Film

Neue Musik zu „The Batman“

Bald ist es soweit: Am 3. März 2022 soll The Batman ins Kino kommen. Regisseur Matt Reeves liefert mit fast drei Stunden auch damit den längsten Batman-Solo-Film ab. Nun hat Warner Bros. die Main Theme von Michael Giacchino veröffentlicht (auch bei Spotify). Wie schon bei Hans Zimmers Musik zur Dark-Knight-Trilogie besteht die Melodie im Wesentlichen aus zwei Tönen – Minimalismus für die maximale Dramatik. Zwischendurch geht es auch mal sehr hoffnungsvoll zu.

Giacchino ist damit bekannt geworden, dass er es bereits schaffte, bei der Serie Lost einem die Tränen in die Augen zu treiben, ähnliches gelang ihm auch bei Star Trek und dem Pixar-Film Oben. Darüber hinaus schrieb er auch die Musik zu Mission Impossible: Phantom Protokoll, Doctor Strange und der jüngsten Spider-Man-Trilogie. Musikalisch kann schon mal nicht viel schief gehen.

The Batman mit Robert Pattinson in der Hauptrolle wird den Riddler (Paul Dano) und Pinguin (Colin Farrell) als Schurken haben. Darüber hinaus treten Catwoman (Zoë Kravitz), Carmine Falcone (John Turturro), James Gordon (Jeffrey Wright) und Alfred Pennyworth (Andy Serkis) auf.

Begleitend dazu ist eine Serie auf HBO-Max geplant.


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„Super Easy, Barely an Inconvenience“

Man soll ja nicht immer nur negativ denken. Zack Snyders Filme wurden viel gescholten, auch hier, und eigentlich ist alles schon dazu gesagt, die Kritik ist bekannt und wird auch keinen Hardcore-Fan mehr vom Gegenteil überzeugen. Dennoch findet man immer wieder neue kreative Ansätze, sich mit Filmkritik zu beschäftigen. Eine davon ist die Reihe „Pitch Meeting“ von Screen Rant, die es schon seit Jahren gibt, aber die ich jedem ans Herz legen will, der sie noch nicht kennt.

Das Prinzip ist einfach: Ein junger Mann namens Ryan George inszeniert einen Dialog zwischen Drehbuchautor und dem Produzenten, bei dem die Geschichte heruntergebrochen und ständig hinterfragt wird. Dabei treten die größten Plotlöcher zutage, ohne dass es die Beteiligten zu stören scheint. Wer mehrere dieser Videos schaut, wird mit Running Gags belohnt, ganz besonders die immer wiederkehrende Phrase, wenn wie üblich eine Problemlösung zu glatt läuft: „super easy, barely an inconvenience“.

Nicht nur Snyders Werk, auch frühere Batman-Filme werden so pfiffig auseinandergenommen, wie etwa Batman Forever (1995) und Batman & Robin (1997).

Das Interessante dabei ist: Auch wenn diese Pitch Meetings reine Satire sind, müssen solche Runden trotzdem einmal stattgefunden haben und man fragt sich: Wie konnte es sein, dass all diese Ungereimtheiten niemandem vorher aufgefallen sind? Die Antwort darauf ist einfach, wie im Falle von Batman v Superman: Wenn Batman, Superman und Wonder Woman in einem Film sind, wird er Kasse machen – egal, wie gut er ist.

Lästern ist natürlich immer einfach. Daher steht am Ende auch stets die Erkenntnis, dass Drehbücher schreiben und Filme machen alles andere als „super easy“ ist.

