Video

Batman versus Superman: Retro Edition

März 2016 ist noch lange hin. Bis dahin verkürzen sich die Fans das Warten auf den Kinofilm Batman v Superman mit wilden Spekulationen und – Hommagen. Zum Beispiel: Wie hätte der Film im Jahr 1949 ausgesehen? In diesem Video werden die alten Serials zu einem Pseudo-Trailer kombiniert. (Tatsächlich sollten sich die beiden Helden erstmals 1952 begegnen, im Comic Superman #76.) Beklagenswert, wie armselig und lieblos Batman damals inszeniert wurde. Bemerkenswert ist allerdings Superman: Obwohl es sich um eine Realverfilmung handelt, wurde Superman damals mittels Animation zum Fliegen gebracht.

Zur Ergänzung hier noch eine animierte Version des Batman v Superman-Trailers, die zwar überflüssig ist, weil sie bloß nachahmt, aber dank des 90er-Zeichenstils ihren Charme hat:

>> World’s Finest Comics

Ein erster Blick auf Bad Blood

DC hat den ersten Trailer zum Animationsfilm Batman: Bad Blood veröffentlicht, der nächstes Jahr auf DVD und Blu-ray erscheinen soll. Darin werden erstmals die Charaktere Batwoman und Batwing vorkommen, und auch Nightwing und Robin (Damian Wayne) sind wieder dabei. Für böses Blut dürfte die schwer bewaffnete Rächerin sorgen, von der sich auch Batwing Bashing gefallen lassen muss. Bad Blood ist die Fortsetzung zu Son of Batman und Batman vs. Robin. Das Drehbuch stammt von J.M. DeMatteis, der bereits den jüngsten der Filme geschrieben hat (außerdem hat er die Prequel-Comics zu Justice League: Gods and Monsters verfasst). Ein genauer Starttermin für Bad Blood steht noch nicht fest.

Fledermaus, Katze und Fleischklops nach Shanghai-Art

Shanghai 1930: Eine geheimnisvolle Schriftrolle des Schicksals bestimmt den Herrscher der Stadt. Catwoman klaut sie, dann greift Bane zu, schließlich behält Batman das letzte Wort. Diese drei DC Nation-Web-Videos, The Bat Man of Shanghai, zeigen eine fulminant animierte und spektakulär inszenierte Anime-Version des Dunklen Ritters, der mit Leuchtstäben kämpft und sich in einen Schwarm von Fledermäusen auflösen kann. Bane ist ein so übertrieben riesiger Muskelberg, dass er als fassadenkletternder King Kong inszeniert wird, Catwoman macht in weiß-roten Kostüm und mit Puschelschwanz eine klasse Figur. Dieser dreitelitige Kurzfilm verdient einen Ehrenplatz in den Batman-Annalen.

Was Sie schon immer über Batman wissen wollten …

… aber bisher nicht zu fragen wagten – Superreporterin Lois Lane hat es gefragt. In dem kleinen Web-Video DC Nation – Tales of Metropolis: Lois sehen wir sie als Role Model einer Journalistin: Unablässig bleibt sie am Dunklen Ritter dran und stellt ihre Fragen, lässt sich nicht abwimmeln, bis sie endlich hat, was sie will. Wir erfahren, welcher der schrecklichste und welcher der peinlichste Schurke gewesen ist, und am Ende stellt sich heraus, dass Lois selbst der beste Sidekick wäre. Aber das wird wohl leider ein Wunschtraum bleiben.

Ehrlich währt am längsten

Oft ist es so: Man schaut sich einen Film an, findet ihn schlecht, verdrängt ihn, aber nach einer gewissen Zeit lässt das Trauma nach und man gerät wieder in Versuchung, sich den Film in Erinnerung zu rufen oder ihm „noch eine Chance“ zu geben – als ob er mit der Zeit besser würde. Wird er aber nicht. Wer sich Filme ansieht, die er als Kind mochte, wird meistens enttäuscht. Und so ist es auch mit anderen Kinosünden. Wie etwa Joel Schumachers Batman & Robin (1997). Es gibt eine Alternative dazu, seine Lebenszeit damit zu verschwenden, um einzusehen, wie missraten, lächerlich und unnötig dieses Machwerk ist: man schaut den Honest Trailer. In vier Minuten wird man an dieses Verbrechen erinnert und dabei köstlich unterhalten. Anders als im Original zünden die Pointen. Erneut bestätigt sich: manchmal sind Trailer die besseren Filme. Besonders die ehrlichen.

Batman TAS: Verloren im Virtuellen

„It’s all part of the game.“ (Poison Ivy)

Lange bevor es die Batman: Arkham-Spiele gab, waren die Anfänge der Games bescheiden: Mitte der 90er wurde ein Konsolenspiel herausgebracht, das auf der meisterhaften und bis heute maßgeblichen Batman Zeichentrick-Serie basierte. In der Sega-CD-Version waren die Spielsequenzen eingebettet in eine Handlung, die in animierten Szenen erzählt wurde. Batman trifft zunächst auf Poison Ivy, Riddler und Joker, bevor er im Finale mit Robin gegen Rupert Thorne bzw. Clayface antritt. Diese Szenen ergeben insgesamt 16 Minuten Film, weshalb sie auch als „Lost Episode“, die verlorene Episode der Serie gelten. Allerdings sind die Handlungslücken so eklatant, dass man nur schwerlich in den Genuss einer flüssigen Dramaturgie kommt. Leider ist auch die Musik nicht mit einem Orchester eingespielt, sondern klingt nach kaltem 90er-Computer-Sound.

