per Trinkwasser zu willenlosen Untertanen machen (Holy Zombies!).

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Superman im alten Japan

DC Comics

Titel: JLA: Shogun of Steel

Autor/Zeichner: Ben Raab/Justiniano

Erschienen: 2002 (One-shot)


Was wäre, wenn Supermans Rakete im alten Japan gelandet wäre? Dann hätte er eben dort für Wahrheit und Gerechtigkeit gesorgt, denn ohne American Way geht es auch. Dieses Japan ist zerrissen vom Bürgerkrieg, ein böser Shogun namens Lord Zunou herrscht als Tyrann mit Zauberkräften. Der Mann aus Stahl, der hier Hoshi (Sternenkind) heißt, rettet ein Dorf vor den einfallenden Horden und schließt sich einer Rebellengruppe an. Dazu gehört ein grüner Bogenschütze, ein Falkner, ein Schnellläufer und eine Frau namens Hana, die sich als Ninja Komori nennt, die rächende Fledermaus. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen Zunou auf, der eigentlich Brainiac ist …

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