>> Mehr zum Thema: Honest Trailers

 

DC Fandome: Neue Trailer zu „The Batman“ und „The Flash“

Da ist er: Nach stundenlangem Geschwätz bei DC Fandome kam endlich die Hauptattraktion: zweieinhalb Minuten Bilder aus dem Film The Batman. Nicht alles neue Bilder, aber immerhin konnte man sich einen guten Eindruck von Catwoman (Zoë Kravitz), Pinguin (Colin Farrell) James Gordon (Jeffrey Wright) und Alfred Pennyworth (Andy Serkis) verschaffen. Der Riddler (Paul Dano) bleibt noch ein Mysterium, dafür wirkt Batman (Robert Pattinson) wie der absolute Berserker.

The Batman von Regisseur Matt Reeves soll im März 2022 in die Kinos kommen. Der Filmstart wurde bereits wegen der Corona-Pandemie verschoben.

Noch einmal Batman gab es im „First Look“ zu The Flash. Der Held taucht (zusammen mit Supergirl) in der Batcave auf, Batman (Michael Keaton?) sieht man nur von hinten. Und es gibt eine kleine Enthüllung des Batmobils – allerdings nur off screen. The Flash soll

Und hier noch ein Vorgeschmack auf den Black-Adam-Film mit Dwayne Johnson:

Und hier noch ein Trailer zum Animationsfilm Catwoman: Hunted:

Die Geschichte hinter Tim Burtons „Batman“-Film

Das Startbild des Videos ist irreführend: Nein, es geht nicht um Christopher Nolans The Dark Knight, sondern um Tim Burtons Batman-Film von 1989. Genauer gesagt, es geht darum, welche Bedeutung er für die Filmgeschichte hatte, denn die Veröffentlichtung gilt hier als Geburtsstunde des modernen Blockbusters.

Tatsächlich ist der Film ein bemerkenswertes Phänomen: „It wasn’t so much about the story or the characters, it was about the event“, heißt es an einer Stelle in der Doku. Was passierte, war gar nicht so wichtig, sondern allein die Tatsache, dass hier zwei Stunden Spektakel geboten wurde – zwei Stunden Batman. Der Film löste eine zweite Batmania aus, mit Tonnen von Merchandising-Artikeln wie Spielzeug, T-Shirts und Lebensmitteln.

Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Besetzung von Michael Keaton als Bruce Wayne zunächst auf große Ablehnung stieß. Auch wenn Keaton einen guten Job gemacht hat, zeigte der Film aber: Eigentlich ist es (fast) egal, wer hinter der Maske steckt. Am meisten zählt die Maske selbst.

Das Prinzip, eine bekannte Marke zu einem Blockbuster auszubauen, hat von da an Schule gemacht. Heute ist das normal, wie man an der Flut von Superhelden-Filmen sehen kann. Hypes sind dadurch aber selten geworden.

>> Wie Batman Returns entstand

DC Fandome am 16. Oktober 2021

Da es auch im zweiten Corona-Jahr keine San Diego Comic-Con gab, veranstaltet DC wieder sein eigenes Fan-Event im Netz: DC Fandome soll am 16. Oktober als Livestream viel Neues bieten, darunter natürlich Trailer neuer Kinofilme. DC Fandome ist kostenlos und wird unter anderem mit deutschen Untertiteln gezeigt. In Mitteleuropa geht es um 19 Uhr los.

DC verspricht einen neuen Trailer zu The Batman, einen ersten Blick auf Black Adam (mit Dwayne Johnson in der Titelrolle), einen Sneak Peak auf The Flash (mit Michael Keaton und Ben Affleck als Batmen) und einen Blick hinter die Kulissen zu Aquaman and the Lost Kingdom sowie Shazam! Fury of the Gods. Bis auf den letzten sollen alle diese Filme im Jahr 2022 ins Kino kommen, der zweite Shazam 2023.

Noch keine Infos gibt es zum geplanten Batgirl-Film, der ebenfalls 2022 erscheinen soll, allerdings nur auf HBO Max. Leslie Grace soll die Hauptrolle spielen, J.K. Simmons ist wieder als James Gordon vorgesehen. Das Drehbuch stammt von Christina Hodson, die bereits Birds of Prey und The Flash geschrieben hat.

