Green Lantern

JLA: Created Equal – Eine Welt fast ohne Männer

Titel: JLA: Created Equal

Autor/Zeichner: Fabian Nicieza/Kevin Maguire

Erschienen: 2000 (#1-2), Paperback 2019 (Elseworlds: Justice League Vol. 3)


Eine kosmische Energiewelle erfasst die Erde und tötet auf einen Schlag alle Männer. Wirklich alle? Nein, keine Sorge: Superman ist zum Glück noch da. Und Lex Luthor. Während die Welt sich neu sortieren muss und Wonder Woman eine neue Justice League gründet, zudem die Welthauptstadt auf Themyscira ausruft, und Superman und Lois versuchen, ein Kind zu bekommen, versucht Lex (in einer Schutzrüstung) herauszufinden, was passiert ist. Seine Erkenntnis: Superman selbst ist schuld!

(mehr …)

Absolute Green Lantern Vol. 1: Without Fear

DC Comics

Deutscher Titel: Absolute Green Lantern – Die schwarze Hand

Autor/Zeichner: Al Ewing/Jahnoy Lindsay

Erschienen: 2025 (Absolute Green Lantern #1-6), Hardcover/Paperback 2025; dt. Panini 2025


Wie bei Flash stellt sich bei Green Lantern die Frage, wer die absolute Inkarnation der Figur ist. Green Lanterns sind ja eigentlich ein Kollektiv, ein intergalaktisches Corps. Die Auswahl ist daher groß: Hal Jordan? John Stewart? Guy Gardner? Für das Absolute Universum hat man sich für alle drei entschieden. Sie alle spielen jedenfalls eine Rolle in der Geschichte. Doch als wahre grüne Laterne dient Sojourner „Jo“ Mullein, die schwarze queere Frau aus der Miniserie Far Sector.

Die Story weicht stark vom üblichen Schema der Ringübergabe durch einen Außerirdischen ab. Zunächst sehen wir einen von Furcht erregten Hal Jordan eine Landstraße durch die Wüste entlanglaufen. Ein Polizist hält ihn an, bittet ihn, die Hand aus der Tasche zu nehmen, sieht sich bedroht. Hal holt sie heraus und tötet den Polizisten, dass nur noch ein Loch im Asphalt übrig ist – anscheinend unabsichtlich.

(mehr …)

Batman/Superman: World’s Finest Vol. 7: Total Eclipso

Deutscher Titel: Schattenfall

Autor/Zeichner: Mark Waid/Adrián Gutiérrez u.a.

Erschienen: 2024 (Batman/Superman: World’s Finest #31-24, Green Lantern/Green Arrow: World’s Finest Special #1), Paperback/Hardcover 2025; dt. Panini 2025


Der Schurke Eclipso büxt mal wieder aus und ergreift Besitz von der Justice League. Da hilft nur eins: die alte Garde der Justice Society! Also kämpfen die Haudegen Alan Scott gegen Hal Jordan und der Spectre versucht, Batman wieder zur Vernunft zu bringen und Doctor Fate kümmert sich um Superman etc. Währenddessen versucht die echte Justice League, aus einem schwarzen Diamanten zu entkommen, in dem sie gefangen genommen wurde. Und kaum ist das eine Problem gelöst, kommt das nächste: Die Justice Society ist von Eclipso besessen und neidisch auf ihre Nachfolger …

(mehr …)

Filmkritik: „Superman“ (2025)

Der Superman von Christopher Reeve und Richard Donner ist Fluch und Segen zugleich. Segen natürlich, weil es bis heute keinen besseren und sympathischeren im Film gibt, der Supermans Essenz einfängt. Fluch, weil 1978 anscheinend Maßstäbe gesetzt werden, von denen man bis heute nicht loszukommen scheint. Deshalb knüpfte Bryan Singer 2006 mit Superman Returns in sklavischer Verehrung an Superman II an und ignorierte Teil III und IV, allerdings mit mäßigem Erfolg, ohne Fortsetzung.

2013 machte Zack Snyder mit Henry Cavills Man of Steel eine radikale Kehrtwende, alles sollte ganz anders sein als bei Donner und Reeve – aber dadurch wurde es trist, farb- und humorlos. Dieser Superman ermordete seinen Gegner Zod, starb schon im zweiten Teil, ehe man mit ihm warm werden konnte, und musste für ein übereiltes World Building mit der Justice League herhalten, das man schnell wieder aufgab und sich lieber Wonder Woman, Shazam und Aquaman zuwandte.