Dennoch sind die Szenen in bewährter Qualität der Serie animiert. Bemerkenswert ist die Sequenz, in der Batman mit einer Axt auf Poison Ivys Pflanzenmonster mit einer Axt losgeht und das Ding äußerst brutal nach Holzfällermanier niedermetzelt. Über die Riddler-Szene kann man schmunzeln: darin ist von der Zukunft der Virtual Reality die Rede. Die Prophezeiung der 90er hat sich bis heute nicht bewahrheitet. (Diese Idee wurde bereits in der Folge „What Is Reality?“, S01E48, von 1992 verwendet.) Aber für die Pixel-Welt dieses Konsolenspiels spricht daraus wohl die Sehnsucht nach besserer Grafik. Heute dürfte diese Oldschool-Ästhetik im Zuge der Retro-Welle wieder ihren Reiz haben.

>> Liste der Batman: The Animated Series-Episoden

Selina an der Stange

Was Superheldencomics fehlt, ist der Sex. Zwar wimmelt es vor Astralkörpern in hautengen Anzügen und gewagten Posen, aber das alles zeugt höchstens von einer verkappten Sexualität, die so gut wie nie ausgelebt wird. Das ist kein Plädoyer für Pornos mit Batman und Co., aber es zeigt, wie die widersprüchliche US-amerikanische Moralvorstellung sich in diesen eigentlich unbegrenzten Fantasien niederschlägt.

Eine Ausnahme, die bis an den äußersten Rand geht, ist die Elseworlds-Story Catwoman: Guardian of Gotham. Allerdings eine lächerliche und daher misslungene. In dem animierten Kurzfilm DC Showcase: Catwoman wird die Heldin in ihrem schwarzen SM-Kostüm als Stripperin inszeniert – ein feuchter Männertraum. Allerdings kippt die Szene schnell von der Unterwürftigkeit in die Vormachtstellung: Selina holt die Peitsche raus und macht ein paar Gangster unschädlich. Darauf folgt eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit einigen schönen Action-Einlagen. Das zeigt sehr eindrucksvoll die Ambivalenz zwischen Sexismus und Feminismus, die in dieser Figur steckt.

In diesem Fall spricht man vielleicht am besten von Felinismus

Ritt auf dem Robo-Dino

Man kann sich keine Meinung über etwas bilden, das man nicht kennt. Aber weil ich von dem Animationsfilm Batman Unlimited: Animal Instincts mäßig begeistert war, werde ich auf die Fortsetzung Monster Mayhem verzichten und mir damit eine Stunde Lebenszeit sparen. Warner Bros. war so nett, der Fangemeinde mit einer Reihe von Kurzfilmen über YouTube einen Vorgeschmack zu geben – und sie bestätigen die Befürchtung, dass das Niveau in Teil 2 nicht steigt.

Während es beim ersten Mal gegen vier „tierische Gegner“ ging, geht es dieses Mal gegen „monströse“. Batman, Nightwing, Red Robin, Green Arrow und Cyborg legen sich also mit Joker, Clayface, Scarecrow, Solomon Grundy und Silver Banshee an. Und wer denkt, das sei doch kein schlechtes Aufgebot, der sollte wissen, dass Batman nicht nur ein Roboter-Wolf zur Seite steht, sondern dass Batman auch auf einem Roboter-T-Rex reitet. Kein Witz. Der kann sogar Kanonen verschießen. Das freut wahrscheinlich bloß Kinder, die mit solchen Figuren spielen. Denn schließlich geht es dieser Filmreihe bloß darum, das passende Spielzeug zu verkaufen. Auf den gleichen Niveau bewegen sich die Dialoge.

Wen’s trotzdem interessiert, kann sich hier ein paar der Batman Unlimited-Videos der Webserie ansehen:

(mehr …)

Die ewige Katzenjagd

Titel: Chase Me

Regie/Drehbuch: Curt Geda/Paul Dini, Alan Burnett

Erschienen: 2003


Alle Frauen wollen mit Bruce Wayne tanzen, der arme Playboy kann sich kaum noch vor Zuspruch retten. Doch als er Catwoman beim Diebstahl erwischt, ist es er, der als Batman einer Frau hinterherrennt – und nicht nur irgendeiner. Chase Me, ein Kurzfilm als Zugabe zu Mystery of the Batwoman (2003), erzählt in sechs Minuten von einer Verfolgungsjagd zwischen Batman und Catwoman durch Gotham – und zwar ganz ohne Worte. Es ist wohl kein Zufall, dass dabei eine Menge – ähem – Milch fließt. Am Ende landen die beiden im Zoo bei den wilden Tieren und es endet sogar mit einem Kuss und Fesselspielchen. Batman bleibt dennoch der Alte – und Bruce Wayne der ewige einsame Playboy, der mit anderen Frauen vorlieb nehmen muss.

Batman gegen Superman

Erste Bilder gibt es zwar, aber ein Teaser-Trailer zu Batman v Superman lässt noch auf sich warten. Einer war zwar auf der Comic Con zu sehen, aber bis auf ein paar verwackelte Aufnahmen aus einem Kinosaal wurde davon nichts auf YouTube veröffentlicht. Die Macher von „How It Should Have Ended“ (HISHE) haben sich ihre eigenen Gedanken gemacht, um die Lücke zu schließen. In einem Video sitzen Batman und Superman im „Super Café“ und diskutieren, wie der neue Film mit ihnen beiden heißen soll und wer wen im Kampf besiegen wird. In einem weiteren gibt es ein alternatives Ende des ersten Comic Con-Teasers.