In Sachen Animation gibt es Vorschauen auf die neue Serie Batman: Caped Crusader und auf zwei Filme: Injustice, nach dem gleichnamigen Game und der Comicserie, sowie den Heist-Movie Catwoman: Hunted.

The Suicide Squad: Besser ist nicht gleich gut

Poster zu "The Suicide Squad"

Das Poster zu „The Suicide Squad“ (Ausschnitt) (Warner Bros.)

Fünf Jahre nach David Ayers missratenem Suicide Squad ist James Gunns The Suicide Squad im Kino. Eine Fortsetzung, die so tut, als hätte es einen ersten Teil nicht gegeben und den Fehlschlag vergessen lässt? James Gunn, der Retter der Task Force X? Leider nein.

Zwar ist der neue Film gelungener als der erste, das zu übertreffen ist nicht schwierig. Gunn hat ein Talent für Humor und für Dialoge. Aber auch der Neuversuch leidet noch immer an den gleichen Problemen: Charaktere, die einen wenig bis gar nicht interessieren, austauschbare Schurken und daher auch eine Story ohne Spannung.

Stattdessen setzt James Gunn auf zwei Faktoren: Brutalität und Absurdität. Es wird mehr gemetzelt denn je, und man soll es lustig finden, tatsächlich verbraucht es sich schnell und ermüdet. Wahrscheinlich lässt Gunn deswegen irgendwann statt Blut Blumen regnen. Harley Quinn, Bloodsport und Peacemaker töten so routiniert, dass der Zynismus dahinter einen abstumpfen lässt. Ein Menschenleben ist nicht viel wert, auch um die Antihelden kümmert man sich daher nicht viel. Figuren wie Polka Dot Man und King Shark gehen über Kuriositätenkabinett mit platten Witzen nicht hinaus. Tragische Hintergrundgeschichten wie bei Ratcatcher ändern an der Anteilnahme nur wenig.

Worum es eigentlich geht, das ist dann ziemlich egal: Starro der Eroberer als Endgegner ist verheizt für eine bunte Zerstörungsorgie, ohne je bedrohlich zu wirken, und damit fällt er leider als potenzieller Justice-League-Schurke für die nächsten Jahre leider weg. Einzig die Wendung am Ende, dass Amanda Waller die wahre Schurkin ist, weil sie bloß Beweise für US-Verbrechen vertuschen will, hätte Potenzial gehabt, aber das kommt zu spät und spielt am Ende auch keine Rolle, um noch am Ende ernsthaft über moralische Fragen zu diskutieren.

Nein, ernst zu nehmen ist hier nichts. Mit Guardians of the Galaxy hat Gunn zumindest bewiesen, dass auch ein reiner Spaßfilm emotionale Tiefen haben kann. Sein Suicide Squad fühlt sich hingegen hohl an.

>> Batman-Filme und -Serien

Wie „Batman Returns“ entstand

Batman Returns, der zweite Teil von Tim Burtons Batman-Reihe, ist vielleicht ein Beispiel dafür, das eine Fortsetzung das Original übertreffen kann. Im Kritikerspiegel bei Rotten Tomatoes schneidet er jedenfalls deutlich besser ab (80 zu 71 Prozent). Zwar gibt es auch hier Albernheiten wie fliegende Regenschirme, Riesengummienten und eine Pinguin-Kamikaze-Armee, aber dank eindrucksvoller Darstellungen des Pinguins (Danny DeVito) und Catwoman (Michelle Pfeiffer) hinterlässt Batman Returns einen tieferen Eindruck als der Vorgänger.

Trotzdem gab es keine Fortsetzung. Offenbar war Tim Burtons Ansatz – trotz des Kassenerfolgs – zu düster und brutal für eine Filmreihe, die Spielzeuge verkaufen sollte. Dafür wird die Geschichte nun in einer Comicserie weiter erzählt: Batman 89.