Schon wieder Lex Luthor

Nun versucht also James Gunn sein Glück. Der Titel ist schlicht Superman, das Farbenfrohe kehrt zurück und auch der Humor. Man überspringt zum Glück die altbekannte Originstory, Superman ist seit drei Jahren etabliert und bekommt erstmals echte Schwierigkeiten. Natürlich mit Lex Luthor. Schon wieder. Wir hatten noch nie einen Brainiac-Film, wir haben weder Metallo noch Parasite auf der Leinwand gesehen, aber dafür kommt nun zum sechsten Mal der glatzköpfige Schurke, der nichts anderes will, als Superman fertigzumachen. Warum? Weil er ihn hasst. Den Grund dafür erfahren wir erst ganz am Ende.

(mehr …)

Superman und Green Lantern in der Hölle

Cover von Frank Miller (DC Comics)

Titel: Green Lantern/Superman: Legend of the Green Flame (dt. Legende der grünen Flamme)

Aut0r/Zeichner: Neil Gaiman/Mike Allred, Mark Buckingham, John Totleben, Jim Aparo, Matt Wagner u.a.

Erschienen: 2000 (One-shot), Hardcover/Paperback 2016/2018 (The DC Universe by Neil Gaiman); dt. Panini 2001 (DC Crossover #2)


Hal Jordan (Green Lantern) besucht Clark Kent. Er will einfach nur reden, braucht Rat von einem Freund. Seit das Green-Lantern-Corps ist vernichtet, fühlt er sich einsam und fragt sich, was sein Zweck im Leben ist. Clark kommt nicht zum Antworten, denn die beiden werden beim Spaziergang durch den Park von Straßenräubern angegriffen. Und dann muss Clark zu einem Pressetermin, einer Ausstellungseröffnung. Hal begleitet ihn. Im Museum finden sie eine grüne Lampe, die 1949 in Berlin gefunden wurde. Alan Scotts Lampe kann es nicht sein.

Um das Ding zu untersuchen, wird Hal zu Green Lantern sagt seinen Schwur auf. Da werden die beiden von einer grünen Flamme erfasst und getötet. Jedenfalls fast. Gemeinsam landen sie in einem Zwischenreich, wo sie Boston Brand alias Deadman empfängt. Tot seien sie erst, wenn sie ins Licht gehen. Hal versucht, sie mit seinem Ring zurück in die Körper zu befördern (das klappte bei ihm bereits in DC Comics Presents #26), doch sie landen bloß eine Etage tiefer: in der Hölle.

(mehr …)

Superman und der doppelte Green Lantern

DC Comics

Titel: Superman and Green Lantern: Between Friend and Foe!

Autor/Zeichner: Marv Wolfman/Jim Starlin (auch Plot)

Erschienen: 1980 (DC Comics Presents #26)


Kaum hat Green Lantern (Hal Jordan) gerade Superman beim Wachdienst im JLA-Satelliten abgelöst, meldet sich Archon Z’Gmora, der Green Lantern von Cygnus, und bittet ihn telepathisch um Hilfe. Sein Ring sei zerstört und er sei im All gestrandet, in einer zeitlosen Dimension. (Genauer gesagt: Eine außerhalb der normalen Zeit.) Hal düst also schnell hin und stellt fest, dass da kein Kumpel in Not ist, sondern ein bösartiges, gestaltwandlerisches Alien namens N’Gon. Um seine Kraft zu erneuern, tötet er Hal und übernimmt dessen Form und Erinnerung, wie schon bei Archon, nur diesmal holt er sich auch den grünen Kraftring.

(mehr …)

Clark Kent wird Green Lantern

DC Comics

Titel: Superman and Green Lantern: The Fantastic Fall of Green Lantern!

Autor/Zeichner: Paul Levitz/Curt Swan

Erschienen: 1979 (DC Comics Presents #6), Paperback 2025 (DC Finest: Team-Ups: Chase To The End Of Time)


Lois Lane und Clark Kent nehmen gerade einen Journalistenpreis in Empfang, da kracht aus heiterem Himmel Green Lantern (Hal Jordan) in die Veranstaltung und übergibt, bevor er in Ohnmacht fällt, Clark den grünen Ring. Clark weiß nicht wie ihm geschieht, als er plötzlich ein grünes Kostüm trägt und davonfliegt – da greift ihm Superman unter die Arme. Der Ring erschafft anscheinend nicht nur grüne Trugbilder …

(mehr …)

Superman gegen Green Lantern: Der Konflikt des Jahrhunderts?