Ein interessantes Making-of lässt Darsteller und Macher zurückschauen auf die Entstehung des Films.

Mehr zum Thema: Honest Trailer

Neuer Trailer zu „The Suicide Squad“

Am 5. August 2021 startet James Gunns The Suicide Squad in den deutschen Kinos. Bis dahin gibt es einen weiteren Vorgeschmack in Form eines neuen Trailers, dem offiziellen, nicht zu verwechseln mit der ersten Vorschau. Wir sehen Idris Elba als Bloodsport hinter Gittern, weil er Superman mit einer Kryptonitkugel angeschossen hat, Harley Quinn (Margot Robbie) sprüht über vor Blumen und wir erfahren etwas Wissenswertes über das Wort „Starfish“ …

Verbrecher Batman

Batman ist der Gute, denn er bekämpft Verbrecher – klar. Oder? In den ersten 40 Jahren (abgesehen vom ersten) war es zumindest so. In den letzten 40 wurde das immer mehr und wieder in Frage gestellt. Batman arbeitet außerhalb des Gesetzes, er ist ein Vigilant und daher per se illegal, was weitere Vergehen und Verbrechen nach sich zieht.

Wenn man sich die Filme anschaut, stellt sich eher die Frage, ob Batman wirklich mehr Gutes tut als dass er Schaden anrichtet. Dieses Fandom-Video geht der Sache nach, von Michael Keaton bis Batfleck, und findet eine ganze Reihe von Straftaten: unbefugtes Betreten, Vandalismus, Stalking, illegales Abhören, Fahrerflucht, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, Körperverletzung, Folter und natürlich Mord.

Welcher Film-Batman begeht wohl die meisten Verbrechen? Die spannendere Frage ist aber: Sind sie gerechtfertigt im Hinsicht auf die Verbrechen, die er verhindert?

Die Antwort überlasse ich euch. Aber ein fragwürdiger Charakter bleibt dieser Fledermausmann …

>> Liste der Batman-Filme

Abrechnung mit dem DC Extended Universe

Nein, ich bin wahrlich kein Fan des „DC Extended Universe“ (DCEU), wie das derzeitige Filmuniversum von Superman, Batman und Wonder Woman genannt wird. Es hatte einen mehr als holprigen Start mit Man of Steel, wurde dann furchtbar mit Batman v Superman und Suicide Squad, bevor es sich dann mit Wonder Woman und Shazam berappelte, aber dann wieder abstürzte (Aquaman, Wonder Woman 1984) und immer noch wenige echte Highlights zu bieten hat.

Die Screen Junkies haben in einem Honest Trailer (dem 400.) zusammengefasst, was alles schief gelaufen ist, vor und hinter den Kulissen, und analysieren auf amüsante Art die wiederkehrenden Muster dieser Filme. Einen Anteil an der Unausgereiftheit der Filme dürften die chaotischen Produktionsbedingungen haben, wie man sie bei Zack Snyder’s Justice League erlebt hat. Doch da bleiben immer noch die deprimierenen Storys, unsympathischen Helden, nervigen Schurken und fragwürdigen Wortbeiträge. Und es scheint immer noch keinen vernünftigen Plan zu geben, wie man dieses Kinofranchise auf einen ordentlichen Kurs bringt wie bei Marvel. Mit eigenständigen Filmen wie Joker und dem kommenden The Batman hat man sich vom Snyderverse verabschiedet.

Bedenklich ist das Trollverhalten sogenannter Fans, die Soziale Medien für ihre aggressiven Snyder-Kampagnen missbrauchen. Dass sie mit Justice League Erfolg hatten, ist leider auch ein falsches Signal, das zeigt, dass man alles kriegt, wenn man nur laut genug schreit. Wenn es nur halb so viel Engagement für die wahren Probleme auf der Welt gäbe, bräuchte es keine Superhelden mehr …

>> Liste der Batman-Filme