DC Comics

Titel: Superman and Green Lantern: A Prize of Peril

Autor/Zeichner: Dennis O’Neil/Dick Dillin

Erschienen: 1971 (World’s Finest #201), Hardcover 2020 (World’s Finest: Guardians of the Earth)


Leute, hier kommt er: „The conflict of the century!“ Die vielen Kriege des 20. Jahrhunderts, allen voran die beiden Weltkriege, waren anscheiend nichts gegen das, was hier geboten wird. Doch bis dahin war die Sache geheim: Sicherheitsbehörden haben sich gefragt, was damals im August 1970 geschehen ist, nun hat DC die Erlaubnis bekommen, diese damals zurückgehaltene Story ein Jahr später zu erzählen: Superman gegen Green Lantern!

(mehr …)

Superman trifft Bugs Bunny und die Looney Tunes

DC Comics

Titel: Superman & Bugs Bunny

Autor/Zeichner: Mark Evanier/Joe Staton, Tom Palmer, Mike DeCarlo

Erschienen: 2000 (Miniserie #1-4), 2017 (DC/Looney Tunes 100-Page Super Spectacular)


Ja, auch dieses crazy Crossover hat es mal gegeben: Die Looney Tunes treffen die DC-Helden! Zwei Welten, die nicht zusammengehören, aber immerhin aus demselben Haus (Warner Bros.) stammen. Davon kann man nicht mehr erwarten als großen Quatsch – und den bekommt man auch. Natürlich beginnt der Spaß mit dem Kobold des Schabernacks schlechthin: Mr. Mxyzptlk!

Der pflanzt in Metropolis mal eben eine neue Czarbucks-Coffeeshop-Filiale, von denen es bereits mehr als genug gibt. Es folgen weitere Franchises: einen Sandwichladen, einen Copy-Shop, einen Computerladen, bis die Stadt wie eine einzige Einkaufszone aussieht. Ein klarer kapitalismuskritischer Kommentar auf der Meta-Ebene, der sich selbst ironisiert, denn auch dieser Comic, den wir lesen, ist nichts anderes als eine bemühte Ballung von Franchises, die keiner wirklich braucht, doch die man trotzdem aufsucht, weil man die bekannten Marken kennt.

(mehr …)

Eine Welt ohne den Joker

DC Comics

Titel: DC’s Batman Smells, Robin Laid an Egg

Autoren/Zeichner: diverse

Erschienen: 2024 (One-shot)


Batman stinkt also und Robin hat ein Ei gelegt. Wie konnte es dazu kommen? Zu lange Patrouillien ohne Dusche? Ist Robin zum Vogel mutiert? Und was hat Poison Ivy damit zu tun? Wir erfahren es leider nicht, was auf dem Cover von DCs diesjähriger Weihnachtsanthologie zu sehen ist, denn der Titel ist natürlich der „Jingle Bells“-Variation vom Joker entnommen, die er in der klassischen Batman-TAS-Episode „Christmas With the Joker“ singt.

Stattdessen sehen wir, wie der Joker am Leben verzweifelt und sich wünscht, er wäre nie geboren. Da taucht Robin als Engel ohne Flügel auf, um ihm eine Welt ohne Joker zu zeigen und ihm den Lebenswillen wiederzugeben. Die Story spielt auf den Weihnachtsklassiker „It’s A Wonderful Life“ (dt. Ist das Leben nicht schön?) an, die Adaption kommt allerdings nicht ans Original heran, weil sie schon daran hinkt, dass eine Welt ohne Joker zweifellos eine bessere wäre – allerdings auch eine öde, jedenfalls für den Clown.

Geschmacklos wird es vor allem, wenn der Tod von Bruce Waynes Eltern veralbert wird. Joe Chill, ein Eisverkäufer im Winter, fällt zufällig ein Revolver in die Hände, der die beiden Waynes erschießt, und er findet Gefallen am Mord. Großer Blödsinn, und nicht mal besonders witzig.

(mehr …)